Telegrafenmasten

  • Moin,
    die Idee mit den Perlen ist super. Aber ein Querträger sieht anders aus. Grundsätzlich ist kurz lang richtig, wird aber anders erreicht. Die beiden innen sind lang und auf einer geraden Isolatorstütze, als nächstes kommen zwei gebogene Isolatorstützen, die von unten im Querträger befestigt sind. Nun wieder zwei lange von oben und die letzten zwei gebogen von unten nach außen gedreht. Dann wird so ein Querträger mit einer Vorlegeplatte und und einem Ziehband am Mast befestigt.
    Woher ich das so genau weiß, ich habe vor vielen Jahren mal Fernmelder gelernt und mit Freileitungsbau haben wir anfangen müssen. Und leider ist fast jede Freileitung auf einer Modelleisenbahnanlage in irgend einer Form nicht richtig. Dabei kann man alles im Netz recherchieren. Telefonieren war und ist für einen Bahnbetrieb existenziell.


    Bis denne Ludwig

  • Guten Morgen,
    Die Modellbahnmanufaktur Crottendorf im Erzgebirge bietet in Spur 0 gegossene Isolatoren an.


    http://moba-shop24.de/Spur-0-0…egrafie:::16_164_159.html
    Nächste Woche, wenn auch in Dresden das dampfloktreffen statt findet ist am Hauptbahnhof im Enzo- Gebäude eine Kleinserienmesse. Ich werde mir dort mal die Isolatoren anschauen.
    In der Bucht habe ich schon Buchenrundstäbe im Durchmesser von 3 mm und auch 4 mm unter Beobachtung.
    Herr Wenz hat ja ganz feine , hauchdünne Polyesterfäden von einem Durchmesser von 0,04 mm . Allerdings der Nachteil, die Spule hat 5000 m. Wer braucht so viel ?
    https://wenz-modellbau.eshop.t…Shop00671/Products/wm0102


    Es wird aber noch eine Weile dauern, bis ich hier meine Telegraphenmasten vorstellen kann. Diese kommen ja auch erst ganz zum Schluß auf meine Module.
    Viele Grüße aus Dresden Robby, der sich schon riesig auf den heute stattfindenten Stammtisch hat.
    PS Besonders freue ich mich die Begutachtung von Peter ( Pekay ) seiner E 18 :) :) :) :)

  • Damit bin ich nicht ganz einverstanden 8o


    Quote

    Letztere gibt es in 1:45 nicht zu kaufen ....



    Die auf den Bildern sind aus einem Schnellenkamp-Bausatz :whistling:



    Quote

    Mit Isolatoren ist es wie mit Kleineisen, der normale Betrachter registriert die feinen Details nicht ...


    Sagen wir mal so: einige Nuller und einige Betrachter sind mit Blindheit geschlagen, die Mehrheit macht Spur0 allerdings wegen der möglichen und durchaus sichtbaren Details.....


    Null-Problemo :thumbup:

  • Hallo zusammen,


    das Argument "Sieht man nicht" ist vermutlich so alt wie die Modellbahn. Wenn das gültig wäre würden wir heute immer noch mit der Blecheisenbahn herumfahren.
    Ehrlich wäre es zu sagen: "Das ist mir egal, der Aufwand (Kosten, Zeit) lohnt sich für mich nicht".
    Etwas aus Perlen und Draht selbst zu bauen finde ich vollkommen berechtigt, das Ergebnis muss halt zum eigenen Anspruch passen. Wer es genauer mag muss halt was machen.


    Zu den Traversen selbst: Ich habe die von Michael Schnellenkamp gegossenen ursprünglich für den Fremo gezeichnet, weil es keine gab, die vom Aussehen mit den Zeichnungen in der Fernmeldevorschrift übereinstimmten und lieferbar waren. Herausgekommen sind neben den "normalen" Traversen auch die Einzelisolatoren, wie man die z.B. für den Einschaltkontakt der BÜ-Blinklichter braucht.


    Die Traversen sollen bei H0-Fine ins Programm kommen.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Freunde des Flügelrades,


    auch ich finde, daß selbstgebaute Freileitungsmaste mit Perlen o.ä. immer noch besser aussehen als Maste aus fertiger Produktion. Zumal die selbst hergestellten Maste alle unterschiedlich aussehen! Es gibt gar nicht deeeeeeeen Mast, es gibt nur die Fermneldevorschrift. Und wer bietet die End-, sowie Kurvenmaste an? Nehmt am besten alte Bilder, haltet den dicken Daumen auf die abgebildete Lokomotive und ihr werdet staunen, was für tolle und unterschiedliche Freileitungsmaste ihr sehen werdet. Auf meiner Anlage gibt es keine Doppelgestänge zweimal. Sie sind alle aus Holz gefertigt, die Traverse ist aus Ms und die Isolatoren sind von Italerie.
    Ich habe gerade noch bei meinem Fermelder bez. der zu verwendenden Drahtstärke nachgefragt. Also früher gab es Stahldraht mit 3,5 mm und jetzt gibt es nur noch Cu- Draht mit 2- 3 mm ( entsprechend der Dämpfung). Wenn ich jetze den Taschenrechner zücke, dann frage ich mich wirklich, was für Diskussionen bezüglich der Darstellung von Freileitungen angestellt werden. Abgesehen mal von der Staublast!!



    Eure Betriebsleitung der
    Naugarder Kleinbahn



    meine hoooompätzsch:http://naugarderkleinbahn.jimdo.com

  • Anmerken möchte ich noch, dass z.B. ein Modellbahner, der E-Lokomotiven auf seiner Anlage einsetzt, ohne vorbildgerechte Masten, Abspannwerke und Fahrdrähte, größeren Frevel an der Sache begeht,


    Meine liebe Hannah,
    hast Du Dich mal mit den Maßen der Fahrleitung beschäftigt? Ich schon und da kann ich Dir zwei Maße nennen, die man kaum umsetzen kann. Ersten der Fahrdrahtdurchmesser in 1: 45 beträgt 0,23mm und zweitens, der Mastabstand auf gerader Strecke beträgt in 1: 45 1,67m. Wie willst Du mit diesen dünnen Drähtchen auf diesen Mastabstand eine sichere Fahrleitung bauen?


    Ich habe einen Mastabstand von 90cm gewählt, und zurzeit noch keine Fahrleitung angebracht. Ich trage mich mit dem Gedanken, diese aus Stahldraht (Fesselflugdraht) zu bauen, sofern ich diesen auftreiben kann. Ich habe schon viele Anlagen mit Fahrleitung in H0 und kleiner gesehen, dass sind meist fürchterliche Drahtverhaue mit extrem geringen Mastabständen.(in H0 30cm Mastabstand, das entspricht der Länge eines modernen Schnellzugwagens!) Solche Konstruktionen sind nicht mein Ziel.



    Entschuldigt, das ich mal kurz vom Kurs abgekommen bin, bin aber zumindest beim Draht geblieben. ;)


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Nachrichtenübermittler,


    im Umfeld der Kreisstadt Steinheim (auf meiner Anlage unsichtbar = Schaba) liegen Rückstand und Moderne nahe beieinander:


    Von Schwarzenberg am Wald nach Porstendorf (Beide sichtbar auf der Anlage) wird noch/wieder getrommelt, von Porstendorf in die Kreisstadt Steinheim liegen die Leitungen bereits unterirdisch. Vorgänger unserer jetzigen Minister und Manager haben alle Telegraphen- und Strommasten radikal kappen lassen um "unterirdisch" zu werden. Aus den gekappten Masten wird dann mehr oder weniger Sinnvolles "zum Allgemeinwohl des Volkes" zusammengebastelt (optimale Resteverwertung wie bei der BTB). Zwischen Schwarzenberg a. W. und Porstendorf hat das aber noch nicht geklappt (mangels Finanzen ?( ), daher wird auf diesem Nachrichtenübermittlungsabschnitt auch wieder amtlich getrommelt und was den Strom betrifft - natürlich romantisches Candlelight.


    Folglich habe ich im Umfeld der Kreisstadt Steinheim und der BTB keinerlei Masten darzustellen - schade.

  • Lieber BTBOe+0,


    das freut aber jeden Grünen und ich finde es sehr schade, dass du nicht erwähnt hast, dass das Recycling der Masten mit dem Bau von Sitz- und Fespergelegenheiten entlang der doch sehr romantischen Strecke an entsprechenden Aussichtsplätzen sinnvoll erfolgt ist. Ein besonders Lob für diese geniale Recyclingidee!


    Herzlichst


    Peter Weigel

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