Schnellenkamp Weichenstellbock

  • Da schon an anderer Stelle danach gefragt wurde, hier ein erster Eindruck des neuen Weichenstellbocks von Michael Schnellenkamp.


    Da ich meine Weichen aus Pertinax selbst baue, interessierte es mich, ob der neue Bausatz auch für solche Weichen brauchbar ist. So hatte ich Michael bei seiner Ankündigung gefragt, ob auch ich ein Muster zum Test bekommen könnte. Letzten Freitag kam der Bausatz nun an und ich machte mich an die Montage.


    Der Bausatz wird mit einer bebilderten Bauanleitung geliefert. Er enthält 2 kleine Tüten, eine mit den Messinggußteilen und einen mit den Weichenlaternen (Kunststoff) und Kleinteilen (Niete, Schrauben, Draht). Einige Kleinteile sind mehrfach vorhanden, falls sich mal eines verabschieden sollte.





    Für den Anschluß an die Stellschwelle sind 2 verschieden lange Stellstangen vorhanden, passend für die Lenz- oder Peco-Weichen.
    Nach dem Abtrennen der benötigten Teile vom Gußbaum werden diese versäubert und probeweise zusammen gefügt, um die Leichtgängigkeit der beweglichen Teile zu prüfen. Die Bohrungen sind eventuell etwas nachzuarbeiten, damit sich alles leicht drehen läßt. Bei der Verarbeitung der Laternenachse sollte man vorsichtig sein, auch wenn das Material stabil ist, läßt es sich schwer korrigieren, wenn man einen „Bogen“ einbaut (eigene Erfahrung – aber auch das Teil ist doppelt vorhanden).


    Wenn alles passt kann man die Teile miteinander verlöten. Hier muss man vorsichtig und mit wenig Lot arbeiten, damit dieses sich nicht in die Lager zieht. Und dann kann man den Stellbock auch schon probeweise an die Weiche montieren. Bei meiner Selbstbauweiche war nur eine kleine Anpassung der vorhandenen Stellschwelle notwendig und das Anbringen der notwendigen Bohrungen für die Verschraubung. Dann kann der Stellbock brüniert/lackiert werden, das steht bei mir noch aus.


    Die unbeleuchtete Laterne aus einem Kunststoffteil wird mit den beiliegenden Reflektorgläsern (mit einer feinen Riffelung nachgebildet) versehen (fehlt bei mir noch) und auf die Achse geklebt.


    Hier der Stellbock an meiner Selbstbauweiche.



    Mein Fazit: Ein schöner Bausatz, mit etwas handwerklichem Geschick und Geduld läßt sich ein schöner, funktionsfähiger Stellbock bauen.
    Da die Weichen von z.B. Weichen-Walter oder die angekündigte Weiche vom SNM auf dem gleichen Prinzip beruhen, ist das Ergebnis wohl übertragbar. Eine Aussage für den Anbau an Lenz- oder Peco-Weichen kann ich nicht geben, da ich keine besitze.




    Laut Auskunft von Michael Schnellenkamp wird er in Gießen Muster am Stand haben und auch der Preis soll bis dahin fest stehen.

    Gruß


    Jürgen (K)


    Spur 0 - fast wie im richtigen Leben.



    0-topia Dawerkusen
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    Edited once, last by jk_wk: Bilder gedreht und verkleinert ().

  • Moin Weichenbauer,


    die neuen Stellböcke von Michael Schnellenkamp passen an

    • Peco-Weichen
    • Lenz-Weichen made by Peco
    • Lenz-Weichen made in China (mit etwas Nacharbeit am Mitnehmer)

    Gruß
    Jürgen M.

    Generaldirektion der REEB

  • Hallo ,


    Ich bedaure sehr, das die Weichenlaternen nicht beleuchtet sind. Theoretisch könnte ja die Laternenachse ein Messingrohr sein, wo die Kabel einer LED durch passen.
    Das müsste doch möglich sein ? Oder?
    Für mich als Epoche II Bahner ist eine Laterne mit Abzug angebracht und wünschenswert.


    Viele Grüße Robby

  • Hallo Robby,
    so einfach mit einem Messingrohr wird es nicht gehen, da der Mitnehmer der Laterne auf einem Vierkant sitzt. Ich denke da aber bereits über eine Lösung nach, da ich diese Weichenstellböcke auch gern für meine Epoche-II-Anlage verwenden würde.
    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • a) lässt sich die Laternenachse verlängern?
    b) ist das Handhebelgewicht für die Funktion erforderlich?


    Hallo Reinhold, zu Deinen Fragen:
    a) ja, sie ließe sich verlängern, wenn Du gut mit dem Lötkolben umgehen kannst.
    b) das Handhebelgewicht ist nicht unbedingt erforderlich, die Laterne würde sich auch ohne dem Gewicht drehen. Eventuell müsstest Du einen kleinen Distanzring an Stelle der inneren Öse des Gewichtes einlegen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Reinhold,


    ich denke, die Laternenachse müsste sich verlängern lassen. Da ich aber nicht weiß, was dir vorschwebt, kann ich nichts genaueres dazu sagen.
    Das Gewicht könnte sicher entfallen, mit einem entsprechenden Hebel wird sich die Weiche auch stellen lassen.

    Gruß


    Jürgen (K)


    Spur 0 - fast wie im richtigen Leben.



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  • Hallo Robby!


    Für mich als Epoche II Bahner ist eine Laterne mit Abzug angebracht und wünschenswert.


    Viele Grüße Robby[/quote]



    Du meinst bestimmt solch ein Weichensignal mit Abzug … 8o



    Freundlich grüßt der


    Richtprellbock :whistling:

  • Hallo,


    ja, der "Bock" ist richtig gut geworden.


    Nach dem auspacken hatte ich mich bereits auf einen kurzweiligen Bastelabend
    gefreut. Doch leider wurde ich "ein wenig enttäuscht" ... .


    Bereits nach kurzer Zeit war der Bastelspass beendet ... und ich suchte nach dem zweiten Bock ... .
    Denn schließlich hatte ich ja grad`erst "Blut geleckt" und wollte unbedingt weiter bauen.


    Der Bausatz ist für mich und die (ortsgestellten) Lenz /Peco Weichen des zukünftigen heimischen Rangierdioramas eine
    genaue Punktlandung!! Sehr gut konstruiert und umgesetzt, 3 kleine Lötstellen ( psst, ich hab nur zwei gemacht .. ) und ein
    wenig Nacharbeit an den den 3 Löchern (Gussgrat und Löcher aufreiben /bohren).


    Sich die Bauanleitung zunächst in Ruhe zu verinnerlichen und anschließend step-by-step abzuarbeiten, ist die Grundlage für das ereichen
    des Ziels. Denn ist die Systemtik darin verstanden, entstehen die nächsten Bausätze "blind".




    Bereits im brüniertem Zustand macht er eine gute "Figur"
    Nun noch den Laternenkörper lackieren und die Reflektoren einsetzen
    und dann geht´s zum Ensatz, den er besser aushalten wird, als sein "Originaler Freund".
    Ein wirklich guter Ersatz!!






    Einen so einfach zu montieren Weichenstellbock habe ich noch nicht gebaut! Wirklich klasse!! Da würde sogar eine Ferigung
    von mehreren Bausatz, eine unterhaltsame Abendbeschäftigung darstellen.


    Leider sind es nur 3 Weichen - aber die Bestellung hierfür ist schon auf dem Weg.
    Ja, ich gebe es zu - bin sozusagen "angefixt" ;-))


    Vielen Dank Michael!!


    Herzliche Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    ja, nach Deinen Fotos ich bin auch angefixt! Ich werde demnächst für mein Projekt Andreasberg mal an die Wenz-Stellblöcke gehen, aber ich befürchte, dass mir die Schnellenkamp-Bausätze nicht aus dem Sinn gehen; wieviel Euronen ruft er denn dafür auf? Noch etwas: Kannst du mir bezüglich des Brüniermittels einen Tipp geben?


    Gruß Reinhold

  • Hallo zusammen,


    bei aller Liebe zum Detail - und das Teil sieht wirklich toll aus - ich für meinen Teil würde eher ein paar Zugeständnisse bei den orginalgetreuen Maßen machen um dafür ein Röhrchen für Kabel / oder Lichtleiter zu haben um die Laternen beleuchten zu können ...


    Grüße,
    Stefan

  • Hallo Zusammen,


    zum Thema Beleuchtung: da es viele SMD LED´s gibt, die als Zuleitung einen Kupferlackdraht haben, der hauchdünn ist, könnte man den doch mit etwas Spiel wegen der Drehung der Laterne von unten über ein winziges Loch in der Laterne die Beleuchtung realisieren. Sollte damit fast unsichtbar sein und ist nicht viel Aufwand.


    Ähnlich habe ich das für die Beleuchtung der Spitzenbeleuchtung des Wannentender-Schneepfluges gemacht, wo die Beleuchtung am Bühnengeländer befestigt ist. Die Drähte sieht man nicht.


    Schöne Grüße
    Norbert

  • Hallo,


    Michael Schnellekamp hatte eine Information zu den WB im Beitrag "Schnellenkamp Tbis 871" (Beitrag 14). Mehr Informationen sind mir nicht bekannt.



    Ich finde es toll, was Ihr für Ideen habt! Doch bevor hier keine Tatsachen präsentiert werden erscheinen, sind sie mir wie "Luftnummern" - könnte, sollte, müßte ... .
    Wolfgang (DT1) hat einen wunderbaren Spruch unter seinen Beiträgen: "Nicht labern sonder schaffen"


    Wenn Ihr das alles möchtet und könnt, macht es und präsentiert es! Luft nach "oben" ist immer - aber kommt auch bitte dort hin und zeigt
    (in einem neuen thread) Ergebnisse!


    Ansonsten stellen solche Beiträge für mich keinen Mehrtwert dar. Im Gegenteil, sie suggerieren eher (bewußt oder unbewußt?) , dass etwas nicht "vollständig" sei. In diesem Fall handelt es sich um einen Bausatz für eine mechanisch ortsgestellte Weiche (Handweiche). Diese waren nicht beleuchtet.


    Als Brünierung für dieses Modell habe ich AK Interactive 174 Brass Photoetch Burnishing 100 ml verwendet.


    Herzliche Grüße
    Andreas

  • Hallo,


    ich war heute in Sachen 2-achs. Kesselwagen auf einem Anschlußgleis unterwegs.


    Dabei bin ich über ein paar Weichenstellböcke "gestolpert" und habe eine Bilderserie gemacht. Für all jene, die es weit bis zur nächsten Eisenbahn haben.





























    Viel Spaß beim Bau der Stellböcke von M. Schnellenkamp. Meine Bausätze sind gestern gekommen. Das Wochenende ist "gerettet".


    Gruß Jörg

  • Hallo!
    Habe diesen Thread aufmerksam durchgelesen und wollte schon anregen, wenn jemand eine Lösung für eine Beleuchting der Laterne hat, dann möge er es im Forum zeigen. Aber im Beitrag 14 von Andreas ist eindeutig angeführt, dass diese ortsgestellten Stellbocklaternen nicht beleuchtet waren und somit kommt für mich eine Beleuchtung nicht in Frage. Trotzdem sollte mein erster Satz Bastler nicht vom Vorhaben abhalten.


    Grüsse aus dem schönen Wienerwald
    Werner

  • Hallo,
    nach dem Bau eines Stellbockes weiß ich, warum in den Beiträgen immer mal das Wort "genial" vorkommt. Es ist wirklich genial, tolle originalgetreue Lösung und einfach zu bauen. Der Messingguss ist sehr gut und die Teile passen nach dem leichten Aufbohren oder Aufreiben der Löcher. Mir ist allerdings eines der Löcher 1/10 zu groß geraten, deshalb saß die Weichenlaterne einen Millimeter tiefer und ließ sich nicht drehen. Darum habe ich ganz unten ein kleines Blech untergelötet und nun funktioniert es einwandfrei.



    Der Stellbock ist hier an einer alten HEGO Weiche montiert. Das geht also auch. Die Weichen kannte ich gar nicht. Sie haben fast die gleiche Geometrie, wie die von LENZ, allerdings waren sie deutlich preiswerter als diese. Da kann man dann auch das "gebraucht" in Kauf nehmen. Und für den bei mir angedachten Industrieanschluss oder kleinen Hafen am Fluss, reichen die allemal. Hier in Halle an der Saale gab es einmal die Halle-Hettstedter Eisenbahn. Vor vielen Jahren habe ich vom Güterschuppen und den dort verbliebenen Gleisanlagen des Sophienhafens mal Bilder gemacht. Das könnte ich mir als "Hafen" vorstellen. Zwei Weichen und ein paar Wagendrehscheiben und den Güterboden. Mal sehen, ob das je was wird. So etwas ließe sich ja auch auf schweizerische Verhältnisse anwenden. Allerdings sehen die Weichenlaternen oder -bleche ein klein wenig anders aus, als hier in Deutschland.



    Bei den Weichen war ein großes Problem, die Weichenzungen stehen in Mittelstellung und lassen sich nur mit einigem Kraftaufwand in die Endlage bringen. Dazu reicht das Stellgewicht nicht aus.



    Hier oben ist so eine noch originale Weiche im Bild. Kurzerhand habe ich die Weichenzungen getrennt und mit einem kleinen Stift durch ein Loch gesteckt, nun bleiben die Zungen in jeder Stellung.



    Leider sind zwei "Plaste - holzschwellen" durch den Lötkolben in Mitleidenschaft gezogen worden. Da muss sicher die Bahnmeisterei nochmal ran.


    Gruß Jörg

    Edited once, last by jörg: Man muss schon lesen können, der Weichenhersteller heißt HEGO und nicht HEGOB! ().

  • Mit diesen genialen Weichenstellböcken gibt es leider ein Problem. Ich war am Samstagnachmittag am Schnellenkamp-Stand und wollte ein Dutzend davon erwerben. Pustekuchen. Alle siebzig Stück weg.Und niemand konnte sagen, wann es wieder welche gibt.


    Gibts jemanden, der zu heftig zugelangt hat und drei oder vier abstößt?

  • Hallo,


    kann bitte nochmal jemand von den stolzen Besitzern probieren, ob die Weiche mit ihrem Stellweg auch den Bock umwerfen kann? Also wenn man Servo-betriebene Weichen hat, ob der Stellweg reicht um den Bock umzuwerfen? Sprich die Weiche stellt den Bock und nicht umgekehrt? Ich habe Bedenken, dass sowohl das Gewicht als auch die Laterne so "angetrieben" werden können.


    Das wäre klasse!

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