Meine Wedebahn als Spur Null-Neuling

  • Hallo im Forum,
    der Beitrag von Harry Dickel , mit Wupperburg im Advent, hat mich motiviert auch einmal ein Video ganz ohne Raumbeleuchtung zu erstellen.
    Leider ist meine alte Panasonic nicht so lichtstark wie meine Sony A7. Für Fotos reichte ja nur die Anlagenbeleuchtung, die Bilder waren sogar etwas heller als in Wirklichkeit. Ohne Zusatzlicht waren im Video nur die Lichter und Lampen zu sehen. Da habe ich meine alte Led-Fotoleuchte aktiviert. Das war dann aber doch zu hell. Mit einem weißen Tuch über die Leuchte konnte ich alles etwas dämpfen. Zum Teil aber trotzdem noch zu hell, allenfalls wie in der Dämmerung! Als kleinen Gag kam die Kamera wieder auf ein Fahrgestell und eine Führerstands-Mitfahrt auf der 64 wurde simuliert. Damit man überhaupt etwas erkennen konnte, habe ich eine winzige Led-Taschenlampe mit Tesa auf dem "Geschütz" befestigt. So ist wenigstens noch ein Kompromiß herausgekommen. Aber ein wenig Abendstimmung mit den beleuchteten Zügen und Gebäuden entsteht doch!
    Ich wünsche Euch allen schöne Festtage und ein kreatives und gutes Neues Jahr, und viel Spaß mit meiner "Eisenbahn Romantik"!
    Reinhard


    zum Video (17Minuten):
    Ev. geht es hiermit!?
    https://youtu.be/jBHWZZ8z_So

  • Hallo im Forum,
    bei einer Fahrt auf dem Lande sind mir neulich 2 alte ehemalige Trafohäuser aufgefallen. Da diese früher sehr häufig und überall auf dem Lande zu sehen waren, habe ich mir so ein Gebäude nachgebaut! Hier im Norden waren fast alle in roter Klinkerbauweise entstanden. Ich hatte noch genug Mauerplatten -Reste vom Bahnhof Osterholz-Sch. übrig. Da ich die Mauerteile, bedingt durch die Verzierungen, "stückeln" mußte, habe ich den "Rohbauträger" aus 3mm Polystrolplatten- Reste gebaut. Mein Gebäude hat kein konkretes Vorbild, kann mich aber gut erinnern, wie die früher mal im Norden aussahen. Ev. kommt noch eine Hochspannungs-Zuleitung, wenn ich einen geeigneten Mast dazu finde. Die Niederspannungsseite ist bei mir schon mit "Erdkabel" angeschlossen. Die kleine Bastelei hat Spaß gemacht und hat mich keinen Cent gekostet! Die Fotos sind nicht so besonders, hatte aber keine Lust auf mehr Aufwand.
    Z.b. die Kleinigkeiten, wie Türscharniere oder die Isolatorenkabel in das Gebäude sind nicht erkennbar.
    Schöne Grüße
    Reinhard

  • Hallo liebe Forumsteilnehmer,
    bei meiner Schwenkbühne fiel mir auf, dass diese nur durch "Gedankensteuerung" bedient werden kann! Also habe ich aus Messingblech einen kleinen Schaltkasten für den"Bühnenmeister" gebaut. Ein Vorbildmuster habe ich im Netz nicht gefunden. Alles reine Phantasie wie so etwas ausgesehen haben könnte. Segment-Drehscheiben waren beim Vorbild ja nicht so häufig. Auf der Modellbahn spart man aber viel Platz. Ich hätte sonst eine Dreiwegweiche benötigt und auf 3 Gleisen jeweils 60cm Gleislänge verloren. Mein Freund hatte schon einige Schwenkbühnen in Null und Eins gebaut. Der Antrieb erfolgte über Faulhaber auf ein Rad mit Gummiring, gesteuert über Decoder. Das erwies sich aber als unzuverlässige Lösung, bei unseren Treffen kam es regelmäßig zu Entgleisungen. Erst mit einer Bühnen-Verriegelung war alles gut. Meine Lösung war ganz anders, zwar primitiv, aber sehr sicher! Habe wie immer alles mit wenig Geld selbst gebaut, den Baufortschritt aber nicht dokumentiert, alles schon über 9 Jahre her. Zum Prinzip habe ich eben eine kleine Skizze gezeichnet. Die Bühne selbst ist aus Messingblech bzw. M.-Profil zusammengelötet. Die Abdeckung im Schienenbereich besteht aus "Fischgrät" Kunststoffplatten. Der Drehpunkt lagert auf einem Kugellager, als Achse dient eine M8 Bundschraube, die durch ein 8mm Rohr geführt wird. Unterhalb wurde ein Metallhebel angeschraubt. An diesem wurde eine Messing-M6 Gewindebuchse beweglich angeschraubt. Das ganze wird durch einen Getriebemotor, der widerum über Kardangelenk eine 6mm Gewindestange!!! antreibt. Dadurch entseht eine vorbildgerechte langsame Bewegung. Gespeist wird alles über 16Volt Wechsel, den ich über einen alten SB_Fahrregler von 0-12V Gleichstrom regeln kann. Gesteuert wird die gewünschte Lage durch einen Links/Rechtstaster mit Nulllage. Am vorderen Teil der Bühne habe ich 2 Kugellager angeschraubt, die auf dem Bogengleis in der Grube rollen. Die Bühne lässt sich federleicht, auch mit Gewicht darauf, bewegen. Da alles selbsthemmend ist, konnte ich (leider wenig vorbildgerecht) auf eine Verriegelung verzichten. Hatte noch nie eine Entgleisung. Heute würde ich warscheinlich einen Sevo mit Decoder für 3 Stellungen nehmen, oder die teure Lösung mit Schrittschaltmotor. Aber so geht es auch und ist obendrein sehr preiswert. Durch meine Geschwindigkeitsregelung kann ich mit langsamer Normalgeschwindigkeit, kurz vor Erreichen der gewünschten Lage, auf ganz langsam herunter regeln. Das wäre mit den anderen Steuerungen so nicht möglich! Meine Bühnenlänge beträgt 36cm, heute würde ich das alles etwas länger bauen. Bitte entschuldigt hier meine etwas rustikale Bauweise, ich hatte mit Metallbearbeitung usw. nichts zu tun. Habe früher nur große Fernsprechanlagen gebaut und war danach 26 Jahre als "Vorturner" für eine größere Servicetruppe bei Siemens verantwortlich!
    Viel Spaß mit den Fotos und schöne Grüße von der Wedebahn
    Reinhard

  • Moin Reinhard


    Ich fand schon bei meinem Besuch Deine Schwenkbühne und deren Steuerung hoch interessant, da ich auch schon mal mit dem Gedanken spielte mir eine zu bauen.
    Ich habe ein Projekt im Gedanken das immer wieder aufploppt, und da spielt eben eine solche Bühne eine Rolle und durch Deinen Bericht werden meine Gedanken wieder neu befeuert, kennst Du das? man hat den Tisch voll mit ganz anderen Dingen (Aktuell 1e((auch seeeehr geil)) und boooooom kommt einer um die Ecke und gibt wieder Input.
    Jedenfalls Dankeschön für Deinen tollen Bericht.
    Micha

  • Hallo Jacques Timmermans,
    erst einmal vielen Dank für die unerwartete gute Bewertung! Ich war vorher unsicher, ob so ein Bericht für`s Forum überhaupt interessant war. Mein Freund (ehem.Feinmechaniker) bezeichnete mich liebevoll gern als "Grobschlosser". Bei der Vergabe eines "Grünen" von Jacques, kam der gute Hinweis, dass auf einer Schwenkbühne kein Prellbock steht! Habe mir sofort Bilder von anderen Anlagen mit Bühne angesehen, stimmt, keiner hat einen Prellbock! Lieber Jacques, herzlichen Dank für Deinen Hinweis, der Prellbock wird sofort entfernt.
    9 Jahre ist das niemand aufgefallen!
    Schöne Grüße Euch allenReinhard

  • Hallo im Forum,
    meine Kohlenhandlung auf der Anlage hat für die Anlieferung ein eigenes Gleis, einen Fuchsbagger zum Entladen und ein Förderband, aber wohin mit den Kohlen?
    Da habe ich mir eine (Not) Lösung ausgedacht. Das Gebäude so weit wie möglich nach rechts versetzt. Da bekam ich Platz für 2 Vorratsboxen. Mit Mauerplattenresten die Wände gebaut und einen Klaks Gips als Kohlenhaufen für die Grundlage. Alles schön schwarz gefärbt und mit Rainerzhagener Echtkohle und Koks (alte Vorräte) bestreut. Eigentlich immer noch viel zu klein, aber ich habe nicht mehr Platz. Das Gebäude habe ich auch gleich mit LED vernünftig beleuchtet. Jetzt kann man den Brikettstapel im Schuppen wenigstens erkennen. Das Gebäude basiert auf Jugenderinnerrungen in den 50er Jahren. Bekannte von meinen Eltern hatten in einer Kleinstadt einen Kohlenhandel. Da sah der Schuppen genau so aus, nur alles größer.
    Jetzt kann ich an meinen 40cm hohen Ahornbaum weiter die Äste formen und verlöten, wird mal wieder größer als geplant. Muß bestimmt in Dortmund noch zusätzlich Belaubung dafür kaufen.


    Schöne Grüße aus Ritterhude
    Reinhard

  • An den beiden Gleisen an der Laderampe von Nordwede, fehlte mir eine Entlademöglichkeit per Bockkran! Idealvorstellung war der Kibri "Horb". Bei einen Besuch bei Günther B. (vor Corona) konnte ich seinen wunderschönen "Münchberg" Kran von H.Viessmann bewundern. Ein Nachbau war ohnehin nicht geplant, da fehlen mir die Möglichkeiten. Habe nur die Ständerbreite und Höhe ausgemessen, um einen groben Anhaltspunkt zu bekommen. Mein geplantes Modell sollte aber voll funktionsfähig sein. Für die Laufkatze habe ich ein altes H0-Drehgestell (wegen 6 fach Stromabnahme)"entkernt" und einen langsamlaufenden Getriebemotor mit Lenz-Gold-Decoder eingebaut, die Stronabnahme erfolgt über die Schiene. Leider habe ich im Netz keinen kleineren Motor mit so hoher Untersetzung gefunden. So ist alles viel zu groß ausgefallen. Für die Horizontalbewegung des Laufgestells hatte ich noch einen Faulhaber- Umrüstsatz (H0) gehabt. Da wurden auf der Antriebswelle 2 Rollen angebracht, die andere Achsseite wurde abgetrennt. Durch meine eingeschränkte Werkzeug- Ausrüstung und Fähigkeiten ist alles etwas rustikaler ausgefallen. Wer im Kranbau tätig ist, sollte etwas Nachsicht üben. Ein Vorbild war mir nicht bekannt, wenn überhaupt, gibt es bei unseren Nebenbahnen höchstens mal einen kleinen Bockkran. Für die Konstruktion habe ich alles auf Millimeterpapier gezeichnet und dann mit Dremel passgenau zugeschnitten. Auf einen großen Fliese alles zusammen gelegt und mit 150W -Lötkolben verlötet.Da mir wegen Corona noch eine Lieferung mit Gitterrosten, Ketten usw. fehlt, muß ich erstmal unterbrechen. Wenn alles komplett ist, wird lackiert, dann werde ich alles noch mal zeigen. Für die Steuerung habe ich einen alten Lenz LH200 (mit 6 Adressen) reaktiviert. Der hat für die Fahrtrichtung einen Kippschalter, genau richtig für die Vertikalbewegung vom Kranhaken! Die Regelung des Kranhaken ist sehr feinfühlig und auch extrem langsam möglich, funktioniert schon prima. Auch die Bewegung der Laufkatze erfolgt über einen separaten Decoder. Nun viel Spaß mit den Fotos.
    Euch allen wünsche ich trotz Krise ein schönes Osterfest, bleibt vor allem gesund, wir brauchen Eure Beiträge!
    Reinhard

  • Hallo liebe Forumsfreunde,
    zu allererst mal vielen Dank für die "Grünen", dachte nicht daran das meine kleine Bastelei so viel Anklang findet, zumal alles nicht unbedingt vorbildgerecht ist.


    Da ich so ab 17.4. ev. meine Gitterrosten bestellen kann, da wollte ich mir auch längere Ketten(0,5mm) mitbestellen.
    Jetzt benötige ich mal einen Rat von Euch, haben diese Kräne eigentlich überhaupt eine Kette? Ich vermute mal, die haben alle ein Stahlseil für den Kranhaken und die Bewegung der Laufkatze!? Ein weiteres Problem habe ich mit dem Kranhaken, beim Heben oder Senken verdreht der sich etwas. So wäre eine seitliche Verladung z.B. auf einen LKW ohne "Fingereingriff" nicht möglich. Hat jemand ein Funktionsmodell, wo es funktioniert? Kann mir vorstellen, dass es mit einem Faden besser geht.
    Nochmals ein angenehmes Osterfest wünscht Euch
    Reinhard

  • Hallo im Forum,


    ich habe meinen Überladekran jetzt fertig und auf der Anlage eingebaut, einschließlich der Geländeanpassung! Die Kranfunktion der Laufkatze funktionierte auf Anhieb so wie ich es wollte. Probleme hatte ich aber mit der Horizontalbewegung des Laufkatzen-Krangehäuses. Hatte ja an einen Faulhaber- Getriebeantrieb 2 Rollen aufgelötet, diese sollten gegenläufig gewickelt, die beiden Ketten auf-bzw. abwickeln. Bis zur Hälfte klappte das auch gut, dann wirkte sich aber der unterschiedliche Abrollumfang der Ketten negativ aus. Mit einem Faden hätte es wohl gut funktioniert, aber Kette sollte sein. Da habe ich eine Kette wieder abgelötet und mit einem kleinen Gewicht unterhalb der Anlagenplatte beschwert. So sind beide Ketten gleichmäßig auf Spannung. Alles funktioniert wie gewünscht. Die Bewegungen von Laufkatze und Kranhaken sind vorbildgerecht langsam. Der Antrieb wird durch einen 2. Lokdekoder gesteuert, damit kann ich auch die Kranbeleuchtung nur bei Kranbetrieb schalten.Wenn ich mir etwas Ladegut gebastelt habe, werde ich mal einen Ladevorgang im Video darstellen. Da Antrieb, Fahrgestell und Dekoder vorhanden waren, benötigte ich nur die Messingprofile, Miniaturketten und Mini-Gitterroste. Ich habe zwar auch geätzte Messigbleche (0,3mm) mitbestellt, habe aber welche aus Alu (0,5mm) genommen, die sehen aus wie verzinkte Roste!
    Allen ein schönes Wochenende
    Reinhard

  • Hallo im Forum,
    vorerst mal vielen Dank für die guten Bewertungen! Besonders möchte ich mich aber noch bei Hendrik und Micha bedanken. Ihr habt mir empfohlen alles mit Ketten (wie Vorbild) zu bauen. Das war goldrichtig. Die Mikroketten (0,24+0,3mm) sind extrem flexibel und liegen ganz eng auf den Seilrollen an. Hatte es vorher auch mit Garn versucht, dass war nichts. Auch ein ganz dünnes Stahlseil (0,3mm) lag nicht exakt an und es bestand die Gefahr, dass es von den Rollen springt. So ist es auch vorbildgerechter. Der Kranhaken bleibt bei Vertikalbewegung stabil in seiner Lage, dadurch verdreht sich das Ladeteil auch nicht. Das konnte ich mit der Kette gut ausrichten. Nur meine hoch übersetzten Getriebemotoren hätte ich mir sparen können, durch vorgeschaltete Lokdekoder läßt sich ja die Geschwindigkeit gut begrenzen. Schreibe das nur für diejenigen die so etwas ähnliches planen!
    Schönen Sonntag
    Reinhard

  • Hallo Im Forum,
    wie versprochen nun mein Video vom ersten Verladevorgang. Habe mir eine Holzbalkenladung für die "hiesige Zimmerei" angefertigt und einen Umspanntrafo (noch von H0) für das "Umspannwerk Nordwede"! Da ich wegen Corona noch nicht bei meinem Moba-Händler war, muß mein armer"Egon" die Arbeit allein machen. Werde das später besser mit Figuren ausstatten. Habe beim Verladen nichts mit der Hand korrigiert, nur mit der Pinzette die Ösen von den Ketten ein-bzw. ausgehängt, dass konnte mein "Egon" doch nicht richtig!
    Die Getriebemotoren sind sehr leise und kaum zu hören. Ist natürlich nicht so gut, wenn man beim Filmen alles allein bedienen muß, habe die Kamera auf Stativ einfach laufen lassen. Jetzt habe ich hiermit mein Thema "Überladekran" beendet.


    Viel Spaß mit dem Video wünscht Euch
    Reinhard
    https://youtu.be/pFpEJmxT4Y4

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