Mein T3 Projekt

  • Hallo Leute,


    ich möchte hier mal meine T3 Basteleien vorstellen. Viele von Euch werden sagen, "sowas kennen wir schon", oder "das ist doch nen oller Hut". Wen´s nicht interressiert, ab hier bitte nicht weiterlesen :whistling: .
    Ok, für die die weiterlesen hoffe ich einen unterhalsamen Bericht zu verfassen und wer weiß vielleicht kann der eine oder andere was damit anfangen für nen eigenen Umbau :D
    ich finde die T3 eine schöne kleine Dampflok, in Spur N hab ich sie gehabt, warum nicht auch in Spur0? Aufgrund meines schmalen Budgets viel die Wahl auf ne Polalok.
    Ein unmotorisiertes Modell war schnell besorgt, ab da begannen meine Probleme ;( . Wie das Ding ans laufen bringen? Wie die für mich wichtige Lenzkupplung unterbringen? Womit diese grottenhäßliche Plastiksteuerung ersetzen? Das waren erstmal die wichtigsten Fragen, die sich mir stellten.
    Erstmal verschwand die Lok in den Wirren meines Kellers und setzte dort erstmal Spinnweben an :whistling: . Man lernt ja so einiges dazu, sei es hier im Forum, oder bei persönlichen Kontakten.
    Also Antriebe dafür hat Schnellenkamp, Uhde oder sogar Pola selbst. Soweit so gut. Lenzkupplung? :thumbup: na klar, die aus der V 36 passt da rein( Erfahrungen damit habe ich beim Umbau der V 20 von Pola gesammelt).Steuerung? Ok, hier wurde es etwas kniffeliger. Es gibt eine Alansteuerung von Uhde, Schellenkamp hat auch eine im Sortiment, seit neustem Wissenstand auch Munz.
    Preise dafür?- schluck :wacko: Nun hatte ich Glück :thumbup::thumbup: , ein Forumsmitglied bot hier ein Bastelkonvolut für die T3 an. Preis war ok, Angebote Bauteile erst recht :D .
    In Bussek dann den Schuhkarton in Empfang genommen, kurz in spiziert,happy nach hause gefahren.
    Jetzt erstmal das hier sortieren
    [/URL][/img]
    Ware Schätze bot doch dieser unscheinbare Schuhkarton, eine zweite T3 ,ein Schnellenkampfahrwerk (nicht gerade billig-aber gut, da von Munz aufgebaut), ein Uhderahmen, ein Uhde Umlaufblech, ne Uhdesteuerung viele Messingkleinteile.
    Sooo, jetzt konnte ich loslegen :D . Der Antrieb von Schnellenkamp ist ins orginal Fahrwerk von Pola verbaut, was meinem Wunsch nach Lenzkupplungen sehr entgegen kam. Diese ist sehr leicht dort einzubauen. Einfach aus der vorderen und hinteren Öffnung des Rahmens mit nem Drehmel die Schraubenaufnahmen heraustrennen. Da passt dann prima die Lenzkupplung aus der V36 hinein. Die mitgelieferten Räder waren schon montiert, also da keine Schwierigkeiten ^^ . Die Uhdesteuerung war schon gelötet- Glück gehabt, denn wie sagt doch ein Clubkamerat über meine Lötkünste?- Lötkolbenkleber hat er mich genannt ;( Aber ich möchte doch noch etwas näher auf diese Steuerung eingehen. Normalerweise wird sie als Ätzplatine mit ner Bauanleitung geliefert.
    Diese habe ich gelesen und mußte feststellen, dat iss nix für Lötanalphabenten wie mich. Aber wie gesagt, meine Steuerung war schon fertig gelötet :D . ich habe mich für das Uhdeumlaufblech entschieden, sieht für mich besser aus. Habe mir dabei aber selbst nen Ei gelegt, doch dazu später.Das Führerhaus mit ner edlen Messingpfeife und Messing Dachhaken veredelt. Die Griffstangen durch welche aus Metall ersetzt. Am Kessel habe ich die Plastikleitungen durch Messing ersetzt, die Lichtmaschine auch durch nen schöneres Messingteil ausgetauscht. Die Glocke?- messing :D
    das Ventiel vor dem Führerhaus?-M..... :D . Ok, so aufgebrezelt hat mir das schon mal gefallen- und nach dem Lacken erst :thumbup::thumbup: . dafür habe ich eine Zweischrittmethode gewählt. Erst mit mattschwarzem Lack aus der Spraydose, nach dem Trocknen nochmal mit Aquacolor Nr 8 in 5 fachverdünnt übergepinselt. das gibt den Effekt von altem Metall- soll heißen, die Oberfläche wirkt leicht rußig, abgegriffen- halt alt und nicht frisch lackiert. So nu kommen wir zu meinem Eigentor mit dem Uhdeumlaufblech :cursing: . Beim ersten Probezusammensetzen stellte ich fest, daß ich nun durch meine Bastelei keine Möglichkeit mehr hatte den Kessel zu verschrauben- die lenzkupplungen sitzen genau an der orginal dafür vorgesehenen Stelle ;( . grübeln war angesagt- hat auch geholfen, denn beim Betrachten des Umlaufbleches stellte ich ungefähr in Höhe des Schornsteins ein Loch fest, was eine M3 Mutter aufnehmen kann. Also den Messingschornstein durchgebohrt, ne M3 Gewindestange durchgesteckt- ok damit kann man ne Beftigung herstellen :thumbup::thumbup: . Die Mutter auf dem Umlaufblech gfestgelötet- ja wirklich gelötet- nicht mit Lötzinn geklebt (Forumsbeiträge bilden auch manchmal). jetzt habe ich die ersten Stilbrüche ins Modell bewusst eingebaut. Petroleumlampen aufgelötet und Stangenpuffer montiert. Mir gefällt das so besser, wirkt zierlicher als die eigentlichen Hülsenpuffer.Die leitungsteile von Pola an das Blech angepasst und verklebt.Beigefügte Werkzeugkästen zusammengelötet und angelötet.(sorry für soviel gelötet- meine Erfolge lösen halt bei nem Klebetubenakrobaten positive Emotionen aus :D ). Entsprechend gelackt- fettich für den Zusammenbau.Denkste, da war doch noch das Problem mit den Verschraubungen. Vorne hab ich das ja souverän gelöst, aber das hinten am Führerhaus das selbe Problem auf mich wartet? ;(
    Hier habe ich das Führerhaus nur mit den seitlichen Schrauben in die Kohlenkästen befestigt- bis ich ne bessere Lösung habe. Kessel und Führerhaus zusammengesteckt, auf die beschriebene Weise fixiert -hält erstmal.Das Ganze wieder zerlegt- richtig gelesen- nicht erlegt :D . In die Loklaternen SMD-LEDs eingebaut und mit Weißleim ausgegossen. Umlaufblech dann auf das Fahrwerk geschraubt. Danach die Wassereinfüllstutzen von unten her angeschraubt- ich kenn mein Glück mit solchen Teilen in angeklebt :whistling: .Die besagte Gewindestange eingesclitzt, sodaß ich sie als Schraube verwenden kann, ab durch den Schornstein- fest. Ballastgewichte in den Kessel und die Kohlekästen. Ein Digitaldecoder mit Energiespeicher hallte ich als zwingend notwendig,trotz der kugelkontakte an der ersten und dritten Achse. Auf meinen warte ich noch, aber das solle null problemo sein, gelle? :D
    So sieht das nu aus:
    [/URL][/img]
    beschriftet habe ich die Kleine als DB Version mit BW Hildesheim ,BD Hannover, Untersuchungsdatum von 1957 ;) , also mit allen eingegangenen Stilbrüchen eine lok ohne korrektes Vorbild, aber es hätte ja so sein können und last but not least- mir gefällt es :D


    Sorry für die unscharfen Bilder, auch wer Schreibfehler findet darf sie behalten, in diesem Sinne,

    Beste Grüße aus dem Keller,


    Pat

  • Hallo Pat,
    gratuliere zu der spannend und informativ geschriebenen Geschichte - und zu deiner persönlichen T3-Konstruktion. Deine Story macht Mut und Lust, es auch mal zu wagen, zumal im Keller auch noch so ein altes Schätzchen von Diesellok liegt, das ein begnadeter Elektro-Ingenieur (sicher ungewollt) nach allen Regeln der Kunst kaputt repariert hat ... daher Danke für deinen Mutmacher!
    Beste Grüsse
    Dieter

  • Hallo Pat,


    vielen Dank für Deinen Baubericht zur T3.
    Ist ein schön kleine Lok geworden, Deine Tipps zum lackieren werde ich auch mal ausprobieren.


    Ich würde gern mehr zum Einbau der Lenz V 36 Kupplung wissen.
    Könntest Du bitte davon ein Foto einstellen ?
    Habe selbst dazu keine Lösung gefunden.


    Gruss Uwe

  • Hallo Pat
    Super bericht über den Umbau das macht mir Mut meinen Umbau fortzuführen. Auch mich interessiert der Einbau der v36 Kupplung da auch ich keine Lösung dafür gefunden habe. Überein Foto würde ich mich sehr freuen.
    MfG Hagen ;) :P

    Volle Dieselpower im Eiskeller


    Hagen :P

  • @@@@ ein begnadeter Elektro-Ingenieur (sicher ungewollt) nach allen Regeln der Kunst kaputt repariert hat ..@@@@


    Hallo Pat,
    .......das dein erstes Bild nur Einzelteile zeig
    :D ,
    siehe oben es hätte dich viel schlechter treffen können
    :thumbdown:
    Toll was du aus den Teilen "gezaubert" hast
    auch wenn die Pola'sche T3 nun ins "ALTER" kommt
    sie hat eine Aufarbeitung immer wieder verdient.
    Dem Original geht es ja nicht anders
    zum Beispiel der BADENIA auf der Achertalbahn.


    GRATULATION, saubere Arbeit :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Grüße aus dem Süden
    Siegfried

  • Hallo Pat,


    Glückwunsch zur erfolgreichen Wiederbelebung.
    Und, auch ein herzliches Dankeschön für Deinen Bericht.


    Freu mich schon auf mehr aus Deiner Feder.


    gruß Heinz

  • Hi Pat
    Flotte Schreibe, ein prima Ergebnis.
    Hat viel Spaß gemacht zu lesen, besonders der Hinweis auf das "Eigentor" war prima - wer denkt denn an sowas?
    Viele Grüße und viel Freude beim weiter "aufrüsten"!!!
    Thomas/BwLoehne1

    Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.(Ringelnatz) :thumbup:

  • Hallo Pat,


    auch ich möchte mich vielmals für den Bericht bedanken. Kann mir jemand eine Bezugsquelle für die V36-Lenzkupplungen nennen?


    Gruß Arnim

  • Vielen Dank für das positive Feedback an alle. das macht mich ehrlich gesagt sehr froh, nochmal danke.
    Ich möchte nun die Fragen beantworten, die aufgetaucht sind:


    Die Beschriftung stammt vom orginal Polabogen, da kann man ne Menge draus machen.
    Nun zur Sache mit der Lenzkupplung in den Rahmen einpassen:
    Ich habe einen alten V20 Rahmen,rechts im Bild so ausgedremelt(blödes Wort eigentlich :D )
    Links im Bild ist ein unbearbeiteter Rahmen. Ich denke man kann anhand des Bildes erkennen was alles weg muß.
    [/URL][/img]
    Die Kupplung passt prima in diese Öffnung hinein. Aber erst Räder an den Rahmen stecken, dann die Moog Kupplungslehre zur Hilfe nehmen, dann erst kleben. ich habe Stabilit express genommen, es geht auch sicher mit anderen Klebstoffen Eures Vertrauens :D

    Beste Grüße aus dem Keller,


    Pat

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!