Projekt St.Andreasberg

  • Hallo Leute,


    hier der Abschlussbericht meiner PLM-Halle "St.Andreasberg - Güterabfertigung".

    Als letztes stand die Montage der Fallrohre an, voila, hier sind sie: Wie bereits geübt aus Kuli-Minen zusammengelötet. Die Schellen mit angelöteten Decapod-Gleisnägeln, die ich für alles mögliche verwende, nachdem sie mich beim Gleisbau zur Raserei gebracht haben und daraufhin in Ungnade fielen.



    Hier nun am Bauwerk, einmal links, einmal rechts. Die abgeknickten Enden sollen das Regenwasser nicht auf dem Personenbahnsteig entwässern, sondern werden dort an die Haupthaus-Dachentwässerung angeschlossen.





    Weil es so schön ist, wenn etwas fertig wird, hier noch ein paar Fotos:







    Beim Rampenpflaster hätte ich auf Jay hören sollen; meine Rettungsaktion, bei der ich erneut lackiert und verfugt habe, führte zu einer Verschlimmbesserung, weil nun an anderen Stellen die weiße Farbe abging. Sei's drum, das soll es nun gewesen sein - OK, das Waschbecken wird irgendwann auch noch angebaut.

    Der "Bausatz" hat echt Spaß gemacht, was natürlich auch an einer wohlwollenden Leserschaft und verschiedenen gutachterlichen Beiträgen, vor allem von Jay, lag. Vielen Dank für Eure Begleitung, mal sehen, wann der Hauptbau kommt.

  • Hallo Reinhold,


    da kann es ja nun regnen, deine Fallrohre können da schon ganz schöne Wassermassen ableiten. Welchen Durchmesser haben denn die Fallrohre? 3mm?


    Danke für die ausführliche Baubeschreibung.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • 2. Nachtrag Halle


    Ich habe die Dimensionierung der Dachentwässerung überprüft. Für das 150qm große Dach sind Dachrinnen b=125mm und Fallrohre DN 125 erforderlich. Das bedeutet umgerechnet auf 1:45 für die Dachrinne eine Breite von 2,8mm, eingebaut ist 4mm, was einer 175mm-Rinne entspräche. Für das Fallrohr ebenfalls 2,8mm, eingebaut ist 3mm.


    Nachgemessen bei mir zuhause bei einem 120qm großen Dach: Dachrinne b=150mm (!), Fallrohr DN 100. Warum wir eine so große Dachrinne haben, kann ich mich nicht mehr entsinnen. Tatsache ist aber, dass wir mittlerweile 35 Jahre sehr gut damit gefahren sind und nicht das Problem der Nachbarn haben, bei denen die Dachrinnen bei Starkregen überströmt werden oder an den Enden frei entwässern. 150mm Breite im Maßstab 1:45 sind 3,35mm.


    Zusammenfassend ist zu sagen, daß die Dachrinnen 20% überdimensioniert sind, die Fallrohre sind 8% zu groß. Ich finde, das kann man für diese Bauteile noch akzeptieren, gleichwohl werde ich versuchen, die Rinnenbreite das nächste mal etwas zu reduzieren.

  • Hallo Johann,


    warum eigentlich nicht? Da bin ich noch gar nicht drauf gekommen! Immerhin handelt es sich bei der PLM-Halle nicht nur um ein französisches Vorbild, es ist sogar ein in Frankreich hergestellter Bausatz und dann passt doch alles wieder! Abgesehen davon fahre ich deutsche, englische und französische Modelle wild durcheinander und mir ist noch nicht aufgefallen, dass die nicht zueinander passen, obwohl ich meine, von Berufs wegen ein ziemlich unbestechliches Auge zu besitzen. Man kann es natürlich auch wollen, die ungleichen Maßstäbe übersehen, vielleicht liegt es daran. Es trägt zumindest zur internationalen Freundschaft bei!


    Hey, MR is Fun!

  • 2.Bauabschnitt - Bahnhofselement

    Aufmerksame Leser meiner Baustorys werden sich nicht wundern, daß nun das Bahnhofselement vorgezogen wird. Es liegt zwar von der Spitzkehre gesehen am anderen Ende meines bescheidenen MoBa-Raums, aber es gibt Gründe. Zum ersten benötige ich dringend ein Fahrzeugmagazin, das einigermaßen staubgeschützt ist, und zweitens braucht meine PLM-Halle einen Abstellplatz ...

    Also die Palettensäge angeworfen und Möbel gebaut. Holz ist ja ganz schön teuer geworden und da zahlt es sich nun aus, daß ich so einiges gehortet habe, u. A. alte zerlegte Ikea-Möbel. Zuerst wurde eine Schublade gefertigt (genau, Ivar-Schreibtischplatte!) und mit Gleisen versehen und siehe da, es gab auch noch Vorräte an 2,5mm und 2,7mm Schienenmaterial, siehe Fotos. Nägel waren auch noch da, ich brauchte fast nicht aus dem Haus!




    Der Werkswagen der STAMAG läuft probehalber ohne Probleme.



    Die Nutzlänge beträgt theoretisch 800mm, also recht bescheiden, aber ausreichend für vier kurze Wagen, ganz meinem Konzept entsprechend.



    Die einfach gehaltene Verdrahtung, aber mit Schraubstecker aus der Showbranche.



    Vorne und hinten gab es noch eichefurnierte Stirnbretter und ein Griff fand sich auch in der Grabbel. Als nächstes war der Korpus fällig, natürlich aus eichefurnierten Ikea-Bauteilen (Billy lässt grüßen!). Die Spanplatten sind durch das Echtholzfurnier erstaunlich formstabil, was für die Schublade auch sehr gewünscht ist; allerdings ist das Möbel auch ziemlich schwer. Hier die Anschlußseite zum nächsten BA mit der Zufahrtsöffnung.



    Hier das Möbel von hinten mit Grifflöchern für Kabel und zur Reduzierung des recht hohen Gewichtes. Die Tiefe des Bahnhofelementes habe ich auf 670mm reduziert; den Randstreifen zur Wand plane ich aus 300mm breiten und 40mm starken PS-Platten, die gesondert bebaut werden und auf den vorstehenden Konsolen aufliegen sollen.



    Nach links ist das Möbelstück noch nicht ganz fertig, dort ist der vierständige "Lokschuppen" geplant, der aber noch genau eingepasst werden muss.



    Zum Schluss die Verriegelung, von der die erste probehalber eingebaut ist. Ich bitte um Nachsicht, daß das alles etwas hemdsärmelig aussieht. Aber immerhin ist der Riegel vercromt!



    Btw, die ersten hundert Schwellen sind auch schon verlegt, darüber demnächst mehr!

  • Hi Reinhold,

    welch freudige Überraschung. Auf einer meiner Lieblingsanlagen entsteht ein neuer Bauabschnitt...


    Deine Selbstmotivation durch den Gebäudebau ist nachahmenswert. Wenn Du jetzt noch für jedes Deiner weiteren Segmente ein Haus baust, bist Du auch bald mit dem Rohbau Deiner restlichen Anlage fertig ;)


    Meinst Du mit dem „Lokschuppen“ eine weitere Schublade?


    Höchsterfreute Grüße. Jay, the K.

  • Hi Leute,


    nachdem das Bahnhofsfeld so frei vor mir lag, konnte ich nicht an mich halten, die ersten Schwellen zu verlegen. Zuerst eine Stellprobe der PLM-Halle; da bleibt für den eigentlichen Bahnhof nicht mehr viel Platz ...



    Die Perspektive täuscht zum Glück etwas, der Abstand bis zum Anlagenrand links beträgt noch 775mm. Jedenfalls habe ich die Schwellensäge bemüht und so ca. fünfeinhalb laufende Meter Schwellen gesägt, Eiche 3/6mm, die Sägekanten versäubert und die oberen Längskanten schön gefast. Hier im Bahnhof wollte ich zudem meine früher angewandte Bauweise mit einer Korkunterlage ausprobieren, auch weil wegen des Schattenbahnhofes darunter kein Platz für eine Polystyrolplatte ist. Das 6mm starke Sperrholzbrettchen für das Rampengleis nervt mich, weil es krumm geworden ist und auch durch allerlei Maßnahmen mit und ohne Wasser nicht eben zu bekommen war. Ein paar Schrauben müssen es dann richten.




    Das waren fast 120 Schwellen. OK, aber die bisher verwendete Farbgebung mit schwarzbrauner Beize und weißer Granierung hatte mich nicht zufrieden gestellt. Hier nun der Versuch mit hellgrauer rsp. silbergrauer Beize, die zum Hervorheben der vorher ausgebürsteten Risse und Maserungen mit dunkelgrauem und/oder schwarzem Washing behandelt wird. Ich denke, die Schwellen dunkeler zu bekommen, ist sicher kein Problem. Aber das Aufhellen, die Nachbildung von silbergrauem, alten Holz war mein Ziel. Hier nun das Ergebnis, oben nach dem Beizen, darunter mit dem zusätzlichen Washing.




    Ich denke, das könnte es sein und, wie gesagt, dunkler färben wäre kein Problem.

  • Hallo Leute,


    Sommerzeit ist Reisezeit, auch wenn man coronabedingt andere Ziele kennen lernt als man unbedingt auf der Wunschliste hat, siehe hier:

    Deshalb gibt es nun auch nur einen ganz kurzen Baubericht, der die Optik und Machbarkeit der geplanten Bahnsteigkante von St.Andreasberg testen sollte (die Schienen liegen nur lose auf):




    Die Steine stammen aus dem Programm von Juweela, der Sockel aus 3mm Depron-Streifen, mit dem Skalpell mit Fugen versehen und danach mit weißer Binderfarbe gestrichen, anschließend Washing, mittlerweile kenne ich mich mit Washing aus 8o . Ich denke, der Versuch ist OK, also weiter so!

  • Hallo Werner,


    so richtigen Betrieb habe ich bei meinen bisherigen fragmentarischen Anlagenteilen nicht machen können, habe also keine relevante Erfahrung.

    Positiv ist:

    a) sehr zierlich u. kein Vergleich mit den Lenzkupplungen;

    b) betriebssicher und bei sauberem Einbau und Behandlung der Ätzgrate butterweiches Kuppeln;

    c) kuppeln bei händischem Eingreifen auch mit Modellkupplungen,


    Negativ ist:

    a) Einbau ist lästig und z. T. diffizil;

    b) die Kompatibilität mit elektronischen Kupplungen, z. B. die Kupplung der Kö I von Schnellenkamp, ist noch nicht geklärt.

    c) Kupplung ist unsymmetrisch, d. h., Haken sind auf beiden Seiten, der Kupplungsbügel nur auf einer.


    Weshalb ich die Kupplung gewählt habe: die Lenzkupplung war mir viel zu klobig (fand bereits die alten Trixkupplungen eine Zumutung!), weshalb ich eindeutig zur Modellkupplung tendiert habe. Allerdings hat mich das händische Eingreifen sowohl beim Kuppeln wie auch beim Entkuppeln abgeschreckt. Nichts dagegen, wenn man einmal eingreifen muss, aber bei jedem Rangiervorgang erstmal ewig rumfummeln, nee, das wollte ich dann doch nicht. In sofern ist die Dingham-Kupplung (für mich) keine schlechte Alternative.

  • hallo Reinhold!

    Danke für deine Antwort.Ich habe mehr englische Modelle als Österreichische, bzw. Deutsche und bin unter anderem Mitglied der Gauge 0 Guild, wo Torsten Freyer ( blackmoore-vale )der Gauge 0 Guild Area Repräsentant für Deutschland, Österreich und Schweiz ist. Torsten hat einige Kupplungen getestet und die Dinghamkupplung als die Beste unter den Preiswertesten befunden. Ich finde die Lenzkupplung auch nicht schön. Die Kadeekupplung wäre wohl die Idealste, aber sie ist leider nicht billig.

    Ich beobachte deine Arbeiten mit grossem Staunen und Bewunderung und hole mir da viele Anregungen.Ich wünsche Dir noch viel Spaß bei deinen Basteleien.

    LG Werner

  • Hallo Leute, noch 'n Test.


    Nein nein, kein Corona, ich kann es auch nicht mehr hören, das Thema! Wie gut, daß man sich auch anderweitig beschäftigen kann!

    Ehe nun alles vernietet und verleimt ist, sollte man auch alles berücksichtigt haben. Deshalb habe ich mir in weiser Vorraussicht schon vor ca. zwei Jahren ein Kulissendummy gebastelt, von dem ich lange nicht mehr dachte, daß ich ihn bräuchte. Bis ich heute hier im Forum das hier las:

    Die Raiffeisen-Fassade dient als Abschluß des Moduls, damit das Gleis nicht stumpf vor einer weißen Wand endet.

    Natürlich, geht ja gar nicht! Auch wenn man um jeden Zentimeter feilschen muss! Also den Dummy rausgekramt, Spinnweben ab und aufgestellt:



    Zähneknirschen beim Vorschieben der Prellböcke, aber zwei cm Reserve gab es noch. Zweite Variante mit etwas höher gelegter Stützmauer:




    sieht auch nicht schlecht aus. Nr. 3 mit etwas verschobener Rampe:



    Also in dieser Richtung wird sich eine Lösung finden, denke ich. Wen es interessiert, die Fassaden habe ich bei Skytrex gemopst, die bleiben natürlich nicht als Pappkameraden stehen, genau so wie das Peco-Geländer

  • Hi Reinhold,

    das wird eine guter Abschluss und erklärt auch warum die Bahnhofsgleise nicht länger sein konnten.


    Ggf. könntest Du die Prellböcke in die Stützmauer integrieren und nur die weißen Bohlen an der Mauer selbst befestigen.


    Ich bin gespannt auf Deine weitere Kreativität...

    Viele Grüße. Jay, the K.

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