Projekt St.Andreasberg

  • bei dem Link zu Yotube wird mir angezeigt, das dein Video nicht verfügbar ist. Kann das an
    mir liegen ?


    Bei mir ist es genauso Robby, ich vermute, das Video ist noch nicht öffentlich freigegeben und Reinhold müsste noch den Knopf "veröffentlichen " drücken. ;)

  • Es ist nicht so, dass mein Projekt St.Andreasberg im Sande verläuft, es geht schon vorwärts, aber der Baufortschritt ist auch für mich manchmal unbefriedigend. Das liegt einmal daran, dass bei der Spur 0 eben sehr vieles selbst gebaut werden will, und das sind nicht nur die Gleise - Gleisstücke zusammenstecken ist - für mich - ein absolutes NO GO! Es baut auch vieles aufeinander auf (wie man auch hier sehen wird) und schließlich hat man auch andere Interessen, die ebenfalls Zeit einfordern. Überhaupt ist die Zeit ein sparsames Gut, man hat immer zu wenig davon! Aber nun genug geschwafelt, hier der Fortsetzungsbaubericht des Haltepunktes "St.Andreasberg - Spitzkehre".



    Victoria ist mit dem Arbeitswagen vorgefahren für den Bau der Stützwände. Die sind erforderlich, um die räumliche Enge und geringe Länge des HP's zu erklären. Aus 4mm Sperrholz (alte Möbelrückwände) mit Stichsäge, Laubsäge und schließlich einer kleinen Tischkreissäge ausgeschnitten.




    und so sieht die Kulisse von hinten aus:



    Alle Bauteile werden zur weiteren Bearbeitung abnehmbar am Grundrahmen angeschraubt. Als nächstes muß irgendwie ein Gemäuer simuliert werden. 1. Versuch mit Gips: Fehlgeschlagen, weil ich bereits Probleme hatte, eine glatte Oberfläche zu spachteln. Beim Versuch, die Oberfläche glatt zu schleifen merkte ich bereits den 2. Fehler: Gips zu lange hart werden lassen. In dieser Form lassen sich Mauerwerksfugen nur noch einfräsen, Fugen mit Reißnadel einritzen - Fehlanzeige, Gips ist viel zu hart! Und fräsen? Nein Danke, habe ohnehin bereits eine Staublunge.



    2. Versuch: Fertige Mauerwerksplatten. Da sahen mir die Vollmer-Steinkunstplatten am meisten realistisch aus und lassen sich auch recht gut verarbeiten. Die Hausteinplatten sind auch von der Größe der einzelnen Steine gerade richtig, während die Naturstein-Platten in den Proportionen eher für Gartenbahnen geeignet sind. Damit wurden nun die Sperrholzkulissen beklebt, bei der Rückwand mit dem Blindbogen sind mit Pappstreifen Sockel und Gesims hervorgehoben angedeutet. Das sollte die große Fläche etwas auflockern, fällt aber vorerst kaum auf.






    Das Gewölbemauerwerk wurde aus einzelnen Mauersteinen, die aus den Resten der Mauerplatten gut ausgeschnitten werden können, zusammengeklebt. Große Steine sind aber in den Hausteinplatten Mangelware, so dass es zu der Stückelei kam, die hinterher zum Glück kaum auffällt. Wie man sieht, kommt man mit einer Platte nicht weit, es musste also Nachschub her. Insgesamt wurden vier Platten 53 x 16cm verarbeitet, geklebt wurde mit Weißleim. Bis der Nachschub kam, erhielt die Längswand aus statischen Gründen noch einige Schrägpfeiler. Die bestehen natürlich nicht nur aus den Brettchen, die auf den Fotos zur Maßprobe hingestellt wurden. Und, zur Selbstkontrolle, immer wieder Fotos machen und auch andere Elemente wie hier die Brücke mit aufstellen, um die Proportionen zu kontrollieren.









    Zwischendurch das Ende des bergseitigen Bahnsteigs geklärt und gebaut, dort schließt der 2. BA mit Hosenträger und einem Geländesprung zum BW an.



    Nachdem wieder genügend Mauersteine geliefert wurden, ging alles ratz fatz, wenn man erstmal den Bogen raus hat ... Zu diesem Zeitpunkt musste aber eine Entscheidung über den oberen Wandabschluss her. Zuerst wurde überlegt, passende Natursteinplättchen aufzukleben, bis mir dann der Blogg "Train Scape" von von Jose Manuel Gomez ( http://trainscape.blogspot.com…ama-despenaperros-10.html ) begegnete. Das ist schon große Modellbaukunst, was Jose Manuel aus Schaumstoffplatten hervorzaubert, aber seht selbst! Die Platten sind in Deutschland in der Flugmodellbauszene längst etabliert und unter dem Namen Depron erhältlich. Man muss mal googeln, bei Hornbach waren die am günstigsten. Daraus wurden Streifen für das Gesims geschnitten und in Abständen mit Scalpell und Stift, Schraubenzieher o. Ä. die Fugen eingeritzt und mit Ponal aufgeklebt. Das Ergebnis hat mich so überzeugt, dass ich bei den noch anstehenden Mauerwerksarbeiten diese Platten auch für die Wände testen werde. Im letzten Foto des Berichtes kann man die Gesimsabdeckungen sehen.







    Was die weitere Farbgebung angeht, sind die Experimente noch nicht vorbei, aber dank Sen. Gomez fanden sich auch dafür Lösungen. Wie das weitergeht, erfahren Sie in der nächsten Nummer - es bleibt spannend!


    Gruß Reinhold

  • Hi Reinhold,
    ergänzend zu Deiner Mauerkunst mit Depron (Robert Michael Gaus aka Kunstmichi ist auch ein Fan der Platten) gibt es noch die lufthärtende DAS-Knetmasse, die sich für solche Arbeiten hervorragend eignet. Für uns Modellbahner lohnt sich ein Blick über den Zaun zu den Dioramenbauern, die wahre Kunstwerke in Bezug auf Oberflächen und Farbgebubg machen...
    Grüße. Jay, the K.

  • Als Farbe schwebte mir ein heller Sandstein mit weißen Fugen vor, so ähnlich, wie Jose Manuel Gomez das vorgemacht hat. Aber auch Nachmachen ist nicht so einfach! Ich habe also die Wände zuerst mit Binderabtönfarbe "Heller Sandstein" grundiert. Angefangen wird zur Probe an einem Wandende:




    Danach wie Jose die Fugen mit Gips, dünn angerührt, geschlämmt und gleich mit einem Lappen wieder abgewischt:




    Die Fugen sind also weiß. Nun fettfreie Künstlerkreide mit dem Finger verreiben, nicht mit dem Pinsel, das macht die Fugen wieder dunkel! Und immer schön die Kreidereste absaugen!



    Das sieht dann so aus, so ungefähr hatte ich mir das auch vorgestellt. Der dunkle Fleck stammt übrigens vom Pinsel.



    Das letzte Foto zeigt zum Vergleich die unbehandelte Wand mit dem weißen Depron-Gesims vor dem bereits gefärbten Wandstück.

    Die nächsten Fotos zeigen die verwendete Kreide mit Reibe (von einer Flex) und Schwämmchen. Was es damit auf sich hat, kommt gleich.





    Da mir das Ergebnis schon ganz gut gefiel, kann's auch so weiter gehen: Grundieren, Fugen schlämmen, Gips abwischen.





    Hach, macht bereits was her, das große Tor:



    Im Verlauf der Farbgebung mit Kreide zeigten sich jedoch die Grenzen des Fingers, man kommt damit nicht so gut in die Ecken. Also werden Schwämmchen ausprobiert und damit verteilt sich die Kreide auch viel besser, aber die Wände werden auch dunkler! Diese Kreiden färben ja enorm! Und wenn es erstmal dunkel ist, lässt es sich bei dieser Technik schlecht aufhellen! Nach der Kreideprozedur werden die Wände mit dem Staubsauger abgegesaugt und die weißen Fugen kommen wieder zum Vorschein. Sieht schon klasse aus, aber die Farbe - furchtbar!
    (wie kriegt man hier einen smiley rein?)







    OK, ist dann halt ein dunklerer Sandstein, aber nur hier! Bei den noch folgenden Wänden werden Schwarz und Dunkelbraun etc. verbannt, es kommen heller Ocker, Hellbraun etc. pp. zur Anwendung. Nach der Prozedur noch mit mattem Klarlack griffest gesprüht, kann erstmal so bleiben. Vielleicht sollte man nocheinmal mit Hellgrau übernebeln?


    Nun gut, so langsam kann ich an die Bahnsteige und das Einschottern denken, wird langsam Zeit.


    Bericht wird fortgesetzt.


    Gruß Reinhold

  • mit soviel Lob und Zustimmung hatte ich wirklich nicht gerechnet, vielen Dank dafür! Und, nein, es war nicht sonderlich aufwendig, eben so, wie man sich sein Hobby vorstellt. Was bei mir immer viel Zeit kostet, ist die Recherche zu passenden Vorbildern, Fachbeiträgen (z. B. Mauerwerk etc.) und eben Baubeiträgen von Hobbykollegen, um zu sehen, wie die das machen. Das ist auch der Grund dafür, dass ich Bauberichte schreibe, die sind zuweilen auch ganz schön zeitaufwendig. Ein sklavisches Nachahmen kommt bei mir sowieso nicht dabei heraus, ich habe schon noch jede Menge eigene Phantasie, bei der oft auch für mich Überraschendes herauskommt.
    Als Nächstes kommt die Beleuchtung des Haltepunktes dran, lasst euch (wie ich mich auch) überraschen!



    Nur soviel vorweg, ist noch in Arbeit.


    Gruß Reinhold

  • Ich habe ja inzwischen gelernt, dass ein Haltepunkt kein Haltepunkt mehr ist, wenn er mindestens eine Weiche hat, sondern ein Bahnhof. Nun hat mein Haltepunkt nicht nur eine Weiche, sondern derer vier Stück, dazu eine Kreuzung und eine Drehscheibe, die betrieblich zum Umsetzen und Wenden von Loks genutzt wird. Außerdem hat der HP zwei Bahnsteige; das ist also schon ein größerer Bahnhof. Wieso ist er trotzdem nur ein Haltepunkt? Vielleicht, weil die Passagiere nur bei Bedarf ein- und aussteigen? Ich glaube, ich muss den HP doch noch in "St.Andreasberg - Bhf. Spitzkehre" umbenennen.


    OK, auf jeden Fall braucht der HP/Bahnhof auch Licht auf den Bahnsteigen und Beleuchtung der HP/Bahnhofsschilder. Ist mir vor dem Befestigen der Bahnsteige zum Glück noch vorher eingefallen. Also lassen wir mal ein paar Lampen herstellen; sparsam wie die Bahn nunmal ist, auf jeder Seite drei Stück. Auf der Bahnsteigseite werden getränkte Holzmasten mit einer Höhe von 9m aufgestellt, früher hing da noch eine Freileitung dran.



    Die Lampe besteht aus einer 3mm Leuchtdiode mit zweckentfremdetem Reißzweck als Schirm. Noch ein wenig Tüdelüt wie Befestigungseisen und zwei U-Profilen, die den Mast in einem Fundament (besteht aus Polystyrolplatte 20mm x 15mm, also ca. 0,9m x 0,7m) verankern.





    Der (versteckte) Fuß wird aus einem 3,5mm-Cinch-Stecker gebildet, der entsprechend befeilt und in den angebohrten Mastfuß eingeklebt wird. Die Stromzuführung geht über Kupferlackdraht und wird an einen im Stecker eingelöteten Stift und in einem eingesägten Schlitz des Steckers eingelötet. Ist nach Einkleben des Mastes in die Fundamentplatte völlig unsichtbar und funktioniert prima. Bodenseitig werden entsprechende Buchsen in einer kleinen Sperrholzplatte eingeklebt, die später im Bahnsteigschotter verschwindet. Hier aber erstmal die Probeaufstellung - einfach in das PSt gespießt.




    Die noch fehlenden Lampen sind bereits in Arbeit, auf der Stützwandseite werden direkt an der Wand befestigte Wandleuchten angebaut. Für die Schilderbeleuchtung kommen zwei Schwanenhalslampen zum Einbau, da habe ich auf ein Chinaprodukt 6 Stück für € 12,50 zurückgegriffen, die restlichen Wandlampen fertige ich selbst, sind auch z. T. bereits fertig.


    Stromversorgung. Die klassische Methode der Stromzuführung ist ja von unten, unter der "Platte" wird dann alles verdrahtet. Was "Unten" dann für ein Verhau entsteht, war für mich schon immer eine Horrorvorstellung, selbst bei meinen Planungsprojekten in meinem früheren Leben. Da wird das nämlich häufig genauso gehandhabt, wie bei der Modellbahn. Außerdem wird man nicht jünger, man kommt schlecht runter und wieder hoch, und wer Brillenträger ist, weiß ein besonderes Lied von Verdrahtungsarbeiten "über Kopf" zu singen. Also habe ich mir folgendes Konzept überlegt: Die Stromzufuhr tritt an einer passenden Stelle ans Tageslicht, an der man ein Schalthäuschen baut und den Strom verteilt. Genau wie im richtigen Leben. Da hier fürs erste nur sieben LED's zu versorgen sind, zapfe ich den Fahrstrom an und löte einen Gleichrichter dazwischen. Somit habe ich Gleichstrom von ca. max. 22 Volt. Die LED's werden über drei Stromkreise mit den entsprechenden Widerständen mit Strom versorgt; die unterirdische Verdrahtung hält sich in absolut sparsamen Grenzen. Aber als erstes heißt es: Kabelgräben ausschachten, wozu hat man sonst diesen Polystyrolunterbau. Dort sind 8mm-Trinkhalme als Leerrohre verlegt und vorerst provisorisch fixiert.







    Und da ich von meiner Idee so begeistert war, habe ich gleich noch zusätzlich einen Kabelschacht eingebaut (mit Lüsterklemme und natürlich einer Riffelblechabdeckung!) und ein zusätzliches Bahngebäude, das die Bahnhofstoiletten (also doch Bahnhof!) und eine Bahnmeisterwerkstatt enthält, mit Strom versorgt - man weiß ja nie. Die Kabel zur Stirnwand und zum Gleis 2 werden in oberirdischen FT-Beton-Kanälen verlegt; siehe nächster Bericht.







    Thema Schalthaus: Da ist mir doch tatsächlich Kollege Rainer/RWN mit seinem achteckigen Schalthaus ( Bahnabschnitt BÜ Bad Salzhausen— Häuserhof ) zuvorgekommen, aber ich schwöre, ich habe ihn nicht kopiert! Jedenfalls ist mein Schalthaus (angenommen altbrauchbar von der DB übernommen) ebenfalls achteckig und enthält die Verteilerstation der o. g. Verbraucher! Hier werden auch die erf. Widerstände untergebracht.






    Das achteckige Gehäuse ließ sich ja noch ohne Schwierigkeiten zusammenleimen, das Dach war da schon zwickeliger:






    Dann hieß es schleifen, spachteln, schmirgeln, immer abwechselnd, bis das Ergebnis befriedigte. Auch die Farbe musste nochmal ab, weil viel zu dunkel für Beton. Über die (Stahl-) Tür muss ich mir noch Gedanken machen, die Lüftungshutzen sind bereits gebogen und harren des Anstrichs. So, Schluss für 2019, als letzte Fotos noch die Gesamtsituation.




    Gruß Reinhold


    Fortsetzung folgt.

  • Liebe Forumskolleginnen und -kollegen,


    vielen Dank für Euer Lob und das Interesse am letzten Beitrag! Heute möchte ich noch kurz die Lichtinstallation in FT-Beton-Kanälen nachreichen. Das war sozusagen die erste Arbeit im Neuen Jahr, aber nicht die letzte. Aber der Reihe nach.
    Wie beschrieben habe ich ein Schalthäuschen mit unterirdischem Anschluss errichtet, in dem die Bahnsteig- und Stationsschildbeleuchtung sowie Leitungen zu einem Kabelschacht und zur - im Bau befindlichen - Bahnmeisterwerkstatt angeschlossen sind. Zu den Stützmauern werden die Kabel in FT-Kanälen verlegt. Dazu habe ich 2mm Hartschaumplatten (nicht lachen: aus Käseverpackungen!) in Streifen geschnitten und verklebt. Die Abmessungen der Kanäle betragen 7mm x 9mm, die Abdeckungen stehen mit 10mm etwas über. Das entspricht Kanälen von ca. 400mm Breite und 320mm Höhe. Ich kenne nun nicht die Regelkanäle der DBAG, aber in dem Rahmen müssten die kleineren Kanäle auch liegen. Ursprünglich hatte ich vor, auf die Stützwände kleine Verteilerkästen zu platzieren und von dort die Lampen mit Kupferlackdraht zu verkabeln. Das hätte bestimmt geil ausgesehen, war mir dann doch ewas weitgehend; man darf sich auch nicht zu sehr in Details verlieren.







    Z. Teil müssen die Gleise gekreuzt werden, hier bin ich von der vorbildgerechteren Erdverlegung abgewichen und habe lediglich die Kanalhöhe auf 3mm plus 2mm Deckel reduziert. Solche Abweichungen kann man sich als Privatbahner leisten.










    Die Verdrahtung lässt sich gut im Schalthäuschen unterbringen, auch die Widerstände. Theoretisch ist da sogar noch Luft.




    Ansonsten sprechen die Fotos für sich, eine Patinierung steht sowohl für die Kanäle wie auch das Schalthäuschen noch aus. Auf den letzten Bildern sieht man bereits etwas von der Bahnmeisterwerkstatt, die auch die Bahnhofsaborte enthält. Das war eigentlich als Dummy und Platzhalter gedacht, aber ich dachte mir, wenn ich das nun aus Pappe baue, kann ich gleich mal den Bau aus Hartschaum (Depron) ausprobieren. Darüber berichte ich gesondert.





    Gruß Reinhold


    Wird fortgesetzt.

  • Hallo Leute,


    hier noch ein paar Details zu den Lampen u. zur E-Installation. Für die Wandlampen kam Messingrohr d=1mm x 0,1mm mit Schirmen aus Heftzwecken zur Ausführung; die Wandanschlussdosen fanden sich als Messingdrehteile in der Grabbel. Rohre VORSICHTIG biegen und dann zusammenlöten. Lackieren und Mini-LED mit Kupferlackdraht einführen und ankleben. Das Schwierigste dabei ist eigentlich, die Mitte im Heftzweck zu finden, da verläuft die Bohrung leicht. (Sorry für die schlechte Bildqualität)




    Die Mastlampen für Bahnsteig 1 wurden gleich mit hergestellt, bei denen ist es besonders auffällig, wenn die Leuchtdiode nicht mittig im Schirmchen sitzt, da wurde schonmal etwas Schrott produziert.




    Der Verteilerschacht auf Bahnsteig 1 (da sollen evtl. die Weichenlaternen des Hosenträgers angeschlossen werden) hat nun auch einen Riffelblechdeckel mit Haken zum Ausheben erhalten:




    Nicht ganz stilecht: der Schaumstoffwürfel soll die Platte am Herausfallen hindern.



    Und: Heureka, sie leuchten - ein weiteres kleines Mosaiksteinchen im Projekt.
    Eine Lampe blendet etwas und, was soll ich sagen, das Reizweckschirmchen ist für die Wandlampen nicht ideal! Für die erste Lampe hatte ich offenbar (ist schon etwas länger her) keine Reßzwecke, sondern irgendeinen Knopf genommen. Naja, wen es stört ..., da habe ich mittlerweile ganz andere Sorgen! Berichte ich auch drüber!




    Gruß Reinhold

  • Es wird langsam Zeit, irgendwas fertig zu bekommen! Immer noch 'n Detail und noch 'ne Idee ist auch nicht Sinn der Sache. Also Stellprobe der letzten (?) Zäune und dann ran an die größeren Flächen.




    Die Bahnsteige haben ja bereits seit Jahr und Tag eine Kante aus Marmor-Mosaiksteinchen; dahinter 3mm tiefer eine PST-Platte als Basis. Der Plan war, die Höhendifferenz mit Gips beizuspachteln und die Bahnsteige von wegen Marmorwerke mit feinstem weißen Marmorsplitt zu besanden. Mittlerweile sind aber etliche Fundamente etc. im Bahnsteigbereich errichtet worden, was das Spachteln nicht zu einem reinen Vergnügen gemacht hätte. Da kamen mir die 3mm starken Depron-Platten (siehe voraufgehende Beiträge) zu pass. Diese wurden zugeschnitten, eingepasst und aufgeklebt, lediglich die Fugen und Spalte an den Rändern werden verspachtelt.





    Vorne ist bereits ein Schuppen mit dem Bahnhofsabort und einer kleiner Signalwerkstatt vorgesehen, für sich allein wegen seiner lächerlichen Größe kaum daseinsberechtigt. Weil ich aber dort platzmäßig noch eine Reserve von ca. 20cm Anlagentiefe hatte, wurde eine Ecke des Bahnsteigs als Teil eines Bauhofs/Bahnmeisterei eine kleine Laderampe ausgeschnitten. Die Zufahrt wird über einen eigenen Drehscheibenanschluss erfolgen, lassen wir uns mal überraschen, was das noch wird.




    Parallel zum Bahnhofszaun wird noch ein Entwässerungsgraben gezogen und dann alles fein vergipst und mit einer Grundierung aus weißer Binderfarbe aufgebracht - das Besanden ist dann nur noch ein Klacks.






    Doch was ist das??? Die Bahnsteige haben die Blattern!!! Um es vornehm auf Französisch zu sagen: Grande Maleur de la Kack! Merde grande, Kruzitürken! Der Split hat nicht überall gehalten, und ich weiß nicht, warum! Selbst zusätzliches Einpinseln mit Tiefgrund und Nachbesanden half nichts, wobei jede weitere Maßnahme die Angelegenheit verschlimmbesserte! Und auch der Gesamteindruck des weißen Splits ist, selbst wenn man sich noch etwas Unkraut vorstellt, so eher na ja. Kann man machen, sieht aber schiet aus.




    Zur Frustbewältigung erstmal schottern, das ist hinreichend komplentativ!


    Gruß Reinhold

  • Heute also schottern. Meine ersten Gleise in Spur 0 und: der Unterschied zu kleineren Maßstäben ist beträchtlich, die Methode völlig anders. Geschottert wird natürlich mit nahezu weißem Kalksteinschotter. Der Schotter von Spurenwelten wurde ca. zur Hälfte mit selbstgeschürftem und -gesiebtem kroatischen Boden, ebenfalls schneeweiß, gemischt. Durch die Mischung wurde der Schotter wie angestrebt etwas feiner, leider habe ich für den restlichen Vorrat keinen Brecher.


    Der geneigte Leser wird sich seinen Teil denken, wird doch gemeinhin in Deutschland mit Grauwacke geschottert, auf Nebenbahnen allenfalls mit Sand. Bei mir handelt es sich aber um die Werksbahn eines Marmorwerks und da kommt selbstverständlich nur Marmor- rsp. Kalksteinschotter in Frage. Mir haben auch die hell eingeschotterten Gleise immer gut gefallen, das sieht man ja z. B. in Südeuropa häufiger.








    Ich weiß, reichlich viel Weiß! Die Bahnsteige werden aber noch einmal gesondert behandelt, und wenn ich den ganzen Mist wieder abreißen muß! Bei meinen Recherchen konnte ich feststellen, dass selbst heller Kalksteinschotter, Zahnradbahnen mal ausgenommen, abgesehen von Unkraut recht sauber ist. Lediglich in Bahnhöfen ist eine leichte Verschmutzung mit Bremsstaub zu sehen; den habe ich versucht, mit Kreide "Dunkler Ocker" nachzubilden und vorsichtig mit einem weichen Pinsel aufgebracht. Ich meine aber mich zu erinnern (ich bin neben einem Rangierbahnhof an der Hauptstrecke Dortmund-Lünen-Münster aufgewachsen), daß bei Dampflokbetrieb in Gleismitte eine typische Verschmutzung entstand, habe aber keine entsprechenden Fotos etc. gefunden. Vielleicht kann mir jemand aus dem Forum da auf die Sprünge helfen.





    Etwas Unkraut wird demnächst sicher auch noch wachsen, muss mir aber erstmal einen Grasmaster bauen.


    Gruß Reinhold

  • Hallo Reinhold,

    mache bitte kein Unkraut ins Gleisbereich. Oder baust Du Epoche VI? Öl und Bremsstaub, das darf dort sein, wo die Fahrzeuge anhalten. Unkraut höchsten an Gleisen, wo nichts mehr fährt oder unmittelbar vor dem Prellbock, wo die Düsen des Unkrautvernichtungszuges nicht hinkommen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Kleines Intermezzo beim Projekt St.Andreasberger Bergbahn.
    In Zeiten des Corona-V. heißt es, nicht zu lamentieren, sondern zu schaffen. Und es sollte auch irgendetwas einmal fertig werden! So geschehen mit meinem Schalthaus:





    Es wirkt etwas verrappsackt, eben altbrauchbar von der DB. Es hätte auch etwas höher sein können, aber die Pläne kamen hier im Forum ja erst, als ich schon fertig war. Jedenfalls macht sich die Farbe der Tür, wie ich finde, gut! Fehlt nur noch ein Elektroblitz und ein Warnschild.



    Gruß Reinhold

  • Liebe Forumsgemeinde,


    trotz aller Viren, Diskussionen um Änderung des Forums, Kreisverkehr ja oder nein etc. pp. werde ich Euch weiter mit meinem Projekt St.Andreasberger Bergbahn (kein Kreisverkehr!) nerven.


    Letztens haben mich meine Bahnsteige sehr genervt (ich habe berichtet). Warum nun der extra feine schneeweiße Sand nicht auf den Gipsoberflächen hielt, ich weiß es nicht. Es war auch reichlich viel weiß, gefiel mir auch nicht. Mein Rettungsversuch (siehe die folgenden Fotos) mit gelb gefärbtem Sand hat mich nicht wirklich überzeugt, obwohl mich meine Frau beruhigte ("Guck dir doch die vergammelten Bahnsteige bei der Bundesbahn an"). Recht hat sie ja, es geht hier nicht um Schönheit, sondern um Vorbildtreue, aber auch da sah ich Defizite. Der Gesamteindruck mochte ja noch gehen, aber vorbildgetreu, ich weiß nicht, habe ich so noch nie gesehen. Hätte ich auch mit Unkraut nicht kaschieren können.






    OK, also Abbruchkolonne bestellt, zuerst den Bahnsteig 1.



    Zum Glück ging der Mist, d. h., die besandeten Depron-Platten, besser ab als befürchtet, das kann beim Bahnsteig 2 also auch so gemacht werden. Die Bahnsteige erhalten nun doch ihr Pflaster, und zwar auch aus dem Marmorbruch, in Mörtel verlegt. Ich bin nämlich auf das Rundmauerwerk von Heki gestoßen (ich hatte noch einen Rest in meinem umfangreichen Fundus aus der Sn3-Periode). Nachdem ich einen halben Quadratmeter Mauerplatte in verschiedenen Farben und in unterschiedlicher Reihenfolge gestrichen, gespachtelt, lasiert und gewischt habe, denke ich, die Lösung gefunden zu haben. Ich bin gespannt, wie es tatsächlich wird! Alternativ kam auch ein Kleinpflaster nach dem Vorbild der Berliner S-Bahnsteige in Frage. Die H0-Kleinpflasterplatten von Vampisol hätten bestimmt geil ausgesehen, das war mir dann aber doch zu teuer und zu aufwendig!
    OK, nun die Rundmauerplatten von Heki, horizontal verlegt. Ich habe meine Reste bereits eingebaut. Gefällt mir schon ganz gut, die dunkelgraue Farbe verschwindet natürlich noch. Ich bin, wie gesagt, gespannt!






    Gruß, Reinhold


    (garantiert ohne Kreisverkehr!)

  • Hi Reinhold,
    leider darf ich Dir gerade keine Fleisskärtchen geben, deshalb bekommst Du einen alternativen Wortbeitrag:
    - Konzept und Gleisplan Deiner Anlage sind einfach klasse...
    - Deine Überlegungen und Lösungen sind kreativ...
    - es freut mich, dass Du auch der Versuch- und Irrtumsfraktion beim Modellbau angehörst...
    - Deine Bauberichte sind inspirierend und vergnüglich zu verfolgen...


    Grüße. Jay, the K.

  • Hi Onlystress,
    hi Jay,
    hi Leute,


    vielen Dank für die Blumen, das geht ja runter wie Dampföl! Prima, dann kann ich also so weiter machen. Mein Problem ist nur, dass ich immer neue Ideen verarbeiten muss und mich dadurch leicht verzettel. Dazu kommt ein angeborenes Phlegma und die fehlende Scheu vor der Abbruchkolonne. Zum Glück jagen einen keine Termine mehr, aber spannend ist es und Spaß macht es auch!


    Gruß, Reinhold

  • Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    eine meiner auch von mir selbst gefürchteten Zusatzideen, die eine Fertigstellung immer wieder hinauszögern, ist die Einrichtung einer kleinen Bahnmeisterei. Erstens braucht auch eine Privatbahn soetwas, zweitens war noch etwas Platz neben der Drehscheibe und vor allem auf dem äußerst geräumigen Bahnsteig 1. Die Bahnmeisterei erhält einen Gleisanschluss über die Drehscheibe, zudem wird da noch ein 7m-Streifen (umgerechnet ca. 15cm) angeflickt. Begonnen hatte alles mit dem genannten Platz auf dem Bahnsteig, der ausgefüllt werden wollte, und der Notwendigkeit einer Bahnhofstoilette. Also wurde erstmal geplant (was ich am liebsten mache). Statt eines Papp-Dummies, auch Mock-Up genannt, habe ich gleich einen Versuchsbau auf der Basis von Depron-Platten angeschoben:





    Außenwände 6mm, Innenwände 3mm Depron, passt ganz gut, ohne dass die Situation auf dem Bahnsteig zu beengt wirkt. Die Wände werden mit Schnellgips aus der Tube verputzt und mit Binderfarbe gestrichen; zum Schluss kommt noch etwas Dreckbrühe auf den Putz. Die Türen und Fenster sind mit einem Mauerwerksanschlag aus dünnen Depronstreifen versehen, ebenso die Fensterbänke. Weiter ist natürlich eine Fußbodenplatte erforderlich, besteht ebenfalls aus 6mm Depron-Platte. Auf eine Inneneinrichtung wird verzichtet. Das Dach, ein schwach geneigtes Pultdach, klassisch als Sparrendach mit Schalungsbrettern und Pappdeckung. Wärmedämmung oder so'n neumodischen Kram brauchen wir nicht, die Leute sollen sich warm arbeiten.






    Ich muss sagen, dass mir das Material nicht hundertprozentig gefällt, da vor allem die Fenster- und Türöffnungen nicht scharfkantig genug sind. Dadurch geht m. E. etwas Vorbildtreue verloren. Nun denn, ist halt ein Testbau. Also Zimmerer, frisch ans Werk!








    A propos geräumiger Bahnsteig: Habe mal den Abstand zwischen Schuppen und Lampe gemessen: knapp 6cm! Das sind umgerechnet 2,70m, da kommt noch nichtmal ein kleiner Lastwagen durch! Das ist nun nichts dramatisches, da muss auch kein Lastwagen durchfahren, aber ich konstatiere: man muss sich ständig den Maßstab vergegenwärtigen! Habe mir daraufhin gleich einen 3to-Opel-Blitz zugelegt, denn er hätte vielleicht doch dort durchfahren können ... So, der Rohbau ist fertig für ein paar Stellproben mit den weiteren Bauwerken.






    Passt und wird fortgesetzt!



    Gruß, Reinhold

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