Geländebau mit Sculptamold

  • Hallo,


    der Kollege "asisfelden" hat in seinem Feldbahn-Thread über die Verwendung von Sculptamold geschrieben. Die "Amis" sind ja regelrecht begeistert davon... das klingt sehr interessant und deshalb möchte ich dazu ein paar Fragen los werden, ohne das Thema "Feldbahn" zu stören.


    • Wer hat Erfahrungen mit Sculptamold?
    • Wo kann man das kaufen? Nur in USA und bei Amazon?
    • Gibt es in Deutschland ähnliche Produkte, vielleicht aus dem Bereich Trockenbau? Faserverstärkten Gips nutzt doch z.B. die Fa. Fermacell für ihre Produkte... da wird es doch auch entsprechende Spachtelmassen geben...

    Gruß
    Thomas

  • Frage aus einem Forum:

    Quote

    Kennt jemand ein Produkt, das man in Deutschland kaufen kann und
    das Sculptamold nahe kommt oder besser noch: "baugleich" ist?


    Stefan Karzaunikat beschreibt auf seiner Seite eine selbstgemachte Holzmehl-Spachtelmasse
    Kazmedia...

    Gruss
    Stefan



    Wenn man bis zum Hals in der Scheisse steckt, sollte man den Kopf nicht hängen lassen...

  • Hallo Thomas !
    Die Masse habe ich erstmalig eingesetzt Über Langzeiterfahrungen muß ich mich also auf andere Modellbahner verlassen - aber da hört man nur Gutes.
    Die Verarbeitung und Handhabung sind einfach. Nicht so ein Gepansche wie mit Gips.
    Man hat auch gleich eine Standfestigkeit, die sich bei Gips ja erst recht spät und dann in einem kleinen Zeitfenster einstellt. Nach dem Aushärten konnte ich keinerlei Spannungsrisse erkennen.Kein Schwund oder Schrumpfen bei dicker Schichtstärke.
    Bestellen kann man bspw.über Amazon .
    Kommen wir zum Kummerkasten.
    Das Zeug ist recht teuer und ich kann es nicht so wie Gips bearbeiten, wenn ich mal Felsen schnitzen möchte.
    Da fehlt es an steinartiger Scharfkantigkeit. Dafür ist die Masse ja auch nicht gedacht.
    Fazit : tolle Produkteigenschaften für eine Geländefüll - und Spachtelmasse, die recht teuer daherkommt .
    Und dann wolltest Du noch etwas zur selbstgemachten Strukturfarbe wissen, die vor dem Begrasen aufgebracht werden sollte.Ich nehme da Dispersionsfarbe in einem erdfarbenen Ton. Dann etwas Weißleim dazugeben und einen entsprechenden Struktur gebenden Füllstoff einrühren.
    Da ist es Deinem Geschmack überlassen, was Dir zusagt.
    Sand,Sägespäne oder eben auch Kaffeesatz. Nimmst Du frisches Kaffeepulver eines Premiumanbieters,wird Dir dann wohl das Kleingeld für sculptamold fehlen

  • Hallo Thomas !
    Ich noch mal !
    Irgendwie kann ich trotz mehrfacher Versuche keinen Text an meinen letzten Beitrag hängen.
    Vielleicht mal mit sculptamold anspachteln ?
    Wollte mich nur am Ende meines Beitrages ordentlich verabschieden - so viel Zeit muß sein!
    Also, viele Grüße aus Eisfeld , Stephan

  • Hi,


    Quote


    ...Kostet genauso viel wie Plastiform... kosten ca. 2,50 Euro... für 200g
    ...Alternativ gibt es beim Boesner noch Papiermaché. Das Material ist aus recht freinen Papierfasern..


    Etwas arg teuer für Papiermaché. Zeitungen (keine Werbeblättchen) sammeln und durch den Papierschredder damit.


    Je nach benötigter Menge in einer grossen Küchenschüssel oder einer Wächewanne billigen Baumarkleister nach Anleitung
    anmachen und die geschredderten Zeitungstreifen einarbeiten bis eine formbare Masse entsteht. Die Mischung ist 2-3 Tage
    verarbeitbar, wenn mann diese Reste in eine Plastiktüte verfrachtet (kein Austrocknen).


    Billiger gehts nicht mehr....




    Gruss
    Stefan



    Wenn man bis zum Hals in der Scheisse steckt, sollte man den Kopf nicht hängen lassen...

    Edited 2 times, last by Stefan ().

  • Hallo Zusammen,


    ich nutze LM-Spachtel von I.M.T. Frohwein bitte WEIT zu den Downloads RUBRIK LANDSCHAFTSBAU runterscrollen und LM-Spachtel anklicken, es öffnet sich ein PDF. Dok.


    Das Zeug lässt sich von der Konsistenz von festem Brei bis fast flüssig mit Wasser anmischen, im Kühlschrank unter Luftabschluss (Schraubdeckel Glas, Gefrierbeutel) monatelang aufbewahren und wieder beliebig anmischen. Weiteres steht im Produktblatt.

  • Hallo Matthias,


    meine Erfahrungen mit Pappmaché sind zwar schon ein halbes Jahrhundert alt (damals zum Modellieren von Kasperlepuppen), aber soweit ich mich noch erinnern kann, wird die Masse umso feiner, je länger sie nach dem Einweichen geknetet wird.
    Ist ja irgendwie auch logisch; im nassen Zustand lösen sich die Papierfasern leichter.
    Damals habe ich die Zeitung noch mit der Hand zerrissen und dann in einer Wanne über Nacht in Wasser mit Tapetenkleister eingeweicht. Am nächsten Tag dann durchgeknetet,bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Das war das eigentlich Mühsame an der ganzen Prozedur,aber vielleicht hilft ja heutzutage eine alte Küchenmaschine zum Teig kneten. (Thermo-mixbesitzer aufgepasst - völlig neue Perspektive)


    Gutes Gelingen wünscht



    Michael

  • Hallo,
    habe mich jetzt lange genug amüsiert, wie hier Pappmaché hergestellt wird, bzw es erworben werden kann. Warum so kompliziert, es gibt doch Zellulosespachtel, ein feines Pulver, welches man mit Wasser anrührt und dann in aller Ruhe verarbeiten kann. Haftet auf fast jedem Untergrund und wird unter dem Namen "Decofill" angeboten. Preis: 500g ca. 3,30€ je nach Händler. Das Zeug kann auch noch mit Abtönfarben eingefärbt werden, so dass man dann die Spachtelmasse gleich in der richtigen Farbe hat. Und das Ganze ist in wenigen Minuten angerührt.


    Wir haben unsere Module, mit denen wir auf Ausstellungen gehen mit Decofill gespachtelt, es gab da in den letzten Jahren keiner Schäden an dem Material. Und wer schon Ausstellungen mitgemacht hat, wird wissen das solche Anlagen ganz anders beansprucht werden, als stationäre Anlagen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Mathias,


    Ich halte die Moulinex für überflüssig. Ich vermute mal, daß du eine breiige Pampe zusammengerührt hast.
    Gleiches gilt auch für Dein Dein Zusatz von Weissleim. Brauch man nicht.


    Ich habe meine Anlagen immer mit geschredderten (Aktenvernichter) Zeitungen und nur Tapetenkleister gestaltet.



    Gotthard Nordrampe in H0 alles Papmache


    Das Zeugs wird nach ca. 3-4 Tagen steinhart. Die Papierstreifen kleben wie bei einer OSB-Platte zusammen. Stabil ohne Ende.


    Drauf zu achten ist, daß die Pampe nicht zu trocken und nicht zu feucht ist. Zu trocken bedeutet, daß sich Pappstreifen aufstellen die du dann nacharbeiten mußt, zu nass hast eine zu lange Trockenzeit und man kann es schlecht modelieren weil zu weich. Zu beachten ist, ganz wichtig das Zeug zieht sich zusammen wenn es trocknet. Wenn Du ein Modul damit bedeckst und auch die Holzränder mit bestreichst dann zieht es die das Modul krumm und schief. Also lieber nur bis ans Holz ran und in einem 2.ten Schritt die Lücken füllen. Man kann auch sehr elegang damit Felsen machen. Wild gebrochene Styropor Stücke (Fernseher oder Drucker Verpackungen...) mit dem Zeugs umkleiden. Wie gesagt es zieht sich zusammen. Das Ergebnis ist ein zerklüftetes Felsstück.


    So genug gelabert...


    PS.: Ach so ja... Einfärben geht ist aber völlig sinnlos. da mehr Farbe im Inneren verschwindet als man sieht...

    Gruss
    Stefan



    Wenn man bis zum Hals in der Scheisse steckt, sollte man den Kopf nicht hängen lassen...

  • Nachtrag...



    wie schon früher gesagt, keine Flyer (Werbeblättchen) benutzen. die bunten Dinger sind völlig ungeeignet.
    Auch ganz wichtig... Zeitungen die länger gelegen haben werden widerspenstig, also zu hard, ähnlich wie
    Plastik aus dem der Weichmacher entdingst ist. Sprich frische Zeitungen sind viel besser zu verarbeiten als
    welche aus dem Vohrjahr...
    Lol... es gibt immer noch den Papiercontainer an der nächsten Kreuzung...

    Gruss
    Stefan



    Wenn man bis zum Hals in der Scheisse steckt, sollte man den Kopf nicht hängen lassen...

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