Spring BR 18 Unfall - Reparaturtipps erbeten

  • Guten Abend zusammen,
    leider ist mir heute abend beim Aufräumen der Tender meiner BR 18 aus der Hand gerutscht und auf den Fußboden gekracht. Dabei hat
    das bewegliche Drehgestell einiges abbekommen. Die Reparatur ist mit meinem bescheidenen Geschick im Löten nicht sinnvoll. Kann mir
    hier bitte jemand behilflich sein ( natürlich gegen Entgelt ) bzw. mir eine passende Firma nennen.
    Danke und Grüße
    Steffen

  • Hallo Steffen,
    erstmal kurz zum Problem...
    Ich gehe mal davon aus, das es sich bei der Lok um eine Spring BR 18 elektrisch handelt.
    Wenn du die Sache zur Reparatur ab gibst,wird es teuer. Versuche es erstmal selber.
    Das Problem, auch der Lack geht kaputt beim Löten.
    Der Vorteil: normal ist das alles Messing also gut lötbar.
    Du musst keine großen Lötkentnisse haben um das zu schaffen.
    Zuerst mußt du die Sachen, die verbunden werden sollen etwas reinigen und dann wieder zurechtbiegen.
    Mach das sehr sanft mit der Hand. Die Strohmabnehmer mußt du etwas überbiegen,so das federnt Kontakt ist.
    Dann die ganze Sache irgendwie feurefest fixiren (Metallklammern/Schraubstock/Lötpinzetten/Grillzange etc.)
    Dann einmal kurz mit einer Flamme drauf. Ein Feurzeuggasbrenner oder ein Gassturmfeurzeug reicht da aus um das Zinn zu verbinden.
    Danach alles saubermachen und neue Farbe drauf.
    Alternativ: Alles gerade biegen und Kleber nehmen (fixieren ist ebenfalls notwendig).


    Du machst damit auch bei Fehlversuchen nichts kaputt, da die Lok eh mit dem Vor"fall"nicht mehr original ist, was aber unwichtig ist.
    Ich finde es schön, wenn Menschen ihre Modellbahn in der Hand haben und auch fahren lassen. Das da Gebrauchsspuren und Schäden entstehen ist normal.
    Die Sachen sind zum spielen da und sollten auch als Spielzeug gesehen werden. Auch wenn es teures Spielzeug ist, wenn es beim spielen kaputt geht, reparieren und weiter spielen und stolz auf die Reparatur sein.
    Gruß Jan

  • Super Tipp! Wenn er dabei die Federn ruiniert, ist ganz Feierabend! Wenn die Lok wieder gerade auf dem Gleis stehen soll, ist ein Fachmann schon Pflicht!


    Moin Null-Problemo,


    Jalos Rat ist wirklich toll, weil machbar und mit "Bodenhaftung" aus Kostensicht.


    Fachmann bedeutet doch nur, dass ein Hobby-Feinmechaniker für 30 Minuten Arbeit viel Geld nimmt. Und, was ich hier im Forum so lese, kann es gut sein, dass der Tender in einem "schwarzen Loch" verschwindet, von den Transportkosten- und Risiken ganz abgesehen.


    Selbst wenn die Reparatur nicht hundertprozentig gelingt, wird die Lokomotive weiterhin gerade auf dem Gleis stehen - sie nahm ja offensichtlich keinen Schaden.


    Leider steht mir die nächsten 6 Wochen keine Zeit zur Verfügung, sonst hätte ich Steffen angeboten die Reparatur durchzuführen - ohne dafür Geld zu nehmen.


    Grüße aus dem Hohen Norden


    Hannah

  • Liebe Hannah!
    Als gelernte Wekzegschlosser und Modellbahner mít 50 Jahrige Praxis hatte Ich
    Ihre optimismus? in puncto Repararatur nur bewundern. Wenn hatte Ich Foto gesehen,
    dann noch Zweimal.
    Vladimir

  • Moin Steffen,


    die nächsten 6 Wochen habe ich leider keine Zeit, sonst hätte ich die Reparatur übenommen.


    Besorge dir im Baumarkt einen Schamottstein und einen kleinen Gasbrenner - kostet um die 20,00 €.



    Nimm die Maße vom Rahmen und zeichne den Umriss lotrecht auf den Stein. Dann das linke Teil gerade biegen bis es mit dem Umriss deckend ist. Dann das rechte Rahmenteil gerade biegen und den gerichteten Rahmen auf dem Stein mit Abklebeband fixieren - überall da, wo nicht gelötet werden soll.
    Die gesäuberten Lötstellen mit Lötwasser einpinseln und dann die Ecke mit der Flamme erwärmen, bis der Lötzinn schön fliesst. Abkühlen lassen - fertig.
    Mit Wasser die Flussmittelreste sorgsam entfernen und den Rahmen gut trocknen lassen. Danach kannst Du Farbe auftragen.


    Wenn Du dir das nich zutraust schicke mir Anfang Februar den Rahmen samt losem Radsatz und Rückporto. Vorher PN.


    Helfende Grüße aus dem Hohen Norden


    Hannah

  • Sorry Hannah,


    wenn ein Anfänger das so machen würde wie du beschrieben hast, kann er das Teil gleich in den Müll werfen. Bevor das Lot zu Schmelzen beginnt, wird sich das "Klebeband" auflösen, speziell mit der Flamme. Zudem eine Lötstelle vor dem Lackieren "nur" mit Wasser von Flußmittel zu reinigen, zeigt dass du keine Ahnung von der Materie hast, so unqualifizierte Tips sind mehr als unnötig,

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

  • ....Zudem eine Lötstelle vor dem Lackieren "nur" mit Wasser von Flußmittel zu reinigen......


    Moin Wofgang,


    ich schrieb: "Die gesäuberten" Lötstellen......



    Die gesäuberten Lötstellen mit Lötwasser einpinseln.... .


    Lies in Zukunft meine Beiträge mit Sorgfalt, dann brauchst Du mich nicht mehr "Runtermachen".


    Hannah


    PS: TESA-Kreppband zum Abkleben schmilzt nicht - dutzende Male für genau diesen Zweck erfolgreich verwendet:



    Dass beliebige Teile vor dem Lackieren vorbereitet werden müssen setze ich voraus, vorher müssen aber die Lötwasserreste ab.

  • Hallo!
    Bei Uns in Tschechien sagen Wir "Zweimal messen, to einmal Saegen." Das hatte Ich Kein wort
    ueber Messen, oder Messgeraete lesen, Bin Ich ein bischen skeptisch. Sollte das alles mindestens
    genau rechtwinklig werden, Oder?
    Vladimir

  • Quote

    Fachmann bedeutet doch nur, dass ein Hobby-Feinmechaniker für 30 Minuten Arbeit viel Geld nimmt.


    Es könnte aber seinen Preis wert sein.....


    Quote

    Und, was ich hier im Forum so lese, kann es gut sein, dass der Tender in einem "schwarzen Loch" verschwindet, von den Transportkosten- und Risiken ganz abgesehen.


    Kaputt ist er doch schon.....und wer für Dich ehrbar ist und wer nicht, daraus machst Du ja kein Geheimnis......


    Quote

    die nächsten 6 Wochen habe ich leider keine Zeit, sonst hätte ich die Reparatur übenommen.


    Bei deinen Referenzen ist das bestimmt der nächste Weg für den Beitragstarter :thumbup:


    Null-Problemo :thumbup:

  • Hannah,


    du solltest lesen was du zitierst, ich bezog meine Aussage auf deinen Punkt NACH dem Löten, da hast du geschrieben:


    Quote

    Mit Wasser die Flussmittelreste sorgsam entfernen und den Rahmen gut trocknen lassen. Danach kannst Du Farbe auftragen.


    und nicht auf das VOR dem Löten wie du meinst, somit ist und bleibt es es eine unqualifizierte Aussage, da wird der Lack nicht lange halten, wenn er überhaupt hält. Lötstellen gehören vor dem Lackieren komplett vom Flußmittel, Lötresten,... gereinigt (Spülmittel, Chemie, ..), wenn man nicht wie wir Profis mit speziellen Mitteln (Tickopur) die Teile im Ultraschallbad säubert:


    Zu deinem Thema Tesa schmilzt nicht, in dem Video siehst du wie der Kleber erst schmilzt bevor er zu brennen beginnt. wenn der Kleber mal brennt, dann brennt er richtig. Die Flamme musste ich mit einem Tuch ersticken, also auch dies eine unqualifizierte Aussage:
    https://www.spur0tuning.de/hosting/tesa.MOV
    Den geschmolzenen Kleber wirst du nur mit Gewalt von der Farbe entfernen können.


    Hier mal einer meiner Arbeitstische bzw. Ablagen, größtenteils mit Flamme gelötet:


    Also vielleicht überlegst du nächstenmal bevor du einem Anfänger eine Antwort gibst, mit der er mehr zerstört als nötig ;)

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

    Edited 2 times, last by DT1 ().

  • Moin moin,
    für einen zweiten Advent geht es hier ja ganz schön unter die Gürtellinien. Tut das Not?


    Wie wäre es, wenn dem Hilferufenden einer der Experten (im positiven Sinn gemeint) anbietet, sich das Teil mal genau anzusehen um dann einen fairen Preis für die Reparatur zu nennen.
    Schlimmstenfalls 2x Briefporto verloren.


    In dem Sinne viele Grüße,
    Johann

  • Da Recklinghausen nicht so weit weg ist, hab ich ihm mittags schon angeboten vorbeizukommen, dann löte ich ihm das Teil ...

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

  • Hallo zusammen,
    zunächst einmal vielen Dank für das Interesse und die vielen Ratschläge. Aber bitte streitet nicht, denn das ist die Sache nicht wert!


    Zurück zum Thema: Das Drehgestell ist leider völlig verbogen und verzogen. Das Bild täuscht da ein wenig. Meines Erachtens muss das Gestell komplett zerlegt werden. Nur so kann es dann gerichtet und neu gelötet bzw. lackiert werden.


    Für diese Reparatur ist auf jeden Fall die Hand eines Profis vonnöten. Dass das seinen Preis hat weiß ich und ist auch so in Ordnung.


    Viele Grüße und noch einen schönen 2. Advent
    Steffen

  • Hallo an Alle,
    Ich wollte hier keinen Streit erzeugen.
    Erstmal Danke an Wolfgang, das er sich dem Problem als Profi angenommen hat.
    Warum meine einfache Antwort. Es wurde nach Reparaturtipps gefragt. Ich bin bei dem Bild davon ausgegangen, das sich nur eine einfache Lötstelle gelöst hat.
    Steffen gab an, das seine Lötkentnisse nicht gut sind, heist für mich, er hat zumindest Lötkentnisse.
    Ich gebe Wolfgang absolut Recht, das ein Profi, das sicherlich schneller, genauer und sauberer kann als andere.
    Aber auch Hannah hat Recht, es muss nicht alles vom Profi gemacht werden. Ich hab selber das Löten in meiner Ausbildung gelernt und auf meiner damaligen Arbeit angewendet.
    Leider ist es aber auch so, das es immer weniger Profis werden und Kleinreparaturen kann man auch selber machen.
    Ich hab den Tender nur für eine andere Antriebsart da (fast baugleich). Ich hab da nichts an Kunstoff oder Weismetall gefunden, was beim löten zerstöhrt werden könnte. Wenn man nicht übermotiviert da ran geht, macht man da nichts wirklich kaputt bzw. zerstöhrt es nicht.


    Es ist am Ende Übungssache. Wenn man es aber nicht probiert lernt man das nie.
    Ich wollte Steffen motivieren es mal selber zu versuchen, da ich die Sache als nicht so wild angesehen habe.


    Auch ich habe schon gute und schlechte Erfahrungen mit Profis gemacht.
    Aber Wolfgang, du wirst dich wundern, was alles von nicht-Profis erreicht wird, mit einfachen Mitteln (sicherlich gibt es da auch viel Mist), ohne das es in Küchentischbasteleien ausarted.
    Also bitte keine Streitereien. Die Welt des Profis ist halt anders als die des Bastlers und Spielers.


    Es ist doch für die meisten nur Hobby, was Spaß machen soll.
    Ich wünsche allen eine friedliche Adventszeit.
    Jan

  • Hallo Jan,


    du hast mit Sicherheit Recht, wenn ich das so sehe, scheint es sich um 0,5mm Messing zu handeln, da reicht es wenn man die Innenseite ein wenig vom Lack befreit und mit einem "normalen" Lötkolben die beiden Teile wieder verlötet, dazu braucht man sicherlich kein Profi zu sein, das sollten die meisten Modellbauer hinbekommen. Aber mit einer Flamme an die kleine Lötstelle zu gehen, ist ein wenig übertrieben oder wie man auch sagt, mit Kanonen auf Spatzen schießen ;)


    Natürlich sollten auch die Teile vorab gerichtet werden, damit das Drehgestell wieder verzugsfrei aufliegt, aber auch da macht der "Profi" nicht mehr als man selbst machen kann, wir verwenden auch keine speziellen Werkzeuge dazu, vielleicht ab und an mal ein wenig mehr Gefühl da wir unter Umständen besser einschätzen können wann sich auf einer anderen Stelle eine Lösung öffnet.


    Im Grunde kann sich jeder an so eine Reparatur ranwagen, eine Flachzange, ein wenig Gefühl und ein "normaler" Lötkolben (40 Watt ausreichend) mit ein wenig!!! Lötzinn sollten reichen ;)

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

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