Moorbahnen bei Nienburg/W. und Neustadt am Rübenberge

  • Moin Helmut,


    ich kenne/kannte das Torfwerk Dyckerhoff in Neustadt/Mardorf. Da bin ich selber oft mit meinem alten Golf d'ran lang gefahren, leider ohne Fotos zu machen. Von Neustadt aus, in Richtung Mardorf lief auf eine sehr lange Strecke immer ein Feldbahngleis neben der Straße her, bis es dann irgendwo nach links in's Moor schwenkte ...


    Und dann war in Poggenhagen, direkt am DB-Bahnhof, das Dämmstoffwerk Dyckerhoff, das sogar einen eigenen Gleisanschluss an die DB hatte. Da bin ich, Anfang der 1980er-Jahre, während der Berufsausbildung bei der DB, täglich mit der Bahn d'ran vorbei gefahren. Dass hier der Torf aus Neustadt verarbeitet wurde war mir zu der Zeit bekannt, auch die Reste der Seilbahn sind mir noch in Erinnerung, nur habe ich auch hiervon leider keine Fotos gemacht.


    Ob diese beiden Firmen Dyckerhoff irgendetwas mit einer Zementfabrik Dyckerhoff zutun hatten/haben entzieht sich meiner Kenntnis.



    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin



    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

  • Hallo Helmut,


    Danke für den interessanten Link!
    Den kannte ich noch garnicht.


    Hier sieht man auch Bilder der gewaltigen Seilbahn : http://www.moorhenniespfad.de/station9


    Ich muss mal sehen, wo ich meine Bilder aus dem Moor habe.
    Leider habe ich zur Zeit keinen Scanner um die Bilder hier ins Forum zu bringen ...

  • Hallo zusammen,


    mit meiner Frau habe ich heute wieder die Fahrräder gesattelt und eine Radtour um das Tote Moor bei Neustadt am Rübenberge am Steinhuder Meer gemacht. Für mich eine kleine Reise in die Kindheit, ich bin mit 12 Jahren schon mit dem Fahrrad ins Moor zum Torfbahn gucken .... Wenn das meine Eltern gewusst hätten!


    Es ging von Neustadt über die B6 zum Torfwerk Schneeren und dann weiter nach Mardorf am Schlammpolder entlang. Zurück dann Richtung Neustadt über die Moorstraße.


    Ich denke ich konnte mit dem Handy ein paar interessante Bilder machen, wahrscheinlich für Frank-Martin sehr interessant :-)


    Los gehts also:


    Am Troferk Schneeren angekommen, standen ein paar der "Staubsauger" mit denen der mit eggen-ähnlichen Geräten angelockerte Torf aufgesaugt und gebunkert wird. An zentralen Stellen in den Torffeldern wird entladen und dann auf die Feldbahn verladen. Es gab über die Jahre einige Varianten der Staubsauger, ich denke dass es eigenentwicklungen sein könnten.





    Im Torfwerk werden die Loren mit Hilfe eines einfachen Krangeschirrs gekippt und entladen.







    Hier noch ein Bild von den gestochenen und getrockneten Torfsode, die hier bis heute verarbeitet werden:




    Gleich gehts weiter im 2. Teil

  • Dann ging es weiter durch eine heideähnliche Landschaft zu den Torffeldern.
    Die Gleise hier lagen schon als ich mit 12 Jahren das erste mal hier war ...




    Etwas weiter gab es dann einige Flächen mit frisch gestochenem Torf zu sehen, im Hintergrund riesige Torfmieten. Leider war die Stechmaschine nicht zu sehen, ein total interessantes Maschinchen. Ich habe sie früher noch live ereleben können.




    Auf dem Rückweg an der Moorstrasse gab es einige Blicke auf die Flächen des Neustaädter Torfwerks. Hier wurde schon sehr früh (80iger Jahre oder früher) der Torf abgefräst. Es waren keine Soden mehr abzutransportieren sondern nur ein lockeres Schüttgut:




    Teilweise werden die angefästen Flächen schon seit eingien Jahren Renaturiert. Das sieht dann so aus:



    Gleich gehts weiter im Teil 3

  • Dann kamen wir zum Abschluss an die Stelle wo heute noch Werkstätten sind.
    Hier wurde vor etlichen Jahren (20?) ein kleiner Museumszug aufgestellt. Die 600 mm Fahrzeuge müssen noch aus der Anfangszeit des Feldbahnbetriebs stammen, vermute ich. Leider ist der Zustand seit einigen Jahren zunehmend schlechter, offensichtlich kümmert sich keiner um die Erhaltung ...





    Dann steht hier noch eine Lok aus der folgenden Generation stand gleich dahinter. diese kenne ich auch schon aus der Kindheit, sie wurden irgendwann in den 90ern (?) umgespurt auf 900 mm. Von denen fuhren eine ganze Menge hier.





    Gegenüber standen dann noch 2 Vertreter der 3. Generation. Diese Loks wurden direkt als 900 mm Fahrzeuge geliefert und eingesetzt. Sie dürften maximal 20-25 Jahre alt sein. Das blaue, kranartige Gestell muss neu sein, kannte ich noch nicht.





    Auch hier standen ein paar Stabsauger, teilweise noch recht neu.



    Und hier nochmal alle 3 Generationen beieinander:




    Weiter mit einem Schmankerl h´gehts gleich im letzten Teil

  • Ein Stück weiter auf einem Nebengleis fand sich dann noch der Rotten-Zug, bestehend aus einem Manschaftswagen und Transportloren für die Gleisjoche.



    Absolut überrascht war ich, dass hier noch eine sehr alte Lok davor stand. Die kannte ich auch noch aus Kindertagen. Im alten BW gegenüber der Moorstrasse stand damals dieses Deutz-Ungetüm im mehrgleisigen Lokschuppen.
    Ein tolles Gefährt, wie ich finde, leider auch in einem desolaten Zustand. Ob es wohl noch fährt? Immerhin war noch eine Batterie angeklemmt ....








    So, das wars von diesem Ausflug. Als ich wieder auf die Moorstrasse zurück kehrte, kam einer der Mitarbeiter gerade mit em Auto und war nicht sehr erfreut, mich verbotenerweise auf dem Betriebsgelände zu sehen.
    Ich entschuldigte mich udn sagte ich wäre Feldbahnfreund und wollte nur ein paar Bilder machen. Das wäre OK sagte er dann zu meiner Erleichterung.
    Ich fragte dann noch, ob die rote Deutz-Lok noch fahren würde, was er bejahte!
    Das wäre doch mal was für Feldbahnfreunde, diese Lok zu erhalten oder?


    Dann verabschiedeten wir uns freundlich und es ging zurück nach Hause.


    Ich hoffe, dass Ihr meinen Bericht lesenswet findet und erinnere daran, dass ich eigentlich verbotenerweise auf dem Betriebsgelände war. Also besser vorher Erlaubnis einholen, wenn ihr ähnliche Fotosafaris machen wollt !!

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