Probleme mit Lenz-Weiche

  • Moin Spur Nuller,


    nachdem ich schon vor Jahren durch eine Besuch der Spur Null-Anlage in Sande mit dem Spur Null Virus infiziert wurde, plane ich jetzt den Bau einer eigenen kleinen Rangieranlage. Die ersten Gleise und Weichen (Lenz und Peco 143) sind provisorisch verlegt und aktuell wird noch viel getestet und probiert.


    Dabei ist mit aufgefallen, dass der Rungenwagen R2 von Lenz nicht sauber durch den Abzweig einer Lenz-Weiche neuer Produktion läuft - unabhängig von der Fahrtrichtung.


    Im rot markierten Bereich kommt es in der Stellung Abzweig zu einem Kontakt der Radinnenseite mit der Weichenzunge. Das Rad schleift und drückt die Weichenzunge erkennbar nach innen. Im Ergebnis wird der Wagen abgebremst.


    Als erstes das Radsatzinnenmaß gemessen: Liegt bei 29,0 mm und damit eigentlich im grünen Bereich.


    Auch bei anderen Wagen (Omm33 von Lenz oder Ommi51 von Kiss) kommt es zum Kontakt der Radinnenseite mit der Weichenzunge. Radsatzinnenmaße zwischen 28,9 und 29,05 mm.


    Übrigens: Je länger der Achsstand, desto deutlicher der Kontakt und das Abbremsen. Und es ist immer nur die erste Achse in Fahrtrichtung betroffen.


    Bei der Dreiwegeweiche von Lenz gibt es keine Beanstandungen, alle Wagen laufen sauber durch die Abzweige. Ein Vergleich beider Weichen ergab, dass der Abstand zwischen Backenschiene und Weichenzungen bei der Dreiwegeweiche > 2 mm ist, bei der kritischen EW jedoch < 1,5 mm.


    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir einen Tipp geben, wie ich das Problem lösen kann.


    Vielen Dank


    Uwe

  • Hallo Uwe,
    das wird sich nicht ändern lassen, da nicht das Radsatzinnemass das entscheidende Kriterium ist, sondern vielmehr die Schrägstellung des Rades bei dem langen festen Radstand im engen modellbahnerischen Gleisbogen. Fast alle Loks mit etwas grösseren Rädern verursachen dieses Schleifgeräusch, betrieblich aber ohne Folgen.
    Gruss, Dirk

  • Quote

    Im rot markierten Bereich kommt es in der Stellung Abzweig zu einem Kontakt der Radinnenseite mit der Weichenzunge.

    Das würde doch im Umkehrschluss bedeuten das die Weiche in gerader Stellung ein zu großes Spurmaß hat (>32 mm) ? Was spricht dagegen, das Gleis bzw. die Zunge endsprechend zu richten?


    Null-Problemo:thumbup:

  • Hallo,


    zunächst besten Dank für Eure Hinweise.


    Ich habe den Hinweis aufgegriffen und das Spurmaß in Stellung "geradeaus" gemessen.


    Spurmaß im Bereich der jeweiligen Schwelle:


    Schwelle 2: 32,0 mm
    Schwelle 3: 32,4 mm
    Schwelle 4: 32,5 mm
    Schwelle 5: 32,6 mm
    Schwelle 6: 32,6 mm
    Schwelle 7: 32,5 mm
    Schwelle 8: 32,2 mm


    Zu berücksichtigen ist natürlich, dass die gerade führende Schiene im Bereich der 3. bis 7. Schwelle am Schienenkopf ausgefräst ist.


    Könnt ihr die Maße bestätigen (falls entsprechende Weiche zur Hand)? Dankbar bin ich auch für Hinweise zum Abstand der Weichenzunge zur Backenschiene im Bereich der 5. bis 7. Schwelle (s. Foto)


    An das Richten der Weichenzunge habe ich auch schon gedacht, habe jedoch noch Bedenken, die Weiche in ihre Bestandteile zu zerlegen. Falls jemand dies schon gemacht hat, freue ich mich auf Tipps.


    Vielen Dank


    Uwe

  • Hako Uwe,


    nicht die Weiche zerlegen ! An der engsten Stelle Zunge gegen die Aussenschiene abstützen mit passenden Schlitzschraubendreher, dann die Zunge
    in Nähe der Stellschwelle vorsichtig nach aussen drücken(Stellschwelle muß beweglich sein und nicht durch Antrieb evtl. blockiert). Mit der anderen Hand die Zunge am Drehzapfen fixieren damit dieser nicht beschädigt wird. Nachmessen ob Besserung eingetreten ist evtl. mit etwas mehr Vorspannung wiederholen. Mit Fingerspitzengefühl arbeiten und nicht wie beim Vorbild mit der Richtwumme. :)


    Viel Erfolg


    Michael

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