Projekt Grummhübel

  • Hallo,


    erst einmal Danke für die Hinweise. Das erste Video zeigt mir, was ich auch gemacht habe, wo mir aber anscheinend die Geduld fehlt. Das zweite Video ist nicht dass, was ich will.

    Bin also auf dem richtigen Weg und muss so weiter machen. Die erste Pfütze sieht schon mal vielversprechend aus.

    5pbi5htc.jpg


    Dafür habe ich Klarlack glänzend von Revell genommen. Immer wieder eine Schicht aufbringen. Mit der Zeit wird es.:)


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hi Roland,

    einen Tipp hätte ich noch:

    Für die Gestaltung der Wasserflächen sind Objektträger für Mikroskope aus Glas hervorragend geeignet. Die sind nur 0,2mm - 1mm dick. Vor dem Einbau wird die Rückseite in der Farbe der Pfütze bemalt...

    Mit dieser Methode arbeitet auch Gordon Gravett.


    Grüße. Jay, the K.

  • Hallo Jay (the K.), hallo Roland

    nur zur detaillierten Info, falls man die Gläschen nachbestellen möchte:

    das sind "Deckgläschen" (kommen zwischen Objekt und Objektiv vom Mikroskop und sind deshalb so dünn wie möglich).

    Die "Objektträger" dagegen tragen das ganze Präparat und sind dementsprechend doch schon dicker, damit nichts zerbricht.

    Das mal so aus fachmännischer Sicht ;). Denn nach 40 Jahren Arbeit mit den Dingern, kreisen sie manchmal durch meine Träume :sleeping::saint:.

    Da ich mich mit den Gläschen immer schneide (:)), habe ich Overheadfolie genommen. Die kann man auch schön zuschneiden.

    Beste Grüße

    Hendrik


    Das "berühmte" Beispiel:


    eimg_1679fjr3z.jpg

  • Für die Gestaltung der Wasserflächen sind Objektträger für Mikroskope aus Glas hervorragend geeignet. Die sind nur 0,2mm - 1mm dick.

    Super Jay,


    das hat mir eine Stunde suchen in meinen Model Railway Journals erspart. Nach meinem Wissen ist das die einzige Methode, bei der das Wasser auch bis zum Rand flach liegt. Alle mir bekannten Verfahren mit Flüssigkeiten führen zu hochgezogenen Rändern, was bei einer kleinen Pfütze im Verhältins besonders stört.


    Michael

  • Hallo Roland,

    ich hatte in meinem letzen Beitrag meines Threads zur " Bonndorfer Bahn" die Herstellung der Pfützen mit Objektträgern beschrieben, auch die brechen schnell.

    Ist wirklich die einzige Möglichkeit der gerade Fläche. War eigentlich ein Tipp von Michel Stolp.

    Viele Grüße

    Jörg

  • Einen wunderschönen guten Tag


    Keine Sorge ich möchte keinen auf den Nerven gehen.

    Pfützen aus Glas sind sehr schön , aber wirken oft zu glatt und steril . ( meine Meinung).

    Darum benutze ich auch öfters Folie ( Hochglanz) diese wirkt später nicht ganz so glatt.

    Ich habe mal zwei Fotos gehangen.

    1. echte Pfütze nach Regen im Garten, Steine sind auch Nass.

    2. Wasserlache auf einer Wiese mit Folie

    3. Wasserlauf mit Steine , aus Nagellack

    Wie gesagt es gibt viele Möglichkeiten Wasser nachzubilden und auch in Wirklichkeit ist es nie richtig gleich.

    So nun genug von mir, versprochen.....



    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

    Spur Null Galerie aus Rheinsberg




  • Hallo,


    danke für die weiteren Tipps und Bilder. Das mit den Gläsern lässt sich im Bereich der Gleise kaum realisieren, denn dann käme ich mit dem Aufbau zu hoch. Schließlich müssen die Bahnarbeiter einmal im Jahr den ganzen Schmotter weg machen, da sollte nicht zu viel Masse aus Asche, Öl und Fett anfallen.;)

    Meine Pfützen befinden sich auf öligem Untergrund, da bilden sie einen gewölbten Rand. Es soll das Wasser darstellen, welches beim Befüllen der Wasserkästen daneben läuft und sich dann in Vertiefungen sammelt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland


    Da ich öfters auf meinen Schaustücke, Dioramen usw. mit Wasserlachen , Pfützen und Spuren von Regen spiele , gibt es immer verschiedene Möglichkeiten. Alle hier auf den Bilder gezeigten wurden nachträglich gestaltet. Die ersten drei sind in den Vertiefungen der Oberfläche mit Nagellack angefertigt . Ungefähr so wie es in der Natur auf einer Schotterstraße oder ähnliches sein könnte. Beim Letzten Bild am Faß ist es Holzleim mit etwas Leinöl und Tusche. Was altes Öl darstellt.

    Alle wie gesagt nachträglich ohne den Untergrund aufzuschneiden und eine Folie oder sonst was zu benutzt.


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

    Spur Null Galerie aus Rheinsberg




  • Pfützen


    Hallo,


    so, mit viel Geduld und immer wieder Auffüllen der Vertiefung mit farblosem Lack, überzeugt mich jetzt das Ergebnis. Pfützen sind also ein langes Geduldsspiel, im Video gehts viel schneller!

    hl6ornay.jpg


    6j7gx9sj.jpg

    Ich hatte in Quedlinburg am Bahnsteig der Selketalbahn den Gleisbereich an der Stelle fotografiert, wo immer die Zuglok steht. Dort hat man zwar Gummimatten auf die Schwellen gelegt (Umweltschutz), aber auf den Gummimatten sah es so ähnlich aus. Das war meine Vorlage zur Gestaltung dieses Bereiches. Zwei Stellen auf den anderen Segmenten müssen auch noch so nachgestaltet werden, dass ist einmal dort, wo am Bahnsteig die Zuglok vor den Personenzügen stehen wird und die zweite Stelle dort, wo die Lok des Güterzuges abgestellt wird.


    In Bahnwerkstätten hat der Fußboden so ähnlich ausgesehen, wenn ich an die 70/80er Jahre zurück denke. In der Fahrzeugwerkstatt des Straßenbahnhofes Waltherstraße in Dresden war Holzpflaster verlegt. Zeitweise sah man das nicht mehr, solche Fettschichten waren da drauf. Zwei bis dreimal im Jahr wurde diese Fettschicht dann mit einer speziellen Maschine abgefräst. Arbeiten konnte während dieser Arbeiten niemand in der Werkstatt.

    Auch in Gleisschleife der Strab in DD-Leutewitz waren Fettablagerungen im Gleisbereich an den Stellen, wo die Triebwagen auf die Abfahrt warteten. Dort waren die Fettablagerungen allerdings etwas geringer und mit Bremssand vermischt. Die heutigen modernen Stadtbahnwagen sind da wohl dichter, denn jetzt sieht man so etwas nicht mehr.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Einen wunderschönen guten Tag


    Nein ich habe nicht Wort gehalten, ich melde mich doch noch einmal.!


    Wasser verhält sich immer anders und wie sagt man Wasser sucht sich seinen Weg.

    Darum kann man nicht genau sagen so muss es darstellt werden.

    Vieles kann man nur durch Beobachtungen und ausprobieren heraus bekommen.



    Nach Regen in der Natur und der Boden ist vielleicht stark verdichtet ,es bleiben länger Pfützen stehen. Aber auch da gibt es viele verschiedene Facetten.



    Eine alte Sandstrasse an einer alten Ladestraße, es bleibt weniger vom Wasser stehen und versickert schneller. Durch Fahrzeug wird es auch verteilt.




    Straßenkreuzung nach einem Starkregen ,dort ist die Straße alt und eine große Pfütze hat sich gebildet Die Wasserspur wird durch Autos immer wieder neu gebildet.



    Natürlich nimmt diese Spur mit der Zeit ab und es bleiben Reste übrig.



    Hier haben wir nur zwei kleine Löcher und die fallen im Gesamtbild nicht sofort auf.

    Beide wurden nur mit wenig Nagellack benetzt.


    Ob alles wirklich Immer so stimmig ist , kann man oft nur im Vergleich mit der Wirklichkeit heraus finden .

    Da merkt man die Wirklichkeit ist da sehr verschieden.

    Ich fertige die Tage mal ein Stück Gleis an wie ich es am Wasserkran darstellen würde.


    Nun noch die Umweltsünde, so etwas gibt es heute nicht mehr ?



    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

    Spur Null Galerie aus Rheinsberg

  • Guten Tag EsPe


    Nein ist richtig rum !


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Einen wunderschönen guten Tag


    Ich habe mal in der Werkstatt ein Stück Gleis genommen, um mal zu zeigen wie ich es machen würde mit den Spuren vom Wasserkran .

    An der Stelle fassen Dampfloks halt öfters Wasser und nicht nur alle halbe Jahre. Den dies ist ja auch wichtig. Wenn nur mal die Museumslok dort Wasser fassen würde , würde ich halt nur mit Kalkreste benutzen.

    Am äußeren Rand habe ich leichte Kalkspuren von alten Wasser dargestellt.

    Material Abtönfarbe schwarz, Leinöl und an paar Stellen Nagellack!


    Zeit 20 Minuten


    Achtung! auch hier wieder ,so würde ich es anfertigen und es gibt viele Varianten der Darstellung.



    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

    Spur Null Galerie aus Rheinsberg


    P.s. schreiben ist immer schwere als Reden ?





  • Hallo,


    beim Betrachten der Bilder fällt mir auf, das auf einigen das Wasser im Schotter steht. Normalerweise hat dieser auch die Funktion der Drainage, es sei denn, dass alle Ritzen gut mit Schmodder als Dreck, Kohlenstaub, Fett, Öl, Lösche, Zigarrenstumpen und was weis ich gefüllt sind. Auf BW-Bildern sehen die Gleise manchmal mehr nach Straßenbahn aus, Schotter ist kaum noch zu sehen. Schön auf Bild 18 zu sehen: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,9382808

    Da finde ich die schwarze Version von Roland besser als die bräunliche Lothar, könnte aber auch daran liegen, dass das Makro heute in Rheinsberg seinen freien Tag hat. :whistling:

    Wurde der Kalk nicht versucht zu vermeiden wg. Kesselstein, teilweise durch Chemie oder passende Quellenauswahl?


    Ich zeige meine Versuche Pfützen nachzubilden besser nicht :wacko:


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

    Edited once, last by H3x ().

  • Hallo Lothar,


    ja, so würde ich es auch machen, wenn die Dampflok nur zum Zwecke des Wassernehmens sich am Wasserkran aufhält.

    Die Situation in Grummhübel ist aber eine andere. Die Rangierlok verbleibt längere Zeit am Wasserkran bis zum nächsten Einsatz. Das Lokpersonal erledigt dann dort auch die notwendigen Abschmierarbeiten. Und angeheizt bleibt die Lok natürlich auch, also sieht es Grummhübel "etwas" anders aus. Streckendampfloks kommen seltener nach Grummhübel, meistens sind es stangengetriebene E-Loks (welche auch ganz schön Schmierfett verschleudern, aber nicht an den Wasserkran müssen).


    Werde aber einige Deiner Tipps aufnehmen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland und lieber Hx3



    Roland , genau die Unterschiede liegen immer in dem was man darstellt und da gibt es halt wirklich unterschiedliche Facetten.

    Darum ist es wichtig es so darzustellen wie es einen selber gefällt oder man es im Kopf hat.

    Klar ist auch der Blick zum Vorbild immer hilfreich.


    Hx3, ja es ist bräunlicher , lag am Licht in der Werkstatt und ich habe es unbearbeitet übernommen.

    Auch mit dem Handy aufgenommen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

    Spur Null Galerie aus Rheinsberg


    P.s. So nun beendet ich hier mein Geschreibe und ich finde auch, der Roland wird seins perfekt umsetzen.


  • Hallo Roland,

    Deine eingeschmuddelten Gleise sehen total gut aus. Die Gleise an meinem Bergwerk möchte ebenfalls im Dreck vergraben. Da bin ich mit DAS-Knetmasse am experimentieren (ein Tipp von Chris Nevard aus England).


    Meinem Wasserkran habe ich auch nasse Füße verpasst:



    Die zwei Pfützen sind aus Glasscheibchen.

    Der feuchte Boden ist mit AK8016 Terrains „wet ground“ gemacht.

    Was noch fehlt ist Mod Podge Gloss auf den Schwellen und der Bodenplatte des Wasserkranes.


    Roland, Deine Anlage und Deine Projekte sind mega inspirierend. Ich freue mich auf jeden Deiner Berichte...


    Grüße. Jay, the K.

  • Hallo

    Beim verlassen des Bw ,zur nächsten Betriebsleistung wurde nochmals Wasser nachgenommen,und die Sandstreuer geprüft.Deshalb liegt im Gleis noch Betriebssand,kann man auch im Modell nachbilden.

    Dietmar

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