Projekt Grummhübel

  • Hallo,

    die Zimmerleute waren fleißig und haben den 62cm langen Jägerzaun dank der vorhandenen Lehre relativ schnell gebaut und aufgestellt. Die Abnahme durch die Riesengebirgsbahn ist erfolgt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,
    bevor die Landschaft an der Vorderseite des Segment 5 hergestellt werden kann, ist erst einmal ein Fahrleitungsmast zu bauen. Und wenn ich schon mal dabei bin, wird auch der Fahrleitungsmast an der Einfahrtsweiche auf Segment 1 erneuert.



    Als ich diesen Mast baute, war nur die E69 einsatzfähig und diente mir als Orientierung. Als dann die E92 überarbeitet war, stellte ich fest, der Ausleger des Mastes könnte eigentlich ca. 10mm höher sein. (die E92 ist im Maßstab 1:43,5, also schon etwas höher als die E69) Ursprünglich wollte ich einfach ein Klötzchen unter den Mast setzen, was aber dann überhaupt nicht mehr vorbildgerecht aussah. Denn die alten Preußen hatten die Maste nicht auf Fundamente gesetzt, sondern ein 2 Meter tiefes Loch gebuddelt, den Mast hinein gestellt und das Loch dann mit Beton gefüllt. Es gab also kein sichtbares Fundament. Hier nochmal der alte Mast mit "Schwedenausleger":


    Der neue Mast ist jetzt mit dem typischen preußischen Ausleger versehen. Er hat oben zwei Isolatore, da er zwei Fahrleitungen aufnehmen muß.
    Schön ist jetzt auch zu sehen, er hat keinen Fundamentklotz mehr. Entstanden ist er aus U-Profilen 5x2 für den Mast und 3x1,5 für den Ausleger, Messingstreifen 4x 0,5, Messingdraht 1mm und N-Kuppelstangenteile.
    Der ausgebaute Mast kommt erst einmal ins Lager der Fahrleitungsmeisterei und wird eventuell mal an einem Streckenabschnitt eingebaut, wo das Gelände deutlich höher liegt, als die Gleistrasse.


    Ein weiterer Mast muss jetzt noch für das Segment 5 gebaut werden. Die Materialbestellung geht heute noch raus, und sowie meine Erfahrungen sind, wird es wohl am Sonnabend bei mir ankommen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Roland,
    ein toller Mast hast du da an deine Einfahrtsweiche gebaut. Er erinnert mich stark an die alte badische Fahrleitungsbauarten, die hier im Wiesental und der Wehrertalbahn 1912 erstellt wurden. Ich ringe immernoch mit mir, ob ich einen Streckenabschnitt mit solch einer Konstruktion überspannen soll. Abschreckend hierfür ist der "doppelte Fahrdraht", der eine große Elastizität der Fahrleitung garantierte, die aber für die gefahrenen Geschwindigkeiten garnicht notwendig war. Optisch erinnert das Bild immer etwas an die schweren Gleichstromfahrleitungen, wie sie heute u.a. noch in Frankreich im Einsatz sind.


    Sicher ist aber schon der Bau einer DRG-Fahrleitung, wie sie jetzt gerade im Höllental abgeräumt wurde. Die gehört auch zu meinen persönlichen Museumsstücken der Erinnerung, die in mir schlummern.
    Nochmals viel Erfolg beim weiteren Ausbau deines E-Netzes. Deine Bauberichte verfolge ich immer mit Spannung, vielen Dank dafür.
    Viele Grüsse aus dem nun winterlich werdenden Schwarzwaldes,
    Dieter

  • Hallo,
    da der Lötkolben gerade warm war, habe ich gleich noch den 12m hohen Turmmast für das Segment 5 gelötet. Er erhält noch einen Ausleger, wofür das Material bestellt ist. Typisch für die Turmmaste der 20er Jahre ist die schlanke Bauform. In der polnischen Provinz Slarsk (früher Schlesien) findet man vereinzelt noch solche Maste.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Alfred,
    im Original sind es Winkeleisen, in 0 wären sie 1mmx 1mm. Ich hatte es auch mal mit den Winkelprofilen versucht. Zwei Seiten bekommt man ganz gut hin, wenn man aber dann die beiden vorgefertigten Seiten mittels weiterer Winkelprofile zusammenfügen will, wird es schwierig. Mir ist es nicht gelungen, da ich mit dem Lötkolben an der Mastspitze nicht in den Mast gekommen bin und von Außen löten wollte, mit dem Ergebnis, dass sich die bereits eingelöteten Winkel zum Teil lösten und die einzulötenden Winkel wollten beim anlöten absolut nicht in der vorgesehenen Lage bleiben. Nach dem Lackieren fällt mein Betrug mit dem Draht dann nicht mehr allzu sehr auf und beim Bau hat sich kein Frust eingestellt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,
    am vorderen Rand des Segmentes 5 erhalten die Eisenbahner eine Gartensparte. Diese soll viel Grün zur Entspannung vom anstrengenden Dients bieten. Also wird sie nicht eingezäunt, sondern es werden Hecken zur Begrenzung angepflanzt. Und diese entstehen wie folgt:
    Aus Schaumgummi werden kleine Klötzchen zugeschnitten.


    Diese werden mit einem mittelgrünen Torf mittels Vampliglu beschichtet:


    Wenn alles gut durchgetrocknet ist, erfolgt eine zweite Beschichtung mit dunkelgrünem Torf (woodland T1345). Das muss nicht flächendeckend erfolgen.



    Danach werden die Klötzchen zu einer Hecke zusammen geklebt und die Klebefugen nachbehandelt. Durch die Verwendung des Schaumgummis können die Hecken dann noch entsprechnd der vorgegebenen Landschaft zurecht gebogen werden.



    Als Nächstes müssen nun die Gartentore und im Bereich des Fahrleitungsmastes ein Zaunfeld angefertigt werden.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,
    nun ist der Fahrleitungsmast für das Segment 5 fertig geworden. An diesem werden die Fahrleitungen für das Ausziehgleis und das Streckengleis aufgehangen. Das Gleis zum Güterbahnhof erhält keine Fahrleitung, da dort dann die kleinen Dampfer zum rangieren eingesetzt werden sollen.


    Die Bauform des Auslegers hatte die Bezeichnung "Rüsselausleger". Diese wurden möglichst vermieden und nur dann angewandt, wenn auf der anderen Gleisseite kein Platz für einen Mast mit geradem Ausleger vorhanden war, oder wie in meinem Fall, wenn über Weichen sich die Fahrleitung verzweigte.


    In den nächsten Tagen werden die Gärten weiter gestaltet und bepflanzt.



    Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Familien.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,
    zurzeit gestalte ich meinen Hobbyraum um. 0 ist eben größer als N. Und im laufe der Zeit sammelt sich so allerhand an. Auch Material für die 0-Module. Unter anderem, die Forexplatten für die Hintergrundkulisse. Und damit ich diese nicht von einer Ecke in die andere Ecke räume, wurden die Platten gleich mal verarbeitet, indem die gedruckte Kulisse auf die Platten aufgeklebt wurden. Momentan stehen sie nur lose hinter den Modulen, da sie teilweise noch durch Gebäude ergänzt werden sollen.





    An die Bretter über den Modulen wird dann die Beleuchtung angebracht und vorn kommt noch eine Blende dran.
    Hier noch ein Blick auf das im Bau befindliche Segment 5, vereint mit den anderen Segmenten.


    Rechts von diesem Segment wird es dann später so weiter gehen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,
    einen ganzen Monat ist es her, dass hier mal wieder was Neues entstanden ist. Erst wurde mal der Hobbyraum umgebaut, was jetzt mit Ausnahme der Anlagenbeleuchtung so weit abgeschlossen wurde. Und damit es mir nicht zu eintönig wird, wurde nun erst einmal die Gartensparte bepflanzt. Dazu mussten Zäune und Gartentore aus Poystyrolstreifen angefertigt werden. Die Gartenlaube entstand aus zwei Heftbeilagen des SNM. Die Erde stammt aus meinem Garten und die Pflanzen sind von H0.

    Der Eingangsbereich:


    Klein Wilhelm will nicht mehr so richtig mit seinem Tretauto weiter fahren, egal was da seine große Schwester will.


    Auch, wenn Wilhelms Mutter ruft, Wilhelm will nicht mehr in die Pedale treten.



    Im Nachbargarten hat sich eine Skatrunde zusammen gefunden. Eigentlich sollte der Garteneigentümer Arbeiten am Dach ausführen.....


    ... aber frei nach dem Motto "Arbeit ist kein Frosch und hüpft nicht davon!", bleiben wir erst mal beim Skat und einem schönen Bierchen. Das Werkzeug wird schon warten.



    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,
    weiter geht es mit der Detaillierung. Es wurden ja vorsorglich aus ganz Europa Modellmenschen heran geschafft. Die vertragen sich alle ganz gut mit den Eingeborenen aus dem Hause Preiser, wie man sehen wird.
    Der Pfadfinder und die Dame in der roten Jacke haben den weiten Weg aus Frankreich nach Grummhübel gefunden.
    Milchbauer Friedriche Kunsicke schafft sein Erzeugnis zum Bahnhof.


    Am Kiosk herrscht reger Betrieb, nur die Beleuchtung im Kiosk funktioniert noch nicht.

    Aus Spanien über Weißrussland ist die berühmte Flamengotänzerin Esmeralda Sante Cruze mit ihrer Managerin angereist. Für den Grummhübelner Ortsanzeiger werden gerade Bilder gemacht.



    Davon unbeeindruckt geht eine Nonne ihrem Gebet nach.


    Und noch eine Gesamtansicht des Segmentes.



    Nun muss noch die Beleuchtung angeschlossen und der noch einmal nachbelaubte Baum aufgestellt werden. Dann geht es ans nächste Segment.
    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,
    die liebste Sache am Modellbau bleibt immer bis zum Schluss, die Elektrik des Zubehörs. Damit die Kabel nicht so lose am Modul herum hängen, habe ich "Kabelkanäle" Typ Trinkröhrchen mittels Heißkleber angebracht. Ich habe auch versucht alles ein bisschen aufzutrennen, so dass bei teilweise eintretender Finsternis auf der Anlage, die Fehlerquelle schneller gefunden werden kann. Ein Elektriker hätte es sicher anders gemacht, aber ich muss es so machen, dass ich später noch durchsehe.


    Die Beleuchtung und Schranke wird mit ca. 6V= aus einem Märklin-Z-Fahrregler betrieben. Nach Anschluss des besagten Reglers kommt nun Licht ins Dunkle.


    Der Kiosk hat eine vollständige Inneneinrichtung, von der man auch bei eingeschalteter Beleuchtung nicht viel sieht. ;(



    Und aus Sicht des Lokführers sieht es so aus:

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,
    wenn man einmal in Schwung gekommen ist, sollte man den ausnutzen. Also, bevor ich in Winterschlaf verfalle, wurde mal mit dem Gleisbau auf dem nächsten Segment begonnen.


    Wenn ich heute noch Lust habe, wird die Kesselbauer-Weiche aufgearbeitet. Diese Weiche habe ich gebraucht erworben und da sind einige Reparatur- und Umbaumaßnahmen erforderlich.
    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Robby,
    ich nehme momentan "Em-eukal" ein, weil ich ein bisschen erkältet bin, solltest das auch mal versuchen! :D


    Aber zum Thema. Leitschienen lockern auch den Gleisbau auf. Zu finden sind sie auf und unter Brücken, sowie in engen Gleisbögen(die wir Nuller wohl ausreichend haben). Beim Vorbild wurden früher dafür Altschienen genommen, heute werden zum Teil auch spezielle Profile verwendet. Herzustellen sind sie relativ einfach. Da ich auf Code-124-Schienen fahre, konnte ich Schienenprofile alter Polagleise verwenden. Bei Code-143-Gleisen sollten die verwendeten Profile schon höher sein, mindestens genauso hoch, wie die befahrenen Schienen, besser ist es, wenn die Leitschiene ca. 1/10mm höher als die Fahrschiene ist.
    Als erstes wurden aus 1mm Polystyrol kleine Unterlageplatten 3mm x 5mm zugeschnitten und auf die Schwellen mittels Polystyrolkleber befestigt.


    Dann wurde das Pola-Profil entsprechend dem Radius nachgebogen und an zwei Stellen mittels Sekundenkleber auf die Platten aufgeklebt. Ich habe ein Spaltmaß von 2,3mm genommen, welches gewährleistet, dass auch die fünfachsige BR 57 ohne zu klemmen durch den Bogen läuft.
    Zur endgültigen Befestigung des Profiles wurden kleine Nägel verwendet, deren Köpfe an 3 Seiten abgeschliffen wurden. Diese wurden in entsprechend angebrachte Bohrungen eingesteckt.



    Die kleinen Schräubchen, mit denen die Platten befestigt wurden, sind ein russisches Produkt, welches über den Internethandel für wenige Euros erworben werden können.


    Nach einer Bauzeit von ca. 2 Stunden ist dies dann das Ergebnis:


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,
    da Grummhübel keine Ausfahrtsignale hat, müssen die die Gleise zum Bahnhof mit Signalen versehen werden. Alles auf Zuruf geht nun auch nicht.


    Das Ausziehgleis erhielt ein Rangiersignal aus einem Weinert-Bausatz.


    Das Streckengleis wurde mal versuchsweise mit einem Lichttagessignal (so die ursprügliche Bezeichnung) ausgerüstwet. Etwas Geschichte dazu. Bereits vor dem ersten Weltkrieg beschäftigte sich die preussische Staatsbahn mit Lichtsignalen. Gab es doch auf elektrifizierten Strecken für den Lokführer das Problem, dass er wegen der Fahrleitungsmaste die Formsignale am Tag sehr schlecht erkennen konnte (nachts waren die Lampen der Formsignale erkennbar). Anfangs versuchte man das Problem durch Sonderkonstruktionen der Fahrleitungsmaste zu beheben, was aber an vielen Stellen nicht einfach war. Bedingt durch den ersten Weltkrieg wurden die Entwicklungen unterbrochen und erst 1924 konnte dann unter Regie der DRG das erste Lichttagessignal auf der Eisenbahnausstellung in Seddin vorgeführt werden. Ehe die Lichtsignale die Serienreife erreichten, vergingen weitere 5 Jahre, so dass ab 1929 im waldenburger Raum einige elektrifizierte Strecken mit den Lichttagessignalen ausgerüstet werden konnten. Die Stromversorgung der Lichtsignale erfolgte einmal durch den Fahrstrom, welcher über an den Masten befindlichen Trafos auf die erforderliche Kleinspannung transformiert wurde. Da es im schlesischen Netz öfters zu Stromausfällen (vor allem im Winter) kam, gab es noch ein örtlich Notstromversorgung, teilweise durch Benzinstromerzeuger. Wer sich genau über die Entwicklung der Lichtsignale informieren möchte, dem sei das Buch "Wechselstrom-Zugbetrieb in Deutschland, Band 2: Elektrisch in die schlesischen Berge- 1911 bis 1945" vom Oldenbourg Industrieverlag, empfohlen.


    Das erforderlich Einfahrsignal habe ich mir selbst gebaut. Die Zeichnungen dazu habe ich in der polnischen Modellbahnzeitschrift "Swiat kolei 2/2005" gefunden. In dieser Zeitschrift ist ebenfalls die Geschichte der Signale beschrieben, allerdings auf polnisch, dafür aber mit Originalzeichnungen.


    Zur Stromversorgung des Lichttagessignal wurde der etwas zu kurz geratene Fahrleitungsmast, der aus dem Segment 1 zurück gebaut wurde, entsprechend umgebaut. Er erhielt eine Konsole für den Trafo und natürlich dann auch den Trafo einschließlich Zu- und Ableitungen. Er wurde etwas erhöht aufgestellt, so dass jetzt die Fahrleitungshöhe stimmt.


    Auch am Segment 5 erfolgte noch eine Ergänzung, es wurde ein Baum gepflanzt und der Fahrleitungsmast erhielt seine Lackierung.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,
    nachdem nun die ersten Signale stehen, wird nun auch ein Stellwerk benötigt. Dieses soll nun im Stil zur Grundstücksmauer des Güterbahnhofes sowie auch zum Güterschuppen im Personenbahnhof passen. Projektierungsarbeiten mit dem danach erforderlichen umfangreichen Genehmigungsverfahren wollte sich die Riesengebirgsbahn ersparen, also wurde nach einem passenden bereits vorhandenem Stellwerksbau gesucht. Und es wurde in Meisenheim auch gefunden.
    Das Untergeschoss besteht aus verblendetem Mauerwerk, welches sehr gut zur bereits errichteten Mauer passt.


    Der Standort wurde so gewählt, dass das Stellwerk die Fuge zwischen Segment 6 und 7 verdeckt.
    Das Obergeschß besteht aus ausgemauertem Stahlfachwerk. Hergestellt wurden die Wände wieder aus Forex, in welches die Fugen der Ziegel eingraviert wurden.


    Zusammengebaut sieht das Ganze im Rohbau schon recht ansprechend aus, die Leitung der Riesengebirgsbahn ist ganz zu frieden.



    Und am künftigen Standort:


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!