Lenz BR 50 mit Wannentender

  • Die Lok ist anscheinend noch unterwegs zum Lokschuppen Dortmund, denn das Bild zeigt die Lok auf irgendeier Ausstellung, deshalb ist es auch nur ein einziges relativ kleines Foto - in den anderen Angeboten sind dann auch mehrere Fotos in den Angeboten zu sehen. Im Textbaustein weiter unten wird auch noch - fälschlicherweise - von "Kastentender" gesprochen. Man hat eben auf die Schnelle das Angebot erstellt, denn "früher Vogel fängt den Wurm", wobei mit "Wurm" dann der "Käufer" gemeint ist. :)


    Immerhin ist man so der erste Anbieter bei ebay.


    Gruß, Claus

  • Hallo Wannentender-Fans,


    ich erhielt soeben eine Mail von Beckmann & Henschel in Lehrte. Dort scheint die 50er Wanne schon zu einem interessanten Preis am Lager verfügbar zu sein.


    Auch die 50er Kasten wird zu einem guten Preis angeboten.


    LG


    Bernd

  • Hallo Forum,


    ich starte mal die Diskussion. Nach meiner bescheidenen Meinung ist das eindeutig der Wannentender für eine BR38. Des schrägen Kohlenkasten kenne ich nicht bei der BR 50.
    Auch sollte das Führerhaus bei einer Wannentender 50er anders aussehen. Zeigt mir ein original Foto und ich behaupte das Gegenteil!


    Mit freundlichen Grüßen
    Georg

  • Hallo Georg


    Es gibt sie wirklich ob man es glaubt oder nicht.


    http://www.bundesbahnzeit.de/b…052%20428.jpg?=1297184781


    Der Text zum Bild:
    Um einen Wannentender an eine Lok mit offenem Führerhaus kuppeln zu können, war ein Umbau des Tenders erforderlich (wie bei 38.10):
    - Abschrägung des Kohlenkastens zum FH-Dach hin
    - Anbau einer Arbeitsfläche in Fußbodenhöhe
    - Aufstieg zum Führerhaus am Tender
    - Anbau seitlicher Werkzeug- bzw. Vorratskästen seitlich des Aufstiegs.


    Aufnahme Martin Welzel: 052 428-0 (Gbg), Siegburg, 02.08.71.


    Gruß
    Michael

  • Hallo Varianten-Freunde,
    wenn's bei Lenz denn wenigstens so eine geworden wäre ...


    ... dann hätte ich mich sehr gefreut und hätte sie auch noch gekauft - als dritte im Bunde, mit einer Lok vor dem Wannentender wie auf dem Foto!

  • Und plötzlich ging alles ganz schnell.
    Die Bestellung datiert vom 06.12.2013, die Händlerin meines Vertrauens rief mich gestern an.
    Heute auf den Weg gemacht und nun steht meine Wanne auf dem Tisch.
    In all den Jahren schwankte meine Stimmung zwischen Frust und einer gewissen Vorfreude, nun ist alles gut.
    Jetzt liegt noch viel Arbeit vor mir, die Lok einfahren ( im letzten Winter bereits 16 Module R 2 gebaut) und dann geht es los mit Airbrush muss, ein fabrikfrisches Fahrzeug habe ich noch nie zu einem Modultreffen mitgenommen.


    Los geht's


    Grüsse


    Reimund

  • Hallo, wer sucht mit?
    Die Wannentender-Version der BR 50 steht auf dem Tisch, und die Neugier ist groß, wo sie wohl ihr Leben verbracht hat, bevor sie am 3.6.1965 im BW Aachen-West ausgemustert wurde. Über die Tenderausführung will ich mich hier (noch) nicht auslassen, da ich noch kein Bild der 50 629 gefunden habe.


    Der Versuch, den Lebenslauf dieser Maschine zu erurieren, führt mich bislang nicht zur Vollständigkeit:
    Laut Ebel/Wenzel Bd. 1 wurde sie 1940 bei Henschel bestellt, kostete 174.000 RM und wurde 1940 der RBD Münster zugeteilt, dort dem BW Kirchweyhe. Laut Albert Gieseler kommt sie 1941 in den Dienst.
    Im Dezember 1941 wird sie zur RBD Stettin umbeheimatet.


    Ebel/Wenzel stellen in Bd. 2 auf S. 91 50er vor, die "ein offenes Führerhaus und von der DB umgebauten offenen Wannentender haben". In dieser Liste taucht sie nicht auf.
    Im Herbst 1948 erscheint die 50 629 in der BD Köln im BW Hohenbudberg, wo sie auch noch am 1.8.57 geführt wird.


    Danach taucht, wenn ich nicht etwas übersehen habe, die Lok mit dieser Betriebsnummer bei Ebel/Wenzel nicht mehr auf.
    Laut Heitmann/Melcher/v.Steuber ist Aachen-West ihr letztes Heimat-BW, wo sie laut dieser Quelle am 25.03.65 z-gestellt wird und am 03.06.65 ausgemustert wird, was auch bei Gieseler zu lesen ist. Da stellt sich auch die Frage, ob die Beschriftung BD Köln BW Gremberg richtig ist, wenn die letzte L2 vom 02.10.64 datiert und die Lok zumindest bei Ebel/Wenzel nicht mehr im BW Gremberg aufgeführt ist.


    Aber vielleicht kann der Hersteller uns ja auch schlau machen!?


    Bilder? Bisher keine gefunden.


    Wer hilft denn mal suchen?


    Ach übrigens: Zumindest in der Betriebsanleitung der BR 50 nicht genannt: Mit F21 reduziert sich die Lautstärke. Z.B. für den Nachbetrieb, wenn man noch mal ein bisschen spielen will ohne die Nachbarschaft aufzuwecken.



    Gruß
    Wolfgang



    PS: Wir sehen uns? Am 07.10.2018 beim 1. Linnicher Modellbahntag!

  • Hallo
    Laut dem Jürgen U. Ebel und Hansjürgen Wenzel Buch die Baureihe 50, Band 2 aus dem EK Verlag, lese ich aus der Tabelle 4 auf Seite 91: Offenes Führerhaus und von der DB umgebauter, offener Wannetender, nichts von einer 50 629. Die Tabelle bezieht sich wohl auf alle noch im Bestand befindlichen Loks ab 1960. Das Untersuchungsdatum auf der Lenz Lok ist ja der 2.10.1964, sollte demnach dann auch in der Tabelle aufgeführt sein wenn ich das richtig verstanden habe.
    Hat jemand Bilder oder sonstige Dokumente dieser Lokomotive?


    Edit: Das mit dem Tendertabelle hatte Wolfgang auch schon geschrieben. Einfach mal genauer lesen. Laut http://www.Dampflokomotivarchiv.de wurde die Lok so im September 1964 in Hohenbudberg abgestellt, Ein halbes Jahr ach der letzten Untersuchung. weiß dazu jemand genaueres? https://www.dampflokomotivarch…id=101167&action=portrait



    Viele Grüße
    Michael

  • Gude,


    auch ich habe mich hobbymäßig intensiv mit der BR 50 beschäftigt und konnte auch nicht mehr herausfinden als die bereits von Blaukaefer/Miching erwähnten Daten.


    Dafür, dass die 50 629 überhaupt jemals einen Wannentender hatte konnte ich bisher keinen Nachweis finden. Es wäre schön, wenn die Firma Lenz dazu einen Nachweis hätte, idealerweise ein Belegfoto.


    Andererseits können auch Ebel/Wenzel keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, denn mir ist zumindest eine 50er (50 647) mit Wannentender und offenem Führerhaus mit Belegfoto bekannt, welche nicht in der zitierten Tabelle erscheint.


    Nachtrag am 28.10.18 :
    Das von Lenz angeschriebene L2-U.-Datum vom 2.10.64 liegt nach der Abstellung (nicht z = von der Ausbesserung zurückgestellt, sondern eher w = warten auf Ausbesserung) in Hohenbudberg (September 1964). Dann könnte die Lok nach dieser L2 noch für wenige Monate in Gremberg gewesen sein, um danach nach Aachen West abgegeben und dort ausgemustert und anschließend im AW Schwerte zerlegt worden zu sein. Eine Zerlegung etwa 9 Monate nach einer L2-Investition ist allerdings eher unwahrscheinlich.


    Wahrscheinlicher ist eher, dass die Lok gar keine Ausbesserung mehr erhielt, sondern im w-Zustand nach Aachen West umbeheimatet wurde und dann dort engültig z-gestellt und zeitnah ausgemustert und verschrottet wurde.
    Aber nichts Genaues weiß man nicht - oder doch, denn ich habe gerade noch eine Quelle ( http://www.oocities.org/de/rolfwiso/dampf.html ) gefunden, wonach die Lok am 31.12.1964 in Aachen West als Heizlok eingesetzt war. Also hat sie dort ihren letzten Winter verbracht und eine L2 am 2.10.64 hat es wohl nie gegeben und in Gremberg war sie danach auch nicht.

    Mit Gruß vom Nick

    Edited 5 times, last by Nick ().

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!