Rollos Fahrzeugbasteleien

  • Hallo,


    die komplettierung der Lok mit Messingteilen ist erfolgt. Das Führerhaus hat Griffstangen, Lampenhutze, Dampfpfeife und Dachhaken erhalten. Auf dem Kessel wurde die Dampfleitung zum Läutewerk verlegt. Der Dampfeinfüllstutuen entstand aus Rundmaterial und einem Handrad aus dem N-Teile-Bestand.



    Jetzt können Kessel und Führerhaus miteinander verbunden werden.


    So wurde die Lok 1917 ausgeliefert, also nur mit einer Wurfhebelbremse. Ist sie aber auch so geblieben? Beim Rangieren erfordert es ja dann immer, dass auf den Güterwagen Bremser sein müssen, damit die Einheit auch zum stehen kommt. Wenn nun aber mehrere Wagen ohne Bremserbühne rangiert werden sollen, reicht da die Wurfhebelbremse aus?

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Lok später noch eine Druckluftbremsanlage erhalten hat, also Luftpumpe, Hauptlufbehälter und Hilfsluftbehälter, sowie Bremszylinder. Ich habe mir mal eine Dampfspeicherlok angesehen (und fotografiert), der Platz wäre an der Lok vorhanden. Wobei die/der Bremszylinder bei der besichtigten Lok anscheinend im Rahmen versteckt war, da ich ihn nicht finden konnte (unter die Lok wollte ich nicht kriechen, war keine Grube vorhanden).


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    habe noch einmal die Beschreibung der Lok durchgelesen, dabei festgestellt, da fehlt noch was. Unter anderem steht da geschrieben, dass die erste Achse beidseitig abgebremst wird. Also, noch die fehlenden Bremsteile nachgerüstet.


    Nach Rücksprache mit der Reichsbahndirektion wurde festgelegt, die Lok erhält eine Druckluftbremse. Also eine Luftpumpe von Pola mit einem Druckregler nachgerüstet und vor dem Führerhaus Aufgestellt, Für den Hauptbremszylinder Konsolen angebracht und diesen aus einem ausgedienten Faserschreiber hergestellt und angebracht. Am Dampfdom wurde noch ein Entnaahmeventil angebracht, so dass die Luftpumpe mir Dampf versorgt werden kann.


    Der Hilfsluftbehälter hat seinen Platz vorn zwischen den Rahmenwangen gefunden.


    Jetzt kann die Lok in die Lackierei gefahren werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    hier noch ein Langzeit-Experiment. Ich dachte, wenn es mir gelungen ist in N einen Schiene-Lkw zum Fahren zu bekommen, ist es in 0 viel einfacher. Denkste! Damit das Fahrzeug ordentlich läuft, brauch es etwas Gewicht. Damit hat dann mein in N verwendetes Getriebe bzw. dessen Motor versagt. Der Versuch mit Antrieben aus dem Lkw-Modellbau führte auch nicht zum Erfolg. Letztendlich klappte es dann mit einem chinesischem Getriebemotor, der leider hörbar läuft. Aber, er schafft es, die Draisine zu bewegen.

    Der vorn sitzende Herr mit der Zigarre ist in Frankreich geboren, der Eisenbahner an den Kurbeln ist aus Metall und in England geboren. Er musste operativ etwas verändert werden, um seiner Aufgabe nachkommen zu können.

    Momentan fährt die Draisine noch analog, aber ein der kleine N-Decoder von D&H ist bestellt.



    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    nachdem nun geklärt ist, wer diesen Wagen gebaut hat, musste ich ihn nur noch kurfenläufig machen.


    In den Achsbohrungen der Achslager sind kleine Federn verbaut, welche wohl den Wagen in der Geraden sicher führen und im Bogen den Radsätzen eine seitliche Verschiebung ermöglichen sollen. Funktioniert sicher bei sehr großen Radien, aber selbst auf den schon schönen großen Radien der Peco-Bogenweichen (nicht Lenz-Peco) entgleist der Wagen. Also musste die mittlere Achse umgebaut werden. Ich habe mich wieder für die einfache Variante; Hohlachse entschieden.

    Die Radscheiben ließen sich gut von der Achse abziehen. Deren Achsbohrungen wurden auf der Drehbank auf 3mm aufgebohrt. Die beiden Radscheiben wurden dann auf ein Messingrohr (außen 3mm, innen 2mm) mit einer Länge von 36mm aufgeschoben. Durch das Rohr wird dann die Achse aus 1,8mm Rundmaterial gesteckt, welche in den Achslagern geführt wird. Die Räder können jetzt im Bogen nach den Seite verschoben werden. Bei Probefahrten stellt es sich heraus, dass der mittlere Radsatz zu viel Höhenspiel hat und gelegentlich angehoben wurde und entgleiste. Also wurde aus einem 8mm Kunstoffrohr eine zusätzliche innere Führung hergestellt. In dieses Rohr wurde eine Kugelschreiberfeder eingesteckt, welche jetzt den mittleren Radsatz auf des Gleis drückt. Damit läuft der Wagen nun einwandfrei ab Lenz R2.


    Jetzt kann mit der Vervollständigung des Wagens begonnen werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    etwas habe ich beim digitalisieren meiner Messing-E 91 gelernt, prüfe solche Modelle auf Kurzschlüsse. Und siehe da, das Fahrgestell macht Minikurzschlüsse im Gleisbogen! Die Räder berühren gelegentlich die Bremsklötzer.

    Glücklicherweise hatte ich noch Restteile von 0SM-Fahrwerken da, so dass ich aus diesen die neue Bremsanlage aus Kunststoff heraus trennen konnte. Bei dieser Gelegenheit wurden gleich noch die fehlenden Träger in das Fahrgestell eingebaut.


    Der Gasbehälter muß auch noch ein Stück zur Wagenmitte versetzt werden, ansonsten passen die Federhalter nicht. Diese gibt es bei 0problemo, sind bereits auf dem Weg zu mir.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    der Wagen hat nun seine Bremsanlage bekommen. Den Hauptluftbehälter und den Hilfsluftbehälter habe ich aus Polystyrolrohr angefertigt. Weiterhin wurden die Abflussrohre der "Leibstühle" angebracht und natürlich die notwendigen Leitungen für die Gasbeleuchtung einschließlich Auffüllstutzen und Manometer.



    Die Bühnengeländer stimmen nicht mit denen der Zeichnung überein. Richtig ist die Bauform wie sie die Pola-Preussen hatten. Davon waren noch zwei Stück da, welche auf die vorhandenen Geländer aufgeklebt wurden. Dazu wurde die auf der falschen Seite angelötete Bremskurbel natürlich vorher entfernt.

    An diese Bühnengeländer können jetzt die erforderlichen Aufstiege angebracht werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    die letzten Bremsteile wurden angebracht. Die demontierte Messingbremskurbel ging in die Bastelkiste und verwendet wurde das Plastikteil von 0SM. Lässt sich besser mit den anderen verwendeten 0SM-Teilen verbinden.

    Auf der Bremserseite wurden die Aufstiege für das Aufstecken der Zugschlußlaternen gemäß vorliegender Zeichnung angebracht.


    Am Nichtbremserende sind an den Haltestangen zusätzlich Tritte, damit die Wartungsarbeiter auch auf das Dach steigen können.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    die Perrons wurden noch mit den Handläufen, Übergangsgeländer und der Sicherungskette vervollständigt. Am Dach wurden Haltestangen und Zugschlußlaternenhalter angebracht.


    Da der Wagen Gasbeleuchtung hat, mussten auf dem Dach noch die Gasleitungen verlegt werden. Die T-Stücke entstanden aus Verbindungsröhrchen der Vollmer-H0-Fahrleitung.


    Beschriftet wird der Wagen dann als 3.Klasse-Wagen Cdi3 Pr08, hat also die Klassenreform dann schon hinter sich. Behält aber seine Holzsitzbänke, so wie es damals der Fall war. Es wurden nur die äußeren Schilder getauscht und die Anschriften angepasst. Fahrgäste mussten dann den etwas höheren Preis für die 3.Klasse bezahlen und fuhren schön nostalgisch in der vierten Klasse. Bei nächsten Klassenreform nach 1945 wird es wohl dann ähnlich gewesen sein, ;) als die 3. Klasse verschwand.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Moin Roland,


    ein toller Bericht.


    Mich begeistert immer wieder deine Creativität beim Aufrüsten der "alten" Fahrzeuge !

    Bleib(t) gesund !


    Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde


    Martin


    Feld- und Waldbahnmodelle 1:45, 0e, 16,5 mm

    DelTang R/C-Funkloks

  • Hallo,


    bei einem Perron fehlte die Lampe. Diese wurde aus einem Stück Polystyrolrohr, einem abgeschnittenen Ring von einem Messingrohr und dem Kugelkopf eines Diamantschleifers hergestellt. Der Kugelkopf des Diamantschleifers ließ sich von der Welle gut mit einer Diamentschleifscheibe abschneiden.


    Der Wagenkasten und das Fahrgestell wurden mit Weinertfarbe lackiert.



    Jetzt muß er aufs Wartegleis betreffs bestellter Anschriften.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

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