Rollos Fahrzeugbasteleien

  • Hallo,


    der Biel-24 hat nun seine Beschrifteungen erhalten.


    Dann erhielt mein RAW einen Kesselwagen, bei welchem die Bremserbühne entfernt und der Rahmen gekürzt wurde. Da meine Reichsbahn-Direktion keine Kesselwagen ohne Bremsebühne zulässt, wurde das Fahrwerk einer Dresdner Brauerei geschenkt. Diese Brauerei hat nun mein RAW beauftragt, auf das Fahrgestell einen Bierwagen nach sächsischen Zeichnungen aufzubauen.

    Neben dem Fahrgestell wurden eine Evergreen-Strunkturplatte, Messingzurüstteile, Draht und ein Dach des Pola-G10 verwendet.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Barni,


    Wagen, welche die waagerechten Griffe am Wagenkasten hatten, besaßen auch durchgehende Trittbretter (welche mein Wagen noch bekommt). Bierwagen wurden früher häufig in Personenzügen eingestellt, deren Wagen ebenfalls durchgehende Trittbretter hatten. Damit war es dem Bremser möglich, wenn der Zug mal auf freier Strecke halten musste, über diese Trittbretter zu einem der anderen Wagen zu gelangen. Und damit er sich irgendwo festhalten konnte, waren diese Griffstangen angebracht.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    der Wagen hat seine Trittbretter erhalten. Diese entstanden aus Messingstreifen und Messingdraht. Auf die Messingstreifen wurden noch Holzfurnierstreifen aufgeklebt. Anschließende wurde er mit Weinertfarbe lackiert. Die Griffstangen und die Dächer wurden anschließend mit Revell-Aqua-Color-Farbe gestrichen. Diese Farben lösen die Weinertfarbe nicht an, so dass keine Farbverläufe passieren können.


    Für die schwarzen Kanten am Wagenkasten wurden Decals verwendet. Da diese nicht 100%ig genau an den Kanten abschließen wollten, wurden die Kanten dann noch mit einem Edding schwarz nachgefärbt.


    Diese Decalstreifen werden bei ebay in verschiedenen Farben und Breiten angeboten. Mit DacalFix lassen sie sich gut ausbringen.


    Die Anschriften lasse ich mir wieder bei Herrn Nothaft machen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    längere Zeit stehen schon eine E 44 und eine BR 78 in meinem RAW und warten auf eine Aufarbeitung. Die E 44 ist von Hegob mit hervorragenden Laufeigenschaften, allerdings in einer DB-Ausführung mit verlängerten Dächern. Diese Verlängerungen wurden abgeschnitten. Weiterhin fehlten die Nietreihen auf dem Dach und die Isolatore waren nicht mehr zeitgemäß. Die Nieten wurden ergänzt und neue Isolatore wurden abenfalls aufs Dach gesetzt. Die Lakierung erfolgte mit RAL 7018 von Weinert. Die neuen Lokschilder als schlesische E 44 043 lieferte Herr Kuswa. Diese wurden schon in "Heimstoffen" in Form von Alu-Schildern (im Modell Neusilber) geliefert. Die meisten E 44 kamen schon bei Anlieferung mit Alu-Lokschildern, bei den anderen wurden sie später getauscht.

    Lok vor der Überarbeitung.









    Die BR 78 ist von Sauer. Sie soll eine komplett neue Steuerung mit Teilen von Bauer erhalten. Auch muß das vordere Laufgestell wieder an seinen Platz.


    Auch die Rauchkammertür entspricht nicht der Reichsbahnausführung, hier ist auch noch Arbeit angesagt. Und natürlich muß noch ein Decoder eingebaut werden. Analog fährt sie gut.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Moin Roland,


    super, dass du diese "alten Schätzchen" wieder aufarbeitest.


    Ich wünsche dir viel Erfolg und gutes Gelingen dabei !

    Bleib(t) gesund !


    Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde


    Martin


    Feld- und Waldbahnmodelle 1:45, 0e, 16,5 mm

    DelTang R/C-Funkloks

  • Hallo,


    die ersten Arbeiten an der BR 78 sind erledigt. Das vordere Laufgestell wurde analog zum hinteren Laufgestell wieder eingebaut. Weiterhin wurden einige Teile der Steuerung durch schönere Teile der P8 von Bauer ersetzt. Die Treibstangen mussten um 3mm verlängert werden, was am vorderen Ende erfolgt.Die Schwingenstange passte. Die alten Kreuzköpfe konnten nach entfernen von Lötzinn wieder verwendet werden. Die Kurbeln sind ebenfalls von Bauer.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    bei der 78 wurde jetzt das Vorderteil des Rahmens mit den Schutzblechen und die Zylinder mit Kolbestangenschutzrohren ausgerüstet. Die Schutzbleche wurden aus Polystyrol hergestellt, da kann es keinen Kurzen geben, wenn die Laufräder in Bogenfahrten an diese anstoßen sollten.


    Einen Decoder + Stromspeicher hat sie auch erhalten. Obwohl die Lok so groß ist, waren Arbeiten am Gehäuse erforderlich, um den Stromspeicher unter zu bringen. Zwischen den Wasserkästen mußte ein Stück Kessel heraus geschnitten werden, was sich als sehr zeitaufwendig erwieß, da Herr Sauer sehr dickes Blech für den Kessel verwendet hat. Die Lok sollte wohl ewig halten. ;)


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Moin Roland,


    ein toller Umbau, super, das du diese "alte" Lok so aufgewertet hast !

    Bleib(t) gesund !


    Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde


    Martin


    Feld- und Waldbahnmodelle 1:45, 0e, 16,5 mm

    DelTang R/C-Funkloks

  • Hallo,


    am vorderen Pufferträger wurden noch Leitungen verlegt und 3-D-Niete angebracht.


    An der dritten Kuppelachse wurden aus Kuppelstangen von N-Lokomotiven und M-0,8-Schrauben der Schmierpumpenantrieb angebaut.


    Für die vordere Beleuchtung musste eine neue Lösung gefunden werden. Der Platz für ein Kabel mit Stecker ist bei dieser "kleinen" Lok nicht vorhanden. Also, wurden in den oben offenen Zylindern die Platine mit dem Vorwiderstand und zwei Federkontakte (links +, rechts -) eingebaut.


    Am Gehäuse wurden zwei Leiterplatten angeklebt, an welche dann die jeweilig richtigen Kabel der LED angelötet wurden.


    Bei den unteren Lampen war die Verlegung der Kabel einfach, diese wurden unten aus den Laternen geführt. Bei der oberen Laterne habe ich mich ans Vorbild halten müssen und die Kabel hinten aus der Laterne geführt. Beide Litzen wurden verdrillt und dann außen am Kessel nach unten geführt. Die beiden aus Polysyrol-C-Profilen bestehenden Dosen halten das Kabel.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    an der BR 78 fehlte vorn eine Griffstange. Diese wurde aus Rundstahl 1,5 mm Durchmesser mit einem 2mm langen ausgelötetem Stück Messingrohr hergestellt. Aus dem Messingrohrstück wurde auf der Drehbank mittels Feilen eine Kugel gedreht.


    An der Rückseite wurden noch fehlende E-Leitungen ergänzt.


    Dann stand in meinem RAW noch eine optisch herunter gewirtschaftete T3 von Pola rum. Deren Fahreigenschaften es jedoch zu lassen, sie einer weiteren Verwendung zuzuführen.


    Die Herren vom RAW haben daher den Auftrag erhalten, aus diesem fahrbaren Rest eine Feuerlose herzustellen. Als Vorlage dient eine sächsische Lok.

    Erst einmal wurde das Fahrwerk auf einen Achsstand von 51 mm gebracht.

    Dann wurde das Getrieb eingebaut, wobei die Zwischenzahräder anders angeordnet werden mußten. Die Bodenplatte für das Führerhaus entstand aus 1mm Polystyrol. Die Pufferträge sind Messing-U-Profile.

    Die elektrische Ausrüstung besteht aus einem Decoder, einem Stromspeicher und 4 LED. Das Bremsgestänge wurde mit M1-Schrauben, welche auch die vorderen Stromabnehme mit halten, befestigt. Es besteht wie bei meinen Bauten so oft, aus N-Steuerungsteilen.


    Die dünnen Kabel von den vorderen Laternen zu Decoder wurden in einem Rohr (Trinkröhrchen) verlegt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    der Neulack der 78 ist jetzt richtig durchgetrocknet und das Gehäuse konnte nun mit dem Fahrwerk vereinigt werden. Die Anschriften sind bestellt und zur Bekohlung ins Bw muß sie noch "geschleppt" werden.




    Mit den neuen Steuerungsteilen gefällt sie mir nun deutlich besser. Die Maße der Lok habe ich nicht überprüft, wichtig ist, man erkennt, welche Lok es ist. :) Kleine Fehler habe ich gefunden, habe sie aber nicht beseitigt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland.


    Da hast du Dir eine alte "Schönheit" wieder Super hergerichtet !


    Wenn dann die neuen Anschrift noch drann sind hast du dir eine kleine Rarität erschaffen, Glückwunsch !!

    Dir weiterhin viel Spaß bei deinen Projekten,

    bleibe Gesund, und Beste Grüße aus Bremen.


    Peter

  • Moin Roland,


    ich bin auf die fertige Lok gespannt !


    Ich habe ja meine Begeisterung schon zum Ausdruck gebracht.


    Super, das du das "alte Schätzchen" so hervorragend rekonstruiert hast !

    Bleib(t) gesund !


    Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde


    Martin


    Feld- und Waldbahnmodelle 1:45, 0e, 16,5 mm

    DelTang R/C-Funkloks

  • Hallo,


    mit der "Feuerlosen" geht es auch weiter.

    Sandkästen aus 5mm Polystyrol und Bahnräumer aus 1mm Polystyrol sind angebracht. Die Sandrohre werden erst nach Montage des Steuerungsträger angebracht.


    Der Kessel entstand aus zwei runden Polystyrolscheiben, welche mittels eines Balaststücks verbund wurden. Um das Ganze wurden dann zwei Lagen 0,5mm dicken Polystyroles geklebt. Der Dampfdom ist von einem MT-Gehäuse, dessen Durchmesser genau passt.


    Das Führerhaus entstand aus 1mm Polystyrol, dessen Fensetrahmen aus 0,3mm Polystyrol.


    Jetzt wird es etwas schwieriger, die Steuerung. Als erstes wurden die Kurbeln hergestellt. Diese müssen sicher in den Pola-Rädern sitzen. Auf ein Stück Vierkantmessing 2mm x 2mm wurde ein 4mm langes Stück Messingrohr Durchmesser 3mm aufgelötet. Damit es drauf passt, wurden die Kanten des Vierkantprofiles etwas befeilt. Auf die Stirnseite wurde dann eine Stück N-Treibstange aufgelötet. In dessen Bohrung eine M 0,8er Schraube mit Mutter eingelötet.


    Die ungenuteten Kuppelstangen wurden aus 0,5mm dickem Alublech ausgesägt. Wegen des Zahnspiels des Getriebes wurde das Loch an der Treibachse als Langloch ausgeführt. Später sieht man das nicht mehr, da es von der Treibstange verdeckt wird.


    Und mal montiert, fährt ohne zu klemmen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    für den Bau der Zylinder waren noch Stirnseiten der BR 80 in der Bastelkiste. Diese wurden untereinander mittels zweier Rohrstücken Durchmesser 13mm ( ausgedienter Kugelschreiber) und 7 mm verbunden. Die äußere Verkleidung erfolgte dann mit 0,3mm Polystyrol. Um einen guten Lauf der Schieberstangen zu gewährleisten, wurden noch Messingröhrchen eingesetzt.


    Für die Steuerung befanden sich noch einige Teile in der Bastelkiste. Gleitbahnen und Kreuzköpfe von Bauer (P8) und der Steuerungshalter vermulich von Henke (in einem Teilekonvolut erworben). Diese Teile mußten etwas angepasst werden. So wurden die Kreuzköpfe auf beiden Seiten um je 1mm gekürzt, die Gleitbahnen mussten um 4mm geküzt und an die Steuerungsträger mussten Befestigungsbleche angelötet werden. Die Treibstange wurde wieder aus Alublech ausgesägt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,


    ich bewundere deine Kreativität: aus Dingen, die andere unbesehen entsorgen, bastelst du so schöne Dinge.

    Aber ich habe inzwischen auch so eine "Bastelkiste", in der alles Mögliche verschwindet, bis es plötzlich gebraucht wird.

    Und ich bin inzwischen der Meinung, dass man so eine Kiste unbedingt braucht.


    Erwartungsfrohe Grüße

    Jürgen

  • Hallo Roland,


    tolle Lok. Was ich sehr gut finde: Dass Du alle möglichen Materialien benutzt um ein schönes Modell zu bauen.

    Nur eine kleine Anmerkung möchte ich machen: Petroleum- oder Gaslaternen sind bei Dampfspeicherloks doch zumindest sehr ungewöhnlich. Solche Loks wurden oft in Bereichen eingesetzt, in denen offenes Feuer oder Funken vermieden werden sollten. Ich würde entweder keine Laternen montieren (dann wird nur tagsüber rangiert) oder elektrische Laternen (diese werden entweder von einer Batterie oder einem Generator versorgt). Wenn aber nur überschüssiger Dampf aus einer Fabrik verwendet wird: Dann ist alles möglich.


    Viele Grüße aus

    Karlsruhe

  • Hallo Roland,


    ich finde es sehr bewundernswert, was Du uns hier jede Woche für tolle Sachen zeigst. Dein Arbeitstempo ist schon erstaunlich. Aber besonders erstaunlich finde ich, mit welcher Phantasie Du Deine zahlreichen Modelle zimmerst. Da wird nichts komplett am Computer durchkonstruiert, so wie ich das mache. Da werden keine Ätzteilsätze konstruiert, was manche ja für den einzig wahren Modellbau halten. Da wird kein 3D-Drucker verwendet... Du baust einfach mit den Teilen, die Du im Fundus hast und was sonst so geeignet erscheint. Blechteile werden mit der Laubsäge ausgeschnitten, usw., ganz alte Schule! Finde ich großartig. Gerne noch mehr davon!!!



    Schönes Wochenende an alle Freunde der Spur 0!

    Gruß

    Torsten

  • Hallo (nach) Karlsruhe,


    was die Beleuchtung mit den Petroleumlampen anbelangt, so gibt es eine Dienstanweisung. Diese Lampen sind nur auf den Reichsbahngleisen zu nutzen. Im beleuchtetem Betriebsgelände sind sie zu löschen.


    Hallo Torsten,


    ich muß mein "Zeug" schon noch manuell aussägen, ansonsten wären die Laubsägeblätter ja eine Fehlinvestition gewesen. ;) Mir macht es eben Spaß mit wenigen Mitteln ein Fahrzeug zu bauen. Wobei ich nicht alles selber machen kann, es werden auch Teile dazu gekauft. Bei einem Einzelstück ist es für mich der Weg des geringsten Widerstandes.


    Aus weichem gut anpassbarem Kupferdraht entstanden die Sandrohre.


    Weiter ging es nun mit der Steuerung. Für die Voreilhebel und Schieberstangen hatte ich noch Teile von Bauer da, wobei die Schieberstangen angepasst werden mussten. Die Lenkhebel sind wieder N-Kuppelstangen, die restlichen Teile wurden aus Alublech ausgesägt. Alle Teile sind miteinander durch M 0,8 und M 0,6-Schrauben untereinander verbunden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!