Rollos Fahrzeugbasteleien

  • Hallo,


    aus 0,5er- und 0,8er-Messingdraht, sowie Messingprofilen entstand die Arbeitsbühne mit den Aufstiegen.


    Nach der Befestigung am Kessel erhielt die Arbeitsbühne noch einen Bretterbelag aus Rührstäbchen.


    Das Fahrgestell musste auf der Bremserseite um 2,5mm verlängert werden, damit das Bremserhäuschen dann auch noch passt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Moin Rollo,


    du bist ein wahrer "Lötkünstler" !!


    Der Aufstieg ist super geworden !

    Bleib(t) gesund !


    Viele Grüße aus der Hildesheimer Börde


    Martin


    Feld- und Waldbahnmodelle 1:45, 0e, 16,5 mm

    DelTang R/C-Funkloks

  • Hallo,


    das Bremserhaus entstand aus Polystyrol. Für die Vorder- und Rückwand fand eine Strukturplatte Verwendung. Die Seitenwände wurden graviert. Türklinke ist aus gequetschtem Draht.


    Nach dem Lackieren konnte es angeklebt werden. Die Bremsteile sind von 0SM.


    Aus Messingwinkeln, Messingstreifen, Owalahaltern und Draht entstanden die vorderen Bühnengeländer.


    Für die hinteren Bühnengeländer habe ich die von 0SM verwendet, die vorderen Geländer wurden mit Sekundenkleber befestigt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    es waren noch einige Restarbeitem zu machen, wie Rangiergriffe, Schutzbügel an den Bremsdreiecken und das Handbremsgestänge. Alles erledigt und die noch fehlenden Anschriften sind auch bestellt.



    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Moin Roland!


    ungeklärt ist noch, ob sich im Bremserhaus eine Zapfstelle befindet ... :saint:


    Unabhängig vom %-Gehalt: schön, dass es Fahrzeuge außerhalb von "100 x gesehen" gibt. Glückwunsch!


    Viele Grüße aus dem Norden, dirk

    Modellbahn ist Spaß - und den definiert jeder selbst!

  • Kalkkübelwagen Epoche II


    Hallo Freunde exotischer Güterwagen,


    im Internet habe ich ein Bild von Kalkkübelwagen früherer Bauart gefunden. Bisher war ich im Glauben, diese Wagen hätte es erst nach 1945 gegeben, nun weiß ich, diese Wagen muß es sehr viel früher gegeben haben, denn auf dem Bild haben sie Stangenpuffer und Bremserhäuser.

    EMA bot in seinem Katalog einen Kalkkübelwagen an. Zwei solche Kalkkübel konnte ich bei ebay erwerben. Allerdings waren sie anders zusammen gebaut, als sie in der Epoche II aussahen. Also, erst einmal alle Anbauteile vom aus Resin hergestellten Grundkörper entfernt.

    Die angedeutete seitliche Fuge wurde zugespachtelt. Aus 0,5mm dickem Polystyrol wurden die Kästen oben verschlossen. Ebenfalls aus 0,5mm Polystyrol wurden dann die vier Klappen aufgeklebt. Die 1mm breite Abdeckleiste über dem Stoß der Klappen entstand aus 0,3mm Polystyrol.

    Die Scharniere wurden aus 0,3mm dickem Polystyrol und aus dünnem Polystyroldraht angefertigt.

    Die Anschläge der Klappen wurden aus Ätzteilen der Kastenstützen (Moog) hergestellt.

    Ebenfalls aus 0,3mm und 2mm Polystyrol entstanden die Anschlagvorrichtungen zum Abnehmen der Behälter.




    Fortsetzung folgt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Guten Abend Roland,


    Es gab schon während der Länderbahnära Kalkkübelwagen. Zeuge ist das H0 Modell der preußische Kalkkübelwagen (Strikt genommen sind auf einem Plattformwagen drei Kalkkübel montiert) der Bavaria schon vor mehr wie 25 bis 30 Jahre angeboten hat.




    Gruß,

    Jacques Timmermans

  • Hallo Rollo!


    Die Kalkkübelwagen sind eine sehr interessante Gattung. Wurden doch solche Wagen auch bei der Deutschen Reichsbahn zur Abfuhr von Kalk aus dem Harz zu den Chemischen Betrieben der ehemaligen DDR reihenweise genutzt.

    Ein entsprechendes Modell gab es auch mal von Schulz Modellbahnen aus Berlin.


    Guckst Du hier: schulzmodellbahnen.de - Frühere Modelle


    Dann weiterhin viel Spaß mit Deinen Projekten, Andrej.

  • Hallo Andrej,


    das Modell von Herrn Schulze ist sehr schön, nur wollte ich als Epoche-II-Fahrer einen Wagen haben, von dem ich genau weiß, dass er auch in dieser Zeit gefahren ist. Daher habe ich mich für den Umbau aus vorhandenen Teilen entschieden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,

    den "Beweis" das der von mir seinerzeit produzierte Ok Wagen auch ein Epoche II Vorbild hat, hätte ich liefern können.

    Ich habe ein Buch mit Originalfoto . Aber bauen hättest Du den Wagen auf jeden Fall, da ich keinerlei Teile mehr habe.

    De Beschriftungsvorlage habe ich noch. Mein eigener Wagen mit BH wird natürlich in DR Ep III beschriftet.

    Auch Dein Wagen ist Dir sehr gut gelungen!

    Michael


    picture-1600?_=186d67909b0

  • Kalkkübelwagen Epoche II


    Hallo Freunde exotischer Güterwagen,


    als nächstes haben die Behälter ihre Nieten erhalten. Da ich in der Vergangenheit gelegentlich das Problem hatte, dass die 3D-Decals nicht richtig hafteten und beim Spritzen dann abgingen, habe ich sie diesmal nach dem trocknen noch mit verdünntem Revelllack fixiert. Die Nieten auf den Scharnieren wurden mit dem Trägerpapier mittels Revelllack aufgeklebt.

    Ich habe mich für eine braune Lackierung entschieden. Auf dem vorliegendem Foto sind die Anschriften auf den Kübeln weis, was auf grauem Untergrund sicher kaum sichtbar wäre. Weiterhin haben die Epoche-II-Wagen in TT auch braune Kübel, gehe also davon aus, dass man da alles richtig gemacht hat.



    Fortsetzung folgt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    aus Winkelprofilen entstanden die Bühnengeländer. Auch die defekte Bremsanlage wurde ergänzt.


    Dann konnte der Wagen in die Lakiererei geschafft werden.

    Beschriftung wird noch angepasst und Zettelkästen sind bestellt.


    Ein weiterer im Bau befindlicher Güterwagen wurde im RAW entdeckt, ein preussischer Selbstentlader Bauart A.

    Der Wagenkasten entsteht wieder aus Polystyrol.


    Aus 0,5mm Polystyrolstreifen entstanden die Aussteifungen.


    Mitm freundlichen Grüßen

    Roland

  • Selbstentlader


    Hallo,


    der Selbstentlader hat Stangenpuffer. Vor Jahren gab es mal Stangenpuffer fertig zu kaufen, an einem meiner frühen Pola-Umbauten habe ich welche dran. Da ich aber keinen Anbieter von Stangenpuffer finden konnte, bleibt nur der Selbstbau.

    Benötigt werden:

    Messingrohr Außendurchmesser 4mm, innen 2mm (Knupfer)

    Gewindestab M2 (Conrad)

    Ziernägel mit gewölbtem Kopf Durchmesser ca. 8-9mm

    Unterlegscheibe Durchmesser 8-9mm

    Hohlniet Innendurchmesser 2mm

    Bronzedraht Durchmesser 0,3mm

    Muttern M2


    1.Vom Messingrohr werden 10 mm lange Stücke abgeschnitten und in der Drehbank oder Bohrmaschine an einem Ende etwas konisch gedreht.

    2. Vom Ziernagel wird der Stift entfernt.

    3.Ein 18mm langes Stück vom Gewindestab wird anstatt des Stiftes aufgelötet (mit dem Gaslötgerät geht es am besten)

    4. In die Unterlegscheibe wird der Hohlniet eingelötet (Gaslötgerät)

    5. Der Schaft des Hohlnietes wird auf 2mm gekürzt.

    6. Ein 20 mm langes Stück Gewindestab wird in den Hohlniet gesteckt und verlötet.

    7. Den Gewindestab mit dem angelötetem Pufferteller 10mm tief in das Futter der Bohrmaschiene einspannen und mit einer schmalen Schlüsselfeile das noch sichtbare Gewinden abdrehen.

    8. Hülsen aufstecken und Mutter hinten aufs Gewinde drehen und diese mir dem Gewindestab verlöten. (Wenn die Mutter größer als 4mm ist, dann Pufferplatte mit aufstecken)

    9. Mit der Trennscheibe einen Schlitz in die Mutter schneiden.


    10. Puffer in den vorbereiteten Pufferträger einkleben.

    11. In den Schaft der Schraubenkupplung ein 0,4mm Loch ca. 10mm von dessen Ende bohren und Kupplung in Pfferträger stecken.

    12. Ein passendes Stück 0,3mm Bronzedraht durch das Loch der Kupplung stecken. Beide Enden des Drahtes müssen in den Schlitzen der Muttern der Puffer anliegen.


    Jetzt sind die Puffer und auch die Kupplung gefedert. Diese Lösung der Federung ist nicht von mir, so sind englische Bausätze in Spur 0 aufgebaut, also ist diese Idee nur gemaust, funktioniert aber gut.


    Falls jemand das nachbauen möchte, die passenden Ziernägel und Hohlniete kann er von mir bekommen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Servus Rollo,

    wenn sich die Puffer des 0scale BASF Kesselwagen einfach abziehen lassen, wäre ich zum Tausch gegen Hülsenpuffer bereit.

    Ich hätte auch noch die ausgebauten von einem Bay 06 von Lenz. Allerdings waren die so gut eingeklebt, dass die Körbe beschädigt sind. Die Stangenpuffer selbst sind in Ordnung.


    Gruß

    Günter

  • Hallo Günter,


    nicht die Korbpuffer mit den Stangenpuffern verwechseln. Soweit mir bekannt ist, gab es die OSM-Wagen nur mit Korbpuffern und Hülsenpuffern. Stangenpuffer gab es vor einigen Jahren mal in den Bausätzen der Langenschwalbacher Reisezugwagen. Einzeln hatte ich auch mal welche in den 90er Jahren gekauft.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Günter,


    die Korbpuffer haben seitliche Öffnungen, durch welche man die Feder sieht. Stangenpuffer sind wie Hülsenpuffer geschlossen, nur schlanker. Das ist der optische Unterschied. Trotzdem Danke für Dein Angebot.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,

    was Du so jeden Tag zauberst, cool. Die Puffer- und Kupplungsfeder ist wirklich genial. Macht genau das, was man haben will, und ist gleichzeitig obersimpel.


    Könntest Du mir das mit der Nachbidlung der Nieten nochnmal genauer erklären? Ich hab's nicht verstanden....


    Gruß

    Torsten F

  • Hallo Rollo

    Wenn du dir die Arbeit machst, statt der Gewindestange einen Messingstab an einem Ende mir einem kurzen Gewinde versiehst, wäre es m M n die "lässigere" Lösung. Dafür musst du dann kein Gewinde verschwinden lassen und es kann sich nichts im Gewinde verhaken.

    Viel Spaß beim Basteln

    ___________________________________

    Gruß Olli

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