Rollos Fahrzeugbasteleien

  • Hallo,


    Mir gehts genau so. Ich bin immer wieder hin und weg, was du Roland so auf die Beine,....neee auf die ....Räder stellst.

    Von der Idee bis zur Ausführung. Klasse..

    Von Fahrzeug zu Fahrzeug wirsd du auch immer besser.


    Viele Grüße Robby

  • Der Rübezahl


    vor ca. 2 Jahren habe ich im ebay einen Rübezahl ET 89 ersteigert. Der Erbauer des Modells hat sich sehr viel Mühe gegeben, um ihn weitgehendst vorbildgerecht mit dem ihm zur Verfügung gestandenen Unterlagen und Mitteln, herzustellen. Dieses Modell möchte ich nun mittels den mir zur Verfügung stehenden umfangreichen Unterlagen überarbeiten.

    Das Modell besteht größtenteils aus Polystyrol und Holz. Der Antrieb stammt von der Lima-E444, die Pantografen waren von Sommerfeld.

    Bevor mit dem Bau begonnen werden konnte, mussten erst einmal einige schwer zu beschaffende Teile geordert werden. Zum Beispiel hatte der Triebwagen kein üblichen Loklaternen, sondern Lkw-Scheinwerfer. Für deren Beschaffung benötigte ich fast ein Jahr. Auch die Pantos SBS 9 mußten beschafft und zusammen gebaut werden.

    Nach Demontage der Sommerfeldpantografen sieht er nun erst einmal etwas gerupft aus.


    Mit einer schönen Inneneinrichtung hatte ihn sein Erbauer versehen, sogar die Führerstände sind vorhanden.


    Die Drehgstelle müssen optisch als erstes überarbeitet werden. Hier hat der Erbauer die Bauform der E444 belassen.

    Gegenüber dem ET 89 gibt es da einige Abweichungen. Einmal ist der Achsstand 4mm zu kurz und zum anderen hatte der ET89 "Berolina"-Drehgestelle, mit einem angetriebenen großen Radsatz und einem kleinen Laufradsatz. Ich werde da allerdings tricksen, es wird lediglich der Lima-Motor durch einen Glockenankermotor ersetzt, der Achstand und die Radsätze bleiben wie sie sind. Und damit der Betrug nicht auffällt, werden neue Drehgstellblenden angefertigt. Aus Bequemlichkeit werden wieder nur zwei Stück angefertigt und diese dann aus Resin abgegossen. Hier die Urmodelle für die Drehgestellblenden.


    mal sehen, wie die 3D-Decal-Nieten im Gussstück kommen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Der Rübezahl


    Hallo,


    die ersten neuen Zurüstarbeiten sind erfolgt. Auf dem Dach wurden die Lüfter, der Hauptschalter und die Isolatore angebracht.


    Jetzt müssen erst einmal die vier Schlußleuchten und zwei Dachlaternen angefertigt werden.

    Ein Läutewerk muß auch noch angebracht werden. Ursprünglich hatten die Triebwagen auch noch ein Typhon, welches aber später abgebaut wurde, da es in den kalten schneereichen Wintern Schlesiens seinen Dienst verweigerte.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Der Rübezahl


    Hallo,


    beide Drehgestelle wurden nun auch einer OP unterzogen. Das Triebgestell verlor seinen Originalmotor, welche durch einen Glockenankermotor ersetzt wurde. Die nun vorhandenen Hohlräume zwischen altem Motorgehäuse und neuem Motor wurden mit Walzblei ausgefüllt.

    Dann erhielten beide Drehgestelle noch ihre neuen äußeren Rahmen.



    Nun kämpfe ich mit mir, ob ich dem Rübezahl die beiden Schneepflüge spendieren soll.

    Die Triebwagen verkehrten im Winterhalbjahr mit untergebauten Schneepflügen. Damit konnten die Gleisanlagen meist frei gehalten werden. Zum Teil wurde dann noch mit einer BR 93 nachgeschoben, der Triebwagen diente dann als Schneepflug.

    Es ist allerdings auch vorgekommen, das sich ein Triebwagen festgefahren hatte und dann mit großem Aufwand freigelegt werden musste.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Rollo,


    genau der Triebwagen war auch schon einmal in meinem Besitz und stand 1997 in meiner Vitrine.

    Wenn ich mich noch richtig erinnere war das Dach aus Balsaholz, sehr weich, da muss man sehr vorsichtig sein. Die Drehgestelle fand ich damals auch nicht so optimal, mal sehen was du nun draus machst.


    Viele Grüße

    Olaf


  • Hallo Roland,

    Quote

    der Lima-Motor durch einen Glockenankermotor ersetzt,

    Das Beste was Du tun kannst. Da machst Du Dir viel Arbeit und Mühe, hast dann ein wunderschönes Modell welches aber mit Limamotor wie ein gerupftes Huhn fährt. Nein, auf solche Zicken lass´ ich mich auch nicht mehr ein. Entweder "Glocke" (überwiegend) oder die grossen Rocomotoren (z. B. aus der 215 er). Sonst kommt mir auch nichts anderes mehr in die Tüte ... ähhhhh ... ich meine natürlich in die Lok.


    Das scheint ja ein tolles Modell zu werden - und erst die neuen Drehgestellblenden. Bin beeindruckt. Naja und das mit den 4 mm zu kurzem Achsstand und kleineres Rad und so --- hat sich was, passt schon so. Wenn wir immer und überall Nieten zählen würden bräuchten wir nochmal ein Leben, d. h. nicht dass wir über die Massen luschig sind. Man muss halt das für einen selbst gangbare Verhältnis finden ;)^^.

  • Hallo Hubert,


    danke für den Hinweis. Den "Glocke" - Flachläufer im alten Gehäuse hab´ ich schon wahrgenommen :). Mein weiteres Geschreibsel sind doch nur ein paar Nebenbeigedanken insgesamt zu Motoren. O. k. - jetzt will ich Roland´s Tröööt nicht weiter blockieren und verzupfe mich in die Arbeit.

  • Hallo Olaf,


    bei dir scheint der Rübezahl ja noch in einem besseren Zustand gewesen zu sein. Als er bei mir ankam, fehlte eine Pufferbohle.

    Ist dir der Erbauer bekannt?


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Der Rübezahl


    Hallo,


    nun, die Entscheidung wurde seitens der Verantwortlichen der Bahngesellschaft getroffen, der Rübezahl bekommt seine Schneepflüge. Diese entstanden wie in meinem RAW üblich, aus Pralinenschachteln. Deren Ränder haben die passenden Rundungen.



    Auch mit der Dachausrüstung ging es weiter, die mittleren Lampen entstand aus je einem Stück Messingrohr Durschmesser 6mm und Neusilberblech.



    Da das Dach aus Balsaholz ist, ließen sie die Lampen gut ins Material einstecken und dann mit Sekundenkleber sichern.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Moin Rollo,


    ja, bei mir war der Rübezahl noch absolut einwandfrei. Ich glaube ich hatte ihn damals bei MBT in Hamburg-Harburg gekauft. Den Erbauer kenne ich leider nicht.


    Viele Grüße

    Olaf

  • Der Rübezahl


    Hallo,


    weiter ging es mit dem Bau der Schlußleuchten. Deren Grundkörper entstanden aus Polystyrolwürfel mit einer Kantenlänge von 6mm.


    Aus 0,8mm Draht wurden die Halter gebogen und eingeklebt.


    Dann konnten die SMD eingefädelt werden. Da ich keine roten SMD da habe, aber geschätzt über 60 warmweise SMD mit angelöteter Litze, wurden 4 Stück mit rotem Glühlampentauchlack gefärbt.


    Die gefärbten SMD leucht sehr schön rot.


    Jetzt konnten die Scheiben mir den Maßen 6 x 8mm aus dünnem Plexiglas mit farblosem Revelllack aufgeklebt werden.


    Aus Draht entstanden die Griffe unten an den Laternen, danach wurde alles schwarz angemalt und die Laternen am Dach in eingebrachten Bohrungen befestigt.


    Damit wären die Lampen auf dem Dach angebracht. Jetzt noch den "Dachgarten" fertig stellen und die Arbeiten am Dach können beendet werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Der Rübezahl


    Hallo,


    da ich die Pantos von Herrn Krapp schon vor längerer Zeit zusammen gebaut hatte, ging die Fertigstellung des Dachgartens relativ schnell.

    Aus 1mm Polystyrol wurden die Bretter, welche unter den Pantos sind, angefertigt. Nach der Befestigung der Pantos konnten die Leitungen aus Draht verlegt werden.





    Weiter geht es demnächst mit dem Wagenkasten.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hi Rollo,

    sind die Pantos teilweise verbogen oder ist es der Perspektive geschuldet?

    Die dem Leser zugewandten oberen Profile des Parallelogramms sehen irgendwie eingedellt aus. Wenn Sie denn gedellt sind, sind es Gussteile welche man nicht wirklich zerbrechen will beim geradebiegen, weil Guss spröder ist? Hat man diese Problem dann immer bei dünnen Ms-Gussteilen.

    Von Weißguss kenne ich es so, aber wenn ich mal ein Gussteil aus MS hatte war es bisher relativ dick und stabil.

  • Hallo Olli,


    die Holme der Oberschere sind leicht "S"-förmig nach außen gebogen, was bei allen E-Loks und-Triebwagen in Schlesien so war. Dort hatten die Fahrzeuge eine breitere Schleifleiste, als in Mittel- und Süddeutschland.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Der Rübezahl


    Hallo,


    jetzt geht es an den Wagenkasten. Als erstes wurden die Bühnengeländer, die Griffstangen und das Dach des Traforaumes entfernt. Auch die Elektrik mit Ausnahme der Innenbeleuchtung wurde vollständig entfernt. Die fehlende Pufferbohle wurde ergänzt.



    Von den Bühnengeländern konnten die Stirnseiten einer Weiterverwendung zugeführt werden. Sie erhielten die fehlenden Türen, welche aus Neusilberblech und Draht angefertigt wurden.


    Die seitlichen Gitter fehlten, an deren Stelle war nur ein einfacher Draht. Die seitlichen Gitter wurden aus 0,8mm Draht gelötet, wobei die in Fahrtrichtung links anzubringende Gitter noch Aufstiege erhielten.


    Zusammengelötet wurden die Stirnseiten mit den seitlichen Gittern dann am Gehäuse, nur so konnte ich es passgenau hinbekommen.



    Als nächstes müssen nun die ganzen Kabel, Steckdosen und die Lampen angebracht werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,

    besonders gut gefällt mir bei all Deinen Arbeiten, dass Du kleinste Bauteile selbst anfertigst und Dich nicht nur aus dem Fundus der zahlreichen Anbieter bedienst. Hier zum Beispiel die Lampen oder die Gitter. Das ist in meinen Augen Modellbau in seiner reinsten Form.

  • Der Rübezahl


    Hallo Michael,


    meine Vorbildwahl fällt häufig auf recht exotische Fahrzeuge. Für die erforderlichen Teile gibt es dann bloß zwei Lösungen, entweder Zeichnung anfertigen und einen Kleinserienhersteller dann mit der Fertigung beauftragen, oder die Teile selbst anfertigen. Letzteres geht schneller.


    Diesmal ist nach zwei Tagen Bauzeit nicht allzu viel neues zu sehen. Heute wurden die Drehgestelle mit dem Wagenkasten "verheiratet". Dabei musste gleich die Verdrahtung bis in den Traforaum hinein erfolgen.


    Unterm Wagenboden sieht das Ganze so aus.


    Dann wurden noch die Lkw-Lampen angebracht. Ich hatte mir welche von einem Forummitglied drucken lassen. Für diese Lampen hätte ich dann noch die Halter bauen müssen. Dann fand ich aber doch noch Lkw-Lampen mit den Halterungen aus Messing im www. Diese wurden mit warmweißen SMD bestückt. Der Versuch die Gläser aus farbloser Folie herzustellen ging schief. Diese verzogen sich beim einkleben mit dem farblosen Lack. Als neue Lösung wurden die Lampen dann mit "Micro Kristal Klear" gefüllt. Die SMD haben das gut überstanden und die Lampen sind nun "voll" verglast.


    Nun mal das Dach aufgesetzt und am Baufortschritt erfreut.


    Bei der Seitenansicht sieht der Rübezahl-Kenner, er wirkt noch sehr hochbeinig. Das liegt daran, dass die unterm Rahmen vorhanden Schaltschützkästen zu klein sind.


    Kommt also noch viel Bastelspaß auf mich zu. Was aber wichtig ist, er läuft auf dem Radius R1.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,

    mit Spannung verfolge ich deinen Baubericht zum Rübezahl. Diesen Triebwagen habe ich leider nicht mehr aktiv gesehen, obgleich auf meiner Heimatstrecke im Wiesental sehr viele "alte" Fahrzeuge unterwegs waren. Wir waren ein rollendes Freilandmuseum für die DB!

    Jetzt habe ich aber noch eine Bitte an dich: Könntest du die Bezugsquelle zu den LKW-Lampen uns nennen?

    Vielen Dank und viel Spaß beim weiteren Basteln am Rübezahl,

    viele Grüße aus dem Waschküchenschwarzwald

    Dieter

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