Post 4a/15 ARGE Bausatz

  • Habe auch gestern die Information von der Arge erhalten. Habe dazu noch einige Fragen:
    - In welchem Maßstab kommt der Wagen? Und somit die Frage nach der Länge
    - Welche Kupplungen hat er?
    - Hat er eine Inneneinrichtung?
    - Gibt es eine Möglichkeit der Innenbeleuchtung?
    Es würde mich sehr freuen weitere Informationen über das geplante Projekt zu erfahren - Danke schon mal im Voraus.
    Denn ich glaube könnte ein schöner Waggon werden auf unseren Anlagen.

  • Hallo Heiner,
    so Exklusiv kann das Ganze aber nicht sein, sonst hätten die mich gleich beim Eingang an Ihrem Stand angeredet und mir die Bestellung in die Hand gedrückt. Daher meine Fragen hier, natürlich werde ich die Frage auch noch an die Arge stellen, aber vielleicht weiß ja schon jemand mehr hier.


    Schöne Grüße


    Alexander

  • Hallo Robby,


    ...
    Wie es angekündigt , ist der Bausatz nur für ARGE- Mitglieder. Meine Meinung ist aber, das es richtig sein sollte,.......ARGE- Mitglieder haben Vorrang. Oder ??


    Nein, der Bausatz ist nur für Mitglieder - da gibt es eindeutige Entscheidungen innerhalb der ARGE. Aber Nichtmitglieder können diesen Bausatz auch erwerben, nur ist dieser dann 60,- € teurer und es gibt einen Jahrgang der Spur-0-Lokomotive dazu - sprich bei Interesse einfach für ein Jahr Mitglied werden und den Bausatz ordern!


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan (privat, nicht als Webmaster)



    .

    Im Namen des Vereins mit freundlichsten Grüßen!
    Rainer B.
    2. Vorsitzender des Spur-0-MEC Niederrhein e.V.


    Achtung: Fahrtag an jedem ersten Freitag im Monat ab 15:00 - Gäste sind herzlich wilkommen, Fahrzeuge auch! Entsprechend der Verfügung des Landes NRW dürfen wir derzeit Corona-bedingt keine Fahrtage durchführen.


    Spur-0-MEC Niederrhein e.V.

  • Im Zuge der JHV der ARGE Spur0 wurden die ersten Modelle des Post 4-b/15 ausgeliefert, darunter auch mein lang ersehnter F4h 80 614 der ÖBB.


    Auf den ersten Blick macht das Modell einen gefälligen Eindruck, die Proportionen des Wagenkastens dieses "nebenbahnfreundlich kurzen" Fahrzeugs wurden meines Erachtens sehr gut getroffen.
    Das Modell wird mit gut demontierbaren "Lenz-Kupplungen" geliefert, der Einbau von Schaubenkupplungen scheint problemlos möglich zu sein.




    Lackierung und Beschriftung sind bei meinem Modell gut gelungen, der Farbton entspricht sehr gut dem ÖBB-typischen tannengrün.




    Wenn man sich näher mit dem Modell beschäftigt, dann treten aber zwei drei Schwachstellen recht deutlich zu Tage:
    1.) mäßig gut gestaltete Drehgestellblenden - insbesondere die Gravur der Blattfedern und der Schraubenfedern entspricht meines Erachtens nicht dem heute üblichen Standard.
    2.) "unglücklich" gestaltete Puffer; diese sind nicht exakt gelagert, bleiben manchmal in den Hülsen stecken und sind zu hart gefedert (nur für Schraubenkupplungsfahrer relevant)
    3.) Hochhaxigkeit (Details dazu siehe Beitrag 11)




    Blick auf die rudimentäre Detaillierung der Drehgestelle und des Unterbodens
    Die Radsätze sind in Messingbuchsen gelagert, der Laufwiderstand ist relativ hoch, Schmierung verbessert die Situation geringfügig. Die Radsätze entsprechen den NEM-Vorgaben, haben aber tw. einen leichten Seitenschlag.





    Mein Fazit:
    "Wo viel Licht ist (die Waggons haben auch eine digital schaltbare Innenbeleuchtung ;) ), ist auch viel Schatten".
    Auch wenn das Modell m.E. nicht perfekt gelungen ist, so ist es doch eine schöne Bereicherung des Spur 0-Wagenparks.
    Ich werd bei nächster Gelegenheit den F4h 80 614 auf Schrauenkupplungen und andere Puffer umbauen, Radsätze und Achlager nacharbeiten und auf meiner Anlage endlich den Bahnpostdienst aufnehmen.


    ... und dann werd ich mich auf die Suche nach besser ausgeführten Drehgestellen machen und diese tauschen, aber das hat Zeit.






    Grüße aus Wien
    Martin

    Neues über unsere Spur 0-Projekte findet man auch auf unserer Facebook-Seite

    Edited 2 times, last by Martin Zeilinger: Text um eine weitere Schwachstelle ergänzt ().

  • Hallo Martin,


    danke für die Modellaufnahmen eines eigentlich schönen Wagens. Ja, was die Drehegestelle angeht, stimme ich Dir zu - dabei waren diese der Grund für eine deutliche Verspätung.


    Aber mir ist noch was aufgefallen: Der Wagen ist hochbeinig und um das zu kaschieren, wurde die Pufferbohle im Modell nach unten verlängert und die Puffer zu weit unten angebaut. Vergleiche mal den Bereich, den ich in den beiden angehängten Bilder mit einem Kreis markiert habe.


    Beim Modell gibt es einen deutlichen Abstand zwischen Puffer und "Gehäuseecke", der beim Vorbild nicht existierte.


    Weiter waren beim Vorbild die Puffer auf der gleichen Höhe wie die Langträger, im Modell sitzt der Puffer einen Pufferhülsendurchmesser tiefer! Wenn das Vorbild da so wie das Modell gebaut worden wäre, würde die Pufferbohle beim kleinsten Rangieraufprall nach hinten abgeknickt.


    Martin, ich möchte Dir Deinen Spaß mit dem Modell nicht vermiesen, aber da könntest Du etwas verbessern: Wagen tieferlegen und Puffer nach oben versetzen!


    Nachdenklicher Gruß
    EsPe

    Images

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Das sieht ja furchtbar aus; erinnert mich an Trix-Express-Konstruktionen aus den frühen 60er Jahren. Muss das fast 60 Jahre später noch sein...
    Wie kommt man denn auf die Idee, den Wagen so zu konstruieren; ich denke, da ist was richtig in die Hose gegangen.
    Wenn den Wagen tiefer legt, passt dann eigentlich noch die Gesamthöhe, heißt: Ist der Wagenkasten aufgrund der "Hochhaxigkeit" gestaucht, damit die Höhe passt?
    Hat das mal jemand nachgemessen?


    Und noch was fällt mir aufgrund der beiden Fotos (Original/Modell) auf: Die Türen beim Modell scheinen deutlich zu schmal; die Scharniere sitzen bei Original genau "im Knick" und nicht auf dem flachen Teil der eingezogenen Seitenwand.

  • Guten Abend in die Runde,


    ich bin erschüttert ob der Kritik an diesem gelungenen Modell und finde sie unangemessen.


    Wer es Besser haben will, nehme sich ein Beispiel an Martin und korrigiere die Fehler/Unzulänglichkeiten in Eigenarbeit.


    Wer es Perfekt haben will, baue seine Modelle doch selber.


    Freundliche Modellbau-Grüße aus Tornesch


    Hannah Josephine

  • ich bin erschüttert ob der Kritik an diesem gelungenen Modell und finde sie unangemessen.


    Servus Hannah,
    es geht nicht um ein "perfektes Modell"!
    Die in diesem Thread bisher geäußerte Kritik ist meines Erachtens berechtigt und in keiner Weise unangemessen oder gar polemisch.


    Dieses Produkt der ARGE Spur 0 kostet ca. EUR 340,-- (!) ist leider in mehreren Punkten fehlerhaft und war - zumindest in meinem Fall - ohne Adaptierungen nur beschränkt betriebstauglich. Ich schreibe bewusst "in mehreren Punkten fehlerhaft" weil ich mittlerweile noch weitere Fehler an meinem Fahrzeug festgestellt habe. Manche dieser Fehler sind nur mit großem Aufwand behebbar (Drehgestelltausch, Pufferposition), mit manchen (falsche Farbe bei der ÖBB-Version) werd ich wohl leben müssen.
    Ich hatte letzten Samstag die Gelegeheit ein weiteres Stück aus dieser Serie zu sehen und musste auch an diesem viele der hier schon angesprochenen Fehler feststellen. Ich hab also keinen "Montagswaggon" bekommen, die Idee es bei der ARGE umzutauschen, habe ich daher verworfen.


    Auch wenn ich dieses Fahrzeug nicht als "gelungenes Modell" sehe, bewerte ich es trotz aller Verbesserungspotentiale nach wie vor noch positiv. Der Waggon ist eine wichtige Bereicherung des DB- und ÖBB-Wagenparks und bietet dem "Betriebsbahner" interessante Spielmöglichkeiten. Ich kann aber all jene gut verstehen, die nicht bereit sind in ein Fahrzeug, das EUR 340 kostet, nochmals viel Zeit & Geld zu inverstieren, um dann ein halbwegs gutes Modell zu haben.


    Grüße aus Wien
    Martin


    PS:
    @ Bw Bielefeld: Ich hab noch keine Zeichnung des Vorbildwaggons, kann daher noch nichts zu diesem Punkt sagen

  • Hallo,
    erst einmal Danke für die umfangreiche Beschreibung des Wagens an Martin.

    Als ich mich 1990 erstmalig mit Spur 0 zu beschäftigen begann, sagte mir ein alter Spur-0-Hase folgendes: "Wenn Du Dich auf diese Spurweite einlässt und Dir Kleinserienmodelle kaufst, bezahlst Du dafür viel und kaufst Dir eine Menge Bastelpotential."



    Für mich ist der Wagen schon mal etwas enttäuschend, wenn man jetzt sieht, welche Fehler er aufweist. Die zu schmale Tür wird man wohl nicht ändern können. Die zu flach gravierten Drehgestelle könnten ihre Ursache mit den vor den Drehgestellen befindlichen Trittbrettern der Postraumtüren haben. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, die Trittbretter nicht am Wagenkasten, sondern am Drehgestell anzubringen. Die Trittbretter unter den Einstiegstüren hätten durch eine Kulissenführung ausschwenkbar ausgeführt werden können (siehe Roco-N-Einheitswagen). Auch die Hochbeinigkeit wäre vermeidbar gewesen, denn bei meinem selbstgebauten AB4ü-34 gibt es diese Hochbeinigkeit nicht.

    Aber zurück zu meinem einleitenden Satz, wir werden das Problem schon lösen. Deswegen haben wir uns auf diese Nenngröße eingelassen. ;)

    Mit optimistischen Grüßen
    Roland

  • ich bin erschüttert ob der Kritik an diesem gelungenen Modell und finde sie unangemessen.


    Ich verstehe diesen Kommentar nicht. Hast Du denn auch 340 EUR für den Wagen bezahlt?


    Man sollte doch jede Art von Modellbau akzeptieren.


    Kein Hersteller wird so ein Modell zu 100% in 1:45 umsetzen können. Ich meine damit den Grad an Detaillierung und die technische Ausführung. Wenn so ein Modell vielleicht 70% erreichen soll/kann, dann wäre es prima, wenn diese 70% auch ohne große Fehler umgesetzt werden damit die fehlenden 30% zur Perfektion noch für Enthusiasten machbar sind.


    Beispiel 1 aus den 70igern. Es gibt derzeit kein vernünftiges Modell eines Tehs 50 Kühlwagen. In den 70igern hat das Rivarossi Modell vielleicht auch 70% erreicht und dient noch heute als Basis für einen Umbau. Im Gegensatz dazu war das gleiche Modell von Lima zwar aus heutiger Sicht genauso schlecht detailliert, aber ist zum Umbau nicht geeignet, da es viel zu kurz ist.


    Beispiel 2: die Puffer der Lenz 50. Die passen einfach nicht bzgl. des Größenverhältnisses der Hülsen. Kann man leicht korrigieren, hätte man aber sofort besser machen können (wie bei der 64, 24 etc. z.B.).


    Beispiel 3: Lenz V100 der ersten Serie. Front- und Seitenfenster sind nicht stimmig (Größe, Einteilung der Seitenfenster). Das hat Lenz dann später selbst korrigiert.


    Was ich also sagen möchte: es wäre hilfreich wenn ein Modell so umgesetzt würde, dass es keine groben Fehler hat, die ein anschließendes Tuning erschweren. Sprich, wenn es z.B. einen wirtschaftlich begründeten Kompromiss in Form einer vereinfachten Trittstufe geben sollte, dann ist das kein Weltuntergang, denn das lässt sich das korrigieren. Wenn aber z.B. die Anordnung der Fenster nicht stimmt oder die Fenster eine falsche Größe haben, dann wäre ist das extrem ärgerlich. So wie eben bei diesem Modell der Sitz der Puffer.


    @Hannah: und Du machst Dir Gedanken über die Anordnung der Lüfter auf Deiner DIY Donnerbüchse und schreibst dann tatsächlich so einen Kommentar???

  • Hallo Zusammen,


    ich habe den Wagen noch nicht, aber vorab schon einmal ein paar Fragen zum Wagen.


    wie wirkt er so im Zugverband ? mit Lenz Umbauwagen z.B


    läßt er sich leicht öffnen um die Inneneinrichtung zu verfeinern ?


    Hat jemand schon ein Bild von der Inneneinrichtung machen können ?


    Wie sind die Laufeigenschaften im Zugverband und über Lenzweichen ?


    Links zum Vorbildeinsatz in Zügen wären toll. Ich habe da nicht viel gefunden.


    Leider gibt es noch kein You Tube Video :-(


    Gruß
    Michael :-)

    Meine Ausstattung - ESU Ecos, ESU Belegmelder, Roco WlanMaus, Steuerrung mit iTrain Software.

  • Moinsen!


    Als ich mich 1990 erstmalig mit Spur 0 zu beschäftigen begann, sagte mir ein alter Spur-0-Hase folgendes: "Wenn Du Dich auf diese Spurweite einlässt und Dir Kleinserienmodelle kaufst, bezahlst Du dafür viel und kaufst Dir eine Menge Bastelpotential."


    Es mag ja sein, dass dieser Satz 1990 seine Berechtigung hatte, aber inzwischen sind fast 30 Jahre vergangen und die technischen Möglichkeiten sind doch ganz andere! Für mein Empfinden wurde bei der Modellumsetzung schlichtweg geschlampt! Die Arge schreibt sich als Verein auf die Fahne die Spur 0 fördern zu wollen, nur wenn dies dann so aussieht, dass bei der Modellumsetzung eines Wagenmodells nach Weisheiten aus den 1990ern und technischen Umsetzungen aus den 1960ern gearbeitet wird, ist es wohl mehr eine "Rückförderung". :D


    Und statt das die Verantwortlichen mal Stellung beziehen, hüllen sie sich in Schweigen und dann wird auch noch versucht die Leute zu diffamieren, die sachliche, wie berechtigte Kritik an dem Modell üben.



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • @Hannah: und Du machst Dir Gedanken über die Anordnung der Lüfter auf Deiner DIY Donnerbüchse und schreibst dann tatsächlich so einen Kommentar???


    Guten Tag BR96,


    ja - ich mache mir diese Gedanken, weil ich nicht für viel Geld ein Modell erwerben möchte, das Euren kritischen Blicken nicht standhalten kann, über zweifelhafte Fahreigenschaften verfügt und bei den wichtigen Funktionsteil-Abmessungen nicht exakt NEM-konform ist.


    Deshalb baue ich mein Wunschmodell selber und das mit wohltuender, fachlich fundierter Unterstützung aus diesem und dem ARGE Forum. So wird im Laufe der Zeit eine stimmige Donnerbüchse entstehen, bei der lediglich die Darstellung der Scherengitter suboptimal ist, meinen Ansprüchen aber genügt. Auch verzichte ich auf die exakte Darstellung der Bremsanlage, weil ich sie im Anlagenbetrieb nicht sehen kann.


    Wer diesen zeitaufwendigen und handwerklich herausfordernden Weg nicht gehen will oder kann, muss Vorlieb nehmen mit dem was der Markt anbietet und auch dessen Preise hinnehmen. Ohne Murren und Knurren.


    Freundliche Grüße aus Tornesch


    Hannah Josephine

  • Und das, was der Markt gerade im Fall dieses schönen Wagens anbietet, darf kritisch begutachtet werden. Denn es gibt offensichtlich Punkte, die nicht so einfach zu korrigieren sind.


    Lassen wir das, Du verstehst leider nicht was ich meine.


    Und zu Deinem Modellbau:


    wie oben und bereits oft erwähnt, kann soll jeder sein Hobby so leben, wer er mag bzw. kann. In Anbetracht der Tatsache, dass ich Dir sogar mal einen G-Wagen als Basis geschenkt und kostenlos geschickt habe, eben WEIL ich Deinen Modellbau gerne unterstützt habe, ist Dein Kommentar eine undankbare Frechheit.


    @Nörgler: wenn mich jemand ignoriert, kann ich aber auf meine entsprechende Antwort (16) hinweisen, damit der User sie lesen kann.


    Zurück zum Modell: ich bin gespannt auf die ersten Lösungsvorschläge.

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