Dach-Bespannung - wie Oberfläche von Güterwagen darstellen?

  • Hallo zusammen,


    im Zuge der Patinierung meines Lenz Pwg 14 überlege ich, wie ich das Dach bearbeiten kann.
    Ich würde gerne die Bespannung, die viele ältere Güterwagen hatten (Stoff ?) nachbilden.


    Erinnern tue ich mich daran, dass ich schon mal irgendwo gelesen habe, dass man das mit Leim getränkten Taschentüchern recht realistisch machen kann.


    Kennt jemand diese Methode und kann mir beschreiben, wie man das genau macht und mit welchen Materialien?


    Danke im voraus!

  • Moin Forum, Moin Thoralf,


    Eine Lage eines Taschentuchs ohne die Randriffelung, evt, Sogar Bahnen schneiden, Kleben mit Ponal Wasser Pril, Farbgebung nach belieben, geht super mit Abtönfarbe, gern dann etwas Grau grannieren, gibt superschöne Effekte. Hab grade keins griffbereit (stehen in Sande), überleg meinen G 10 so zu machen....Tolle Methode.




    Die Hängerplane ist nach eben dieser Methode angefertigt, das Plastikteil einfach Überzogen, bemalt und Granniert



    Grüße


    Thomas


    Bramloger Modellbau :love:

    Bramloger Modellbau...

    ....weniger ist mehr

    Edited once, last by bramloch: Wusst ichs doch, irgendwo war schon ein Bildchen- Nachgereicht.... ().

  • Es gibt auch noch die Möglichkeit der Verwendung von Schleifpapier (Körnung für Spur 0 ggf. anpassen), um die "Teerbahnen" des Originals nachzubilden, zum Beispiel hier die Anweisung Dach Teil 3, Quelle:


    https://www.themt.de/mr-03651a-49.html


    "Im folgenden Schritt soll die Nachbildung der Teerpappe aufgeklebt werden. Es stellt sich also die Frage nach dem Klebstoff. Tipp: Es geht bei gut aufgerauhten Oberflächen auch mit wasserfestem Ponal Super 3. Ponal ist - wie alle Weißleime - ein Oberflächen–Klebstoff. Nun hat Polystyrol zwar kaum Saugfähigkeit, aber beim Schleifen bilden sich neben Kratzern auch winzige Fusseln und Schlieren, die dem Klebstoff - neben den Gravurrinnen - Halt geben. Der beste Beweis dafür, dass das funktioniert, ist die bekannte Schotter–Klebemethode.


    Alternativ dazu könnten Epoxydkleber oder –harze, Zweikomponenten–Klebstoffe wie Stabilit Express oder ähnliche verwendet werden.


    Als Teerpappen–Imitat wurde diesmal gebrauchtes wasserfestes Korund–Schleifpapier mit 120er Körnung verwendet, dass vor dem Zuschnitt gewaschen und getrocknet wurde. Soll es mit Ponal verklebt werden, darf es vor dem Verkleben noch feucht sein. Es ist auch sinnvoll, dem Ponal–Auftrag ein paar Tropfen Spülmittel zur Enspannung der Wasser–Oberfläche beizugeben.


    Leider war kein hinreichend großer unbeschädigter Bogen Schleifpapier mehr da. Hinreichend saubere Schnitte (von hinten mit dem Cutter) voraus gesetzt, fällt die Ansetzstelle jedoch später kaum noch auf. Ein bis zwei kleine Löcher im Papier schaden auch nichts. Zum gedachten Zeitraum, dem der DRG, war der Wagen schon 30 Jahre alt. Da scheint es durchaus plausibel, dass an der Dachpappe schon einmal ein oder zwei Flicken aufgesetzt werden mussten. Das kann durchaus mit Stückchen feinerer Körnung geschehen. Kleine Löcher lassen auch mit einem Tropfen Anthrazit–Farbe (Revell® Nr. 9) ausbessern.


    Der Weißleim wird auf das Dach aufgetragen und mit Spülmittel und ein paar Tropfen Wasser gleichmäßig verteilt. Dann werden die „Pappbahnen” aufgeschoben - wichtig zur Leimverteilung - und von der Mitte zu den Rändern hin festgedrückt.


    Während der folgenden 20 Minuten besteht die Gefahr, dass sich das Papier an den Rändern etwas hochwellt. Die Klebung muss also unter permanenter Aufsicht erfolgen. An den gewellten Stellen wird mit den Fingern wieder glattgestrichen (gut, dass es gebrauchtes Papier ist, das schont die Fingerkuppen!) und ein Gewicht daraufgestellt.


    Wenn das gebrauchte Papier eine „schöne” Zeichnung hat - also beispielsweise kleinste Klumpen hellen Schleifguts - sollte es nahezu unverändert bleiben oder allenfalls mit einem dünnen Hauch hellgrau benebelt werden. Die hellen Punkte lassen sich gut als Vogeldreck erklären."


    Hinweis: Man könnte aber auch Papiertücher nehmen und nach Aufbringung mit feinem Sand bestreuen.


    Nachtrag: Verschiedene Methoden zur neuen Dacheindeckung werden in diesem Thread gezeigt, die meisten Bilder sind noch vorhanden:


    http://www.buntbahn.de/modellb…ntview.php?t=1245&start=0


    Und noch was zu dem Thema, auf Seite 2 wird die Herstellung einer Plane gezeigt:


    http://www.h0-modellbahnforum.…en-Wagen-G-von-BRAWA.html


    PS: Hier im Forum sollten einige Leute auch Erfahrung damit haben. Ist zwar schon etwas länger her, aber ich meine (bin mir nicht ganz sicher), dass ich hier schon Wagen mit Dächern aus Papier / Schleifpapier als Teerpappen-Imitat gesehen habe, vielleicht melden sich diese noch.


    Gruß, Claus

  • Hallo Thoralf,


    ich verwende zum aufkleben der Taschentuchlage Revell-Farbe grau matt (die aus den Blechdosen). Da die Farbe durch das Papier dringt müssen danach die Finger gereinigt werden :( , ansonsten hat mich das Ergebnis überzeugt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Moin Thoralf,

    wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest Du die Dachbespannung mit grobem Leinen-Stoff nachbilden.


    Schau mal bei ROSSMANN nach "Feuchte Tücher mit Aloe Vera", die gibt's da in kleinen, ovalen Kunststoff-Dosen à 30 Stück.
    Wenn man die benötigten Tücher trocknet und ein klein-wenig auseinander Zieht, dann ergibt sich eine schöne, Stoffähnliche Struktur.



    Hier eine Makroaufnahme von einem Tuch :




    Zum Aufkleben würde ich mit hochverdünntem TESA-Alleskleber (wasserfest) arbeiten, der hält bestimmt besser auf dem Kunststoffdach. Anschließend mit Revell aqua-color "teerschwarz" bemalen und mit hellgrau granieren - fertich.



    Tschüß aus Leese


    Frank-Martin


    Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!! ;)

  • Servus Thoralf,

    die Wahl der Methode richtet sich m. M. nach auch danach, ob Du irgendwann einen Rückbau vor hast.

    Ich habe bisher eine Lage Papiertaschentuch und Abtönfarbe schwarz verwendet und keine Streifen geschnitten.

    Das Überlappen der Bahnen ist im Modell nicht wirklich sichtbar - Materialstärke.

    Ich hatte eine super Abtönfarbe mit sehr feinen Pigmenten, nur versteckt sich die Farbe gerade vor mir!

    Mit Schleifpapier..., das war mir zu dick.


    Achtung!

    Papier dehnt sich bei Nässe/Feuchte und beim Trocknen zieht es sich wieder zusammen. Also nur dünne Schichten verwenden, sonst zieht sich das Dach hohl.


    Grüße

    Günter


    P.S.: Das dünne Papier aus dem Garten Center oder Blumenhandel geht auch. Je nachdem wieviel Struktur hinterher sichtbar sein soll. Ich habe auch schon die Abtönfarbe alleine verwendet, je nach Pigmentgröße.

    Edited once, last by BoBo: Was man beim ersten Mal nicht im Kopf hat, wird ergänzt! ().

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