Schwellen und Beizen

  • Hallo Gemeinde!


    Ich hab da Probleme mit meinen Holzschwellen. Ich habe jetzt die Schwellen ausgerichtet und angeklebt. Dann habe ich mit der Messingbürste von Wenz die Schwellen abgebürstet und mit einer grauen Beize eingepinselt. Irgendwie zieht die Beize nicht ins Holz. Man soll ja nach dem Beizen laut Anleitung noch mal leicht drüberschleifen. Dann ist bei mir aber die ganze Farbe weg.


    Wie erziehlt Ihr schöne Ergebnisse? Was mache ich falsch?


    LG


    Arnold

  • Moin
    Kann sein das sich auf deinen Schwellen Klebereste oder aber Fette (vom anfassen) befinden,versuchen mehrmals zu Streichen oder Schwellen austauschen. Die Schwellen sollte vor dem Verlegen Gebeizt werden


    gruss uwe

  • Hallo Arnold,


    ich arbeite auch in einer anderen Reihenfolge:


    • Schwellen ggf. ablängen
    • bürsten
    • beizen
    • trocknen
    • verlegen

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es an den Schwellen liegt, die die Beize nicht annehmen. Ich tippe eher auf die Beize. Ich nehme für Schwellen immer die "giftige" Variante, also nicht die wasserlösliche. Diese hole ich beim befreundeten Tischler in kleinen Gläsern gegen schmales Geld (meist ohne) und tauche die einzelnen Schwellen komplett ein, dann auf Zeitungspapier trocknen lassen.


    Mein Tipp: einfach mal die Beize wechseln!


    Viel Erfolg, Gruß
    Thomas



  • Servus Thomas!


    Ja, ich denke auch dass die Schwellen die Beize nicht annehmen. Ich habe die Beize vom Wenz. Werde beim nächsten Versuch dann die Schwellen vorher beizen. Welche Farbe nimmst du für die Schwellen?


    LG


    Arnold

  • Ich bepinsel die schmalen Seiten der Wenzschwellen mit Cloubeize. Dann werden die Schwellen auf das Trassenbrett geklebt. Danach plangeschliffen, mit Drahtbürste und Cutmesser bearbeitet. Dann wird die Schwellenoberseite mit der Beize eingestrichen. Zum Abschluß wird Klarlack seidenmatt über Schwellen und Trassenbrett gesprüht. Dies ist erfoderlich weil sonst der Schotterkleber die Beize


    aufhellt.


    Viele Grüße


    Hans-Günter


  • Hallo Hans-Günter!


    Zieht bei dir die Beize ins Holz rein?


    LG


    Arnold

  • Hallo Arnold




    Ich bearbeite meine Holzschwellen, sind von Hegob und aus Eichenholz


    wie folgt


    1. Mit dem Skalpell werden die Kannten bearbeitet ( beim Streckengleis nicht bei Weichen)


    und Risse in die Schwellen geritzt.


    2. Mit einer Messingbürste bearbeiten.


    3. Danach kurz in ein Behälter mit Beize legen ,ich verwende die von Clou eine Mischung


    aus 1706 moorbraun und 1702 hellbraun


    4. nach dem antrocknen mit einem feuchten Tuch soweit abreiben bis der gewünschte


    Verwitterungs- Effekt erreicht ist.


    5. Schwellen mit mattem Klarlack behandeln.


    Und nach dem trocknen verbauen.




    Gruß Hape

  • Hallo Arnold,


    bei behandeln der Schwellen verwende ich auch eine Beize von Clou, zwar einen anderen Farbton wie der von Hape, aber es funktioniert hervorragend.


    Allerdings verklebe ich meine Schwellen aus eigener Herstellung vor dem Beizen direkt auf dem Untergrund, wobei ich darauf achten muss das der Leim (wasserfest) beim andrücken der Schwellen nicht an den Seiten hochzieht. Leim nimmt nun mal keine Lacke und Beizen an.


    Aufgetragen wird der Leim mit einem kleinem Borstenpinsel, etwas breiter als die Schwellen.



    Die weißen Stellen an den Schwellen sind Leimreste die halt keine Beize annehmen.
    Wenn man darauf achtet das sie unterhalb des Schotterbettes bleiben gibt es Später auch keine optischen Probleme.



    Naja, 1 Liter ist vielleicht für die paar Schwellen ein bischen viel aber wer ahnt schon was da noch so alles kommt.


    Viel Spass beim Schwellenlegen und beizen.


    Gruss Achim

  • Hallo Achim,


    generell verwende ich den Kaltleim immer sehr sparsam und mit Druck. Sollte dennoch einmal Kaltleim aus einem Spalt herausquellen, wische ich den herausquellenden Kaltleim immer sofort mit einem gefalteten, sehr feuchten Papiertuch ab. Bisher konnte ich danach immer das Holz problemlos beizen, ohne das der Kaltleim Spuren hinterlassen hat.


    Schöne Grüße aus dem Westmünsterland


    Bernd



  • Hallo Achim,


    ich probiere gerade auch die Clou Nussbaum braun aus. Hab ich mir letzte Woche als Sackerl Pulverbeize gekauft. Der Farbton Mahagoni hat übrigens auch was. Geklebt habe ich die Schwellen mit dem Tesa Kleber rot. Probieren will ich auf alle Fälle noch das Beizen vor den Verlegen und Schwellen streichen mit Xyladecor.


    LG


    Arnold

  • Zitat von Bahnschwelle:
    >Aufgetragen wird der Leim mit einem kleinem Borstenpinsel, etwas breiter als die Schwellen.<



    Vielleicht noch ein kleiner Tipp,


    als ich die Schwellen für mein Oe-Module gebeizt habe, habe ich den Untergrund gleich mit behandelt (Kommt natürlich auf den Untergrund an :-) ). Hat den Vorteil, das bei den oft transportierten Modulen, ausgebrochener Schotter nicht gleich dazu führt, das der Untergrund hell durchschimmert.

    Gruß


    Jürgen (K)


    Stay home, save live



    0-topia Dawerkusen
    - nächste Baustelle Weichenbau

    Edited 2 times, last by jk_wk ().

  • Hallo Arnold


    Ist die Pulverbeize Wasserfest ?
    Wen nicht mußt Du die Schwellen mit Klarlack Nachbehandeln ,sonst löst sich
    die Beize beim Einschottern durch den Leim wieder ab.
    Ich benutze nur den Wasser und Kranzfesten Clou
    Gruß Hape

  • die Beize zieht in die Wenzschwellen ein. Ich lasse diese einenTag trocknen. Wenn


    der Mattlack darüber gesprüht ist gibt keine Probleme mit dem Schotterkleber.




    Grüße von der Weser


    Hans-Günter

  • Hallo Arnold


    Ist die Pulverbeize Wasserfest ?
    Wen nicht mußt Du die Schwellen mit Klarlack Nachbehandeln ,sonst löst sich
    die Beize beim Einschottern durch den Leim wieder ab.
    Ich benutze nur den Wasser und Kranzfesten Clou
    Gruß Hape


    Hallo Hape,


    ja, ich werd nach dem Granieren der Schwellen mit Silbergrau noch Klarlack drüberschmeissen....


    Dunkelt bei Dir/Euch der Schotter durch den Kleber ab?


    LG


    Arnold

  • Hallo Arnold, hallo Achim,
    das Problem mit der "quasi-Imprägnierung gegen das Beizen der Schwellen" (oder anderer Hölzer) durch Leim ist nicht wirklich ein Problem - die Fa EDDING bietet ein ziemlich grosses Sortiment von Filzstiften in vielen Stärken und Farbvarianten, mit denen man solche Stellen sehr gut und dauerhaft kaschieren kann. Ich habe im Rahmen meines Gebäudebaus in "Spurensuche" sehr gute Erfahrungen damit gemacht, und zwar nicht nur auf Holz, sondern genau so auf Plexiglas und verschiedensten Blechen.
    Viel Erfolg und beste Grüsse
    Dieter

  • Moin liebe Kollegen,


    dass Thema Echtholzschwellen "richtig einfärben" ist wirklich viel leichter als Plastikschwellen den "richtigen Farbton" zu verpassen!
    Die Schwellen werden im Rohzustand bearbeitet, dh. auf die gewünschte Länge gebracht, mit Einkerbungen usw. gemäß dem Vorbild versehen, in einer Spiritus - Holzbeize eingetaucht und trocknen gelassen, je nach Wunsch und Grad des Farbtons dies nochmals wiederholt und im Anschluß nach der guten Durchtrocknung auf das Trassenbrett - in meinem Fall - mit wenig Ponal Wasserfest unter Druck geklebt.
    Nach dem Abbinden des Leim können nun die Schienen individuell bearbeitet, gefärbt und auf die Schwellen montiert werden.
    Danach wird mit wenig Trockenfarbe / Kremerpigmente der letzte Schliff mit Rost, Moos usw getätigt.
    Ich persönlich behandle die Schwellen zum Schluß nicht mit Klarlack, dabei gehen die schönen Farbtöne, Schattierungen und Spiegelungen unter!


    Hier noch ein paar Bilder zu den "eingefärbten Schwellen", welche ein dem Vorbild exakt nachgebildetes altes Kleinbahn Gleis entsprechen:









    Nach dem einschottern wird das Gleis noch einmal "Finish" behandelt!
    Ein "kleiner Fehler" ist aber auf diesen Bildern erkennbar.
    Das Gleis ist noch nicht mein gerade im Bau befindliches Kleinbahn Gleis nach preussischen Normalien in der Spur Null, sondern ein Gleis in H0pur.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!