• Hallo,


    Ich kenne mich über die neumodischen DB Wagen nicht aus. Ich denke das, das die Achslager vorn am Längsträger angelötet würde, statt dahinter. Die Federn sollten ja am Längsträger sein. Sind die Federn auch verkehrt rum? Lieg ich richtig?


    Viele Grüße Robby

  • Naja Robby,


    Du würdest nur die preuss. Abteilwagen von Lenz kaufen 8o


    Zumindest hat der Erbauer entweder die zugegeben spärlichen Unterlagen zum Bausatz total fehlinterpretiert oder total ausser Acht gelassen. Auf jeden Fall kein Einzelschicksal. Ich habe in den vergangen Jahren einige solcher Bausatz-Leichen wieder in einen Bausatz verwandelt und neu aufgebaut. Die alten Bausätze kann man schon mal für € 150,- bekommen. € 380,- für das missratene Teil sind allerdings schon ein starkes Stück, zumal der Rest auch nicht besonders gut gebaut ist. Andererseits steht jeden Morgen ein Dummer auf.......


    Es ist derzeit leider viel Schrott auf dem Markt. Daher sollte das Rätsel eher als Mahnung dienen, eben genau hinzuschauen. Der teuerste Kauf ist immer noch der Fehlkauf :!:


    Null-Problemo :thumbup:


    P.S.: die Fräsarbeiten zu diesen Wagen / Bausätzen hat seinerzeit Johann Schullern gemacht. Wenn auch nicht 100% stimmig sind die Teile sehr präzise gefertigt. Auch das nutzt anscheinend nicht viel... :S

  • Hallo liebe Spurensucher,


    habe ich eine weitere Unpässlichkeit ausgemacht, oder gab`s das so irgendwann mal wirklich? ?(


    Wenn ich die Ebay - Bilder, insbesondere die Stirnseiten anschaue, sind die Bremsschläuche rechts von der Kupplung angebracht.
    Ich hätte diese links neben der Kupplung montiert ...


    Viele Grüße aus`m Allgäu
    Norbert

  • Hallo liebe Spurensucher,


    habe ich eine weitere Unpässlichkeit ausgemacht, oder gab`s das so irgendwann mal wirklich? Wenn ich die Ebay - Bilder, insbesondere die Stirnseiten anschaue, sind die Bremsschläuche rechts von der Kupplung angebracht.
    Ich hätte diese links neben der Kupplung montiert ...


    Moin, ich vermute anhand der Bilder, dass die Hauptluftleitung gerade auf einer Seite durchläuft, mithin beide Schläuche auf der gleichen Seite des Fahrzeugs angebracht sind. Das gibt es durchaus, denn rechts oder links sieht man beides an Güterwagen, auch solchen der gleichen Gattung. "Gewaltsames" Kreuzen auf die andere Wagenseite hinter der Pufferbohle ist nicht so schlau, da Hauptluftleitungen möglichst gerade und ohne scharfe Ablenkungen durch den Wagen laufen sollen. Grund dafür ist die Durchschlaggeschwindigkeit der Bremse in langen Zugverbänden, deshalb soll es möglichst wenige Strömungswiderstände/Druckverluste in der HLL geben.


    Waggons mit besonders langen Überhängen (Drehzapfen/Radsatz bis Puffer, z.B: SSlmas 53/Rs 680) haben auf beiden Seiten Schläuche für die HLL, damit kann man sich vielleicht die im Gleisbogen bessere Verbindung aussuchen - keine Ahnung, ein anderer möglicher Grund fällt mir aber gerade nicht ein. Genauso Wagen mit Dampfheizleitung, da man ja nicht ausschließen kann, dass die Heizkupplung mal den Bremskupplungen im Weg ist.


    Für einen Gmmhs 57/Gbrs/Gos 253, und um den handelt es sich hier offenbar, galt daher vermutlich beidseitig. Gos 245/253 findet man mit zwei und mit vier Bremskupplungen, ich vermute dass diese Wagen ab Werk vier Stück hatten und je zwei nach Entfall der Dampfheizleitungen in der frühen Epoche IV abgebaut wurden - oder eben nicht.


    Gruß,
    Schlußscheibe

  • Hallo,


    also ich finde, die Profile, die dafür sorgen, dass die Rollenlager nicht nach untern herausfallen können, sind zu lang, sollten nicht überstehen.


    Bemerkung: Vorteil gelöteter Messingwagen ist, dass man auch mal wider etwas entlöten und abändern kann.


    Gruß
    Kallisto

  • Waggons mit besonders langen Überhängen (Drehzapfen/Radsatz bis Puffer, z.B: SSlmas 53/Rs 680) haben auf beiden Seiten Schläuche für die HLL, damit kann man sich vielleicht die im Gleisbogen bessere Verbindung aussuchen - keine Ahnung, ein anderer möglicher Grund fällt mir aber gerade nicht ein. Genauso Wagen mit Dampfheizleitung, da man ja nicht ausschließen kann, dass die Heizkupplung mal den Bremskupplungen im Weg ist.


    Hallo Schlussscheibe,


    mit den Kurven hat das was zu tun, und ja man sucht sich den Besseren aus


    - und das ist die Diagonalverbindung, da somit in beiden Kurven (links oder rechts) die gleiche Schlauchlänge zur Verfügung steht.
    Stell Dir vor, Du kuppels von einem Wagen aus gesehen die beiden direkt gegenüberliegenden Schläuche - nehmen wir an rechts.
    Dann fahren die zwei Wagen in eine Rechtskurve - Die Schlauchanschlüsse bewegen sich aufeinander zu - alles gut.
    In einer Linkskurve entfernen sich die Schlauchanschlüsse voneinander - bei einer engen Kurve kann das knapp werden, zumindest werden Schläuche und Kupplung stark belastet.


    Gruß
    Matthias

  • Mal ein Blick aus Sicht des Rangierers:


    In der Regel nimmt man die sich gegenüberliegenden Schläuche zur Verbindung. Dazu gibt es zwei Gründe:

    • Die Lufthähne sollen gleichzeitig geöffnet werden - das geht bei diagonalverbundenen Schläuchen nur sehr schwer und
    • wenn die Luftschläuche diagonal gekuppelt sind, kann der Rangierer nur sehr schwer bis gar nicht unter der Kupplung durch auf die andere Seite steigen. Denn ein Rangierer muss, wenn er die Seite wechseln will, entweder eine Bremserbühne nutzen oder unter den Puffern und der Kupplung durchsteigen. Gekuppelte Luftschläuche werden dabei überstiegen. Und eine diagonal unter der Kupplung gekuppelte Schlauchverbindung verhindert eben das Durchsteigen.


    Hinzu kommt, dass es sich auch ein Rangierer immer so einfach wie möglich macht. Warum dann eine Diagonalverbindung machen, wenn es auch anders geht???



    Freundlicher Gruß
    Stefan (privat, nicht als Webmaster)



    .

    Im Namen des Vereins mit freundlichsten Grüßen!
    Rainer B.
    2. Vorsitzender des Spur-0-MEC Niederrhein e.V.


    Achtung: Fahrtag an jedem ersten Freitag im Monat ab 15:00 - Gäste sind herzlich wilkommen, Fahrzeuge auch! Entsprechend der Verfügung des Landes NRW dürfen wir derzeit Corona-bedingt keine Fahrtage durchführen.


    Spur-0-MEC Niederrhein e.V.

  • Moin,


    gehört eigentlich nicht mehr zum Thema "keine Ahnung von Eisenbahn, aber Messingbausätze zusammenkloppen".


    Nur der Vollständigkeit halber: bei Wageneinheiten kreuzt die Hauptluftleitung normalerweise unter der inneren Kupplung auf die andere Seite. Damit ist, wie Matthias schreibt, immer die ausreichende Schlauchlänge bei Bogenfahrt gewährleistet, zudem können so beide Wagenhälften bezüglich der Bremse baugleich sein.


    Die von Stefan genannten Nachteile kommen an dieser Stelle nicht zum tragen. Was am Wagenende geschieht, ist ansonsten dem Zufall überlassen, denn es lässt sich weder beeinflussen, ob der nächste Wagen eine einseitige oder kreuzende HLL hat bzw. für Wagen mit einseitiger HLL gibt es zwei Möglichkeiten, auf dem Gleis zu stehen...


    Richtig unübersichtlich wird es aufgrund der Fahrzeugüberhänge und diversen zu kuppelnden Leitungen im Personenverkehr.


    Gibt übrigens auch linke und rechte Luftabsperrhähne dazu, aber zumindest bei Güterwagen scheint es zu deren Verwendung keine richtige Regel zu geben.


    Gruß,
    Schlußscheibe

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