Aufforstung an der Braunlage-Andreasberger Eisenbahn

  • Da meine Anlage wie bekannt im Harz spielt, dürfen auch die typischen Harzer Fichtenwälder nicht fehlen. Am einfachsten bekommt man sie auf der Hintergrundkulisse hin. Dafür gibt es an der BAE zahlreiche Beispiele. Und dennoch: um das richtige HARZ-feeling, oder auf deutsch Atmosphäre zu erhalten, müssen auch reale Waldstücke mit realen Bäumen vorhanden sein. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
    Aber das ist leichter gesagt als getan, denn Modellfichten für den 0-Maßstab sind entweder grottenschlecht oder spielen in der preislichen Oberliga. Das mag einem Dioramenbauer gleichgültig sein, der mit zwei erstklassigen Solitärfichten auskommt, bei meiner großen Anlage sind fünfzig Bäume so gut wie nichts.
    Zunächst mal die Stelle, die aktuell aufgeforstet wird. Wer das BAE-Buch hat, kennt den "hinguckerlose Bergrücken" auf S. 242:



    An dieser Stelle bin ich nun seit geraumer Zeit zugange. Meine ca. 40cm hohen Fichten entstehen nicht durch Maoam, sondern durch Verlängerung. Ich kaufe Mantelfichten bei der Modellbaum-Manufaktur Manfred Grünig und verlängere deren Stamm nach unten, so dass Hochstammfichten entstehen. Es müssen aber noch weitere Wedel angebracht werden, sonst sieht es nicht überzeugend aus. Das ist eine zeitintensive Arbeit, so dass ich pro Tag durchschnittlich nur zwei Bäume fertig kriege, entsprechend langsam schreitet die Aufforstung voran. Hier eine aktuelle Aufnahme:




    Das Stückchen Wald hier hat ziemlich genau die oben erwähnten fünfzig Bäume. Wenn ich den ganzen im ersten Bild gezeigten Bergrücken aufforsten will, muss ich mich schwer ranhalten.

  • Der vergessene Pinsel deutet darauf hin, dass dies ein Baustellenfoto ist.
    Mittlerweile ist Miraculix hier nochmal lang gekommen und hat einige von ihm mit Zaubertrank getränkte Fichtensamen auf den Boden geworfen und jedesmal ist in Sekundenschnelle eine Fichte aus dem Boden geschossen. Seht selbst:



    Wenn ich so weiter mache, brauche ich nur noch fünf Jahre für die restliche Aufforstung der BAE. *lach*


    Es gibt aber einen wesentlich gravierenderen Unterschied zum Bild im ersten Posting als die Zahl der Fichten. Und daran ist der "Baumbauer" nicht ganz unschuldig. Wer sieht es?

  • Hallo OOK,
    der Hintergrund ist schwarz und höher geworden und täuscht damit Tiefe und Dichte des Waldes vor.
    Vor einem blauen Himmelshintergrund wirken die Bäume wesentlich luftiger.
    Deshalb würde ich sagen die Bäume werden nach hinten kleiner und sind tiefer gepflanzt.


    Grüße. Jay, the K.


    PS bei meinen Gehölzen füge ich dazu immer noch Stämme ohne Kronen ein, die machen den Wald, zusammen mit Unterholz und Büschen am Waldrand, noch dichter

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

    Edited once, last by NYCJay ().

  • Der Strang hat eine Weile geruht, aber die Aufforstung an der BAE nicht. Allerdings kann ich nicht ständig Bäume bauen, es gibt ja genug anderes zu tun. Aber jede Gelegenheit wird genutzt, zum Beispiel ein Reha-Aufenthalt:



    Wenn gerade keine Anwendungen waren und ich nicht in der Umgegend wanderte, war abends Fichtenbau angesagt. Beim Löten musste ich jedoch vorsichtig sein, damit der Rauchmelder nicht Alarm schlug.



    Diese Aufnahme ist erst zwei Tage alt. Der Wald am Achtermann hat sich um die gesamte Kehre herum ausgedehnt und wächst schon wieder, ganz im Gegensatz zum realen Harz, wo die Fichten immer weniger werden.
    An der Kulisse links sind verlängerte H0-Bäume von NOCH als Hintergrundbäume gesetzt, im Vordergrund werden dann wesentlich größere komplett selbstgebaute Exemplare gesetzt. So entsteht dadurch eine zusätzliche perspektivische Tiefenwirkung.


    Jetzt wird es aber höchste Zeit, dass ich mich um die Einwanderung von Hirschen kümmere,, die es ja jetzt für 0 gibt. Ein Jägerhochsitz ist auch in der Mache, damit der Bestand nicht gleich Überhand nimmt.


    Grüße


    Otto

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