Hilfe bei der Fehlersuche im digitalen System

  • Moinsen!

    Gibt es eine Möglichkeit das Laden des Pufferspeichers zu verzögern damit nicht alle Loks gleichzeitig Strom ziehen? ... In meinem BW stehen 7 Loks und dann ist ende Feuer.

    Welche Zentrale? Welche Speicher-Bausteine? :/


    PowerPacks von ESU haben z.B. ein eingebaute Strombegrenzung um eine Überlastung der Zentrale beim Einschalten zu verhindern. Diese liegt nach eigener Messung bei etwa 0,2A pro PowerPack.


    Manchmal ist auch einfach die Zentrale für die Menge an Verbrauchern nicht Leistungsfähig genug, dafür gibt es dann Booster die einen separaten Abschnitt (z.B. das Bw) mit Strom versorgen.


    Für mich klingt da die Technik ziemlich unausgegoren.

    Nun, wie so oft ist es nicht die Technik an sich, welche die "Schuld" trägt, sondern der Umgang damit. ;)



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Manchmal ist auch einfach die Zentrale für die Menge an Verbrauchern nicht Leistungsfähig genug, dafür gibt es dann Booster die einen separaten Abschnitt (z.B. das Bw) mit Strom versorgen.

    Wie Du vorher schon hättest lesen können, ist es nicht ungewöhnlich, daß sich gerade im BW oder im Abstellbahnhof die meisten Loks versammeln. Da hilft ein Booster auch nicht weiter, da müßten dann schon mehrere Gleise einzeln abgeschaltet werden.


    Nun, wie so oft ist es nicht die Technik an sich, welche die "Schuld" trägt, sondern der Umgang damit. ;)

    Klar, die Nutzer sollen sich an das Produkt anpassen. Erinnert mich an Loriot`s Hosenkauf, "das trägt man jetzt kürzer" oder die Hose muß man erst einlaufen durch tiefen Kniegang...


    Gruß,

    Ralf

  • Hallo zusammen


    Vielen Dank für die vielen Antworten und Anregungen, in meinem BW stehen gerade 6 Lenz Loks, 1 MTH und eine mit ESU Decoder zudem auf der Anlage noch 5 beleuchtete Wagen. Ich meine das ist eine übliche Anhäufung von Fahrzeugen, zumal in meiner Vitrine auch noch ein paar Loks stehen die gerne fahren möchten.


    Ich werde mal schauen wo die Schwelle liegt dass ich noch einschalten kann, auch wie sich das verhält Licht eingeschalten oder nicht. Ich finde die Idee dass eine Steuerung selbst ständig die Verbraucher ausschaltet gut, bei mir war das sicher nicht der Fall.

    Zudem wird meine Lenz Zentrale LZV100 mit Gleichstrom versorgt damit ich die Volt höher stellen konnte und die max. Leistung ist auch eingestellt.


    Vielleicht überlegen sich die Hersteller der Decoder ob es nicht sinnvoll wäre dieses Problem auf irgend eine Art zu lösen, den wenn ich als Beispiel Lenz nehme, auf der Homepage gegen 20 verschiedene Baureihen gelistet und wenn man alle im Fuhrpark hat sollte doch dies auch ein Thema sein.


    Gruss Michael

  • Einzeln abschaltbare Gleise im Lokschuppen? Geht's noch?

    Digital dort, wo es sein muss, aber ein Selbstzweck muss es auch nicht sein. Abstellgleise lassen sich sehr gut automatisch abschalten, z. B. mit simplen IR-Lichtschranken, die das Gleis nach Erreichen der Endstellung des Zuges über ein Relais abschalten. Zum Losfahren wird einfach ein kurzer Impuls auf das Relais gegeben, bis der Zug den Abschaltbereich verlassen hat. Einen Booster einzig wegen der Power-Kondensatoren halte ich für überdimensioniert und nicht gerade umweltfreundlich (Stromverbrauch, E-Schrott).

  • Da bin ich ja ganz bei Dir, Michael,


    mein Beitrag richtete sich auch genau gegen die vorgeschlagene 10 A Zentrale oder gegen diverse Booster. Wenn Du meinen Beitrag ganz liest, siehst Du, daß ich ein besseres Einschaltverhalten fordere, welches sparsamer mit dem Strom umgeht. Es wurden in diesem Beitragsbaum bereits konstruktive Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert.


    Gruß,

    Ralf

  • Moin,


    ich kann mich gut erinnern, dass dieses Thema ab und an mal aufflackert hier. Es ist bereits sehr viel dazu geschireben worden, sachlich als auch unsachlich. Lasst doch mal dieses persönliche Hickhack bleiben....


    Grundsätzlicher Gedanke dazu: wenn man eine Anlage entsprechender Grösse hat und die vorhandene Digitalsteuerung, gleich welchen Herstellers, für den Betrieb bisher ausgereicht hat, wo liegt das Problem? Wir hatten hoffentlich alle mal Physik in der Schule und sollten daher auch wissen, dass man bei zu hohem Einschaltstrom diesen begrenzen sollte. Was spricht nun also dagegen, ohne wieder von diversen Herstellern eine Lösung für ein doch persönliches Problem zu fordern, seine Anlage in Teilbereiche elektrisch zu gliedern und diese Stück für Stück zuzuschalten? Die miesten haben eh Bauabschnitte, das sollte bei der Vorabplanung berücksichtigt werden können. Und wir alle kennen eine elektrische Fehlersuche sehr gut, jeder hat da schon Stunden an Zeit auf den Kopf gehauen für die Suche eines Kurzen oder? Einfach elektrische Teilbereiche gleidern und einzeln nacheinander zuschalten und schon läuft der Laden.


    Gruss, Dirk


    PS: Vielfach vorhandener Dreck durch Öl, Staub Radabrieb usw....erhöht imens den Widerstand bei der Stromübertragung Rad-Schiene. 0 hoher Strom am Ende.

  • Ich bin wieder mal bass erstaunt über die Richtung in die dieser Beitrag abdriftet. Werden da ja wie im wirklichen Leben die technischen Fakten durcheinandergeschmissen die nichts miteinander zu tun haben und mancher Halbwissende legt ein Schäuferl nach. Sorgenfreien Markenkauf gibt es nicht. Ein Branding kann überall aufgebracht werden.


    Ein Booster oder eine Digitalzentrale mit hoher Leistung ist mal vorsichtig gesagt viel besser als eine genau angepasste. Wir brauchen nur auf die Leistung einer einfachen Sicherung - JA, ich meine den normalen Sicherungskasten - schauen. Da ist bei den Sicherungen motorische und induktive Last angegeben. Und wer eine große Trennscheibe ohne Sanftanlauf besitzt und diese mal an einer 10 oder 13 Ampere Sicherung einschaltete hat die Erfahrung gemacht das die Sicherung fliegt obwohl die Leistung der Maschine ja unter der Grenzlast der Sicherung liegt. Kühlschränke können das auch ganz hervorragend!

    Und wenn dann 2 Ölradiatoren mit der Grenzlast der Sicherung dranhängen und diese gleichzeitig ein und/oder ausgeschalten wird rührt sich nichts und die Sicherung spricht nicht an, der Strom bleibt eingeschaltet.


    Meiner bescheidenen Meinung nach muss ich mich mit einem Produkt auseinandersetzen, Nicht kaufen und dann maulen und fordern hätte der Hersteller machen müssen. Niemand kennt meine Anforderungen und ich will auch nicht das jemand für mich das Denken übernimmt - wie z.B. die automatische Anmeldung am DCC System. Zuerst wissen was ich will, dann das entsprechende Produkt kaufen oder wenn es zu teuer ist Abstriche meiner Forderungen überlegen. Dann funktioniert es auch im realen Leben, nicht nur bei der Modellbahn.

    In dem Zusammenhang frage ich mich immer warum das Digitalgerät (um ein Beispiel anzuführen, Multimaus) bei der Bitte nach einer Fehlersuche angegeben wird obwohl die gar nichts mit der Stromstärke auf der Anlage zu tun hat.


    Ein Booster/Zentrale die 30A Spitze und 25A Dauerleistung kann gibt diese Leistung aber nicht ab wenn es die angeschlossenen Verbraucher nicht einfordern sondern dümpelt mit 1 bis weiß nicht wieviel Ampere Leistungsabgabe einfach vor sich hin. Aber sie hat Reserven wenn ich sie brauche und ich erspare mir das jammern das etwas nicht funktioniert.


    Und eine 3A Zentrale die ich durch eine stärkere ersetzen muss ist Elektroschrottproduktion durch einen umweltbewussten Anwender in Reinkultur (sorry Martin, das musste sein *grins*) während eine elektronische Komponente die ich nur zum Teil belaste einfach länger hält als eine die dauernd knapp oder gleich auf der Volllast beansprucht wird.


    Im MEAV Traiskirchen machten wir mit einem Roco Booster 10764 - und nein es ist ein Booster, die Zentrale ist die Multimaus - die Erfahrung das nach einigen unfreiwilligen Kurzschlüssen dieser Booster keine 3,2 Ampere Leistung mehr brachte. Er ging bereits bei ca. 2,5 A in die Knie und schaltete ab während der 10765 Booster die Leistung brachte. Und genau deswegen haben wir jetzt eine PRO Zentrale von Roco die nur einen MD 8A (10 A Spitze) Booster mit dem Signal versorgt und sich bester Gesundheit erfreut. Die Anlage nimmt je nach eingesetzten Soundloks 4 bis 5 Ampere Strom bei durchschnittlich 10 Loks. Das kann direkt am Booster abgelesen werden - mein persönlicher Zusatz für die Zweifler.

    Was wir mit der Roco Kombi 10764 und 10765 bei ca. 4 bis 6 A gemessenen Strombedarf am 0e Teil über Jahre nicht störungsfrei hinbekamen.

    Die Erfahrung an Schäden der Roco Booster durch Kurzschlüsse habe ich in einem anderen Verein auch noch miterlebt. Auch hier wurden die Roco Teile ersetzt.

    Noch ein Detail am Rande zum Thema Kabelquerschnitt und Kurzschlusserkennung am Gleis: Beim Testen des MD Boosters haben wir versucht ziemlich am weitesten weg von der Einspeisung mit einem auf die Schienen gelegten Schraubendreher einen Kurzschluss zu verursachen. Netje, der Booster arbeitete weiter ohne abzuschalten. Haben wir nicht einmal probiert und uns dann entschieden den nächsten Fahrtag am kommenden WE trozdem durchzuziehen. Und just an diesem Fahrtag verursachte keinen halben Meter von unserem "Testgebiet" eine MT Lok einen Kurschluss und - oh Wunder, der Booster erkannte ihn und schaltete ab. Erklärung haben wir bis heute keine dafür aber haben nach der Funktion auf weitere Tests verzichtet. Und ratet mal, der Kabelquerschnitt der 0e Ringleitung ist keine 1,5² bei mehr als 100 m Gleis- bzw. Kabellänge entgegen jeder klugen Empfehlung der Experten, Fachleute und ......


    Und wie ich schon wiederholt zur DCC Ausrüstung des MEAV-Traiskirchen schrieb liegen die bekannten und ständig erwähnten Markenzentralen, in bester deutscher Qualität selbstverständlich, im Kasten und wir fahren problemlos mit dem Rest.


    Wie ich die Community hier kenne werden wahrscheinlich wieder die Zweifler mächtig widersprechen weil ja von einem Ösi nichts Gscheites kommen kann, wie die Zimo Decoder zum Beispiel *grins*. Damit kann ich leben und wer es schafft kann sich ja wie der biblische ungläubige Thomas im Vereinslokal von der Funktion unseres Equipments überzeugen.


    lg Franz

  • Deswegen sollten die Loks beim Einschalten der Anlage nicht vorauseilend den Speicher laden, auch wenn sie heute gar nicht alle zum Einsatz kommen, sondern erst wenn eine Lok auch tatsächlich angesprochen wird. Und zwar nicht nur durch Licht einschalten sondern eben ab Fahrstufe > 0, also wenn überhaupt die Gefahr einer kommenden Stromunterbrechung besteht. Ob das machbar ist, weiß ich nicht, ich werfe das nur als Verbesserungsvorschlag ein.

    Das wäre die sinnvollere Variante, als der Ruf nach Boostern im zweistelligen Amperebereich. Ich sehe die Aussage von Ralf als konstruktiven Vorschlag und Anregung an den Erfindergeist der Hersteller. Wenn Fahrzeugführer mit dem Betägigen einer Fahrstufe ihre Purzelbäume schlagen können, dann wäre das gleichzeitige Aktivieren der Powermodule bestimmt auch kein Problem.

  • Hallo Zusammen,

    Das wäre die sinnvollere Variante, als der Ruf nach Boostern im zweistelligen Amperebereich. Ich sehe die Aussage von Ralf als konstruktiven Vorschlag und Anregung an den Erfindergeist der Hersteller. Wenn Fahrzeugführer mit dem Betägigen einer Fahrstufe ihre Purzelbäume schlagen können, dann wäre das gleichzeitige Aktivieren der Powermodule bestimmt auch kein Problem.

    Eine interessante Idee - das wird aber mit den vorhandenen Decodern nicht gehen ... weil da vermutlich der Schalter/FET zum Schalten des Speicherbausteins fehlt.


    Das wäre also etwas für Lenz, Esu, Zimo, Tams, usw, ... und deren Decoder-Development-Devision ... für die Weiterentwicklung ...


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Ich habe nicht nach Boostern im zweistelligen Bereich gerufen. Es gibt sie einfach weil es ja neben der Spur Null und unseren Wissenden hier ja auch Leute gibt die Gartenbahn fahren und Leistung brauchen. Deswegen werden sie gebaut und auch verkauft. Und was sinnvoll ist in der Entwicklung entscheidet sich durch die Kunden welche Geld für ein Produkt ausgeben und nicht durch Wünsche von Einzelpersonen. Aber jeder darf sich alles wünschen. Ob es sinnvoll ist und verwirklicht wird ist nie ein Thema.


    Ich bin der Typ der sich bei der Umsetzung einer angedachten Lösung umsieht und egal wo es herstammt es wird für meine Zwecke verwendet. Ich persönlich brauche kein plug und play, ich habe Gehirn und von Psychologen festgestellte praktische Intelligenz. Wer nicht mehr dazulernt oder lernen will ist schon tot, er weis es nur nicht. Und es muss nicht das draufstehen wofür ich es verwende, Hauptsache es tut was ich will....


    lg Franz

  • Hallo an alle Schreibenden und Lesenden,

    lieber Ösi Franz,


    warum zum Teufel fühlst du dich gleich immer persönlich angegriffen, was soll das? Nimm doch mal bitte die persönliche Note raus und bleiben wir auf der sachlichen Ebene.


    Es gilt nach wie vor der alte Grundsatz, so wenig Stromstärke wie nötig. Alles was da dick aufträgt kann bei einem Kurzen auch mal ganz schnell nach hinten losgehen. Und sagen wirs mal so, je mehr Power im Rad-Schiene-System ist, umso mehr Dreck, Staub etc. kann sich durch die höher elektrische Ladung angezogen fühlen. Und der Begriff Booster sollte inzwischen hinreichend in der Umgangssprache verbraucht sein.... ^^ ^^


    Gruss, Dirk

  • Ich fühle mich nicht persönlich angegriffen. Wieso auch?


    Dummerweise betreibe ich keine Zimmeranlage sondern arbeite an einer Spur Null Anlage in einer ehemaligen Fabrikhalle mit. Die Anlage hat im Endausbau 18 Blöcke in denen bis zu 17 Züge stehen können und einige Abstellgleise. Wenn ich jeden Block mit 5 A Maximalstromaufnahme begrenze komme ich auf über 80 Ampere theoretischen Strombedarf ohne die sonst noch abgestellten Loks mitzurechnen. Was bitte mache ich mit 3A Zentralen/Boostern? Mit 50 Ampere Boosterleistung bin ich ja noch richtig christlich in meiner Beschränkung auf notwendige Leistung.

    Es war schon für Trafos schädlich diese im Regelfall mit mehr als 2/3 ihrer Leistung dauerhaft zu betreiben. Und der frühzeitige Hitzetod von Elektronikkomponenten ist noch immer nicht vom Tisch. Ich kommentiere die Aussage so viel Leistung wie nötig hier nicht näher, da ich ja auch davon ausgehe. Also erkläre mir hier einer was in meinem Fall gegen Booster im zweistelligen Leistungsbereich spricht.


    Ganz im Gegenteil kritisieren mich hier Leute die meine Hintergründe nicht kennen .


    lg Franz

  • Franz, die meisten von uns haben kleine und mittlere Heimanlagen und keine Mammutprojekte wie das von Dir genannte Szenario. In dem viel beachteten Thread von Konstantin war auch nicht eine Anlage zu sehen, deren Stromaufnahme mehr als die im Handel gängigen Zentralen benötigen würde und - wenn überhaupt - mit gängigen Boostern zu betreiben wäre. Ich denke, das Missverständnis entstand, weil die Schreibenden von ganz unterschiedlich dimensionierten Anlagen ausgegangen sind.

  • Wie ich schon mehrmals schrieb - 5 Ampere Strombegrenzung im Block. Und ich bin aus der Diskussion raus.


    "Wenn ich jeden Block mit 5 A Maximalstromaufnahme begrenze " aus meinem Beitrag rauskopiert.


    lg Franz

  • Moin, hallo Franz,


    dann habt ihr in Österreich anderen Strom als wir....es geht auch eher darum, dass die Weissheit im Grunde verteilt ist und nicht zentralisiert in einem Hirn, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken.

    Logisch ist, dass ich bei grossen Anlagen mehrere Einspeisungen brauche, die entsprechende Leistung in ihren Abschnitten zu Verfügung stellen. Diese dann aber theoretisch zusammenzurechnen ist kompletter Unsinn....


    Gruss, Dirk

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