Eine Häusergruppe für kleines Geld - leicht selbstgebaut!

  • Rechtzeitig zur kalten (Bastel)-Jahreszeit melde ich mich mal zurück mit einer kleinen Bastelei ;)


    Ärgert Ihr Euch auch immer über die teuren Preise der angebotenen Gebäudemodelle, die man dann auch noch auf jeder vierten Anlage, die man sieht, wiederfindet? Das muß nicht sein, denn jeder kann seine Häuser auch leicht und billigst selbstbauen...


    Eine ganz grobe Anleitung möchte ich Euch hier kurz vorstellen!
    Da ich bekennender Moselfan bin, baue ich gerne diese Häuser, die meist in diesem Zustand in dritter Reihe stehen.
    Das hier vorgestellte Ensembel wird ausschließlich mit billigen oder vorhandenen Baumaterialien gefertigt, lediglich die Fenster sind von
    Addi und Zapf und dienen auch dem massstabsvergleich, da ich sonst nichts ausmesse und auch nichts skizziere, sondern einfach frei Schnauze drauflos baue! ( Dass ich für meinen Baustil auch manchmal Kritik bekomme, weil z.B. die Statik niemals stimmen könnte,
    ist für mich in Ordnung, aber genau das Krumme, Schiefe, Ungenaue ist mein Baustil - und keine Angst: Es ist noch keines meiner Häuser eingestürzt...;))
    Aber seht selbst, hier das erste Bild der Gebäudegruppe, die zum Teil als Halbrelief ausgeführt ist!


    Im nächsten Beitrag verrate ich mehr...

  • ... So, da bin ich wieder!


    Für das Grundgebäude wird im Bastelladen ein Bogen starker Pappkarton für 1,79 gekauft ( ich baue aus Pappe, das ist am billigsten, am stabilsten und am einfachsten zu bearbeiten).
    Es werden nun die Hausseiten aufgezeichnet und die für ein paar Euros zugekauften Fenster aufgelegt und umzeichnet, anschließend mit einem scharfen Cuttermesser ( nach ca. 10 Fenstern wechsel ich die Klinge!) die Fenster ausschneiden.
    Dann werden die Hausseiten mit einem Pappstreifen zusammengeklebt, und schon hat man einen dreidimensionalen Körper, der sogar schon nach Haus aussieht! Das ganze dauert keine zwanzig Minuten...

  • Und nun ein kleiner " Kunstgriff":
    Ich habe im gut sortierten Bastelladen einen großen Bogen Fachwerk entdeckt.
    Diese Bögen heißen "Motivbögen".
    Das Fachwerk ist ca. im Maßstab 1:50, sollte also passen.
    Ich schneide es mit dem Cutter aus und klebe das Gitter dann auf die Hauspappe.
    Die Wirkung ist klasse!


    Oft haben die alten Fachwerkhäuser im Obergeschoß einen Vorsprung.
    Das mache ich mit einem aufgedoppelten Styroporstreifen...

  • Moin Moselwirt


    Deinen Baustil finde ich ganz hervorragend
    Einfach drauf los basteln ein klein wenig hat man es vor Augen wo die Reise hingehen soll und Attacke und vor allem aus möglichst simplen Dingen genau so halt ich es auch.
    und ich find gerade dat Krumme und schiefe macht irgendwie den Reiz und jedes Gebäude ein Unikat.
    Leider berichtest Du zu selten aber wenn mir ein Bericht von Dir unterkommt lese ich ihn immer seeeehr gern.
    Micha (Fan)

  • Hallo "Moselwirt"


    deine Modellbauweise und das entsprechende Vorgehen von der Einstellung her finde ich durchaus gut und nachahmenswert.
    Das habe ich auch schon nach Deinem ersten Bericht zum Ausdruck gebracht.
    Allerdings wäre es hilfreich, nicht nur für mich, sondern auch für alle Spur 0 Freunde, die eine ähnliche Einstellung
    zu Deinem Modellbau haben, wenn Du uns die Bezugs Quellen Deiner verwendeten Materialien nennen würdest.
    Gerade die Bögen mit dem Fachwerkmuster schreien geradezu danach.
    (Das soll keine Kritik sein, sondern mehr ein Wunsch)
    Also gerne mehr von Deinen konstruktiven Berichten mit etwas mehr Informationen.


    Mit den besten Grüßen aus dem Bergischen


    Harry

    Alle Berichte zum Thema Wupperburg



    Mein YouTube Kanal

    https://www.youtube.com/channel/UChG-rBRIQp-IIzr_CTE4KRw


    Jeden 4 ten Freitag im Monat Fahrtag bei den Eisenbahnfreunden Solingen.

    14:00 bis 19:30 Uhr. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Siehe auch Kalender.


    http://www.eisenbahnfreunde-sg.de/







  • Hallo Marcus,


    das war doch mal eine schnelle Ansage. Habe schon im Onlineshop geschnuppert.
    Dort gibt es ja reichlich Material für uns zum Basteln.
    Was man daraus machen kann, stellst Du uns ja Vorbildlich vor.
    Bitte weitermachen. :thumbup:


    Mit besten Grüßen aus dem Bergischen


    Harry

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  • Lieber Moselwirt.


    Deinen Ansatz find' ich echt klasse.
    Ob Pappe, Sperrholz, Hartschaum oder PS-Platte, hier haben wir die Möglichkeit, schnell und preiswert zum Wunschhaus zu kommen.


    Schon oft wurde dabei das Buch von Günter Fromm "Modellbahn-Bauten" gelobt. Ist schon ein bisschen älter, aber für Häuslebauer extrem nützlich. :)


    Aufgefallen ist mir, - und da muss ich jetzt doch Wasser in den Wein gießen - dass die Fensterausschnitte Deines Fachwerkhauses mit dem umliegenden Fachwerk wenig zu tun haben. Das ist leider auch nicht unter "krumm und schief" abzubuchen, sondern hat mit knallharter Baustatik zu tun. So etwas fällt leider optisch sehr auf.


    Fachwerkhaus bei Wikipedia mit guten Zeichnungen


    Fenster und Türen sind ja immer vom Fachwerk "umrahmt".


    Um jetzt nach dem Gemoser wieder auf das Konstruktive zu kommen:
    Lass 'nen fetten Weinstock davor ranken... :)


    Mach weiter,
    viele Grüße, Matthias

  • Hallo miteinander,
    für bestimmte Fälle finde ich eine "vereinfachte" Bauweise auch sehr angebracht.
    Ich habe zum Beispiel für meine 0m Rangieranlage eine "free-lance"-Halle mit Bahnanschluß, die im Hintergrund (ca. 2 m entfernt vom Betrachter), plaziert ist, gebaut.
    Sie entstand aus einem schnöden Wellpappkarton (20x30x40 cm) als Basis und wurde mit blauer, offener Wellpappe (aus dem Bastelgeschäft) kaschiert. Das Dach ist mit Vogelsand als besandetes Flachdach (stellenweise grün für das zwischenzeitlich gewachsene Moos) entstanden, die Blecharbeiten am Rand als Übergang zu den Wänden wurden mit grauem, gefalztem Karton gestaltet. Die Entlüftung an der Wand entstand aus 10 mm Sperrholz, grau eingefärbt, die auf dem Dach wurde aus entsprechnd zurechtgesägten und verklebten Kunststoffrohren hergestellt, der kleine Lüfter kommt aus der Bastelkiste.
    Links von der Toröffnung wurde ein vertikales Ent-/Belüftungsrohr aus einem 2mm Rundprofil mit oberer Abschlußkappe (aus der Bastelkiste) an der Wand angebracht.
    Die Tormechanik harrt noch der Realsisierung - ein erster Versuch war nicht befriedeigend.
    Viele Grüße
    Ulrich

  • Hallo Markus,


    meine Anerkennung!! Und die Bitte, mal einen Link zur Bestellmöglichkeit des Fachwerks oder eine Artikelnummer zu posten, denn ich finde das im Idee-Onlineshop leider nicht...


    Vielen Dank!

  • Hier kann man sehen, wie ungenau ich arbeite ;)
    Je ungenauer, je besser... 8o
    Das geht nur in Spur 0 haha...


    Nee Spaß beiseite, es ist tatsächlich so, dass durch die krummen Wände und die Tatsache, dass sich Pappe etwas verzieht,
    genau mein gewünschter Effekt eintritt, nämlich das romantische, urige, unvollkommene Gebäude.
    Deshalb lehne ich Holz oder Kunsstoffplatten zum Bauen ab, diese Häuser sehen natürlich oft professionell perfekt aus,
    jedoch oft leider ohne Charisma oder Wiedererkennungswert.


    Schaut Euch mal die Häuser in dritter Moselreihe an, oder Eifel, oder noch besser Hunsrück oder Elsass, oder...
    wer nicht reisen kann oder mag, kann diese Bruchbuden auch googeln!

  • An der Mosel und in vielen deutschen Mittelgebirgen gibt es wirklich noch viele alte Fachwerkhäuser, bei denen man sich fragt, ob sie sich so verzogen haben oder so krumm (weil billigeres Holz) gebaut wurden. Aber der Verlauf der schrägen Balken ist doch meist anders als auf den Druckvorlagen.


    Habe mal zwei (selbst gemachte) Fotos aus der Gegend um Bernkastel-Kues herausgesucht, die typische Fachwerkausbildungen mit einigen untypischen Fensteranordnungen zeigen, nach denen man sich beim Selberbauen richten kann.


    Gruß


    Gerd

  • Hallo Moselwirt (Markus?),


    Deine Häuslebau ist wirklich klasse :thumbup: bitte weiter berichten!


    Ich frage mich nur, ob das Fachwerk nicht "anderserüm" müsste!? Die Streben an den Ecken sollen doch die Echstreben stützen, oder nicht? Dazu müsste man das Fachwerk "auf den Kopf stellen"...


    Wenn ich Tante Gugel nach "fachwerkhaus " frage, sehe ich meist Häuser, bei denen es anders rum ist. Aber es gibt ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt :rolleyes:


    Das ungenaue Arbeiten werde ich mir mal bei Dir abschauen, das gefällt mir richtig gut :thumbup:


    Gruß
    Thomas


    Ups... der Gerd hat das auch gerade festgestellt...

  • Beim betrachten von Bild 7 denke ich mal das einige Streben verkehrt herum stehen bzw. in der Luft hängen.
    Die Anordnung zum letzten Bild ist richtig da die kleinen Streben den Hauptständer stützen.
    Aber wer sich darüber hinwegsetzt muß ja auch keine Bauaufsicht fürchten. :rolleyes:

  • Danke Matthias/Zahn -


    ;( da muss man echt drauf kommen, ich hatte mich nur nach Bildern orientiert.

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