? ESU Lok Programmer und Sounddecoder

  • Hallo Zusammen,


    ich habe mir einen ESU Lok Programmer zugelegt, um meine Fahrzeuge bzw deren ESU-Decoder zu programmieren, was auch hervorragend funktioniert.


    Frage: Obwohl der Lok Programmer DCC Protokolle verarbeiten kann, erkennt er beispielsweise den Decoder einer Lenz Köf II nicht.


    Warum?


    Kann ich keine Lenz Loks mit dem ESU Programmer programmieren? Brauche ich dafür den Lenz Decoder Programmer?


    Des Weiteren hatte ich mir vor Jahren einen VW T1 zur Klv20 umgebaut. Dieser besitzt einen ESU Sounddecoder. Seltsamerweise verharrt der Sound des Käfer/Bulli Motors im Leerlaufbetrieb, obwohl das Modell beschleunigt. Ist das ein Fehler im Decoder oder kann ich diese Einstellung mit dem Lok Programmer verändern?


    Vielen Dank und schöne Grüße
    Norbert

  • Hallo Norbert,


    wie der Name schon sagt, ESU Lok-Programmer.
    Ich besitze auch einen seit einigen Tagen, habe aber noch nicht ausprobiert.
    Aber ich meine, in der Anleitung gelesen zu haben, ... für ESU Decoder ....
    Lenz verwendet doch, wenn ich richtig informiert bin, keine ESU Decoder sondern Dietz.
    Für ZIMO Decoder benötigt man auch den ZIMO Programmer.
    Es ist wahrscheinlich wie immer, jeder kocht sein eigenes Süppchen.


    Gruß Dieter

    Freundschaft ist ein zerbrechliches Gut

  • Quote

    ...wenn ich richtig informiert bin, keine ESU Decoder sondern Dietz.


    Also ich glaube, das Lenz eher Lenz-Dekoder verwendet........ 8o


    Sofern die Software des Programmers aktuell ist, sollte er die Köf als Standart-Dekoder (also einen Dekoder mit Basis-Funktionen, CV 1 bis 128 nach NMRA) erkennen. Die Sound-CV´s lassen sich dann mit dem Icon "CV´s lesen und schreiben" bearbeiten.


    Null-Problemo :thumbup:

  • Danke, Dimabo, für das Stellen dieser Frage.


    Ich habe die Ergebnisse in den Antworten mal so für mich zusammengefasst:


    1) Mit dem ESU-Programmer kann man alle ESU-Decoder programmieren (CVs ändern)
    2) Mit dem ESU-Programmer kann man alle Sound-Files, die auf den ESU-Sound-Decodern gespeichert sind, bearbeiten
    3) Mit dem ESU-Programmer kann man Sound-Files auf die ESU-Sound-Decoder aufspielen
    4) Mit dem ESU-Programmer kann man die CVs aller anderen Decoder ändern
    5) Mit dem ESU-Programmer kann man keine Sound-Files, die auf Sound-Decoder anderer Hersteller gespeichert sind, verändern
    6) Änderungen bei der Zuscheidung von auf diesen Nicht-ESU-Sound-Decodern gepeicherten Sound-Files zu den Funktionstasten sind mit dem ESU-Programmer möglich, da das nur über die Veränderung von CVs erfolgt.


    Ich bitte die Fachleute unter den hier Mitlesenden um Bestätigung, ob diese Zusammenfassung richtig ist.


    Weiter bitte ich um eine Aussage, ob die über das Icon "CVs Einlesen/Schreiben" eingelesenen CV-Werte fremder Decoder vom ESU-Lokprogrammer als Datei gespeichert werden können, quasi als Backup?


    Mit freundlichem Gruß
    Stefan

    Im Namen des Vereins mit freundlichsten Grüßen!
    Rainer B.
    2. Vorsitzender des Spur-0-MEC Niederrhein e.V.


    Achtung: Fahrtag an jedem ersten Freitag im Monat ab 15:00 - Gäste sind herzlich wilkommen, Fahrzeuge auch! Entsprechend der Verfügung des Landes NRW dürfen wir derzeit Corona-bedingt keine Fahrtage durchführen.


    Spur-0-MEC Niederrhein e.V.

  • 8.) mit dem ESU-Programmer kann man Sound-Projekte auf den Decoder aufspielen, aber NICHT aus dem Decoder runterladen und auf andere Decoder/Loks aufspielen


    Beispiel:


    Hat man eine V200 mit Null-Problemo-Sound kann man dieses Sound-File nicht aus der Lok speichern und auf weitere V200 laden. Ich habe extra "speichern" geschrieben, weil man alle Einstellungen sehr wohl "auslesen" kann (aber nicht auf einen Datenträger zwischenspeichern).


    Achtung OT:


    Hier ein kleiner Bericht zu den Möglichkeiten des LENZ-Programmers:


    LENZ-Programmer


    PS:


    Ich habe beide und bin so bestens versorgt.


    Programmier-Koffer

  • Hallo Oliver, hallo Jörg,


    danke für Eure Ergänzungen!


    Aber widersprecht Ihr Euch hier nicht?


    Sofern der Programmer einen Fremd-Dekoder erkennt und, wenn auch nur teilweise, ausliest, sollte man diese Werte auch abspeichern können.


    Hat man eine V200 mit Null-Problemo-Sound kann man dieses Sound-File nicht aus der Lok speichern und auf weitere V200 laden. Ich habe extra "speichern" geschrieben, weil man alle Einstellungen sehr wohl "auslesen" kann (aber nicht auf einen Datenträger zwischenspeichern).


    Ich hatte Oliver so verstanden, dass ich alle ausgelesenen CV-Werte sehr wohl speichern und später wieder von der Datei in den Programmer einlesen könne. Jörg sagt aber, dass man alle Einstellungen sehr wohl aus dem Speicher auslesen, dann aber nicht auf einem Datenspeicher speichern könne. Das ist für mich ein Widerspruch, was stimmt nun?


    Freundlicher Gruß
    Stefan

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  • Nabend,


    das Lokprojekt (CV´s) schon, nur meine ich das das Soundfile, an sich, nicht ausles- und speicherbar ist.

    freundliche Grüße


    Torsten



    In Spur 0 noch Neuling, sonst noch H0 3 Leiter

  • Hallo Jörg, hallo Torsten,


    danke für die Klarstellung. Dann kein Widerspruch und Bestätigung meiner Aussagen, das hatte ich so auch zum Ausdruck gebracht, denn ich hatte nirgendwo geschrieben, dass man Sound-Files vom Decoder runterladen könne. Passt also!


    Danke und Gruß
    Stefan

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  • Habe ich ja geschrieben.


    Ich hole mal etwas aus. Nehmen wir mal an, wir hätten eine Lok mit ESU-Sound. Und einen ESU-Programmer.


    Die gesamte Software im Decoder ist etwa 4MB groß. Davon ist nur ein kleiner Teil (ca. 300KB) der CV-Anteil. Darin finden sich auch Sound-Einstellungen wie Lautstärke etc. aber eben nicht der Sound an sich. So. An diesem kleinen Teil kann ich herumprogrammieren wie ich möchte. Ist die Lok neu und man spielt etwas mit den Einstellungen, sollte man vorher die CV-Werte (also den kleinen Teil) auslesen und speichern. So hat man das Original sicher auf einem Datenträger und man kann unendlich viele neue Versionen ausprobieren und speichern, per Mail verschicken und untereinander mit Kollegen tauschen. Aber das Soundfile bleibt das selbe. Das kann ich nicht wie den kleinen Teil aus der Lok holen und speichern. Wenn ich dann auf die ESU-Seite gehe, kann ich aber neue/andere Soundfiles herunterladen. Und wenn ich dann den Sound einer Köf II auf eine 01 spiele, was ja in die Richtung möglich ist, habe ich was? Die Arschkarte. Es sei denn, ich bekomme bei ESU das originale Soundfile ebenfalls heruntergeladen und kann den Original-Sound der 01 wieder in die Lok spielen und damit das Soundfile der Köf II überschreiben. Es geht eben nur in die Richtung. Wie gesagt, das gilt für den "großen Teil", den kleinen mit den CV-Werten kann ich auch auslesen. Wenn man das originale Soundfile einer Lok hat, kann man ebenfalls wunderbar herumprobieren, neue Sounds addieren, z.B. einzelne Sounds verändern etc. Und so zig verschiedene Soundfiles erzeugen und in die Lok spielen und auch mit Kollegen tauschen. Wenn ich aber z.B. "mein" Soundprojekt auf eine fremde Lok spiele, dann kann der Besitzer dieses Projekt NICHT aus der Lok auslesen und weitergeben. Er braucht schon eine Version außerhalb der Lok auf einem Datenträger. Das meinte ich mit dem Beispiel mit dem Soundfile von Oliver.


    Der Idealfall ist meiner Meinung nach, wenn man zu der Lok auch einen Prgrammer UND das original Soundfile hat. Dann hat man unbegrenzte Möglichkeiten.


    Puuhhh...viel Theorie - sorry.

  • Noch eine Ergänzung.


    Wenn man sämtliche CV-Werte in die Lok überträgt, dauert das ein paar Sekunden, ebenso beim Auslesen aus der Lok. Wenn man ein ganzes Soundprojekt in den Decoder überträgt, dauert es ca. 20min! Die Menü-Führung des ESU-Programmers ist meiner Meinung nach wirklich gut.


    By the way, ich arbeite seit über 20 Jahren in der IT und hatte trotzdem so meine Probleme, das ganze Thema zu verstehen. Ist nicht so ganz einfach. Man muss es einfach mal probieren. Ich finde, dass man sich spätestens nach der zweiten Lok mit ESU-Decoder einen Programmer zulegen solle (ca. 140 EUR). Dann ist man unabhängig und möchte den nie wieder missen.


    Nur Mut!

  • Hallo,


    wer kann helfen?


    Im ESU Lokprogrammer 5.0.4 und in vorherigen Versionen gibt es die logische Funktion „Leerlaufbetrieb“ unter Decoder, Funktionszuordnung.


    Ich frage mich schon lange, welcher Effekt damit ausgelöst wird. Ich habe ihn auf eine Funktionstaste gelegt, aber noch nie einen Effekt festgestellt. Leider gibt die Beschreibung der Decoder bzw. des Programmers ausgerechnet darüber keinerlei Auskunft.


    Lok: Kiss Ludmilla mit ESU Loksound XL V4.0 Decoder an Bord (4.17.92499).


    1. Was wird / soll damit wie bewirkt werden?
    2. Müssen verschiedene Effekte programmiert werden.
    3. Wie aktiviert man die programmierte Funktion?


    Ich hoffe, mich einigermaßen verständlich ausgedrückt zu haben. Bei wem funktiert diese Funktion?


    Würde mich über sachdienliche Hinweise freuen.

  • Moin,
    ich zitiere mich einfach mal selber aus dem Strang " Wirklich vorbildgerechten Dampfloksound -gibt es den?" :



    Auf eine beliebige Funktionstaste, z.B. F1, legt man die logischen Funktionen Leerlaufbetrieb an und Beschleunigung aus.
    Auf eine weitere beliebige Funktionstaste, z.B. 2, die logische Funktionen Lastbetrieb an und Beschleunigung aus
    Dann hinterlegt man in der Beschleunigungszeit und in der Verzögerungszeit noch einen höheren Wert, z. B. 12s.
    Anfahren: Regler hoch regeln, Lok beschleunigt langsam mit der eingestellten Verzögerung zu Anfang mit Last dann mit normalem Dampfgeräusch.
    Bergauf F2 drücken und die Lok fährt mit durchgängigem Lastgeräusch ,
    Bergab F1 drücken und die Lok segelt mit Lerrlaufgeräusch.
    Beides mit konstanter Geschwindigkeit im richtigen Takt zur Drehzahl der Räder. Wenn ich bergab dann noch den Regler langsam (!) hochregel wird sie dabei sogar schneller und bergauf , wenn ich den Regler langsam runter regel auch langsamer.
    Anhalten: Rechtzeitig vor dem Haltepunk F1 drücken, Lok segelt mit Leerrlaufgeräusch und mit dem Regler kann ich wegen der gleichzeitig ausgeschalteten Verzögerung die Lok nun langsam und punktgenau anhalten.
    Ich rangiere so auch mit vorbildgerechtem Soundablauf und vermisse nichts, danke ESU.



    Mit feundlichen Grüßen aus dem schönen Hamburg
    Michael
    http://www.0e-club-hamburg.de

  • Guten Nachmittag Michael,


    danke schön, das ist eine Hilfe.
    Ich werde das gleich mal ausprobieren.


    Bisher habe ich das insofern wohl etwas einfacher realisiert gehabt über die Funktion „Lastbetrieb“. Somit konnte ich den Regler auf z.B. 60 km/h stellen, die Lok beschleunigt dann auf die eingestellte Geschwindigkeit. So weit -so gut. Wenn ich dann den Regler um ca. 10-20 km/h runter geregelt habe, bleibt die Geschwindigkeit konstant, aber der Motorsound geht in Leerlauf (Diesel-Segeln).
    Wird der Regler wieder hoch gedreht (auch bis zum Anschlag), schaltet sich der Motorsound wieder zu - bei gleichbleibender Geschwindigkeit. D. h. der Zug fährt immer konstante Geschwindigkeit, aber die Motorlast lässt sich darüber regeln.


    Und mit der diesel-elektrischen Drehzahlregelung kann man dann auch noch über 2 weitere Tasten Spielchen betreiben.


    Vielen Dank für Deinen Einstellungstipp, bin gespannt...

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