Fährbootwagen Gfh Trier (Saarbrücken)

  • Hallo Freunde der außergewöhnlichen Güterwagen,


    ich habe mir für das kommende Jahr vorgenommen, den Fährbootwagen Gfh "Trier", DB-Bezeichnung Gbh 21, DR-Bezeichnung 03, in 0 (1:45) zu bauen.
    Diese Wagen wurden für den Verkehr nach England gebaut und hatten deren Fahrzeugprofil, sowie zusätzlich die englische Handhebel-Rangierbremse.


    In N habe ich ihn bereits, und zwar ist er da aus mehreren Lagen Papier gelasert. So sieht er aus:


    Wenn ich einmal hinsetze, wäre es natürlich möglich, von den Seiten- und Stirnwänden Urmodelle zu bauen und diese in Resin abzugießen. Sollte also Interesse bestehen, dann werde ich so verfahren und die Wände dann zum Materialpreis (Resin + Kautschuk) anbieten.


    Das Fahrwerk soll aus den von Schnelli angebotenen 0SM-Fahrgestellen entstehen, gehört also nicht zum Lieferumfang. Auch das Dach, welches jeder aus Blech oder Pappe anfertigen kann, werde ich nicht liefern. Ebenso, das Bremserhaus, das gibt es zu kaufen, oder man baut ihn ohne Bremserhaus.


    Ich werde natürlich den Bau des Wagens ausführlich beschreiben, so dass dann jeder nach meiner Bauanleitung seinen Wagen selbst zusammen bauen kann.


    Wer also Interesse an solche einem Wagenkasten-Bausatz hat, meldet sich bitte per PN bei mir.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo,


    vor 6 Jahren hatte ich mir vorgenommen, diesen Wagen zu bauen. Allerdings fehlten mir dazu noch gute Zeichnungen und viele Detailbilder. Nach wie vor habe ich keine Vorlage, wie die engliche Handbremse an das vorhandene Bremssystem angeschlossen ist. Weder am Roco-Modell in H0, noch am Fährbootkühlwagen in N ist dieses Detail nachgebildet. (die wußtens wohl auch nicht!)


    Nun habe ich mir mal zwei 0SM-Fahrgestelle in der Ausführung mit Bremserbühne vorgenommen und daraus erst einmal das Fahrgestell hergestellt.

    Vom Bremserende werden die Pufferträger abgeschnitten. Vom anderen Ende wird ein 7mm langes Stück mit Pufferträger abgeschnitte und ans Bremserende angeklebt. Mittels 0,5mm dickem Polystyrol wird auf der Innenseite der Langträger eine Verstärkung eingeklebt. Die mittleren Träger wurden mit Vierkantprofilen an der Klebestelle verstärkt.

    Danach werden beide Fahrgestelle auf eine Länge von je 127,5mm abgelängt und mitainander verklebt. Auch hier wurden die Klebestellen im Polystyrolstücken verstärkt.

    Die Pufferträger werden dann noch auf beiden Seiten gekürzt, so das eine Breite von 52mm entsteht.


    Die Bremsanlage an den Achsen kann erst einmal eingebaut werden.



    Noch nicht mit mir im reinen bin ich, ob ich die Urmodelle für die Seitenwände aus handelsüblichen Strukturplatten anfertige, welche relativ große Bretterfugen haben, oder ob ich mir diese graviere. Werde erst einmal den Versuch der Gravur machen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,

    bin gespannt auf das Ergebnis.

    Ich habe mir ja den Nachfolger Gbmhs 51 gebaut, allerdings habe ich von der Bremsanlage nur die seitlich sichtbaren Teile eingebaut.

    Meinen Nutzernamen habe ich von jk_wk geändert auf 0topia, weil ich zeigen möchte, dass mein Traum von meiner Spur 0 Anlage keine reine Utopie ist, sondern Stück für Stück in Erfüllung geht.


    Gruß aus dem Bergischen Land

    Jürgen (K)


    Nicht grübeln - mach es einfach, aber mach es einfach


    In meinem Vorstellungs-Thread habe ich Verweise auf meine bisher im Forum veröffentlichten Projekte hinterlegt.

  • Hallo Roland,


    ich habe letztes Jahr in Aschersleben der Fährbootwagen Gbh 21 180 023 ausgiebig fotografiert, auch von unten, so gut es ging. Meiner Meinung nach ist an diesem die vollständige Bremsanlage erhalten.





    Ich kann mangels Vorbildkenntnisse jedoch nicht sagen, was normale Bremsanlage und was fährbootwagentypisches Zubehör ist. Na gut, beim Handhebel ist es klar.


    Jnsgesamt habe ich etwa 160 Fotos gemacht, auch von vielen Details und der Beschriftung, Aufbau usw.


    An Abgüssen für den Wagenkasten hätte ich ebenfalls großes Interesse. Ich harte letztes Jahr schon mal einen Mock-Up in 1:45 aus Hartfaser mit Papier beklebt gebaut, ebenfalls auf einem verlängerten OSM-Fahrgestell.



    Beim Vorbild habe ich neun Beschriftungs- und Farbvarianten bislang gefunden, so dass auch mehr als ein Wagen für mich und manch andere benötigt wird.


    Schön den Fortgang zu sehen, freue

    mich schon sehr darauf.


    Beste Grüße, Torsten

  • Hallo Roland,

    ein interessantes Projekt hast du da in Arbeit. Vielleicht sollte man kurz noch erklären, was es für einen Hintergrund gibt für die auf dem Kontinent doch etwas ungewöhnliche Bremsausrüstung. Auf der Insel war lange Zeit das Saugluftsystem als Zugsbremse Standard. Bei Güterwagen sogar oft nur die Handbremse, eine durchgehende Zugbremse gab es nicht. Deshalb waren die Züge auch zwingend mit min. einem Bremswagen unterwegs.

    Ursache für für diese "Bremsphilosophie" waren die Gewinnerwartungen der Aktionäre, eine Saugbremse ist technisch einfacher und daher billiger in der Beschaffung und dem Unterhalt.

    Für die Fährbootwagen war es daher notwendig, beide Bremssysteme einzubauen. Äusseres Kennzeichen sind die langen Rangierbremshebel (ohne angeschlossene Saugbremse konnte der Wagen nur mit Muskelkraft abgebremst werden) und die "Saugrüssel" an den Stirnseiten der Fahrzeuge.

    Die hochgezogenen Bremsleitungen sollten ein Einsaugen von Schmutz verhindern, was wiederum zu einer Störung im Bremssystem geführt hätte.

    In Deuschland hatte man zunächst auch aus Kostengründen die Saugluftbremse eingeführt, aber schnell gemerkt, daß die Betriebssicherheit mit der Druckluftbremse doch wesentlich höher war und deshalb wurden die größeren Unkosten in Kauf genommen. In Österreich waren dagegen Saugluftbremsen bis weit in die EP 3 noch in der Anwendung, was zur Folge hatte, daß dort ebenfalls viele Fahrzeuge mit beiden Bremsausrüstungen versehen waren.

    Gehalten hat sich die Saugluftbremse bei zahlreichen Schmalspurbahnen, wobei ein langjähriger Verfechter dieser Technik, die RhB in der Schweiz, inzwischen ihre Neubaufahrzeuge alle mit Druckluftbremsen ausstattet, nachdem dort die Loks schon seit vielen Jahren über die Drucklufttechnik als Lokbremse verfügen.

    Ich hoffe, ich habe jetzt nicht für zu große Verwirrung gesorgt mit meinen Ausführungen.

    Bei uns im Tal gab es überigens eine Spedition, die mit dem Kauf eines von der DB ausgemusterten Fährbootwagens ihr Lagerfläche vergrößerte. Der Wagen wurde am Ende des Anschlußgleises an der Speditionslagerhalle abgestellt. Die Wahl für solch einen Wagen begründete sich mit den beiden Schiebetüren auf jeder Wagenseite. Gegenüber der schmalen Türen der älteren DB-G-Wagen konnte man da uneingeschränkt mit den Staplern den Lagerwagen befahren.

    Der Wagen erhielt einen Neuanstrich in den Farben der LKWs dieser Spedition, also auch eine Anregung für die Modellbahn.

    Ich wünsche dir und allen interessierten Fährbootwagenanhängern viel Spaß und gutes Gelingen mit diesem Projekt.

    viele Grüße aus dem winterlichen Schwarzwald,

    Dieter

  • Hallo Torsten,


    habe anhand der beiden Bilder von Dir erkannt, wie die Handbremse funktioniert.

    Mittels der langen Handgriffe wird über einen Hebel und einer Stellstange der Bremszylinder betätigt.


    Eine Saugluftbremse hatte der Wagen nicht, hat nur eine durchgehende Leitung für die Saugluftbremse anderer angehängter Wagen in England.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    als erstes wird nun mal der mechanische Teil der Bremsanlage angebaut.

    Die dem Fahrwerk beiliegende Haltestange für den Bremszylinder wird eingeklebt.


    Dann das Gestänge an den Bremszylinder anklipsen. Beim Gestänge wurden die Stangen zu den Bremsböckchen abgeschnitten und für den Einbau neuer Stangen 0,6mm Löcher in die Hebel gebohrt. Die Abstützung des rechten Hebels wurde um 2mm schmaler gemacht, damit sie neben die Querstrebe passt. Weiiterhin wurde die Querstrebe unterm Bremszylinder etwas abgefräst, da sonst die Halterungen des Bremszylindes nicht bis an die Haltestange reichten. Die kleinen angespritzten Zapfen müssen alle entfernt werden. Der kurze Draht zum Stellböckchen ist 14mm und der lange Draht ist 79mm lang.


    Aus einem Stück Polystyrolwinkel mit den Schenkelängen 7mm und 10mm, breite 3,5mm entstand die Halterung für die Hebelmechanik der englichen Handbremse.


    Auf der Innenseite des Rahmens befinden sich kleine Nasen, diese müssen abgeschliffen werden. Dann kann der Winkel an den Rahmen direkt neben das Aussteifungsblech der Querstrebe angeklebt werden.


    Mittig auf den Winkel wird mittig ein Stück Polystyrol 0,5mm dick, 1mm breit und 4mm lang aufgeklebt.


    Aus 1mm Polystyrol wird der Hebel hergestellt. Die Bohrung beträgt 1,5mm. (im Original besteht diese Teil aus zwei gelenkig mit einander verschraubten Teilen)


    Der Hebel wird dann auf den schmalen Polystyrolstreifen so aufgeklebt, dass die Schraubenimitation am Bremshebel der Druckluftbremse in der Bohrung liegt.


    Aus einem 1mm Stück Messing-U Profil 3mm x 1,5mm wird die Halterung der Hebels der englichen Handbremse hergestellt. Dieses Teil erhält mittig eine 0,6mm Bohrung.


    Die Halterung wird auf den Hebel aufgeklebt. Nach abbinden des Klebers wird dann durch das Messingteil ein 0,6mm Loch in die darunter befindlichen Polystyrolteile gebohrt.


    Aus 1mm Polystyrol werden die Aufnahmen für Welle der englichen Handbremse hergestellt.


    Fortsetzung folgt gleich.

  • Fortsetzung Bremsanlage


    Die Aufnahmen der Welle in den Rahmen einkleben. Die Bohrung für die Welle beträgt 1,5mm.


    Aus 1mm Polystyrol entsteht der Hebel für die Welle. Bohrungen 1,5mm und 0,6mm, Lochabstand 8 mm.


    Die Welle besteht aus 1,5mm Draht, sie wird noch nicht eingeklebt, nur stecken.


    Aus 1mm breiten Messingstreifen werden 2 Gabeln hergestellt, Mittig erhalten sie eine 0,6mm Bohrung, eine Gabel erhält zwei weitere 0,6mm Bohrungen zur Verbindung mit dem Hebel an der Welle und eine Bohrung zur Verbindung am Hebel beim Bremszylinder. Das aufgeschobene Stück Messingrohr stellt die Längeneinstellvorrichtung der Stange dar.


    Mit 0,6er Schrauben oder Stecknadelstücken wird die Stange mit den Hebel verbunden. Im Hebel beim Bremszylinder ist vorher noch ein 0,6mm Loch zu bohren.


    In die 0,6mm Bohrung des Messingteils ebenfalls noch ein Stück Stecknadel und in die 1,5mm Bohrung einen Schraubenkopf mit Stück Gewinde einer 0,8er Schraube einkleben.


    Fortsetzung folgt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,


    dein Tempo bei der Umsetzung ist atemberaubend.


    Leider bin ich Schuld an einem Fehler, da ich dir noch nicht die Skizzen und Fotos geschickt habe. Den gleichen Fehler bin ich bei meinem Fahrwerk auch aufgesessen und habe es das erste Mal verkehrt gemacht.

    Die Dreiecke am Rahmen, wo die Handbremshebel befestigt sind (die sogenannten V-Hanger) sind links und rechts unterschiedlich in der Bauart...und auch noch unterschiedlich groß


    Das hat seinen Grund, weil an dem rechten V-Hanger eine Art Drehnockenübersetzung dran ist, die bewirkt, dass beide Handbremshebel in die selbe Richtung wirken. Die Hebelwelle ist zwar durchgehend, aber bei dem rechten V-Hanger ist eine zusätzliche Buchse und der Hebel ist über der Welle gelagert.



    Hier der Blick von vorn:



    Beim linken V-Hanger ist der Hebel direkt auf der Welle:



    Vorn durch das Trittbrett verdeckt, aber ich denke, man erkennt das Prinzip:



    Hier nun die Handksizzen dazu.


    V-Hanger R:


    V-Hanger L:



    Entschuldigung für die laienhafte Ausführung der Skizzen. Alle Maße in mm, 445 und 460 sind von der Unterkante Längsträger gemessen. Die V-Hanger bestehen aus Flachstahl 20 mm dick.


    Ich hoffe, man kann das Prinzip erkennen.


    Die Bezeichnung V-Hanger L und V-Hanger R habe ich gewählt, weil auf der Seite des einfachen V-Hangers ohne Nockenübersetzung das Bremserhaus am linken Waggonende ist.

    Roco hat das auch bei seinem H0-Modell nachgebildet, also ist es im doppelt so großen Maßstab auch wichtig.


    Wie geschrieben, H0-Modell, Fotos und Maßskizzen gehen in den nächsten Tagen auf den Weg zu dir. Leider muss ich mich noch derzeit den Tag ein wenig mit Arbeit verderben :(


    Danke für das bisher Erreichte, Entschuldigung für das warten, beste Grüße


    Torsten

  • Hallo Torsten,


    etwas verstehe ich jetzt aber nicht. Wenn die V-Hanger auf einer Seite 15cm länger ist, dann müsste die Welle doch schief unterm Wagen sitzen.


    Ich warte jetzt erst einmal auf das Roco-Modell.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,


    15 Millimeter, nicht 15 Zentimeter. Maße auf den Zeichnungen sind alle in mm, ich komme aus dem Metallbau. Das kann aber auch ein Meßfehler (Zollstockbreite?) von mir sein. Die Welle ist natürlich parallel zum Wagenboden.



    Die linke Rohrleitung über die gesamte Länge mit dem Apperatus in der Mitte gehört wohl zur Druckluftbremse, so weit ich vermute. Die rechte daneben ist die durchgehende Vakuumbremsleitung.

    Die DRG-Fährbootwagen "Trier/Saarbrücken" hatten außer dieser Leitung und den Vakkuumbremsschläuchen keine Vakuumbremsausrüstung, nur eine komplette Druckluftbremse für den Betrieb auf dem Festland.

    Grund war, dass damals in den 30ern in UK die Güterzüge noch nicht so schnell gefahren sind. Und wenn der "Trier/Saarbrücken" mal in einen Expressgüterzug kam, hatten ja die anderen britischen Wagen eine Vakuumbremse.

    Außerdem war in UK bis spät in die 60er Jahre das Mitführen eines seperaten "Brake Vans" am Ende jeden Zuges Pflicht.


    Das Nachfolgemodell der Deutschen Bundesbahn ab 1953, der Gbmhs 51/Hfrs312 hatte meines Wissens nach neben der HiK-GP-Bremse auch nur eine durchgehende Vakkumbremsleitung.


    So sahen meine V-Hanger und Hebel im Rohbau aus. Zuerst V-Hanger L:



    Und hier V-Hanger R:



    Das H0-Modell von Roco, Fotos und Skizzen kommen wie versprochen. Muss mir noch morgen einen Speicherchip besorgen.


    Beste Grüße, Torsten

  • Hallo Torsten,


    ok, bin beruhigt. Der eine V-Hanger kann ergänzt werden, dann stimmts wieder. Ich habe meine Maße anhand der mir vorliegenden Zeichnungen ermittelt, ich denke, die geringen Abweichungen zu Deinen gemessenen Maßen sind verschmerzbar. Ist ja auch nicht ausgeschlossen, dass es da beim Vorbild auch Abweichungen gab. Auch die Form des Stellhebels der englichen Bremse und die Befestigungsstreben der Trittbretter ist auf den mir vorliegenden Bildern und Zeichnungen unterschiedlich. Von diesen Wagen wurden in 3 Jahren 300 Stück gebaut, da änderte sich bestimmt manches Detail.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • FÄHRBOOTWAGEN 3D

    AUF PRINTABLES; BEUSEKOMSE BAAN; 109 3D MODELLE , KOSTENLOSER DOWNLOAD; DEUTSCHE BAHN Gbmhs FÄHRBOOTWAGEN ; 1-32=100% AUF SPUR 0 72% SCALIEREN; MIT 3D Builder auf STL abspeichern. viel Spaß und Erfolg. modellzentrale

  • Hallo Modellzentrale,


    das ist der Nachfolger des hier von Roland gebauten Modells, den ich vor 3 Jahren auch gebaut habe.

    gbmhs_51_mit_beschriftung.jpg

    Meinen Nutzernamen habe ich von jk_wk geändert auf 0topia, weil ich zeigen möchte, dass mein Traum von meiner Spur 0 Anlage keine reine Utopie ist, sondern Stück für Stück in Erfüllung geht.


    Gruß aus dem Bergischen Land

    Jürgen (K)


    Nicht grübeln - mach es einfach, aber mach es einfach


    In meinem Vorstellungs-Thread habe ich Verweise auf meine bisher im Forum veröffentlichten Projekte hinterlegt.

  • Hallo Torsten,


    habe anhand der beiden Bilder von Dir erkannt, wie die Handbremse funktioniert.

    Mittels der langen Handgriffe wird über einen Hebel und einer Stellstange der Bremszylinder betätigt.

    Moin,


    Die Handbremse wirkt auf den Verbinderhebel des Mittenbremsgestänges. Dass der Kolben dabei herausgezogen wird, ist "Zufall", das könnte auch entkoppelt sein (z.B. überdas oben dargestellte Langloch), nur wozu? In Gegenrichtung ist dies entkoppelt (Langloch in der Handbremszugstange), so dass der Kolben bei Betriebsbremsung nicht gegen die gelöste Handbremse arbeitet. Auf gleiche Weise ist die Anbindung mehrerer Hand- und Feststellbremsen an ein Bremsgestänge möglich, wie bei den Fährbootwagen.


    Nebenbei erklärt die Zugrichtung der Handbremszugstange auch, wieso die Bremserbühne eines Güterwagens auf Zeichnungen immer links dargestellt werden. Die Handbremsbühne liegt vom Bremszylinder aus immer in Fahrtrichtung 2, also "hinten", denn Fahrtrichtung 1 ist per Definition die Richtung, in die die Kolbenfläche im Bremszylinder zeigt und die Handbremszugstange zieht ja in der entgegengesetzten Richtung. Fahrtrichtung 1 wird nach Norm rechts gezeichnet - der Grund, warum Dampfloks Tender links, Rauchkammer rechts gezeichnet werden.


    Gruß,

    Schlußscheibe

  • Hallo,


    jetzt die zuvor behandelte Fehlerbehebung V-Hängers auf der Bremszylinderseite.



    Habe ein Stück Polystyrol eingesetzt (hatte noch die ausgeschnittenen Stücke da :) ).


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,


    habe einen Fehler bei meiner Konstruktion gefunden. Die Halter der Bremswelle der englichen Bremse befinden sich nicht in Fahrzeugmitte, so wie ich es bisher angefangen hatte. Die richtige Lage befindet sich 121mm entfernt vom Nichtbremserende. Also alles neu gemacht.


    Die Stange von der Bremsanlage zur Bremswelle musste nun natürlich auch verlängert werden.


    Jetzt sitzen auch die Hebel zur Bedienung der englichen Bremse richtig. Nichtbremserende...


    ...und Bremserende.


    Jetzt können die Zeichnungen für die zu ätzenden Teile angefertigt werden. Soll ja eine kleine Serie werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!