• Hallo allerseits,


    wie ich an anderer Stelle hier im Forum berichtete, habe ich mir eine Hunslet von Heljan zugelegt:





    Die soll im Verein (siehe unten) als Werkslok fahren. Grundsätzlich kein Problem, weil die Lok ja im Bereich der Bundesbahn zugelassen ist:




    Das Schild ist übrigens von Krüger Modellbau.


    Allerdings hat die Lok keine richtigen Laternen, sondern nur englische Funzeln, siehe Pfeil:




    und von hinten:




    Ich bin also auf der Suche nach passenden Loklaternen, mit denen ich die Lok umrüsten kann. Ich habe es schon mit Triebwagen-Laternen von Weinert in Baugröße Null versucht, allerdings würden diese keine Verbesserung bringen, weil sie fast noch kleiner sind, der Durchmesser beträgt gerade mal 3 mm - also 13,5 cm in 1:1. Wenn also jemand Alternativen kennt, wäre ich für sachdienliche Hinweise dankbar. Vielleicht LKW-Lampen aus grauer Vorzeit, vielleicht im Maßstab 1:24. Tante Google gibt allerdings auch nicht viel her, außer wüsten Dachlampen-Sätzen für gepimpte Zugmaschinen, die auch noch ein Vermögen kosten.


    Die Hunslet habe ich übrigens mit einem ESU Loksound Decoder mit 21poliger Schnittstelle ausgerüstet, den ich einfach aufstecken konnte. Aufgrund der kurzen Stromaufnahme-Basis habe ich die Lok dann auch noch mit einem kleinen Powerpack von ESU ausgerüstet. Das war leider rausgeworfenes Geld, weil der kleine Powerpack rein garnichts bringt. Erst mit dem großen Powerpack fährt die Lok über ein A4-Blatt ohne steckenzubleiben.


    Allerdings paßte der große Powerpack nicht so recht in die Lok. Während ich den kleinen Powerpack noch ziemlich unauffällig vor dem linken Fahrersitz im Fußraum verstauen konnte ging das mit dem großen natürlich nicht mehr. Den Rat eines Vereinskollegen, das Ding unter das Dach zu hängen, mußte ich aufgrunde des dann fehlenden Führerhaus-Durchblicks leider verwerfen. So habe ich ihn dann zwischen die Fahrersitze platziert und mattbraun angestrichen, besser ging es leider nicht. Mir ist aber das Fahrverhalten wichtiger als ein leeres Führerhaus :D






    Wer genau hinschaut, sieht die verbogene Tröte unter dem Führerhaus-Dach. Im Gegensatz zu anderen Herstellern, die das vielleicht aus bruchgefährdetem Plastik gemacht hätten, verwenden die cleveren Dänen irgendeine Zinnlegierung. Man kann also die Tröten mehrmals krum- und wieder geradebiegen, ohne dass sie abbrechen :thumbsup: Würde ich mir bei den Details verschiedener, bekannter Hersteller auch wünschen.


    Soweit für heute. Also, wer was weiß, bitte melden.


    Gruß


    Christoph


    P.S. Die komischen (Vakuum?)-Bremsschläche müssen natürlich auch noch weg. Braucht eine Werkslok auf Bundesbahngleisen eigentlich Bremsschläche für die Druckluftbremsen der Wagen?

  • Servus Christoph,


    Schnellenkamp hat Köf-Laternen aus Ms. Guss im Sortiment.
    Wenn Du mit Plastiklaternen einer Lenz-Köf auch was anfangen kannst, dann meld Dich. Bei mir liegen solche irgendwo in der Bastelkiste.


    Grüße aus Wien
    Martin

  • Hallo Christoph,


    schöne Lok.


    Kann sein, dass ich mich täusche, aber ich bilde mir ein dass das Powarpack mit einer glatten Fläche darübergeklebt (dünnes Plastik- oder Pappeplättchen) und matt schwarz angemalt weniger auffällt als jetzt mit der Rundung und der dadurch entstehende "Schlitz" in der Mitte.

  • Hallo Christoph,


    schöne und originelle Bereicherung des Fuhrparks in Hagen, dann in IHB Farben noch umlackieren oder in anderem Farbkleid für das zünftige Schotterwerk?


    Zu den Bezugsquellen für Dieselloklaternen. Habe in grauer Lenzvorzeit bei Klaus Krapp in Dortmund für meinen immer noch nicht fertiggestellten PolamaxiMunzantrieb V20 Umbau entsprechende Messingloklaternen gekauft, meines Wissens sind sie heute noch im Programm sowie auch "unzerstörbare" Signalhörner für Dieselloks siehe hier


    http://www.krapp-spur0modelle.de/Bauteile


    Ansonsten super Umbauprojekt, Powerpack und natürlich Bremsschläuche müssen sein. Bei deiner Realisierungsgeschwindigkeit steht die Lok wahrscheinlich schon zu den Winterfahrtagen komplett fertig auf den Gleisen. Weiter so!


    Mit freundlichen Grüßen


    Ralf

    Spur0 Team Ruhr-Lenne e.V. - Die Hagener Spur 0 Leidenschaft in XXXL seit 2007.


    http://www.spurnullteam.de/


    Betriebsabend: aktuell keine Treffen in Hagen.


    Ich hoffe in 2021 wieder schreiben zu können: jeden dritten Freitag im Monat 19.00-23.00 Uhr - Betrieb, Essen,Trinken, Fachsimpeln, Spaß haben in kompetenter und netter Runde. Gäste und Gastfahrzeuge sind herzlich willkommen: Södingstr. 16-18, 58095 Hagen.

    Edited once, last by Br86fan ().

  • Hallo Christoph,


    danke für die Bilder und den Bericht. Sehr schöne Lok!


    Könnte man das Powerpack nicht in zwei Teile splitten und jeweils rechts und links innen unten an der Führerhausseitenwand anbringen?


    Noch eine Frage zur Beleuchtung. Hat die Lok eine Führerstandsbeleuchtung?
    Die kleinen Loklaternen sehen so ähnlich aus wie die der Dapol Class 08, auch die orangenen Verbindungsleitungen sind vorhanden. Haben diese kleinen Laternen eingebaute LEDs und wie werden diese angesteuert?


    Danke im voraus, beste Grüße Torsten

  • Hallo Torsten,


    nette Idee, aber die Kondensatoren sind zu lang. Ich müsste dann auf den Lokführer (nachgerüstet, Schnellenkamp) und die Fahrersitze verzichten. Ich denke, wir sollten mal für den Fortschritt der Technik dankbar sein, die uns die sogenannten Supercaps geliefert hat. Konventionelle Kondensatoren wären bei gleicher Kapazität vermutlich so groß wie die ganze Lok.


    Nun zu Deinen Fragen: Ja, es gibt eine Führerstandsbeleuchtung. Die unteren Laternen haben LEDs und werden vom Decoder angesteuert, wenn vorhanden. In der jeweiligen Fahrtrichtung leuchtet rechts die weiße und links die rote Laterne, allerdings muss man schon sehr genau hinsehen. Wenn ich neue Laternen eingebaut habe, wird die Lok auch neu verkabelt. Vorgesehen habe ich weißes Spitzenlicht bei Streckenfahrt in Fahrtrichtung vorn. Mit F1 schaltbar 2 x rot an der der Fahrtrichtung abgewandten Seite. Im Rangiergang soll die Lok vorn und hinten rechts ein weißes Licht zeigen.


    Gruß


    Christoph


    P.S. Im Zuge einer Patinierung der Lok werde ich auch die Scheiben etwas eintrüben, dann fallen die Kondensatoren vielleicht nicht mehr so auf.

  • Hallo Christoph,


    danke für die Information zur Lokbeleuchtung, sehr hilfreich. Über dieses Thema war bisher in den diversen O gauge Foren noch nichts zu finden, und Vorstellungen in Modellbahnzeitschriften sind bisher nicht erschienen.


    Noch eine Frage zu Supercaps. Gibt es irgendwo einen Webseite, wie, welche und warum man diese Kondensatoren im Modellbahnbereich einsetzt? Die Funktionsweise ist mir generell klar, ich hätte gern für die Zukunft mich ein wenig belesen. Bei britischen Spur O-RTR-Herstellern spielt das Thema Vorbereitung für Speicherkondensator derzeit noch nicht so die große Rolle, so daß man sich selber behelfen muß.


    Ich hatte mir von der Firma EDM Models meine Ixion Fowler Diesel-Rangierlok mit Kondensatoren ausrüsten lassen und bin absolut mit der Funktion zufrieden. Die neue kleine Rangierlok Ruston 48DS von der Little Loco Company wird ab Werk Speicherkondensatoren erhalten.


    Beste Grüße, Torsten

  • Hallo Torsten,


    Supercaps kannst Du im Prinzip so anschließen, wie normale Elektrolytkondensatoren, also Pluspol über eine Widerstand (z.B. 100 Ohm 1/4 W) mit U+ des Decoders verbinden, parallel zum Widerstand ein Diode (z.B. 1N4001) mit Kathode (Ring) an U+ und Anode an Plus Kondensator. Minus des Kondensators an GND des Decoders. Fertig.
    Ich habe Supercaps zum Experimentieren mit 2,5 Farad, das sind 2.500.000 oder 2,5 Millionen Mikrofarad, wenn ich richtig rechne. Das Problem ist aber die Spannungsfestigkeit, die beträgt nur 2,7 V. Um also obige Schaltung zu realisieren, muss man 7 oder 8 dieser Supercaps hintereinenderschalten, dann hat man 18,9 V oder 21,6 V. Hängt von der Spannung zwischen U+ und GND ab, plus Sicherheitszuschlag. Die schlechte Nachricht ist, dass die Kapazität dann nur noch 2,5 F geteilt durch die Anzahl der Kondensatoren ist, abgesehen vom wahrscheinlichen Platzproblem.
    Ich habe mit dem großen Powerpack von ESU gute Erfahrungen gemacht, die Hunslet läuft noch für ca. 5 Sekunden mit Sound, wenn man sie von den Schienen nimmt. Der kleine Powerpack bringt dagegen gar nichts.
    ESU verbaut zwei Supercaps mit 2,5 F und 2,7 V Spannungsfestigkeit. Um auf die normale Decoderspannung zu kommen, vermute ich mal, dass ESU einen DC-DC Wandler verwendet, um aus ca. 5 V die Spannung für U+ zu erzeugen. Neben den zwei Kondensatoren gibt es nämlich noch eine Platine, die vollgestopft ist mit Elektronik. Aber vielleicht kann uns ja einer der Elektronik-Gurus hier im Forum erleuchten. Die Schaltung würde mich mal brennend interessieren.


    Gruß


    Christoph

  • Hi Christoph,


    es gibt sogenannte Step-up Wandler - die generieren dir aus 5V z.B. 24V - allerdings mit Verlusten, und sobald die Spannug am Kondensator fällt, verschiebt sich der Arbeitpunkt der Wandler und der Wirkungsgrad wird noch miserabler als ohnehin schon.
    Um nicht die vollen 18,9V oder 21,6V puffern zu müssen, könnte man einen Step-down Regler vor die Kondensatoren schalten, und den ca auf 10V einstellen - dann kommt man mit vier Kondensatoren aus.
    Anschließend muss der Step-Up Wandler auch nur den Faktor 2 schaffen.
    Da nur vier Kondensatoren benötigt werden, sinkt die Kapazität auch nur auf ein viertel - man kann also mehr Energie speichern. Dieses Mehr verpulvert man aber leider zum Teil wieder im Step-Up-Wandler.
    Mit dieser Schaltung erkauft man sich dann Platz - die kleine Platine kann man gegen die Kondensatoren vernachlässigen.


    Allerdings ist gibt es ein Problem bei den Step-Up Wandlern - die können nicht unbegrenzt Leistung zur Verfügung stellen.
    Für kleine Loks mag das noch gehen, ohne es jetzt im einzelnen durchgerechnet zu haben, aber bei einer V200 oder Ludmilla mit mehreren Ampere Motorstrom funktioniert das nicht.
    Aber in diesen Loks hat man ja nicht das Platzproblem...


    Kondensatoren können zum Teil auch auf das Dach, wenn....
    1)
    eine moderne Lok nachgebaut wirdl, die auch in einer Halle dauerhaft eingesetzt wird, dort kann man zwei oder drei Kondensatoren aufs Dach packen, als Schalldämpfer und Abgasfilter ;)
    2)
    Loks die Gaskesselwagen in entsprechenden Werken rangieren haben sie häufig eine Abgas-Kühlanlage auf dem Dach, damit heiße Auspuffteile austretendes Gas nicht entzünden können
    3)
    Loks mit Holzvergaser hatten eine Gaswäsche und Vorratsbehälter auf dem Dach (aber davon habe ich nur eine mal auf einem Bild gesehen)


    Gruß
    Matthias

  • Hallo Matthias,


    sehr interessant, aber du hast meinen Post schon gelesen, gell? ESU verwendet zwei Kondensatoren (ja, ich habe sie gezählt) beide mit 2,5 F und 2,7 V. Also werden rund 5 V gepuffert. Angenommen, U+ am Decoder ist 18 V, dann brauchen wir einen step down Regler von 18 auf 5 V und umgekehrt. Und ja, das funktioniert auch mit V200, Ludmilla, MTH BR 44 und MTH Taurus (kannst Du Am Freitag bewundern) Vermutlich einfach Magie von Gleis 9 3/4 (googeln) :thumbsup: :thumbsup: Der 4.0 XL Decoder von ESU hat übrigens das gleiche Powerpack an Bord.


    Nichts für ungut.


    Gruß


    Christoph

  • Hallo zusammen,


    vielleicht kann ich auch noch ein paar Informationshäppchen zu diesem interessanten Thema beisteuern.


    Zunächst ein Erfahrungswert. In meinem 0e Selbstbau-Diesel verrichtet schon seit Jahren ein selbstgestricktes Powerpack einwandfrei seinen Dienst. Es besteht aus 7 Supercaps zu je 2,5 V, in Summe also 17,5 V. Vorgeschaltet sind lediglich eine Diode, ein Widerstand und eine Drossel, gemäß der Vorgabe auf den Zimo Seiten. Dieses Konstrukt hängt an den beiden Spannungsanschlüssen der SUSI Schnittstelle eines D&H Decoders. Die Lok wurde über Jahre ausgiebig auf der Köln-Porzer Vereinsanlage und den Modultreffen in Stromberg betrieben. Also mit verschiedensten Zentrale/Booster Konstellationen. Soll heißen: 17,5 V Spannungsfestigkeit waren bislang völlig ausreichend.


    Außerdem ist die Entwicklung der Supercaps über die Jahre nicht stehengeblieben. Mittlerweile gibt es Supercaps mit 5,5 V, da reichen also vier, vielleicht sogar drei Stück in Reihe geschaltet. Das macht nicht nur ein kleineres Gesamtvolumen, sondern unterm Strich auch noch eine größere effektive Kapazität, wegen der geringeren Anzahl in der Reihenschaltung. Hier ein völlig willkürliches Beispiel: Link zu ebay


    Bei der Verwendung von vier dieser Dinger (4 x 5,5 V = 22 V) hat man am Ende eine Kapazität von 1 F (rechnerisch), ohne irgendwelchen Step Up/Down Firlefanz und die Kosten liegen bei einem Bruchteil des ESU Powerpacks. Die oben verlinkten Bauteile haben einen Durchmesser von 25 mm und eine Dicke von 6 mm. Die 1 F Typen haben einen Durchmesser von 19 mm bei gleicher Dicke. Mit dieser flachen Bauweise bieten sich völlig neue Einbauperspektiven. Habe bereits welche direkt aus Hongkong bestellt und die Dinger liegen zum Einbau in meinen Heljan AC Railbus bereit, um sie dort unterm Dach zu platzieren. Wenn ich nur die Zeit hätte…


    Viel Spaß!
    Klaus

  • Richtig, Klaus. Die Drossel ist auch wichtig, weil sonst u.U. die Programmierung nicht mehr funktioniert. Hast Du Erfahrungen, welche Induktivität die haben sollte?
    Dass es Supercaps mit anderer Spannungsfestigkeit gibt, weiß ich, ich hatte mir nur damals diese gekauft, weil ich meinte, sie würden besser in den Tender meine MTH 44 passen, was leider nicht der Fall war. Ich denke, man sollte die Dinger halt passend für die jeweilige Anwendung wählen.


    Gruß


    Christoph

  • Hallo Christoph,


    sorry, bin Dir noch eine Antwort schuldig.
    Also, großartige Erfahrungen habe ich nicht. In meinem 0e-Diesel ist eine Drossel 100 uH 0,5 A eingebaut, genau der Wert, der von Zimo in dessen Dekoder-Anleitung für diese Schaltung genannt ist.
    Erfahrungen mit anderen Werten habe ich keine.
    Natürlich kann/soll man sich die Kondensatoren nach den eigenen Bedürfnissen auswählen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es eben noch andere Typen am Markt gibt, die vielleicht in dem einen oder anderen Fall besser passen. Auf jeden Fall kommt man aber mit den 5,5 V Typen mit einer kleineren Anzahl an Bauteilen aus.


    Viele Grüße
    Klaus

  • Hallo,


    wie schon angekündigt, habe ich bei meiner Hunslet die Laternen ausgetauscht, damit sie "deutscher" aussieht. Die Laternen stammen von einer Lenz Köf und wurden von Martin Zeilinger beigesteuert, noch mal vielen Dank dafür. Vier der Laternen habe ich mit Duo-LED warmweiß/rot ausgestattet, zwei mit warmweißen LED. An diese habe ich dünnen Kupferlackdraht angelötet, ich bin nur froh, dass ich trotz fortgeschrittenem Alter noch so ruhige Hände habe. Das Löten gelang nur unter einer großen Leuchtlupe mit einem geregelten Lötkolben mit dünnster Spitze. Für vier Laternen habe ich acht LED gebraucht. Entweder funktionierten Sie nach dem Löten nicht mehr oder verschwanden durch Ungeschick auf Nimmerwiedersehen in der Werkstatt. Damit sie nicht ständig wegrutschten, habe ich mir ein Stück doppelseitiges Klebeband auf den Tisch geklebt und darauf dann die LED mit der Rückseite nach oben. Das Resultat seht ihr hier:




    Die Laternen habe ich mir mit einem Knubbel "Patafix" von UHU auf den Tisch geklebt. Hier sind nun die Frontlaternen schon montiert. Die Gläser habe ich für das Lackieren abgedeckt, die Abdeckungen hab ich mit einem Locheisen aus einem Aufkleberbogen ausgestanzt. Später habe ich dann gemerkt, das dass nicht nötig ist, man kann die Klarsichteinsätze von hinten aus den Laternen herausdrücken, das sind auch keine Scheiben, sondern kurze Stäbe.



    Die Befestigungen der Laternen bestehen aus kleinen Messingstäben, das Ganze ist dann noch großzügig mit Sekundenkleber getränkt.


    Und hier ist sie schon fertig umgerüstet. Damit es noch "deutscher" wird, habe ich ihr auch noch Bremsschläuche spendiert.




    Die Laternen sind allerdings noch nicht an den Decoder angeschlossen. Das ist leider nicht so einfach, weil der ESU Loksound 4.0, den ich verwende, nur zwei Funktionsausgänge hat, an die LED angeschlossen werden können. Er hat also für Licht vier Ausgänge, Licht vorn, Licht hinten, AUX1 und AUX2. Die zwei zusätzlichen Funktionsausgänge AUX3 und AUX4 sind laut ESU nur "Logik-Ausgänge", für den Anschluss von LED muss jeweils ein Transistor dazwischengeschaltet werden. Nun könnte ich zwar die Adapterplatine von ESU verwenden, aber ich fürchte, dieser Doppelpack passt dann nicht mehr in die Lok. Ausserdem brauche ich für die zehn LED auch zehn Vorwiderstände und die will ich nicht "fliegend" verdrahten.
    Ich werde also eine neue Mutterplatine für den Decoder entwickeln und fertigen, die neben den üblichen Anschlüssen auch die Transistoren und die Vorwiderstände aufnimmt.
    Die LED werden wie folgt an den Decoder angeschlossen:


    - Vorn weiß links und oben an Licht vorn
    - Hinten weiß links und weiß oben an Licht hinten
    - Vorn rot links und rechts an AUX1
    - Hinten rot links und rechts an AUX2
    - Vorn weiß rechts in Fahrtrichtung an AUX3
    - Hinten weiß rechts in Fahrtrichtung an AUX4


    Mit dieser Schaltung kann ich dann alle Signalbilder einschließlich Rangierlicht vorn und hinten (jeweils die rechte weiße LED in Fahrtrichtung) erzeugen.


    Ich werde berichten.


    Gruß


    Christoph

  • Hallo Christoph,


    dies ist wirklich eine tolle Lok geworden. Leider habe ich diesen Beitrag zu spät gefunden. Aber ein paar Anregungen, insbesondere für Nachahmungstäter, möchte ich doch in die "Runde" werfen.
    Beim Betrachten des Bildes der Rückfront der Lok im obigen Beitrag fand ich noch einen möglichen Platz für die als Luftkessel getarnten Kondensatoren. Diese könnte man auch an der Rückfront waagerecht unter den Führerstandsfenstern anbringen. Ein Beispiel für Luftkessel an der Führerhausrückwand ist der kuriose Umbau einer Schmalspur-Heeresfeldlok auf Normalspur bei der OHE (Osthannoversche Eisenbahn AG). Bilder dazu habe ich beim bei Tante Gugl unter "HF130C - Gmeinder 4196/1944 - Heeresfeldbahn.de" gefunden.


    Luftkessel sind gerade beim Umbau von der Vakuum-Bremse (dort gibt es meines Wissens keine, oder kann man Vakuum speichern...) auf Druckluftbremse wichtig. Kurioses Beispiel hierfür sind die "sächsischen VI K" Schmalspurloks, welche nach nach Rügen umgesetzt wurden. Diese hatten ein Dreierpack Luftkessel oberhalb des Kesselscheitels bekommen.
    Übrigens wäre die vielleicht auch auf der Motorhaube der "Hunslet" Platz dafür.


    Liebe Grüße aus Hagen/Westfalen sendet Klaus


    Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.


    Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind immer herzlich willkommen!

  • Hallo allerseits,


    wie angekündigt und von Claus vorgeschlagen, habe ich den Powerpack aus dem Führerhaus entfernt. Er hat mir die Entscheidung auch leicht gemacht, weil er sich gelöst hatte und im Führerhaus rumklöterte. Als besten Platz hab ich den Umlauf ausgemacht. Zwar wollte ich die Druckluftkessel, in denen sich die Kondensatoren verstecken sollten, dicht vor dem Führerhaus anbringen, das ging aber nicht, weil dort ein großer Block aus Zinkdruckguss sitzt, der verhindert, dass ich die Anschlussdrähte in das Gehäuse schieben kann. Also sitzen die Kessel jetzt ungefähr mittig.


    Als erstes habe ich mir aus Messingrohr mit 10 mm Durchmesser die Körper der Kessel gedreht. Anschließend aus 10 mm Rundmessing die Deckel. Zwei davon habe ich jeweils zweimal für die Anschlüsse durchbohrt. Um die zwei Kessel zusammzuhalten, habe ich mir zwei Halterungen aus Messing gefräst. Sehr delikat - die Streifen, die um die Kessel liegen sind nur 0,2 mm dick. Dann habe ich alles bis auf die Deckel mit der Flamme gelötet.


    An die Kondensatoranschlüsse habe ich Silberdraht 0,8 mm gelötet und mit Schrumpfschlauch isoliert.




    Hier sind die Kondensatoren schon in ihrem Versteck. Jeweils ein Plus- und ein Minuspol sind in der Mitte verbunden. Ich hoffe, dass die Anschlüsse nach Lackierung und Alterung als Rohrleitungen durchgehen. Am Fahrwerk habe ich schon alterungstechnisch Hand angelegt, es ist aber noch nicht fertig, da fehlt noch Öl und Fett- aber AK Interactive hat schon geliefert.




    Das Gehäse des Vorbaus von innen. Die Platine des PowerPacks wird dort sehr gut Platz haben und wird einfach an die Wand geklebt.



    Nach dieser Erfahrung kann ich nur dazu raten, Kondensatoren und Platine des Powerpacks bei Platzproblemen zu trennen, die Teile lassen sich einzeln besser unterbringen und verstecken. Dazu schneidet man sie knapp über der Platine mit einem kleinen Elektronik-Seitenschneider ab. Auslöten geht auch - wer es kann. Die Kondensatoren werden mit Plus- und Minuspol verbunden (siehe oben) und mit Verlängerungsdrähten wieder an die Platine angeschlossen. Der Minuspol mit dem silbernen Balken gehört an den quadratischen und der Pluspol an den runden Anschluss der Platine. Also nochmal: Kondensator 1 Pluspol an Platine, sein Minuspol an den Pluspol von Kondensator 2, Minuspol von Kondensator 2 an die Platine. Fertisch.


    Demnächst weitere Neuigkeiten von der Hunslet.Versteck für Kondensatoren
    Hallo allerseits,


    wie angekündigt und von Claus vorgeschlagen, habe ich den Powerpack aus dem Führerhaus entfernt. Er hat mir die Entscheidung auch leicht gemacht, weil er sich gelöst hatte und im Führerhaus rumklöterte. Als besten Platz hab ich den Umlauf ausgemacht. Zwar wollte ich die Druckluftkessel, in denen sich die Kondensatoren verstecken sollten, dicht vor dem Führerhaus anbringen, das ging aber nicht, weil dort ein großer Block aus Zinkdruckguss sitzt, der verhindert, dass ich die Anschlussdrähte in das Gehäuse schieben kann. Also sitzen die Kessel jetzt ungefähr mittig.


    Als erstes habe ich mir aus Messingrohr mit 10 mm Durchmesser die Körper der Kessel gedreht. Anschließend aus 10 mm Rundmessing die Deckel. Zwei davon habe ich jeweils zweimal für die Anschlüsse durchbohrt. Um die zwei Kessel zusammzuhalten, habe ich mir zwei Halterungen aus Messing gefräst. Sehr delikat - die Streifen, die um die Kessel liegen sind nur 0,2 mm dick. Dann habe ich alles bis auf die Deckel mit der Flamme gelötet.


    An die Kondensatoranschlüsse habe ich Silberdraht 0,8 mm gelötet und mit Schrumpfschlauch isoliert.





    Hier sind die Kondensatoren schon in ihrem Versteck. Jeweils ein Plus- und ein Minuspol sind in der Mitte verbunden. Ich hoffe, dass die Anschlüsse nach Lackierung und Alterung als Rohrleitungen durchgehen. Am Fahrwerk habe ich schon alterungstechnisch Hand angelegt, es ist aber noch nicht fertig, da fehlt noch Öl und Fett- aber AK Interactive hat schon geliefert.






    Das Gehäse des Vorbaus von innen. Die Platine des PowerPacks wird dort sehr gut Platz haben und wird einfach an die Wand geklebt.




    Nach dieser Erfahrung kann ich nur dazu raten, Kondensatoren und Platine des Powerpacks bei Platzproblemen zu trennen, die Teile lassen sich einzeln besser unterbringen und verstecken. Dazu schneidet man sie knapp über der Platine mit einem kleinen Elektronik-Seitenschneider ab. Auslöten geht auch - wer es kann. Die Kondensatoren werden mit Plus- und Minuspol verbunden (siehe oben) und mit Verlängerungsdrähten wieder an die Platine angeschlossen. Der Minuspol mit dem silbernen Balken gehört an den quadratischen und der Pluspol an den runden Anschluss der Platine. Also nochmal: Kondensator 1 Pluspol an Platine, sein Minuspol an den Pluspol von Kondensator 2, Minuspol von Kondensator 2 an die Platine. Fertisch.


    Demnächst weitere Neuigkeiten von der Hunslet.


    Gruß


    Christoph
    Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.


    Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen


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    Gruß


    Christoph

  • Hallo allerseits,


    meine Hunslet ist im Prinzip fertig, jetzt folgt noch ein wenig Patinierung. Der Powerpack ist gut untergebracht, das Führerhaus ist wieder frei. Weil auf DB-Gleisen nicht so rumgelärmt werden soll, hat die Lok noch einen Schalldämpfer bekommen:



    Das Teil ist aus Alu-Resten gedreht und gefräst, die "Rohre" sind 2 mm Aludraht. Muss natürlich noch patiniert werden.


    Und hier ist die neue Mutterplatine für den Decoder. Sie enthält neben den Vorwiderständen der LED (jeweils 1 K Ohm) vier NPN-Transistoren mit Basiswiderständen von 10 K Ohm. Der Decoder LokSound V 4.0 von ESU hat neben den Ausgängen FL und RL nur zwei direkt nutzbare Ausgänge, nämlich AUX1 und AUX 2, die eine zwischen U+ und dem Ausgang angeschlossene Last schalten können. Die anderen Ausgänge AUX3 bis AUX 6 sind sogenannte Logik-Ausgänge, wenn sie eingeschaltet werden, liegt zwischen dem Ausgang und GND des Decoders eine Spannung von +5 V an.Damit sollen aber keine Lasten geschaltet werden. Also habe ich Transistoren verwendet, deren Basis über einen Widerstand 10 K Ohm mit dem Ausgang verbunden ist. Der Emitter ist mit GND verbunden und der Kollektor ist ein Anschluss wie AUX1 und AUX2, der z.B. LED gegen U+ schalten kann. Wer den Schaltplan der Mutterplatine haben will, schickt eine PN. Die Platine ist gefräst und mit SMD-Bauteilen bestückt - eine elende Fummelei :cursing: Natürlich passt die Mutterplatine nicht nur für die Hunslet.



    Hier habe ich die Platine des Powerpacks mit doppelseitigem Klebeband innen an die Motorhaube geklebt und mit den Kondensatoren verbunden. Wegen eines Denkfehlers musste ich die Anschlüsse kreuzen. Die Platine sieht durch das Ankleben im Führerhaus etwas mitgenommen aus, funktioniert aber einwandfrei.



    Der Lohn der Mühe: Alle Lampen funktionieren, wie geplant. Hier das Dreilicht-Spitzensignal vorn:



    Das Dreilicht-Signal hinten:



    Rangiersignal vorn:



    Rangiersignal hinten:



    Schlussleuchten vorn:



    Und hinten:



    Hier nochmal die Lok im Ganzen, bevor ich sie mit der Patinierung verhunze, das ist nämlich noch nicht wirklich mein Ding :wacko:




    Und zum Schluss der Blick in das aufgeräumte Führerhaus :thumbsup:



    Bis demnächst!


    Gruß


    Christoph

  • Moin
    Ein wirklich tolles Teil, aber was ist, wenn die seitlichen Servicetüren geöffnet werden müssten ?(
    Ich würd dich verklagen, wenn ich jedes mal die schweren Druckbehälter abbauen müsste :)


    Gruß
    Olli

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