Oberfränkischer Dorfbahnhof im Bau

  • Hallo Spur Null-Kollegen,


    das Empfangsgebäude meines kleinen Endbahnhofes "Arnoldsreuth" will so gar nicht in
    meine Heimat Oberfranken passen (auch nicht, nachdem das Dach mit roten Ziegeln
    "umgedeckt" worden ist).



    In absehbarer Zeit soll daher das oben zu sehende Empfangsgebäude durch ein besser nach
    Oberfranken passendes Gebäude ersetzt werden. Nachdem nun bereits die "Fertig-Teile"
    Außenmauern und Fenster hier eingetroffen sind, können die Bauhandwerker mit dem Aufbau
    und der Fertigstellung beginnen.







    Ob sie das in der ihnen vorgegebenen Zeit auch schaffen werden?....Schau ma amoll,
    wie der Oberfranke zu sagen pflegt.


    Über eventuelle Fortschritte wird hier ab und an zu sehen sein.


    Herzliche Grüße
    Arnold

  • Guten Morgen Arnold,


    nun hast du bereits den ersten Spatenstich für das neue Gebäude gemacht.


    Hättest du beim alten Gebäude das Material der Außenmauern einritzen, colorieren und so die typische Struktur der großen, graubraunen (Sand-)Steinquader herstellen können? Das hätte zu dem Gebäude vielleicht auch gut gepasst und eine ganz andere Optik gegeben (sofern nicht ein konkretes Vorbild nachgebildet werden soll).


    Aber nur mal so eine Idee, vielleicht für die Zweitnutzung des Altgebäudes.


    Weiterhin viel Erfolg und viel Spaß beim Basteln


    Bernd

  • Moin Berthold,


    nun, welcher Bahnhof es "ungefähr" wird? ......es wird "Arnoldsreuth".
    (Natürlich habe ich hierfür einen Original-Bahnhof zugrunde gelegt)
    Bei Deinem "Burgebrach" war ich ausgeschlossen; jetzt darfst DU eine
    "Identifizierung" vornehmen.
    (Nur soviel: Auf Deinem Stick wird er vorhanden sein)


    Herzliche Grüße nach Husby
    Arnold

  • Hallo Bernd,


    danke für Deinen Rat.
    Aber nur mit Einritzen der Sandsteinquader-Fugen ist es leider nicht getan,
    da der Vorbildbahnhof um einige Zentimeter vorstehende Sockelsteine
    hatte und auch die Ecksteine vom Fundament bis oben hin hervorsprangen.


    Grüße
    Arnold



  • Hallo Arnold !


    ich habe eine Frage zu deinem Bahnhof Arnoldsreuth.Das Gebäude stammt ja von der Museumswerkstatt und läuft dort unter dem Namen Dorfen, wenn ich richtig liege.Du hast das Modell umgefärbt und meine Frage : Welche Farbenart( Acryl.... ? )hast du verwendet? Ich habe mir diesen Bahnhof gekauft und will ihn auch umfärben.


    Grüße Werner

  • Hallo Werner,


    ich habe nur das Dach umgefärbt und es mit Revell Aqua Color Acryl-Farbe Nr.330 feuerrot seidenmatt bepinselt.
    Nachdem mir das Dach dann aber doch zu sehr geglänzt hat, habe ich es noch mit mattem Klarlack übersprüht.


    Nun, die Farbe des Daches gefällt mir aber nicht sonderlich und ich werde für die Farbgebung der Biberschwanz-
    Deckung des neuen Bahnhofsgebäudes noch etwas experimentieren müssen, bis ich das für mich "richtige" Rot
    herausfinden werde.


    Es grüßt Dich
    Arnold


  • Hallo miteinander,


    es geht langsam voran mit dem Neubau.
    Die Bauarbeiter haben inzwischen die Wände der beiden Gebäude zusammengestzt.



    (Ich wußte bisher noch nicht, daß es 1903 schon derart passgenaue Fertigteile gegeben hat) :-)


    Die Wände waren noch nicht richtig miteinander verbunden, schon erschien der Bauschreiner
    und setzte die "Holz"-Sprossen-Fensterrahmen ein. Die Türen lassen noch auf sich warten.
    Der Glaser will die Scheiben erst einsetzen, wenn alles andere fertig ist.


    Wenn das mit dem Bau allerdings so schleppend weitergeht, wird es fraglich sein, ob die End-
    Abnahme der Gebäude durch die Kommission der kgl.bay.Eisenbahndirektion wie geplant zum
    01.März nächsten Jahres erfolgen kann.
    No ja, mia wäans dawaddn könna.


    Grüße
    Arnold



  • Moin Berthold,


    natürlich habe ich mich bei der Konfiguration des Gebäudes am Empfangsgebäude von Mistelgau orientiert.
    Da es mir aber unmöglich war, im Programm meines "Fertighaus"-Teile-Herstellers die Originalfenster von
    Mistelgau zu konfigurieren, habe ich diese einfach etwas "entfeinert".


    Ich möchte ja auch nicht Mistelgau sklavisch nachbauen; der Bau soll "Arnoldsreuth" darstellen und ist meine
    "Generalprobe" für zukünftig zu bauende Gebäude für das Projekt Nebenbahn Bayreuth - Hollfeld.


    Über die Verkleidung der Außenwände verrate ich im Moment nur soviel: Die Bauarbeiter sind gerade dabei,
    -vorerst beim Nebengebäude- die "Eckquader" einzeln anzubringen (Eine wahre Sträflingsarbeit !)


    Ich hoffe, demnächst mehr dazu zeigen zu können.
    Bis dahin herzlichen Dank an alle für das "Grün" im Winter und alle Bedankungen.


    Jetzt zieht´s mich wieder auf die "Baustelle", deshalb
    bis bald
    Arnold


  • Hallo,


    das schlechte Wetter der letzten Tage hat den Weiterbau gefördert.
    So konnte nun die "Sträflingsarbeit" Anbringen der Eckquader fast beendet werden.
    Die "Pseudo"-Eckquader und -Fenstereinfassungen entstanden aus entsprechend
    ausgeschnittenen Polystyrolplättchen in 0,5 mm Stärke und wurden einzeln an den
    Ecken und Fenstern angebracht.
    Die Feinarbeit: entgraten und verschleifen wird noch erfolgen.





    Nun warten wir gespannt darauf, wann die Zimmerleute den Dachstuhl fertig haben werden.


    Grüße
    Arnold



  • Hallo Arnold


    Ein Königreich für so viel Platz wie Ihr ihn habt um eine 0 - Bahn zu bauen!


    Da spielen einige zehntel Millimeter auch keine Rolle, schon garnicht beim Häuslebau.
    Und ja, natürlich hast Du Recht!
    Fränkisch wo fränkisch hingehört, da versteht es sich doch von selbst daß MANN heimatliche Gefilde mit ebensolchen Gebäuden ausstattet.


    ... kann mich noch gut an unseren Urlaub in Franken erinnern, von wegen schiefe Ebene, DDM und leider auch den agbebrannten Nürnberger Lokschuppen.
    Zwei Tage nachdem ich Fotos der BR 45 im selbigen Schuppen gemacht habe!


    Da sah man jedenfalls viel Lokalarchitektur.


    Meint der Bärliner aus dem RAW,


    Dirk

  • Hallo Kollegen,


    heute -bei stürmischem Schmuddelwetter- wurde die "Dachkonstruktion" angeliefert.
    Mann, o Mann, daß es 1903 schon solche Fertigteile gab !




    Dagegen ist ja Husbert´s filigranes -rundum meisterhaft gelungenes- "Meisterstück"
    beim Lokschuppen von Auerbach mit -einzelnen- Pfetten, Sparren, Fuß- und Firstpfetten
    schon als als " handwerkliche Strafarbeit" zu sehen !


    Sobald sich der stürmische Wind hier über der Fränkischen Schweiz wieder gelegt hat,
    wird das "Fertigteil" an seinen Platz gebracht und ordentlich Richtfest gefeiert.


    Bis dahin
    Grüße
    Arnold


  • Hallo Freunde,


    nachdem sich das Wetter gebessert hatte, konnte der Dachstuhl fertig gezimmert werden.
    Der wackere Vorarbeiter der Baufirma wurde in den Genossenschaftswald geschickt, um
    das Bäumchen für das Richtfest zu besorgen.




    Das Richtfest konnte gefeiert werden. Alle bisher am Bau beteiligten Handwerker warteten
    im Dachstuhl geduldig auf die Abnahmekommission der Kgl.bay.Stsb. Als selbige endlich
    eintraf, war eine Kiste "guthen bayerischen Bieres" aus der hiesigen Brauerei schon vertilgt.



    Dann erschien der Generaldirektor der kgl.bay. Eisenbahndirektion Nürnberg mit Gattin,
    warf sich in Positur und ließ sich anläßlich dieses geschichtsträchtigen Moments vom
    Photographen des "Wiesentboten" ablichten



    Nun erstattete der Ingenieur der kgl.bay. Bausektion Bayreuth in strammer Haltung
    "untherthänigst" Meldung über die Fertigstellung des Rohbaues, gefolgt von seiner Gattin.



    Endlich durfte der Zimmerermeister Joseph Dachreiter seinen Zimmerspruch zum Besten
    geben. Aufgrund der eminent langen Wartezeit auf die Kommission war es nur verständlich,
    daß nicht alle Worte seines Spruches klar und deutlich zu verstehen waren.



    Inzwischen hatten sich einige Dorfbewohner(innen) eingefunden, die sich das Richtfest
    nicht entgehen lassen wollten



    Auch die "Reddl mid ian Hugglkorb" war vorbeigekommen, schaute sich den "Auflaaf" an,
    murmelte etwas wie: "Na, na, do schau na no, die Schdoodschigg´sn , wi die Babagei sehng
    sa aus. Do will i na schnell mein Hugglkorb mid´n Hosafudda ham droong. Hoffndli fregg´n
    unnara Viecha ned, wenn amoll die Eisaboo do durch unnara ruhicha Ordschafd goggd"
    Sprach´s, drehte sich um und ging ihrer Wege.



    Indessen sprachen die Bauarbeiter auf dem Dach dem guten Gerstensaft weiterhin munter zu.
    Der Schorsch mußte schon wieder Nachschub heranbringen und murmelte vor sich hin:
    "Edsadla muß i scho widda an Kasd´n raufschlaaf´n, no, ia saufd ja as wi die Böaschnbinder"
    Wie eindeutig erkennbar ist, beeindruckte dies den Vorarbeiter in keinster Weise.



    Auch die "Babedd" durfte sich das Ereignis keinesfalls entgehen lassen, war sie doch bekannt
    als "as Arnoldsreuda Dorfbläddla". So konnte sie doch die hier aufgenommenen "Nachrichten"
    bei der am Abend stattfindenden "Roggastuum" an die interessierten Teilnehmerinnen weitergeben.
    Ungewohnt dezent im Hintergrund hielt sich der Chef des kgl.bay. Gendarmerie-Postens Arnoldsreuth.
    "Babedd" meinte, ihn kurz einmal unschön fluchen gehört zu haben: "Sagra, Sagra, worum
    muß ausgrechnd iich heid Diensd hom; hädd a gern a Seidla oda a Moß vo den gud´n Frei-Bia brobiert"



    Nichts desto Trotz, auch ein Richtfest endet einmal. Wie man beim Bauarbeiter Hanni sieht,
    kann der sich nur noch unter intensiver Zuhilfenahme seiner Schaufel aufrecht halten.
    Auch "des Fridsla", der Sohn vom Vorarbeiter, durfte einmal in einen Maßkrug "schauen".
    Er winkt allen fröhlich zu und ruft vom Dach:
    "Ade, bis bald, mia seng uns widda, wenn as Dooch gadeggt wäad"




    Soviel vom Richtfest. Bis bald, wenn es wieder etwas von der Baustelle zu berichten gibt.


    Herzliche Grüße
    Arnold

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