Ladegütern für Landwirtschaftliche Fahrzeuge

  • Liebe Mit-0er,


    in Ergänzung zu meinen Ausführungen über lanwirtschaftliche Fahrzeuge möchte ich euch hier zeigen wie mna einfach und gut Ladungen fpür diese Fahrzeuge selbst Bauen kann.


    Beginnen möchte ich mit den überall während der Gras- und Heuernte zu sehenden Rundballen.


    Alles was wir dazu benötigen, sind eine Grasmatte grün,
    entsprechendes Grasstreu ca. 6 mm lang in einer Schale
    Doppelseitiges Klebeband
    Weißleim
    Isolierband schwarz oder weiß


    Werkzeug: Schneidunterlage, Lineal, Messer, Draht D= 2 mm, ca. 4-5 cm lang


    Herstellung:


    Wir schneiden aus der Grasmatte Streifen von ca. 30 cm Länge und 20 mm Breite. auf die Rückseite klebeben wir einen ca. 15mm breit geschnittenen Streifen doppelseitiges Klebeband und wickeln den streifen über den Draht zu einer Rolle.


    Anschließend bestreichen wir die runden Stirnflächen mit Weißleim und drücken diese in das Grasstreu. Das ganze ca. 1/2 Stunde antrocknen lassen.


    Wer "nur" Grasballen herstellen will, für den war´s das dannn. Wer Silageballen machen will, umwickelt diese noch mit 10 mm breitem Isolierband in schwarz oder weiß.


    Die Bilder unten zeigen die Abfolge bis auf die Umwicklung mit dem Isolierband.


    Zuckerrüben.

    eine sehr langwierige Angelegenheit ist das sammeln von Weintraubenkernen, die sich getrocknet und entsprechend mit brauner Dispersionsfarbe gestrichen sehr gut als Zuckerrüben eingnen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, auf Buchweizen auszuweichen.


    Wagenladung Maissilage


    Wir schneiden uns in der Größe unserer Ladefläche aus Sperrholz ein Brettchen, umgeben dies mit einer ca. 5 mm höheren Wandung, die wir z. B. mit Dopplseitigem Klebeband ankleben,um sie später wieder entfernen zu können.
    Dies Fläche des Brettchens bestreuen wir nun mit grünem Streumaterial (Sägespänen). das ganze mit Wasser-Weißleim-Gemisch tränken und trocknen lassen.


    So lassen sich auch Ladungen mit erde für LKW etc, herstellen.

  • Liebe Mit-0er,


    vielen Dank für eure Renomeepunkte. Hier noch ein Nachtrag:


    Wer Quaderförmige Ballen machen möchte, die evtl. auch noch in die Ballenpresse von Siku passen, sollte Holzklötzchen aus 15-18 mm dickem Preßspan mit den Maßen 21x 47 mm schneiden. diese werden anschließend in zwei Runden mit Weißleim bestrichen, Stirnseiten und zwei Längsseiten in Grasstreu wälzen und ca. 2-3 Stunden trocknen lassen, danach die beiden anderen gegenüberlegenden Seiten entsprechend bearbeiten.


    Für Stroh odr einstreu habe ich Sägespäne aus eigener "Produktion" genommen. Man kann aber auch Grasstreu "Herbstgras" dazu verwenden.

  • Hallo Canadier,
    liebe Mit-0er,



    erst mal ein herzliches Dankeschön für all die Renomeepunkt und Klicks in meinen beiden Threads zum Thema Landwirtschaft (Fahrzeugbau und Ladegüter) Mit dieser Reaktion habe ich nicht gerehnet. Aber es zeigt mir, dass hier doch wohl ein größeres Intertesse an Inforamtion besteht.


    Canadier hat unter den Benachrichtigungen gepostet: Tolle Anleitung. Leider aber erst ab Epoche IV umsetzbar.


    Das stimmt nur zum Teil. Bereits in den 50iger/60iger Jahren gab es für Traktoren Anbaugeräte, die zunächst Stroh oder Heu zu kleineren quaderförmigen Ballen gepresst haben. Diese lagen dann in größeren Abständen auf den Feldern und wurden dann per Hand mit einer Gabel auf die Erntewagen geladen. Später gab es dann Geräte, die nicht nur gebunden haben, sondern eine Schurre hatte, auf der die einzelnen Ballen nach oben geschoben wurden und auf den Erntewagen gefallen sind. Sie wurden dann nur noch von Hand auf dem Wagen geschichtet und gestapelt.


    Richtig ist, dass es aus dieser Zeit von den Modellherstellern so gut wie keine Geräte gibt. Das aber kann man ändern. Dazu werde ich im anderen thread nochmal eine paar Ausführungen machen.


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Hallo Zusammen


    Durch den tollen Beitrag von Hans-Peter ist mir wieder ein Tip eingefallen:


    Als Streumaterial für die Heuballen eignet sich sehr gut getrockneter Feder Spargel.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Feder-Spargel



    Zu finden oft als Deko in Blumensträussen. Mal in einem Blumenladen nachfragen ob sie verwelkten haben. Den bekommt man umsonst. Oder seiner Liebsten einen schönen Strauss mit nach Hause bringen und warten bis er durch ist

  • Liebe Mit-0er,
    lieber barilla 73,


    in meiner Sammlung befindet sich auch ein Modell aus den Ende 60igern - Anfang 70igern von NZG von einer New Holland Ballenpresse. Ein Bild könnt ihr unten finden. Der Auswurfschacht hat eine Breite von 10,5 mm und eine Höhe von 8,5 mm. Wie ich im www herausgefunden habe, waren die ersten Ballen, ca. 15 kg. schwer und zwischen 90 und 100 cm lang.


    Um eine Wiese entsprechend zu gestalten, bedarf es bei diesen Abmessungen schon einiges an Federspargel, um einen dichten Besatz auf den Ballen zu haben. Deswegen würde ich persönlich Grasstreu vorziehen.


    Hier möchte ich zunächst nochmals beschreiben, wie man solche quaderförmigen Ballen herstellen kann. Im Prinzip findet Ihr das Material und die Beschreibung 4 Beiträge weiter oben.


    Um auch Ballen im Schacht der Presse haben zu können, werde ich zunächst ca. 20 - 30 Hölzchen zuschneiden, mit den Maßen 8,5 x 6,5 x 18 mm. Diese werden dann zunächst an vier Seiten mit Weißleim bestrichen und anschließend in Grasstreu gewendet und getrocknet. (Ablegen auf der unbehandelten Seite und als Unterlage ein Plastiktüte verwenden.) Danach werden die beiden noch nicht mit Grausstreu beklebten Seiten auf die gleiche Weise behandelt.


    Mit den fertigen Ballen läßt sich dann eine Wiese, die mit kurzem Gras eingestreut wurde, gut als abgeerntete "Heuwiese" darstellen.


    Bilder davon werden in kürze folgen.


    Das erste Bild zeigt links die Presse an einem Traktor hängend. Ohne Schurre, wie auf dem Bild, fallen die Ballen aufs Feld und müssen dann mit einer Gabel auf den Hänger gehoben werden. Mit einer selbstgebauten Schurrre kann man an die Presse noch einen Hänger hängen und darauf eine Person platzieren, die die Ballen richtig lädt.


    Bild 2 zeigt ein Feld, bei dem gerade die Gras-Heuernte im Gange ist in Bau.
    Bild 3 zeigt die Fahrzeuge auf dem Feld: Traktor mit Frontmähwerk und Traktor mit Selbstladehänger (beides Eigenbauten).


    Noch ein paar Worte zum Aufbau des Feldes:


    Ich streiche entweder den Untergrund des Feldes zunächst braun, oder beklebe ihn mit braunem Packpapier. Danach wird die Fläche mit Wasser-Weißleim-Gemisch eingestrichen und mit fein gesiebtem Erdreich satt deckend eingestreut. Nach dem Trocknen wird jetzt erst das kurze und nach weiterer Trocknung das Lange Gras aufgebracht. Die Verwendung von Erdreich läßt an kahlen Stellen einen natürlich wirkenden Boden sichtbar sein. (Siehe Bild 2)


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Liebe Mit-0er,


    es hat etwas gedauert, bis ich euch die folgenden Erfahrungen und bilder einstellen konnte. Das hat Gründe:


    Die Großballen die ich als erstes für meine 1:50 Modelle gemacht habe, entstanden mit realtiv langen Grasfasern( 8-10 mm). Sie sind auch bedeutend größer als die, die ich jetzt gemacht habe. Ich verwendete für diese kleinen zwar nur Fasern mit ca. 4-6 mm Länge, doch sie waren immer noch zu lang, wieauf den Bildern gut zu sehen ist und haben was von einem Igel.


    Deshalb habe ich einen zweiten Anlauf mit ganz feinen Fasern aus dem H0 oder N-Programm von Heki genommen. Und jetzt passt es. Die Klötzchen von 6x8x18 mm habe ich wie folgt begrast: Grasfasern in ein Schälchen, eine Seite eines Hölzchens mit Weißleim bestrichen und abgeschüttelt, dann 1,5 -2 Std. trocknen lassen. Danach die gegenüberliegende Seite "begrast" und wieder 1,5-2 Std. trocknen lassen, und so fort, bis alle eiten begrast waren.


    Bild 1 lange Fasern
    Bild 2 kurze Fasern
    Bild 3 Ballen in der Presse und auf dem Feld.
    Bild 4 Heuwagen mit Einzelballen


    Vielleicht möchte das ja jemand nachbauen, dann viel Spaß! Ich brauche noch ein paar Ballen...


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Liebe Mit-0er,


    und hier kommt der Abschluß zur Ernte in den 50igern bis Ende 60igern. Nur mal so als Anregung. Ihr könnt das sicher (noch) besser!


    Tipp: Wer nicht mit 1 mm fräsen kann wie ich, der schneide die beiden mittleren Zinken der Heugabel des Mannes der den Ballen hochstemmt ab, und bohrt 2 passende 1 - 1,5 mm Löcher für die verbleibenden 2 Zinken und setzte den Ballen darauf.


    Viel Spaß damit.


    Herzlichst

  • Liebe Mit-0er,
    ich danke erst mal für den dicken Stern und die vielen, vielen klicks! :) :D :love:


    Da ich auf meiner Anlage auch schöne Landschaft haben will, beschäftige ich mich im Moment sehr intensiv mit dem Thema Landwirtschaft, denn ich möchte meine Anlage auch entsprechen gestalten.


    Die Ernteaktivitäten auf einem Feld sind vielfältig. Wenn wir beim Heuen oder Heumachen bleiben, dann gliedern sich die Arbeitsschritte wie folgt:


    Schneiden – Trocknen – Wenden – Trocknen – Schwaden = zu langen Raupen auf dem Feld zusammenrechen – lose Laden, oder Pressen und Laden.


    In den bisherigen Beiträgen von mir ging es ums Schneiden, Pressen und Laden. Das Thema Trocknen haben wir ausgelassen.



    Das hat einen guten Grund. In manchen Gegenden wird, bzw. wurde das Gras zum Trocknen auf sogenannte Heumanderl (Heumännchen oder Heustöcken) aufgeschichtet.


    Wer im www unter „Heustock“ nachsieht, wird Beispiele für solche Heustöcke finden. Ich habe mal von zwei „unbestückten“ Heustöcken Modelle gemacht. Das eine sind die in Österreich öfter gesehenen senkrecht stehenden Stöcke mit Querhölzern, eben Heumanderl.


    Bei uns sind eher dreieckige Gestelle bekannt, auf die das geschnittene Gras zum Trocknen „aufgegabelt“ wird. Sie lassen auch zu, dass der Wind durch den „Bock“ streicht und das Gras nicht von Bodenfeuchte in der Nacht, wenn es denn noch draußen bleibt, wieder feucht wird.


    Herstellung Heumanderl


    Die Beispiele zeigen zunächst noch mit Heu unbestückte Manderl. Herstellen kann man diese gut aus Zahnstocher oder Schachlikstäben aus Holz. Diese werden drei Mal im Wechsel von 90 °mit einem 1-1,2 mm Bohrer gebohrt. In die Löcher setzt man einen Draht mit passendem Durchmesser ein. Anschließend sollte man diese Heumanderl verwittert lackieren. Das habe ich bei meinen Beispielen noch nicht gemacht. Solche Manderl würde ich nur dort einsetzen wo entweder das
    Feld abgeerntet wird/wurde, gemäht ist aber noich kein heu zum Trocknen auf die Manderl gegeben wurde.


    Für mit Gras bestückte Manderl verfahre ich wie folgt:


    Um einen Zahnstocher wickele ich ca. 50 mm mit Weißleim bestrichenes Begrünungsfließ, wie man es beim Baumbau verwendet und lasse es 3-4 Stunden trocknen. Danach tauche ich diese Manderl in flüssiges Wasser-Weißleim-Gemisch,
    lasse es gut abtropfen und wälze das Ganze dann in Grasstreu, evtl auch mehrfach, damit satt Heu dranhängt. Das Ergebnis und die Arbeitsschritte seht ihr unten von links nach rechts dokumentiert.


    1. Stange das Manderl ohne Begrasung
    2. Stange Manderl braun gestrichen und ein Fehlversuch der Begrasung.
    3. SDtange Manderl mit Flies
    4. + 5. Stange mit frisch aufgetragenem Grasstreu. (Muss noch trocknen!)


    Herzlichst



    Peter Weigel

  • Liebe Mit-0er,


    neben den Heumanderl sind bei uns in der BRD wohl die Heustöcke am verbreitesten gewesen, bzw. sind es noch. Ich habe nach den Bildern aus dem www solche gezeichnet und gefräst. Zunächst ein Muster aus Kunststoff, danach aus 2 mm Sperrholz. Im Laufe des Tages werde ich nacheinander hier auch "beheute" Stöcke zeigen.


    Nachtrag:
    Nun ist aus "heute" morgen geworden. Aber ich wollte euch die ergänzenden Bilder erst nach dem Auftrocknen des Weißleims zeigen... Ich hoffe es gefällt das Ergebnis. Was das letzte Bild angeht, so habe ich Heuernte so in Erinnerung...



    Viel Spaß mit den Bildern. Vielleicht hilft der Beitrag dem einen oder anderen. Es würde mich freuen!


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Liebe Mit-0er,


    Die Adventszeit ist in den Haushalten DIE große Backzeit. doch ohne Zucker wäre das nur bedingt möglich. Honig zum süßen ist teuer. Als verzuckert man den Saft der Rüben.


    Ich bin zwar keiner, der gerne mit Lebensmitteln spielt. Rüben lassen sich gut mit Weintraubenkernen darstellen. Da man davon aber in der Regel schon einenge braucht würde das bedeuten Weintrauben ohne Ende essen. Deshalb habe ich in diesem Fall auf Buchweizen zurück gegriffen. Ein einziges Päckchen recht weit! Und die Körner meine ich können sich sehen lassen.


    Das Beispiel unten zeigt einen typischen Zug,wie er in Deutschland während der Rübenkampagne im Einsatz ist. Der Rübenvollernter entstand im Eigenbau.Vorbild war ein 1:32 Modell von Siku, der Hersteller des Originals ist Holmer.


    Einen fröhlichen 2. Advent wünscht


    Peter Weigel

  • Hallo Peter,


    du mußst nicht erst zentnerweise Weintrauben vertilgen, um an Traubenkerne zu kommen. Die gereinigten Kerne gibts auch kiloweise für wenig Geld als Kissenfüllung zu kaufen.


    Als die Bundesbahn die Rübentransporte aufgab, haben viele Bauern sich über ihre Maschinenringe ganze "Rübenbomber"-flotten zugelegt, um die Ernte über die Straße zu den Fabriken zu karren.


    Bin schon ganz neugierig, welches Thema du als nächstes ins Modell umsetzt.


    Viele Grüße


    Michael

  • Ihr Lieben,


    womit hab ich das verdient? :S Warum wird die Schrift jetzt klein? Danke für die Hinweise! Habe bestellt.Das war klasse! :thumbsup: Ich wusste gar nicht, dass die Kerne so genutzt werden. Bei uns werden sie entweder mitgegessen, oder weggeschmissen. :huh:


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Hallo Hans-Peter,

    Warum wird die Schrift jetzt klein? Danke für die Hinweise!

    das liegt an der Forensoftware im Zusammenspiel mit dem Google-Chrome-Browser.


    Lösungsvorschlag 1:
    Der Fehler tritt nicht auf, wenn Du Firefox, Edge oder Opera verwendest.


    Das wurde bereits 2013 in der Community von Woltlab (Hersteller der Forensoftware) erörtert und bestätigt.


    Zitat aus der Woltlab Community:

    Quote

    Der Fehler selbst liegt nicht im WBB sondern im verwendeten tinyMCE Editor. Da dieser im WBB 3 aber so stark modifiziert ist, kann er nicht mal eben gegen eine neue Version ausgetauscht werden.

    Lösungsvorschlag 2:
    Du könntest den Fehler, nachdem er aufgetreten ist, im "Quellcode"-Modus des Editors bearbeiten, indem Du alle Tags entfernst, die mit

    Code
    [size=irgendein Zahlenwert] und [/size]

    beginnen bzw. enden. Ein mühsames Geschäft. ;(


    Lösungsvorschlag 3:
    Pfeife auf die Formatierung und lass es wie es ist. Sieht zwar nicht besonders toll aus, aber es ist lesbar.


    Sollte das Forum einmal irgendwann in der Zukunft auf die aktuelle Software umgestellt werden, tritt dieser Fehler nicht mehr auf. :rolleyes:



    Gruß Rainer :thumbup:

  • Liebe Mit-0er,


    bisher hatten wir hier landwirtschaftliche Ladegüter für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Selbstverständlich können solche Landwirtschaftlichen Fahrzeuge selbst auch Ladegüter auf Bahn und LKW sein. Vor allem die Preiswerten Hachette Modelle bieten sich dafür an.


    Herzlichst


    Peter Weigel

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