Fahrzeugselbst- und Umbauten

  • Liebe Mit-0er,


    was ist das für ein Kunststoff, den Siku da wohl für die Ausleger an seinem Baggermodell verwendet? Ich hatte gedacht, das teil teilen und wieder zusammenkleben zu können, aber Pustekuchen! Von den Klebstoffen,die ich hier habe, hält keiner wirklich.


    Nun ich habe nicht lange gefackelt(auch die Teile nicht abgefackelt) und habe mir den Ausleger einfach neu konstruiert und aus Polystyrol gefräst und zusammengesetzt. Dazu hab ich mir im Internet von Liebherr eine PDF-Datei der Colliliste mit den Maßen herunter geholt und die Mastschüsse dann gleich in der dem Vorbild entsprechenden Länge gezeichnet und gefräst. Und weil´s so gut ging, überlege ich nun, die beiden anderen Modelle die ich noch habe auch so umzugestalten....


    Jedenfalls kann ich jetzt den Ausleger individuell verlängern und verkürzen, z. B. für den Transport, für eine Darstellung eines Abrisses, oder, oder, ... Lackieren werde ich da Teil grau, zusammen mit dem Fahrgestell, wenn ich das umgebaut habe. Denn das soll noch die Spur verändern können...

  • Liebe Mit-0er,


    HüMo dir erst mal ein herzliches Dankeschön für den Grünen und auch für die vielen Klicks.


    Ich habe mich entschlossen, das Fahrwerk doch zu lassen und nicht breitenverstellbar zu machen. Evtl, baue ich nochmal ein ganz neues Fahrwerk. aber das wäre jetzt zu viel Aufwand gewesen. Die 3. Winde ist beseilt, aber es fehlt der Haken. Und das aus gutem Grund: bei Arbeiten mit dem Greifer wäre dieser nur hinderlich.


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Diesen Beitrag betrachte ich doch mit einigem Erstaunen. :?:


    Immerhin im Hintergrund erkennt man Gleise. Es handelt sich hier wohl um einen sogenannten Nebenkriegsschauplatz.


    Bestimmt sehr interessant, aber etwas am Thema "Spur Null Magazin" vorbei. :thumbup:


    Trotzdem noch einen schönen August.


    Mit den besten Grüßen vom Waldrand


    Andreas

  • Hallo Andreas,


    ich kann deine Meinung nicht nachvollziehen und auch nicht teilen. Ich nehme an, dass du meine anderen Threads nicht kennst und nicht gelesen hast. Wer Spur 0 als Hobby hat, sollte sich vielleicht auch mit den verschiedenen tangierenden Maßstäben auseinandersetzen. Ich tue das seit über 40 Jahren und verstehe meine "Mitarbeit" hier so, dass ich auch zeige, was man mit entsprechend passenden Modellen machen kann, wenn man sie supert. Dabei ist es egal ob da nun ein Haus, ein Automodell, oder eine Lok, oder ein Waggon ist. Ich lade dich ein, mal meine anderen Beitragsbäume hier ansehen, dann erfährst du mehr über mich und meine Sicht auf das Thema Modellbau 1:45, als ich jetzt hier sagen kann. In sofern Nebenschauplatz, ja, aber ohne Krieg. ;) :)


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Hallo Hans-Peter,


    das fällt mir jetzt gerade erst ein: Bei dem Kunststoff der sich mit nix kleben lässt könnte es sich um "Luran S" handeln (m. W. ein Abfallprodukt aus der Raumfahrt). Dieser Werkstoff würde sich mit Plexiglaskleber, welcher durch Licht (Tageslicht) härtet, kleben lassen. Bei den filigranen Teilen des Auslegers - nicht zuletzt wegen (sehr) langer Aushärtungszeit - m. E. sehr schwierig - vielleicht hast du so etwas aber ja auch besser als ich im Griff. Sonst findet sich ja so gut wie für alles der passende Kleber, ausser, so glaube ich, für nylonhaltige Kunsstoffe (bedingt mit Sek.kleber) und eben Luran S.


    Wie komme ich zu dieser Vermutung? Ich habe gaaaaaaanz früher (als ich noch "jung und schön" war, jetzt bin ich nur noch "und" :P:rolleyes: ) einige Messeanlagen für LGB gebaut und daher glaube ich noch zu erinnern, dass die LGB Loks, Wagen und sonstige Kunsstoffteile aus diesem Werkstoff sind (waren?) - übrigens als Sondermüll eingestuft - und nur auf diesen Kleber dauerhaft haltbar reagieren. Soweit ich noch weis hat mir damals Rolf Richter (+) die Sache mit Luran S. erklärt.


    @ Andreas


    Zitat Andreas:

    Quote

    Diesen Beitrag betrachte ich doch mit einigem Erstaunen. :?:
    Immerhin im Hintergrund erkennt man Gleise. Es handelt sich hier wohl um einen sogenannten Nebenkriegsschauplatz.
    Bestimmt sehr interessant, aber etwas am Thema "Spur Null Magazin" vorbei. :thumbup:


    Den Inhalt deines Beitrags kann ich jetzt aber nicht nachvollziehen, oder ich verstehe etwas falsch bzw. nicht. Letztlich sind alle Teile - wie z. B. Gebäude, Kfz´s aller Art, Maschinen, Landschaft, Wasser, u. v. a. mehr Zubehör- bzw. Ausschmückungs/Ausstattungsteile - ja sogar Grundlagen - überhaupt eine Anlage zu gestalten, um das Rollmaterial im passenden Umfeld fahren zu lassen bzw. zu präsentieren. Insofern sind alle besagten Teile "Nebenkriegsschauplätze", d. h. alle Anlagen, auch meine, bestehen NUR aus "Nebenkriegsschauplätzen". O. k. - however - wie das jeder für sich ausdrückt und das in der heutigen Zeit ja auch darf (jeder darf und kann alles ;);( ).


    Was z. B. Hans-Peter produziert ist nicht nur Zubehör im wahrsten Sinne des Wortes, sondern gehört zur Ausstattung und ist Voraussetzung zur Gestaltung einer Eisenbahnanlage. Dazu sind Hans-Peters Modelle auch noch von der exzellenten Art. Erstmal nachmachen (ich kann´s soooo nicht).

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited 2 times, last by BTB0e+0 ().

  • Lieber Robert,


    Zitat Robert:


    "Was z. B. Hans-Peter produziert ist nicht nur Zubehör im wahrsten Sinne des Wortes, sondern gehört zur Ausstattung und ist Voraussetzung zur Gestaltung einer Eisenbahnanlage. Dazu sind Hans-Peters Modelle auch noch von der exzellenten Art. Erstmal nachmachen (ich kann´s soooo nicht)."



    Das ist viel zu viel Dickes!! Ich halte es da lieber mit dem Sprichwort: Man(n) tut was Man(n) kann (ist nur die frage ob Man(n) auch kann, was Man(n) tut.) ;) Auch bei mir gelingt nicht alles immer zu 100%. Und wir sollten das wirklich entspannt sehen. Auch ich koche nur mit Wasser und es gibt hier manchen anderen der es noch viiiiel besser kann, als ich.


    Aber es freut mich, wenn das, was ich mache ankommt und gefällt. Das Motiviert und spornt an.


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Liebe Mit-0er,


    nach einer längeren schöpferischen Pause, die ich einfach gebraucht habe, bin ich nun wieder mit an Bord. Vor einigen Tagen habe ich in England ein paar Modellautos aus (meinen und evtl. auch euren) Kindertagen via Ebay gekauft.
    Es sind Modelle, die ich damals zwar in Katalogen gesehen habe, für mich als Kind aber unerreichbar fern waren. Nun waren sie aber absolut erschwinglich, wenn auch stark renovierungsbedürftig.


    Dabei handelt es sich um zwei Coles Krane auf LKW Chassis und einen Lagerplatzkran und eine Euclid Doppelmotorraupe, ein wahres Ungetüm. Da sich die Modelle im Moment beim Sandstralen befinden, kann ich euch nur die beiden nachfolgenden Bilder der Autokrane zeigen. Im Moment überlege ich ,wie sich diese Modelle pimpen lassen.


    Ein paar Ideen habe ich schon. Mal sehen was draus wird. Dies waren auch Modelle, die ich damals auf Spur 0 Anlagen fand, nur nicht so stark bespielt. Ich habe mindestens vor, beide Modelle neu zu lackieren, evtl. einen Fahrzeugrahmen und Stützen einzubauen, Verglasungen, Rückfallsicherungen für den Ausleger und einen dem Vorbild entsprechenden Haken. Dazu kommen Außenspiegel, Scheinwerfer, Scheibenwischer mehrfach geschertes Auslegerverstellseil mit entsprechenden Umlenkrollen und Kranhakenseil. Einen Kran möchte ich mit einem neuen, dem Vorbild entsprechenden, mehrteiligen Ausleger ausstatten und beiden auch andere Felgen und Reifen geben. Ich bin selbst sehr gespannt wieviel ich davon umsetzen werde.


    Bis dahin herzlichst


    Peter Weigel

  • Moin Hans Peter


    Alsoich finde Deine Fahrzeuge und Ihre Umbauten echt Spannend und bin jetzt schon schwer gespannt wie es weitergeht ,auf einem der Bilder war ein Kaelbele Kranwagen zu sehen gibt es den irgendwo zu kaufen ,oder ist das auch ein Eigenbau?
    Micha

  • Hallo Micha, liebe Mit-0er,


    Du meinst sicher das Modell unten. Das ist ein Eigenbau unter Verwendung eines NZG Fahrerhauses, einem Eigenbau des Fahrzeugrahmens. Auch der Kranaufbau ist Eigenbau.


    Gelegentlich will ich dazu noch einen Anhänger und Auslegerzwischenstücke, die mit dem Hänger transportiert werden, machen.


    Ich hab die Bilder nur leider nicht größer. Aufgebaut ist ebenfalls ein Coles Kran.


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Liebe Mit-0er,


    es hat ein wenig gedauert, aber hier sind die Bilder des ersten restaurierten Krans. Weil es leider nicht so einfach ist ihn zu verglasen, habe ich nun darauf verzichtet. Es fehlen auch die gelben Rundumleuchten. Diese werden aber noch angebracht.


    Folgende Veränderungen wurden vorgenommen:


    Rückleuchten und Blinker angebracht, ebenso rot/weiße Chevrons(schräge Schraffierung) vorne und hinten am Unterwagen und hinten am Oberwagen, Scheinwerfer am Oberwagen, Gewicht in den Oberwagen eingebaut, Spiegel, Schnurlaufrollen im A-Bock, Schriftzug "Fahrzeug schert aus", Unterlegkeile, neuer Haken, Maulkupplung für Anhänger für Mastschüsse,Scheinwerfer und Blinker vorne wurden farblich abgesetzt, neue Räder angebracht.


    Zum Vergleich: noch mal ein Bild vor der Restauration. Man sieht: für kleines Geld (ca. 25€ eine nette Bastelarabeit und später ein schöner Hingucker auf der Anlage.


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Liebe Mit-0er,


    zunächst ein herzliches Dankeschön an die Spender der grünen und Hannah Josephine für den "echten Weigel".


    Da Ihr offenbar gerne mehr sehen möchtet, hier noch ein ganz anderes Modell.


    In Europa kaum bekannt dürfte die Euclid Planierraupe TD 12 oder später auch als 82-80 bezeichnet, sein. Das grüne Monster war eine Doppelmotorraupe und in den 1950 in den USA bei Euclid entwickelt. Diese Raupe ist in sofern etwas besonderes, als sie für den Transport geteilt werden musste. Sie dürfte zwischen 1954 und 1965 die größte Planierraupe gewesen sein, sicher aber eine der Größten. Beim bau des Rhein-Main-Donau-Kanals war eine im Einsatz. Leider habe ich davon keine Bilder...


    Wie ihr weiter oben sicher gesehen habt, gehört sie zu den 4 Modellen die ich stark bespielt aus England bekam. In den Hausfarben von Euclid ist das Ding ein einziger, grüner Klotz, mit silbernen Auspuffrohren. Dem möchte ich mit ein paar Farbänderungen dezent Akzente setzen. Ich hoffe, es gelingt.


    Da die Raupenketten aus Gummi am Modell gerissen sind, werde ich dem Modell Metallketten aus dem Zubehör für 1:50 Modelle verpassen. War bei den drei Modellen zunächst nicht aufgefallen war, ist dass an der Oberfläche der Modelle es Anhaftungen von Spritzgussresten gibt. Nach dem nächten, Sand gestrahlten Modell werde ich die Oberflächen daraufhin ansehen und diese Stellen glätten...


    Hier nun das "Kultobjekt", das es bei so manchem Baumaschinenfreak auch sicher ist. an ein paar kleinen stellen sind noch geringfügige Lackkorrekturen zu machen und der Zusammenbau hat noch zu erfolgen. Ach so - und hier ein Bild vom Coles auf der Anlage unter anderen 1:50 Modellen...


    Und hier zur Ergänzung die Bilder von dem zusammengebauten Modell. Viel Spaß mit den Bidern. Wenn Ihr wissen wollt wieso ich einen Sonnenschirm auf der Raupe habe? Vor Jahren habe ich ein Bild gesehen mit einer Catraupe ohne Fahrerhaus. Damit der Fahrer aber keinen Sonnenstich bekam hat er mit Sonnenschirm gearbeitet. Ist doch ne nette und witzige Idee das auf ein Modell zu übertragen...


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Liebe Mit-0er,


    gerade überlege ich, was und wie ich meine modellbauerischen Aktivitäten, die sich schon in meiner Jugend klar zeigten, mit Interessierten teile. Hanna hat da mit ihrem "echten Weigel" in mir etwas angestoßen, von dem ich noch nicht weiß was draus wird.


    Mit Fahrzeugmodellbau habe ich mich schon mit 12 bis 14 Jahren beschäftigt. Daraus entstanden die unten gezeigten Modelle, die ich bis heute aufbewahrt habe. Sie entstanden im Maßstab 1:35 zunächst aus Papier mit Fahrwerken von Militärbausätzen. Der Bagger wurde aus den Seitenwänden eines Aufliegers, auch eines Militär-LKW-Bausatzes gefertigt und dann entsprechend lackiert.


    Später, während meiner Ausbildung in den 1970-iger Jahren geriet ich eher zufällig an LKW und Baumaschinenmodelle im Maßstab 1:50. Fasziniert von Ihrer Vorbildtreue und Detailvielfalt führte sie dazu, dass ich diese Modelle zu sammeln begann. Gleichzeitig beschäftigte ich mich eingehend mit der Frage von Maßstab und Maßstäblichkeit und deren Bedeutung. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich für mich daraus die Frage, in wie weit sich verschiedene, nicht weit auseinander liegende Maßstäbe, mit einander verbinden lassen um damit z. B. Dioramen und anderes zu gestalten.


    Diese Beschäftigung führte 1995 zur Gründung eines Modellbaubetriebes, der Höhen und Tiefen erlebte und sich im Laufe der Jahrzehnte mehrfach gewandelt hat, frei nach dem Motto: Du bist Unternehmer, also unter nimm was!


    Die Bilder unten zeigen die Modelle die noch in den 1960 -iger Jahren im Maßstab 1:35 entstanden und noch erhalten sind.


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Liebe Mit-0er,


    Aber zurück in die Gegenwart, die ohne die Vergangenheit ja nicht das wäre, was sie ist. Vor Jahren bekam ich 2 Broschüren aus Frankreich in die Hand, in denen Baustellen und LKW aus den 60-igern und 70-igern zu sehen sind und Schwertransporte.


    Sie sind nicht nur ein interessantes, zeitgeschichtliches, technisches Dokument. Mit denen bis heute erhältlichen Modellen von Solido, Dinky Toys und anderen lassen sich auch gut entsprechenden Szenen darstellen. Nur schade dass das Urheberrecht es nicht zulässt, die eine oder andere Aufnahme hier zu zeigen. So müsst Ihr euch mit den von mir gemachten Modellaufnahmen begnügen. Unter anderem finden sich auch diese beiden Modelle darunter (s. Bilder unten).


    Oft hat man stark motorisierte Fahrzeuge, die das Militär abgab, oder schwere, für Sonderzwecke als Kleinserien oder Einzelstücke gefertigte Fahrzeuge, für Schwertransporte genutzt, wie etwa die Pazific- Zugmaschinen der US-Streitkräfte.


    Mangels entsprechender Aufbauten hat man in der Anfangszeit des Schwertransports oft die blanken Fahrgestelle einfach mit Stahlplatten bis zur Höchstbelastung ballastiert, den Ballast mit Ketten gesichert und diese dann als Zugmaschinen vor Schwertransporte gespannt. Häufig auch mehrere verschiedene Fahrzeuge. Ich überlege nun, wie ich die beiden unten gezeigten Modelle für mich modifiziere. Ihr werdet es sehen. Und nicht nur als Modelle, sondern auch im Einsatz auf meiner Modellbahn. So wurden Trafos, Maschinenteile und auch Loks von und nach Überall transportiert, oft in Kombination mit der Schiene.


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Liebe Mit-0er,
    liebe Hanna Josephine,


    denke ich zurück an meine Kindheit, so ist es kein Wunder, dass mich der Nutzfahrzeug- und insbesondere der Schwertransportvirus damals erwischt hat.


    Wir wohnten in einer Straße die Zufahrt zur "GEFA" war, einer Kellerei in Nürnberg. Wenn wir sie hörten - und wir hörten sie schon von sehr weit mit Ihrem typischen Heulen des Turobladers - flitzten wir hinauf und besetzten alle Logenplätze im Erker unseres Wohnzimmers. Nichts sollte uns entgehen, wenn auf der gegenüber liegenden Straßenseite die Kaelble Zugmaschine der DB mit ihrem Culemeyer anhielten und der Chef der Truppe den Berg hoch zur Firma und zur Anmeldung ging um Einfahrt zu bekommen.


    Und dann begann das Spektakel: Kuppelstangen wurden von der Ballastbrücke gewuchtet und zwei Zugmaschinen vorne, und bei sehr schwerer Last zusätzlich eine hinten am Culemeyer angekoppelt. Absprachen, vereinbarte Handzeichen, zwei Kollegen sperrten die Querstraße und dann wurden die Maschinen gestartet. Langsam unter mehrfachem Zwischengas geben setzte sich der Konvoi in Bewegung. Er rollte an, nahm Fahrt auf um dann im Schneckentempo und aufheulenden Motoren die letzten 100 Meter zum Ziel zu nehmen. Natürlich warteten wir ab bis die Zugmaschinen ohne Culemeyer und ohne Güterwagen zurück kamen. Wir wußten aber, in zwei oder drei Tagen würde eine oder zwei wiederkommen und dann den leeren, oder vollen Waggon samt Tieflader wieder abholen... Und in 2 bis 3 Wochen würde es wieder das gleiche Schauspiel geben.


    Wir wetteten dann immer, ob es wohl "nur" zwei, oder doch drei Zugmaschinen sind, die ziehend und schiebend den Culemeyer den Anstieg hinauf ins Firmengelände der GEFA brachten. und vom Wohzimmererker konnten wir alles gut überblicken. Nur schade,dass mit dem beginn der Schulzeit das Beobachten dieses Schauspiels ein ende hatte.


    Kein wunder, also dass ich mir, als beim VDM ein Buch über die Entwicklung des Culemeyer erschien, dieses auch zulegte Es war ein "MUSS". Was ich dort sah, habe ich dann teilweise ins Modell umgesetzt und konnte bei der JHV der ARGE Spur 0 in Augsburg angesehen werden:


    Selbstfahrende Ausführungen des Culemeyers, das nach dem Krieg entstandene Modell der SEAG, oder von Scheuerle zum Transport ganzer Loks. Bilder werden folgen.


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Moin Herr Waigel,


    eine Frage zu ihrer folgenden Aussage: „Gleichzeitig beschäftigte ich mich eingehend mit der Frage von Maßstab und Maßstäblichkeit und deren Bedeutung. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich für mich daraus die Frage, in wie weit sich verschiedene, nicht weit auseinander liegende Maßstäbe, mit einander verbinden lassen um damit z. B. Dioramen und anderes zu gestalten.“


    Passen ihrer Meinung z.B. 1:50 Baumaschinen (Bagger) zur Spur Null?
    Konkret geht es um die Verladung von Massegütern auf O-Wagen.


    Gruß Stefan Lotter

  • Moin,


    auch wenn ich nicht Herr Weigel bin ...


    Wo man das Spiel mit den Maßstäben gut nutzen kann ist um künstlich "tiefe" zu erzeugen. Jaques Le Plat zeigt das sehr anschaulich in seinen Buch "Grüße aus Ferbach" .
    Bei Fahrzeugen wäre der Punkt - hast Du Fahrzeuge in 1:43 direkt neben Fahrzeugen in 1:50 stehen?


    Ein weiter Aspekt wäre noch - wie siehst Du es denn selbst?
    ... Weil - das ist doch Dein Ding - es muss für DICH passen - solange Du damit nicht andere Missionieren möchtest ;)


    Grüße,
    Stefan

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