VT 98 mit neuem Sound

  • Werte Freunde des VT 98,
    wie bereits in diesem Thread nachvollziehbar dargelegt, lässt sich dem beliebten VT 98 von Lenz mit Hilfe eines anderen Sounddecoders ein noch authentischerer Sound mit vorbildgerechtem Knatter-Ton beibringen. Ob man sich zu diesem Zweck für den Decoder von Döhler und Haass oder einen von Zimo entscheidet, ist zweitrangig, weil deren Soundprojekte für unseren Schienenbus offenbar identisch sind.
    Als Decoder von D&H kommen die etwas weniger aufwendig einzustellenden Typen SD 16A (1,5 A) und SD 21A-4 (2 A) in Betracht, entschieden babe ich mich für letzteren mit 21-poliger Schnittstelle. Auch der "kleine" SD- 10A, der mit 1 Ampere belastbar ist, reicht für den Schienenbus vollkommen aus. Weil meine Zugkomposition sowieso nur aus Triebwagen und Steuerwagen besteht, die über eine Schraubenkupplung verbunden sind und nur relativ selten getrennt werden, entfallen allfällig komplizierte CV-Einstellungen für die verschiedenen Szenerien der digitalen Kupplungsbedienung, die aber grundsätzlich auch von diesem Decoder geleistet werden können.
    Während der Steuerwagen seinen ursprünglichen Lenz-Decoder behalten darf, der dort die Steuerung von Licht und Horn und ggf. elektrischer Kupplung übernimmt, werde ich den werksseitig eingebauten Decoder des Triebwagens entfernen. Der im Toilettenabteil nun frei werdende Platz genügt für die Aufnahme des neuen Decoders mit Powermodul allemal.
    Mein bestellter Decoder wird wegen des Betriebsurlaubs bei D&H erst Anfang September eintreffen, so werde ich später ausführlich an dieser Stelle über den Umbau berichten. Vorab aber schon mal die Definition der Anschlüsse an der Dachplatine, wobei es natürlich zwingend erforderlich ist, dass zwischen den Anschlüssen an die Kontaktflächen und dem Decoder Vorwiderstände für die Leuchtdioden eingeschleift werden, deren Werte ich noch ermitteln und mitteilen werde.
    Ein Mausklick auf das Bild vergrößert noch etwas die Ansicht.


  • Moin Michael


    Endlich erklärt das mal jemand ausführlich und vernünftig, ich finde das sehr gut und hoffe doch, das auch einige andere sich daran setzen und den Umbau wagen. denn gemessen an den eher geringen Kosten ist der Neue Sound und damit der individuelle Wert eigtl. nicht zu überbieten .
    Also mir gefällt der Sound immer boch seeeehr gut und alles zusammen lag ich glaub ich bei ca.120€ incl. Lehrgeld.


    Danke für die Erklärungen und weiter so ich freu mich hedenfalls auf die Fortsetzung


    Micha

  • Hi Leute,


    Ich möchte den anderen Beitragsbaum nicht zerreden, daher meine Frage hier:
    Kann man auf den Lenz-Decoder auch ein geändertes Soundfile aufspielen, sofern es dafür einen gäbe?


    Damit folgt die zweite Frage:
    Kann man die Soundfiles für andere Decoder konvertieren?


    Gruß
    Matthias

  • Hallo Oliver,


    danke für die schnelle Antwort - ich hatte sowas befürchtet.
    Vielleicht gibts ja irgendwann mal ein "Soundupgrade" - aber im Moment kann ich für den Umbau nicht noch eine Baustelle aufmachen -
    werde aber fleißig weiterlesen wie es geht....


    Gruß
    Matthias

  • Eigentlich wollte ich mich erst wieder nach dem Eintreffen des Decoders Anfang September melden, allerdings sind vor dem Einbau des neuen Decoders noch einige wichtige Vorbereitungen zu treffen, so dass ich ruhig noch ein wenig weitermachen konnte.


    Verbindung zum Dachprint
    Die acht Kontakte im Dachprint werden verzinnt, nun können dort die nötigen acht Litzen mit Steckverbindung angelötet werden. Ich hatte noch eine 9-polige Einheit in der Bastelkiste, die vom Umbau meiner Kiss BR 58 übrig geblieben ist. Sie wurde einseitig mit rotem Nagellack markiert, um eine mögliche Fehlverbindung zu verhindern. Steckkontakte in vielen Variationen gibt es beim LED Baron. Da die Kontaktflächen direkt über der Toilette liegen, ist vom Verbindungskabel später nichts mehr zu sehen:




    Hier nun die Übersicht der Inneneinrichtung, der Decoder ist mit einer Schraube im Toilettenabteil fixiert, nach deren Entfernung er nach oben aus der Kontaktleiste gezogen und/oder mit einem schmalen Schraubenzieher ausgehebelt werden kann:



    Motoranschluss
    Die Anschlüsse des Motors kommen direkt aus seinem Gehäuse heraus, Lötfahnen zum Anschließen der benötigten längeren Zuleitung sind nicht vorhanden:



    Das folgende Bild zeigt die beiden Motoranschlüsse, die von der Leiterplatte entlötet wurden, beide Lötpunkte sind mit einer Schicht Isolierband zu bedecken:



    Nun müssen die Kabel verlängert und in Richtung Toilette verlegt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die vorhandenen eingefrästen Nuten auch verwendet werden, damit nichts aufträgt und der Boden der Inneneinrichtung später plan aufliegt. Den kleinen Sensor am Motor mit seinen drei Anschlüssen habe ich entfernt, da er jetzt keine Funktion mehr hat:



    Stromabnahme
    Als nächstes sind die Stromabnahmepunkte an der Reihe. Mit „vorn“ oder „Führerstand 1“ meine ich immer die Seite des Triebwagens, auf der sich die Toilette befindet. Oberhalb der Kontaktleiste des Decoders befinden sich vier Lötpunkte. Die beiden links sind für die elektrische Kupplung und nicht zu beachten. Der dritte von links kommt vom Pilzkontakt in Fahrtrichtung vorne rechts, der vierte von vorne links:



    Die beiden Stromabnehmer vom Heck treffen auf der Leiterplatte unterhalb der Kontaktleiste des Decoders ein, und zwar am zweiten Anschlusspunkt der rechte hinten (rot) und am dritten der linke hinten (schwarz). Beide Kontaktseiten müssen nun mit zwei kleinen Brücken parallelgeschaltet werden:



    Das soll es für heute gewesen sein, weiter geht es dann mit dem Decodereinbau und den Einstellungen, sofern mir nicht noch etwas „Vorbereitendes“ in den Sinn kommt.

  • Werte VT 98-Freunde,
    bisher habe ich in den Beiträgen 1 und 6 dieses Threads ein paar Vorbereitungen für den elektrischen Zugang zum Motor und zu den vier Stromabnahmepunkten beschrieben. Analog dazu müssen noch zwei Litzen vom Lautsprecher in Richtung Toilettenabteil gelegt werden, wo ich für eine separate zweiadrige Steckverbindung gesorgt habe, damit eine allfällige Demontage mit Trennung der Inneneinrichtung vom Chassis erleichtert wird. Der Decoder SD 21A-4 von Döhler & Haass ist inzwischen eingetroffen, ebenso die dazu georderte mtc21 Adapterplatine M21-3.


    Allgemeines zum Decoder
    Da ich mich mit den Decodern von Döhler & Haass bisher noch nicht beschäftigt habe und auch keinen Programmer besitze, nahm es einen großen Teil der Arbeitszeit in Anspruch, mich mit den Regularien dieses Decoders zu befassen. Auf jeden Fall war es vor dem endgültigen Verdrahten der Funktionsausgänge erforderlich, mittels einer provisorischen Schaltung die möglichen Einstellungsvarianten kennenzulernen. Denn erst dann stellte sich heraus, ob dieser Decoder meine individuellen Wünsche überhaupt erfüllen kann, und an welchen Ausgängen die einzelnen Verbraucher anzuschließen sind. Mein Pflichtenheft verlangt z.B., dass die Funktionstaste F1 in beiden Schaltstellungen (ein/aus) jeweils eine andere Funktion aktiviert: Beim angehängten Steuerwagen bewirkt ja die Taste F1 wie bei Lenz üblich das Zuschalten des fahrtrichtungsabhängigen Lichtwechsels am Schlussignal. Sollte der VT aber mal alleine Fahren, soll die Taste F1 beim D&H Decoder so konfiguriert sein, dass mit dem Deaktivieren von F1 der Lichtwechsel am Heck des Triebwagens eingeschaltet wird. F1 aktiviert also je nach Schaltzustand entweder den Lichtwechsel am Steuerwagen mittels Lenz-Decoder oder am Heck des Triebwagens über den D&H Decoder. Hierzu, und für das übrige Funktionsmapping müssen am Decoder natürlich diverse CV-Einstellungen verändert werden, was mit Hilfe der Anleitung auch ohne Programmer gut machbar ist, wenn man sich ein wenig in die Materie eingearbeitet hat. Überhaupt bietet der Decoder entgegen anderweitigen Aussagen vielerlei Möglichkeiten, die man von einem zeitgemäßen Decoder erwarten kann. Neben Kupplungswalzer, ABC Bremsen etc. gibt es vielfältige Szenarien, Verknüpfungen und Bedingungen, und auch das Mapping der Soundslots und die individuelle Lautstärkeeinstellung jedes einzelnen Geräusches sind gut zu handhaben. Um den am Nachbau interessierten Kollegen die Arbeit zu erleichtern, werde ich am Schluss dieses Berichtes meine eigenen Einstellungen darlegen und erklären.


    Zu erwähnen ist noch, dass der verwendete Decoder neben den beiden Lichtausgängen „nur“ vier verstärkte Ausgänge aux1 - aux4 besitzt. Ich verwende die Ausgänge aux1 und aux2 für die o. g. Schaltung des Lichtwechsels nach Lenz’schem Schema, aux3 und aux4 für die beiden Führerstandsbeleuchtungen, die auf eine einzige Funktionstaste gelegt werden und dann jeweils nur in entsprechend eingestellter Fahrtrichtung leuchten sollen. Die Innenbeleuchtung des Fahrgastraumes habe ich mangels weiterer Ausgänge mit dem Einschalten des Frontlichts kombiniert. Damit dies in beide Fahrtrichtungen geschieht, bedarf es eines kleinen Tricks, bei dem zwei Sperrdioden 1N4148 an den Anoden (Seite ohne Strichmarkierung) verbunden und an der Kathode der Innenbeleuchtungs-LED’s angeschlossenen werden. Die beiden Kathoden der Dioden verbinde ich jeweils mit dem weißen und gelben Lichtausgängen. So ist gewährleistet, dass der Lichtwechsel durch die Zusammenführung von gelb und weiß erhalten bleibt, die Innenbeleuchtung aber trotzdem bei beiden Schaltzuständen leuchtet. Auch dies hierfür erforderlichen Einstellungen der CV’s werde ich am Schluss noch dezidiert erläutern.


    Und noch etwas, man hüte sich davor, den Decoder des Triebwagens mittels POM zu verstellen, solange der Steuerwagen, der ja dieselbe Adresse, etwa 98 besitzen soll, ebenfalls auf dem Gleis steht. Zum Beispiel beeinflussen die CV’s 55,56,57 im Steuerwagen die Helligkeit der Lichter, beim D&H Decoder sind sie aber für die Motoransteuerung zuständig. Entweder man nimmt den Steuerwagen während der POM vom Gleis, oder vergibt dem Triebwagen temporär eine andere Adresse, damit sich die Veränderungen nicht versehentlich auf den Lenz-Decoder im Steuerwagen auswirken und ihn verstellen.

    Ein sehr erfreuliches Detail ist auch noch erwähnenswert: Das in dem Einstiegsthread über den Schienenbus „Nu isser da“ ab dem Beitrag 76 diskutierte störende knarzende Geräusch in den unteren Fahrstufen ist mit dem Decoder von D&H kaum mehr vernehmbar, praktisch ausgerottet.


    Hier nun der Decoder und die dazugehörige mtc21 Adapterplatine, an der die Kabel mit den kannten genormten Farben bereits fertig angelötet sind. Ich setze mal voraus, dass die Farbcodierungen wie z.B. grün=aux1, lila=aux2 etc. geläufig sind. Lediglich die Ausgänge aux3 und aux4 müssen noch mit Anschlusslitzen versehen werden.





    Den anfänglichen Plan, den Pufferkondensator zusammen mit dem Decoder im Toilettenabteil unterzubringen, habe ich verworfen, da ich mich entschlossen habe, die Vorwiderstände für die Leuchtdioden direkt an die Kontaktpunkte der Dachplatine anzulöten, damit diese beim späteren Eintauchen in das Abteil genügend Platz zur Verfügung haben:



    Hier nun die zuständigen Widerstandswerte, die Nummerierung bezieht sich auf die Reihenfolge der Anschlüsse Dachplatine:


    1 = U+
    2 = FS1 Beleuchtung 8,2 k aux3
    3 = weiß vorne 6,8 k LV
    4 = rot vorne 8,2 k LR
    5 = weiß hinten 6,8 k aux1
    6 = rot hinten 8,2 k aux2
    7 = Innenbeleuchtung 1,2 k LV+LR via Sperrdioden
    8 = FS2 Beleuchtung 8,2 k aux4



    Stattdessen habe ich den Stützkondensator unten am Fahrgestell angebracht, nachdem eine kleine Ladeschaltung direkt am Kondensator angelötet wurde. Hier der Schaltplan, ich habe sogar einen Elektrolytkondensator mit 2200 Mikrofarad/25 Volt genommen. (Der Klebestreifen hat keine Bedeutung, dient bei mir als Reflektor für im Gleis befindliche IR-Lichtschranken).






    Der Decoder lässt sich diagonal in der Toilette unterbringen, auch die Steckverbindung und Widerstände sind nach Aufsetzen des Gehäuses selbstverständlich nicht sichtbar. Der obere Teil der Toilette ist den Widerständen am Dachprint und der Steckverbindung vorbehalten.





    Leider hatte ich ein wenig die Freude an meinem VT98-Gespann verloren, weil die Schaltabstände zu groß waren und das typische Knattergeräusch fehlte. Außerdem ging mir das Geknarze beim Anfahren gegen den Strich. Mit dem neuen Decoder sind nun genau diejenigen Nachteile beseitigt, die mir den Spaß an dem optisch hervorragenden Fahrzeug genommen hatten. Mit ca. 80 Euro für Decoder und Kleinteile ist der Zugewinn an Spielspaß günstig bezahlt.
    Morgen werde ich noch ein Video nachreichen, das Sound und Funktionen belegen wird.

  • Wegen nicht genügend vorhandener Zeichen innerhalb eines Beitrages, musste ich meinen heutigen Baubericht in zwei Teile splitten, es folgen nun abschließend wie angekündigt die Einstellungen des Decoders:

    Funktionsmapping
    Die Seitenangeban beziehen sich auf das dem Decoder mitgelieferte Beiheftchen.


    Aux1 (weißes Rücklicht angeschlossen) und Aux2 (rotes Rücklicht angeschlossen) auf F1 legen.
    Für F1 steht die CV35 (s.25), muss also gemäß Tabelle am Schluss (S.57) für aux 1 den Wert 4 und für aux 2 den Wert 8 nehmen und beide addieren. Der Wert 12 wird also in die CV35 geschrieben. Jetzt leuchten beim Betätigen von F1 zunächst mal beide, rot und weiß auf, was durch das Einstellen von Bedingungen in zwei Arbeitsschritten jetzt getrennt wird:


    Aux1 und Aux2 fahrtrichtungsabhängig schalten:
    Bedingungen S.30. Für aux2 in die 148 den Wert 1 eintragen, es leuchtet also das rote Licht hinten nur bei Vorwärtsfahrt, in die 147 (für aux1) wird der Wert 2 eingetragen, bei Rückwärtsfahrt leuchtet also das weiße Licht hinten. Jetzt muss aber F1 noch invertiert werden, damit das Wechselspiel zwischen Rücklicht Trieb- und Rücklicht Steuerwagen funktioniert.


    Invertieren der Taste F1:
    aux 1 (weißes Licht hinten) muss auf F1 auf Licht bei Rückwärtsfahren gesetzt werden, Wert 4+2=6 in CV34 laut Tabelle auf S.57. zum Invertieren in die CV115 für aux1 muss die Ausschaltfunktion für F1 eingetragen werden, bit 0, und bit 0 ist der Wert 1. Am aux2 hängt das rote Rücklicht, hier wird die Zahl 8+1=9 laut Tabelle auf S.57 für aux 2 in die CV33 geschrieben, CV33 ist die CV für Licht bei Vorwärtsfahrt. Um auch hier zu invertieren muss dann in die CV 116 ebenfalls der Wert 1 eingetragen werden.


    Um den Rangiergang auf F5 zu legen, muss zuvor die CV 137 auf den Wert 2 gesetzt werden, dann kann man in die für F5 zuständige CV den Wert 129 eintragen.


    Führerstandsbeleuchtung
    Aux 3 und aux 4 werden auf F7 gelegt, indem in die CV 41 (für F7) der Wert 48 (laut Tabelle die Werte 16+32) = 48 eingetragen wird.
    Beide sind zwar auf F7 gelegt, sie sollen aber fahrtrichtungsabhängig einschaltbar sein. Das wird erreicht, indem die CV 149 (aux3) den Wert 1 erhält (nur einschaltbar bei vorwärts) und die CV 150 (aux 4) den Wert 2 erhält (nur einschaltbar bei rückwärts)


    Zusammenfassung in Kurzform für Funktionsmapping:
    CV 35 = 12
    CV 148 = 1
    CV 147 = 2
    CV 115 = 1
    CV 116 = 1
    CV 34 = 6
    CV 33 = 9
    137=2
    CV39=129


    Geräuschmapping
    Auf den Seiten 32 und 33 ist der Umgang mit den Soundslots sehr gut beschrieben. Um einen Sounablauf auf eine andere Funktion zu setzen, braucht man nur in die dazugehörige CV die Zahl eintragen, die der gewünschten F-Taste entspricht. Soll z.B. das Horn1 auf die Taste F4 gelegt werden, schreibt man in die CV 316 (Horn) den Wert 4. Sowohl die Gesamtlautstärke, als auch die der einzelnen Sounds können anhand der Angaben auf S.33 komfortabel eingestellt werden.


    Mein individuelles Mapping:
    311=3
    314=0
    315=8
    316=4
    317=12
    318=2
    320=10
    321=9
    323=11

    Motoreinstelleung

    Die besten Ergebnisse für einen ruhigen Lauf des Motors habe ich mit den folgenden CV-Einstellungen erreicht:
    CV3=12
    CV4=10
    CV5=80
    CV9=0
    CV56=0
    CV59=5

    ABC Bremsen (Version Lenz)
    CV27=1
    CV154 (Bremsstrecke vorwärts) =4-5
    CV155 (Bremsstrecke rückwärts) =4-5


    Die beschriebenen CV-Einstellungen ergeben das folgende Muster:


    F1= Rotes Rücksignal (je nach Schaltzustand leuchtend an Trieb oder Steuerwagen)
    F2= Türenschlagen
    F3= Motorgeräusch
    F4= Horn1
    F5=Rangiergang
    F6= leer, da vom Steuerwagen für Fahrgastraumbeleuchtung benötigt.
    F7= Führerstandsbeleuchtungen vorn oder hinten, je nach eingestellter Fahrtrichtung
    F8= Horn2
    F9= Horn3
    F10= Schaffnerpfiff
    F11= Bahnhofsdurchsage
    F12=Generator ?

  • Hier nun wie angekündigt das Video mit dem neuen Decoder. Die Innenbeleuchtung kommt im Video zu hell vor, ist aber bei realer Betrachtung normal eingestellt. Interessant finde ich, dass das Flackern des Steuerwagens, das in Videos immer wieder zu sehen ist, beim Triebwagen mit dem D&H Decoder nicht auftritt. Viel Spaß beim Anschauen, ggf. müsst Ihr noch die höchste Bildqualität einstellen.:


    https://www.youtube.com/watch?v=csrfc9yb66E

  • Hallo Oliver,


    was auch immer "Shutter-Speed" ist - hab es wieder in den Augen noch in
    meiner "Sehhilfe" verbaut. ;-)


    Im Originalzustand tritt dieses "Kerzen-flackern-bei geöffnetem Fenster-Phänomen" bedauerlicherweise
    an dem Fahrzeug auf.


    Gruss
    Andreas

  • Quote

    was auch immer "Shutter-Speed" ist


    Verschlusszeit der Kamera, bei Video typischerweise das doppelte der Bildfrequenz. Wenn das stimmt, flackert es nicht...........wenn nicht, dann ist dieses Flackern zu sehen.... 8o


    Der Grund liegt meistens in den verwendeten, automatischen Einstellungen (oder die Kamera regelt das selbst ohne Eingriffsmöglichkeit)......


    Null-Problemo :thumbup:

  • Hallo Oliver,
    wie erklärst Du dann die Diskrepanz zwischen Trieb- und Steuerwagen, die in dem Video ab 1:08 ff. sehr deutlich zu erkennen ist? Die Innenbeleuchtung im Triebwagen mit D&H Decoder ist absolut stabil, wogegen jene im Steuerwagen mit werkseitigem Decoder mächtig zu flackern scheint. Läge das an der Kamera, dann dürfte dieser krasse Unterschied nicht bestehen. ;)

  • Hallo Michael
    höchstwahrscheinlich ist die Pulsmodulation der LEDs in dem Wagen mit D&H Decoder anders als in dem mit dem Lenzdecoder. Stimmt die Frequenz der Modulaltion zufällig mit der Frequenz der Verschlusszeit der Kamera (25 Bilder pro Sek. oder 50 Halbbilder/s) überein, ist das Licht stabil und flackert nicht. Wenn das aber asynchron verläuft flackert es.
    So ähnlich ist der Effekt, wenn ich mit der Kamera einen Kinofilm von der Leinwand oder im Fernsehen aufnehme: nur wenn beide Systeme (Fernsehgerät/Projektor bzw. Filmkamera) absolut synchron laufen, gibt es kein Balkenlaufen bzw. Filmflackern.
    Das stimmt übrigens auch für unsere Augen: da ist die Bildfrequenz im Dunkeln bei ca. 15 Bilder/s. Im Hellen bei ca. 22 Bilder/s. Ein Film muss schneller sein - sonst ruckelts - oder die LEDs flackern.
    Ich hoffe, das hilft ein wenig.
    Beste Grüße
    Hendrik

  • Quote

    ....wie erklärst Du dann die Diskrepanz zwischen Trieb- und Steuerwagen?


    Ganz einfach! du hast einen 2200 µF Elko eingebaut, der eine hervorragende Siebung für die auf dem Decoder produzierte Gleichspannung bildet und an der Erklärung von Hendrik ist auch was dran. Für eine 100 %ige Antwort müsste man mit einem Oszi ran und messen......


    Quote

    Läge das an der Kamera, dann dürfte dieser krasse Unterschied nicht bestehen.


    ....trifft es also nicht.....



    Null-Problemo :thumbup:

  • Hallo an Alle,


    der verbaute Kondensator füllt im Triebwagen sie durch das Abschneiden der negativen Halbwelle des Digitalsignals, was ja die Spannungsversorgung darstellt, die dadurch entstandenen "Täler" also Lücken auf. Dadurch sind die LED's in der Beleuchtung des Motorwagens eben immer an, wogegen die LED's im Steuerwagen übertrieben gesagt immer an uns aus gehen. Und dieses kombiniert mit der Verschlusszeit der Kamera ergibt dann den Effekt im Film. ich hoffe ich konnte es halbwegs verständlich ausdrücken.

    freundliche Grüße


    Torsten



    In Spur 0 noch Neuling, sonst noch H0 3 Leiter

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