preiswerte Container fehlen?

  • Hallo Markus,


    kleine Korrektur zu ribbed side: die Rippen sind nicht aufgeschweißt sondern auch nur gepresstes Blech.
    Die neuere Bauform corrugated (=gewellt) wird aus Cor-Ten Stahl hergestellt. Dieser neigt gegenüber früheren Stahlsorten weniger zum Rosten (Seewasser), da er aber mehr Kupfer enthält ist er spröder, Deshalb die trapezförmigen Wellen im Gegensatz zu den rechteckigen Rippen.


    Notiz am Rande: die in deinem Link sichtbaren Mitsui und NYK Container stellen die noch ältere Bauform dar. Diese bestand aus einem Stahl- oder Alurahmen mit Plywoodwänden, die aussen mit Aluminiumblechen beplankt waren. Diese waren mit den innen liegenden Streben vernietet.
    Das wäre übrigens die "richtige" Bauform für Epoche IV.


    Viele Grüße


    Michael

  • Hallo Michael,


    in meiner Dienstzeit bei der DR habe ich zwar viele Container gesehen, da das Berliner Containerterminal einer meiner Kunden war, aber da ich nicht im Betriebsdienst war, sondern vor allem Unix-Rechentechnik betreute habe, sah ich die Container immer nur von Aussen. ;)


    Mein Gedanke war, daß die Wände wie an den Wände am Niederboardwagen innen glatt sind und aussen U-Profile aufgeschweisst waren.
    Man lernt ja nie aus, daher vielen Dank für deine Ergänzungen Michael.


    Auf jeden Fall passt diese Bauart besser zu meinem Thema "DR", da ja nach EP4 dort Schluss war. Auch fahren bei mir in der Nebenbahn / Anschlussbahn thematisch eher einzelne Container auf Rungenwagen oder einem Flachwagen. Ich denke, daß es Container mit DR oder SŽD Anschrift nicht in Serie gibt und damit unlackierte Container für mich ideal sind. Weil ich nicht der einzige bin, der EP3b / 4 fährt, hab ich halt mehr als nur den Eigenbedarf importiert. Grosse Container-Ganzzüge / -wagen hatte ich dabei allerdings weniger im Auge.


    Welche Containerbauform zu eurem jeweiligen Thema passt muss dann wohl Jeder für sich entscheiden. Zumindestens zeigt der Thread mir, daß es eine angenehme Vielfalt an Containern gibt und für Jeden der Passende bei sein sollte. :thumbup:


    Gruß Markus

    Markus Müller, Berlin †

  • Hallo Container-Verfrachter,
    an den Beitrag von Markus angelehnt, möchte ich euch die ersten Berührungen mit dem modernen Containerverkehr im südlichen Schwarzwald - Wiesental- in der Epochenwende 3/4 berichten. Es gab ein großes Versandhaus in Haagen, die Firma "Schöpflin". Ein Lieferant nutzte früh die neuen Container als Versandbehälter. Es wurden immer einzelne Wagen dem Bahnhof Haagen zugestellt, meist geschah dies mit Rungenwagen. Diese Container stellten die Arbeiter der Güterabfertigung vor ein gewisses Problem: Der Container konnte nur über die Stirnseite entladen werden, mangels Krananlage im Bahnhof mußte er auf dem Wagen verbleiben. Für die Entladung nutzte man die vorhandene Kopframpe. Dies funktionierte aber nur, wenn der Container "richtig herum" ankam, d.h. die Stirntüre auf Seite der Ladekante der Kopframpe sich befand. Im anderen Falle mußte der Containerwagen erst gedreht werden, dies geschah mit einer aufwändigen Fahrt nach Weil/Rhein, wo einer der vorhanden Wendeschleifen des Rangierbahnhofs zum Drehen genutzt wurde. Eine sehr zeit-und kostspillige Methode. Der Bahnhofschef hatte aber eine zündende Idee: Er bestellte einen alten G10 als Bahnhofswagen und ließ bei dem die beiden Stirnwände herausschneiden. Dann wurden an jeder Stirnseite eine klappbare Überfahrbrücke angebracht und schon konnte der Stapler nun von jeder Wagenseite sein Entladegeschäft erledigen, es mußte nur der Bahnhofswagen immer auf die Seite des Containerwagens rangiert werden, wo sich die Stirntüre befand! Das konnte nun auch über die Seitenrampe erfolgen.
    Dies als Anregung für alle, die nicht den Platz, das Geld und den Willen haben, einen großen Containerbahnhof mit Ladebrückenkran usw. auf ihre Anlage zu stellen!
    Für den Spielbetrieb auf der Anlage ist die Rangiererei des Bahnhofswagens eine zusätzliche Bereicherung.
    Dies nur als Beispiel, dass man Container auch in einem sehr bescheidenen Rahmen auf der Anlage gebrauchen kann.
    Viele Grüsse aus dem Scharzwald,
    Dieter

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