Autos in 0 als Bausatz

  • Werte 0 Modellbahnreunde!
    Schon eine geraume Zeit beschäftige ich mich mit dem Problem der Autos. Viele Modelle sind nicht im richtigen Maßstab, das wäre noch zu verschmerzen. Aber bei den Metallautos sind Änderungen kaum möglich. Deshalb möchte ich Bausätze von Autos u.s.w. anbieten, die ähnlich denen von KIBRI sind, jedoch mit der Möglichkeit Türen, Motorraum, u.s.w. offen zu gestalten. Auch ist es viel leichter die Beleuchung gleich an Anfang ein zu bauen. Was haltet ihr von sowas? Bei 2000 Modellen käme der Verkaufspreis so um 50.- €. Bitte gebt mir eine Rückmeldung. Vielen Dank! Euer Franziskus

  • Hallo Franziskus,


    Deine Idee ist fürs erste nicht schlecht, in der Nenngröße N funktioniert das sehr gut. Nur, ist dort das Angebot an Epoche-II, -IV und -V-Modellen recht klein, so dass da ein Kleinserienhersteller auch einen Markt hat.


    Wenn ich mir so ansehe, was auf den hier vorgestellten Anlagen für Autos zu sehen sind, dann musst Du schon suchen, wenn Du da eine Marktlücke findest, wo auch wirklich 2000 Autos absetzbar wären.


    Es fällt kaum auf, wenn ein Modellauto statt 1:45 nur 1:43 ist, die wenigen Millimeter stören nicht einmal bei einer Bahnverladung.


    Wie hast Du denn die Bausätze geplant? 3D-Druck-, Messing- oder Resinbausatz? Messing dürfte kaum in Frage kommen, denn ich möchte keinen Kotflügel für einen Pkw aus Messing treiben. ;) Bleibt 3D-Druck und Resinguss.


    Eine Variante wären Spezialfahrzeuge für ein Kleinserienprojekt. Das müsste dann etwas hochpreisiger sein, denn dafür wirst Du sicher auch nicht 2000 Käufer finden.


    Eine weitere Variante eine Art Baukastensystem für Lkw, bestehend aus Fahrerkabinen, Fahrgestellteilen, verschiedene Aufbauten, Rädern usw. Da kann sich der Käufer aus diesen Teilen seinen Lkw zusammen bauen.


    Ich wünsche Dir gute Ideen und Erfolg mit Deinem Projekt.


    Wenn du dabei auch die Epoche II berücksichtigst, hast Du mich als Kunden.


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Franziskus,


    ein löbliches Ansinnen was aber so keinen Erfolg haben dürfte. Ich bezweifle, dass es gelingt von einem Modell 200 Exemplare abzusetzen. Ein Autosammler wird nun mal leider nicht auf den Maßstab 1:45 aufspringen. Der Sammlermaßstab für Automodelle ist seit ewigen Zeiten nun mal 1:43. Und wie bereits erwähnt ist der Maßstabsunterschied nicht so bedeutsam als das man den sofort bemerken würde. Bei einem Achsstand von 4 Metern würde der Unterschied bei beiden Kfz-Maßsstäben gerade mal 2 mm betragen. Ich denke gerade bei der zumeist von schräg oben sichtbaren Ausschmückung einer Anlage fällt das kaum jemand auf. Und zudem hat sich ja die "Kleinserien-Industrie" zum großen Teil sowieso auf 1:43,5 eingeschossen, da ist 1:43 sowieso nicht weit weg.


    Im 3D-Druck sind wohl aber auch kleinere Stückzahlen in 1:45 zu vernünftigem Preis machbar. Ein Kollege hat dies ja mit seinen landwirtschaftlichen Geräten bereits gezeigt. Aber auch da sind die Stückzahlen wohl eher bescheiden und Geld verdient der Mann damit wohl auch kaum. man gibt zwar schon vierstellige Beträge für eine Lokomotive aus aber der durchschnittliche Spur 0 ist wohl kaum bereit 200 Euro für ein Kfz-Modell auszugeben.


    Was bleibt sind Umbausätze für vorhandene Modelle um etwas mehr Vielfalt in die Straßenwelt zu bekommen. Beispiele? wie wäre es z.B. mit einem Aufbau für einen Unimog als Löschfahrzeug in Einsatz also mit geöffneten Rollläden. Oder mit einem Umbausatz als Verkaufswagen für einen kleinen Opel oder Hanomag Lkw. Einmal mit geschlossenen Aufbau oder wie er bei uns zweimal wöchentlich vorbeikam als Kartoffelwagen wo die Marktfrau in einer Vertiefung auf der Ladefläche stand und ihre Ware anbot. Ich denke mit etwas nachdenken finden sich hier viele Möglichkeiten.


    Dies wird wahrscheinlich auch keine großen Stückzahlen bringen aber kann dann auch zumindest im Autosammlerhobby Einzug finden. Auch dort gibt es viele Selbstbauer die gewohnt sind im Kleinserienbereich schon mehrere hundert Euronen auf den Tisch zu blättern.


    Gruß Georg

    Bau einer Anlage in Spur 0

  • Hallo Franziskus,


    die Idee an sich ist ja löblich, leider aber nicht realistisch. Allein bei der Stückzahl 2000 komme ich ins schwitzen. Schau mal auf die Sockelplatten z.B. der Minichamps-Modelle, da steht drauf wieviele Modelle von dem jeweiligen Modell gefertigt wurden; oftmals sind die Stückzahlen nur noch dreistellig. Aus meiner eigenen Berufserfahrung heraus kann ich sagen das es selten ist das mehr als 1000 Exemplare in 1:43 für den Spielwarenhandel weltweit (!) gefertigt werden (Ausnahmen sind die für die Industrie gefertigten Modelle).


    Dieter

  • Moin,


    Franziskus hat ja noch gar nicht gesagt, was sein richtiger Maßstab ist.
    Auch erwähnt er nicht seine Zielepoche.


    Ich weiß ja nicht, welche Autos ihm fehlen, aber betrachtet man das derzeitige Angebot, so hat man - egal, ob Epoche 3 oder 4, niemals so viel Platz auf der Anlage, wie man mit dem derzeitig erhältlichen Material seine Straßen füllen könnte.
    Es gibt doch fast alles. Vom Omnibus über Taxi, Krankenwagen, Polizei, Feuerwehr, Traktoren, Kräne, Lkw bis hin zu Exoten der automobilen Aufschwungzeit der 50er Jahre. Ob Neo, Premiumclassix, Schuco, etc. Da ist doch jede Menge im Angebot, was in den letzten Jahrzehnten auf der Straße unterwegs war. Preislich ab 8 bis 250 Euro. Aber: man kann fast alles bereits bekommen.


    Mittlerweile sind auch typische Baufahrzeuge im Programm und selbst die DB bietet in ihrem Bahnshop Fahrzeuge für die Straßengüter in Spur 0 an.


    Wenn ich mir ein Modell wünschen dürfte, wäre das ein Bus der 70er Jahre. Ob Büssing/MAN (SL195BV), Magirus (SH110) oder Benz (O305) , der typische Kastenbus nach VÖV wäre prima.


    Aber ob man davon mehr als 100 Busse absetzen könnte? Und für welches Geld? Ein Preis jenseits 100 Euro wäre wohl für viele ein Argument gegen einen Kauf.


    Der Oberammergauer Omnibusvertrieb bietet u.A. diverse Modelle von Hachette an, die in einer Sammeledition erscheinen. Vielleicht kommt ja mal einer der von mir gewünschten Busse. Einen Büssing Präsident gab es schon. :thumbsup:


    Aber 2000 Autos???? Sorry, aber das dürfte kaum zu schaffen sein. Welches Auto soll den so toll sein, daß die ganze Welt es haben will und - das es bislang noch nicht gab/gibt.


    Und ein Bausatz um 50 Euro?


    Für weit weniger bekommt man ein gut detailliertes Fertigmodell aus Metall, das man auch bearbeiten kann. Meistens sind die Preise so niedrig, daß es sich lohnt aus zwei Modellen eines zu machen. Und so schwierig sind Bohr- und Fräsarbeiten an diesen Modellen auch nicht. Viele sind gesteckt oder geklebt und lassen sich gut zerlegen. Mit einem Dremel lassen sich auch Türen oder die Motorhaube öffnen. Fummelig, aber es geht.


    Nur mal so am Rande als Denkansatz.

    Viele Grüße


    Michael

    Edited once, last by Locutus ().

  • Hallo Franziskus,


    wie meine Vorschreiber schon ausdrückten: Innovative Ideen und Projekte sind generell gut. Deswegen habe ich Dir auch einen "Grünen" verpasst.


    Deine Idee auf ein Baukastensystem auszurichten halte ich für die einzig realisierbare Form, aber erwarte auch hier keine "Stückzahlen" - und schon gleich gar keine "2000". Schau Dich mal, unabhängig vom Produkt, in der Mobabranche um wer von was 2000 Stück in welcher Zeit verkauft. Du wirst staunen. Wenn Du Dein Vorhaben als Hobby ohne grossartige Gewinnerwartung betreibst - o.k. - aber sonst ... Du würdest wahrscheinlich eher 200.000 Stück auf Anhieb verkaufen, würdest Du so etwas wie eine "Sozialverträgliche und straffreie Schwiegermutterentsorgungsanlage" oder einen "Realen Goldesel fürJedermann" erfinden und anbieten ;):D .


    Ich will Dir Dein Projekt bestimmt nicht madig machen - im Gegenteil - aber ich interpretiere, dass ich sowie auch meine Vorredner einen Forumskollegen nicht unbedingt sehenden Auges vor die Wand laufen lassen wollen.

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited once, last by BTB0e+0 ().

  • Moin,
    Es gibt bei Ebay Bausätze für Autos in 1:43, wenn auch meist Sportwagen und keine sehr große Auswahl; aber ein paar Klassiker sind schon dabei.


    http://www.ebay.de/bhp/bausatz-1-43


    Interessant ist das Preisniveau: Etliche starten ab 5,- Euro, nur wenige erreichen die 50. Ich habe auf einer Börse mal einen Jaguar XJS für 5 Euro gekauft, er wartet noch auf seinen Zusammenbau…
    Interessante Idee, aber wie auch die anderen hier fürchte ich, dass der Markt die Stückzahlen nicht hergibt, nicht mal ansatzweise.

  • Vor vielen Jahren - noch bevor die ganz großen wie Minichamps und Schuco eingestiegen sind - hat Eckard Erb mal LKWs als Bausätze angeboten.


    Die Resinbauteile wie Führerhaus und Aufbauten etc. wurden nach meiner Erinnerung von Herrn Gollwitzer (der auch Bausätze angeboten hat) hergestellt. Viele Anbaudetails wie Auspuffrohre etc. wurden aus Messingdraht gebogen. Reifen stammten z.B. von Herpa(?), die diese mal als Zubehör verkauften weil sie 1:43 Fertigmodelle im Programm hatten.


    Ein weiterer Anbieter (der Name ist mir grad entfallen) hat einen Kaelble mit Culemeyer (etliche Jahre bevor es diesen oder einen ähnlichen bei Michael Schnellenkamp gab) als Bausatz angeboten. Die Reifen hatte er offenbar selbst "gekocht".


    Was will ich damit sagen? Die Idee ist nicht neu, der Markt wird inzwischen sehr gut bedient, aber die Herausforderung in diesem Bereich etwas neues aufzusetzen sehe ich sehr kritisch. Auch mir würden ein paar Modelle oder Varianten einfallen die ich noch gerne hätte, wie aber bereits ausgeführt, muss man da wohl das ein oder andere vorhandene Modell in die Modell-Karosserie-Werkstatt geben.


    Vielleicht liest ja hier einer der oben genannten Anbieter mit und macht mal eine Andeutung über die Verkaufszahlen. Eine wirtschaftliche Umsetzung sehe ich aber nicht.


    Trotz allem gefallen mir immer wieder Ideen - wie sie hier im Forum von vielen vorgetragen werden - etwas in "Kleinserie" für unseren Maßstab herstellen zu wollen sehr gut.

  • Werte Modellbahnfreunde!
    Vielen Dank für Euere Antworten. Ihr habt mir sehr geholfen. Schade, da muß ich wohl die Finger weg lassen. Es grüßt Euch Franziskus

  • Hallo,


    kann man für die RC-Autos nicht einen eigenen Beitrag eröffnen. Warum werden hier im Forum immer Äpfel und Birnen vermischt?. Die Art der Themenspringerei macht die Suchfunktion überflüssig weil sie so adabsurdum geführt wird.


    Schade, aber so wird das Forum Stück für Stück zerlabert und auf keinem Fall zur Hilfe für ratsuchende.


    das meint Georg - der Bahnindianer

    Bau einer Anlage in Spur 0

  • Moin Georg,


    Du hast schon recht, da war ich wohl zu weit abgeschweift. Mein Schrieb hat jetzt Stefan verschoben. Mein Grundgedanke war aber folgender:
    Wenn sich jemand findet, der Auto-Bausätze herstellen möchte, wie Franziskus, dann war mein Grundgedanke, günstige R/C Autos mit Teilen aus Bastelkästen neu aufzubauen, also die Karosserien. Da auf meine Frage, ob diese "Billigautos" überhaupt was taugen, verneint wurde, habe ich meine Idee nicht weiter verfolgt.


    Naja, da war ich wohl daneben mit dem Mix aus "Äpfeln und Birnen"! Jetzt haben wir daraus Fallobst gemacht ;)


    Ich gelobe Besserung!


    Viele Grüße
    Wolli

    Gruß, Wolli ---> wünsche allen HP1 !

  • hallo Wolli,


    ich bitte meinen beitrag nicht falsch zu verstehen. Ich selbst habe an RC-fahrzeugen großes Interesse und wollte deshalb einen eigenen Beitragsbaum weil ich mir doch einiges vom Thema her verspreche und hoffe, dass das Thema weiterhin behandelt wird. Mich persönlich haben in Giesen ja die RC-Fahrzeuge absolut begeistert und hoffe eines tages auch mal zu so etwas zu kommen.


    Das man bei einigen Themen auch mal abschweifen kann halte ich durchaus für berechtigt und ich wollte mit meinem "Obstsalat" eigentlich nur meine Lust auf mehr bekunden. Vielleicht auch mal auf einige Basics z.B. mir als Laie in RC-Technik mal einen kleinen Weg vorgeben können.


    Gruß Georg

    Bau einer Anlage in Spur 0

  • Hallo Franziskus,


    Deine Idee ist wirklich nicht schlecht, aber ich glaube es gibt noch ein viel interessanteren Aspekt. Die Autos machen nichts. Sie stehen nur rum. In H0 ist das ja nicht so schlimm, aber ich denke in unserem Masstab und meinem (1 32) ist es wohl kein Problem, Bewegung auf die Anlage zu bringen. Ich arbeite schon seit 2 Jahren an einer Lösung, die Autos änlich wie Faller auf die Strasse zu bringen. Ich habe eine geniale Zwangslenkung erfunden, die ermöglicht alle Modellautos unkompliziert mit dieser Lenkung zu betreiben.
    Der Vorteil ist es, daß man den sichtbaren und hässlichen doofen Magneten nicht sieht, der das Modell lenkt. Je schwerer das Modell, so größer die Kraft für den Magneten. Es wird bei meinem System ebenfalls ein Eisendraht in die Fahrbahn eingebaut. Bei Abzweigen allerdings brauche ich auch keinen Elektromagneten, sondern im Abzweigebereich ist der Draht für kurze Zeit unterbrochen und in diesem Moment wird die Lenkung am Modell mittes Funk gesteuert. Wie in echt. Der Autofahrer entscheidet ja, wann er abbiegen will und nicht die Strasse.
    Die Modelle werden mit einem Funk Steckdosensystem gesteuert. Mit einer Fernsteuerung kann man über 433 Mhz bis zu 100 Fahrzeuge steuern.
    Wenn noch jemand irgenwelche Anregungen oder Ideen hat, kann er sich hier gerne melden, oder ruft mich an unter 0228 85059114


    Gruß aus Bonn


    Jürgen Bumke

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