"Kupplungssalat"

  • Hallo Spur 0 Kollegen,


    ich besitze Fahrzeuge sowohl mit Lenz- als auch mit Schraubenkupplung. Um diese miteinander einsetzen zu
    können, habe ich mir einige Bausätze des "PAUL" Adapters von Ndetail besorgt. Der Zusammenbau -vor allem
    aber das Löten- dieser feinen Teile hat miich als "Löt-Nicht-Profi" zu der Überlegung getrieben, wie man solche
    Adapter einfacher fertigen kann. Irgendwann kam mir beim Betrachten einer Büroklammer eine Idee:


    Man nehme eine Büroklammer(oder ein Stück Draht) und eine Spitzzange und dabei kommt folgendes heraus:



    Die Herstellung eines Adapters dauert gerade mal 5 Minuten.
    Wem diese "Dinger zu glänzend sind, der kann sie mit schwarzer Farbe versehen und sie damit nahezu
    unsichtbar machen.
    Sie funktionieren einwandfrei und haben ihre Bewährungsprobe schon bei einigen Fahrtagen bestanden.


    Herzliche Grüße
    Arnold

  • Hallo Arnold,
    aus diesem Grund habe ich mir eine andere Lösung überlegt und einen Kupplungshaken konstruiert,
    der als Ersatz für die Lenz/Brawa-Haken eingesetzt werden kann.
    Der Haken ist unter Best. Nr.: 286 bei Paul Petau zu erwerben.
    Wir setzen diesen Haken bei unseren Modellen, die bei Modultreffen eingesetzt werden, eingebaut und bisher wenige Probleme gehabt.
    Der Haken ist dem Brawa Haken sehr ähnlich, weil der von Lenz mit dem Doppelhaken Probleme an dem Modell mit der Schraubkupplung an der Pufferbohle verursacht (ist zu lang und kratzt daran).
    Viele Grüße
    Rainer

  • Hallo Rainer,


    klar kenne ich diese Umrüstsätze, sowohl von Paul Petau als auch von MOOG.
    mit der von mir gezeigten Möglichkeit hat man bei Fahrtreffen etc. jedoch ganz
    schnell die Möglichkeit, einem Modellbahnkollegen die Möglichkeit zu bieten, daß
    er seinen mitgebrachten Wagen mit Lenz/Brawa-Kupplung ruckzuck in einem
    Wagenverband mit Originalkupplung "bewundern" kann.
    Wenn man dem Kameraden sagt, daß er erst eine Umrüstung des Wagens
    vornehmen soll, hat man schon wieder Einen "vergrault" Und die "Szene" braucht
    doch Nachwuchs, oder liege ich da falsch ?


    Beste Grüße
    Arnold

  • Hallo Arnold,


    wir setzen im Verein auch solch ähnliche Kupplungshaken ein. Quasi als "Schnelllösung".
    Darüber hinaus sind wir bestrebt, an allen Fahrzeugen den Kupplungshaken an der Pufferbohle zu haben, und alle Wagons mit Schraubenkupplung müssen diese Beidseitig funktionsfähig haben, sonst werden sie bis zur Reparatur aussortiert.
    In der Regel gibt es keine Probleme mit der Originalkupplung über der Lenzkupplung.


    Gruß
    Matthias

  • Hallo Arnold,
    liebe Mit-0er,


    der "Salat" kann noch weiter gehen mit Pola Maxi und Rivarossi/Lima-Waggons. Meine Erfahrung: alles kompromißlos auf EIN System umstellen. Basis war für mich die Frage welches sind die bei mir am häufigsten vorkommenden Kupplungen. Damit hat man dann keine Probleme mehr. Zumindest bei den zurzen Personen- und Güterwagen. Bei den D-Zugwagen von Lima/Rivarrossi ist das noch mal anders, weil man nicht richtig dran kommt. Ich habe mich als Spielbahner nicht für Lenz entschieden (Klobigkeit der Kupplung), sondern fahre nur noch mit der Schraubenkupplung. Aber das ist meine eigene Seeligkeit. Für die Lima Waggons habe ich an den beiden Endwaggons zum Kuppeln an der Lok Schraubenkupplungen und zwischen den Waggons die Lima Kupplungen behalten. Mit einem entsprechenden selbstgebauten Zwischenstück lassen sich diese Waggons dann rangieren. Das sind aber nur ein oder zwei Stück bei mir. Alöles andere hat Schraube, auch Lenzwagen.


    Herzlichst
    Peter Weigel

  • Hallo Salatfreunde,


    Nun, es gibt da ja zwei Aspekte beim Kupplungssalat - Bleiben wir beim Vorbild in Europa, kommen wir an der Schraubenkupplung nicht vorbei (bis auf wenige Ausnahmen).
    Wenn wir platzgeplagten Modellbahner (nicht nur Spur 0) aber die Radien des Vorbild nichtmal annähernd schaffen, muss eine Sonderlösung her.


    Bei der Schraubenkupplung kommt da zu den Federpuffern die gefederte Kupplung, wie man sie z.B. von Addie oder Schnellenkamp bekommt.


    Oder man wählt eine gämzlich andere Lösung - so wie Lenz es getan hat, und Andere vorher.
    Allen Kupplungen ist gemein, das sie tiefer als die Pufferbohle sitzen und daher beweglich ausgeführt werden können, was der Kurvengängigkeit zugute kommt.
    Alle diese Kupplungen sind konstruktionsbedingt recht ausladend - man könnte fast klobig sagen.


    Welche Variante haben wir vergessen - genau, die amerikanische Klauenkupplung - Lima hatte diese ja bis auf das Minimum vereinfacht.
    Ein entscheidender Vorteil der Kupplungen von Kadee ist, sie lassen ein Herausheben eines Wagons aus dem Zugverband zu, was im Umkehrschluss bedeutet, sie sind sehr Tolerant gegen Abweichungen in der Montagehöhe - anders als viele Hakenkupplungen. Weiterhin sind sie deutlich weniger ausladend als z.B. die Lenzsche Variante. Ob kompakter dann auch unauffälliger bedeutet, liegt wohl im Auge des Betrachters.


    Fazit und zurück zum Thema
    Arnold, Dein Adapter ist mit sicherheit eine gute Lösung, um zwischen den beiden aktuell größten "Lagern" zu kuppeln, auch wenn es ""nur"" ein weiterer Kompromiss ist, so doch ein Guter, der keinem weh tut - außer vielleicht manchem Auge.


    Mein Vorschlag daher: Schwarz einfärben, damit er nicht mehr so auffällig ist.


    Gruß
    Matthias


    p.s. Ich lasse meinen Salat vor dem Verzehr gerne durch ein Schwein veredeln ;)

  • Hallo Arnold, Hallo Nuller,


    Kompliment zur preiswerten Büroklammer-Lösung, darauf muss man erst mal kommen, obwohl auf jedem Schreibtisch so naheliegend :) .


    Da sich der Beitragsbaum als allgemeiner Austausch zu Kupplungsphilosophien entwickelt, hier noch eine andere/meine Variante mit Erweiterungen um Erfahrungen bei Umrüstung und Betrieb:


    Ausgangslage bei den Triebfahrzeugen: Loks behalten ihre Lenz-Kupplung, weil es einfach praktisch ist, auch wenn es nicht schön aussieht. Die bisher einzige Kiss-Lok fährt ausschließlich Schraube und es dürfen sich auch zukünftig noch weitere dazugesellen. Dazu meine Kupplungsphilosophie bei den Wagen, die sowohl zur Vereinsanlage in Hagen, als auch zur Heimanlage passt:


    Personenzüge haben grundsätzlich die Lenz-Kupplung, fahren in der Regel in drei (4yg) oder vierteiligen Garnituren (3yg, Dobü oder Dobü mit Mci), mindestens jedoch der erste und letzte Wagen hat die Moog-Lenzkupplung mit dem zusätzlichen Auge für die Schraubenkupplung. So können auch Loks nur mit Schraubenkupplung die Personenzüge ziehen. Vorteile der Lenz-Kupplung bei Personenzügen: Die Umbauwagen sind extrem kurz gekuppelt, die Kupplung fällt aufgrund der Faltenbeläge optisch gar nicht negativ ins Gewicht, werden die Wagen mit Schraubenkupplung gekuppelt, kommt man an diese mit der Kupplerpinzette gar nicht dran, die 3yg sind ja eh paarweise gekuppelt. Dazu kommt bei meiner Heimanlage, das bei meinem 6-Gleisigen Endbahnhof das Gleis 1 und 2 den Personenbahnhofsteil an der Wand bildet und bei einer Segmenttiefe von bis zu 90 Zentimetern man kaum an die Kupplung kommt, um die Lok des Personenzuges am Hausbahnsteig abzukuppeln und über Gleis 2 umlaufen zu lassen. Also einfach nur auf F2 drücken…und gemütlich Sitzen bleiben.


    Bei den Güterwagen wird aber konsequent mit Schraubenkupplungen gekuppelt, bei neuen Lenz-Wagen mittlerweile ein richtiger Kostenfaktor, weil man ja die Originalkupplung für mittlerweile üppige 10,95 € dazu kaufen muss.Man erinnere sich, früher war sie umsuess dabei :( , für mich einer der wenigen Negativpunkte beim sonstigen Referenzanbieter Lenz. Da die Ortsgüteranlage, sonstige Gleisanschlüsse und der Fiddle-Yard gut von der Anlagenkante erreichbar sind, ist das ein herrliches Gefummel beim Betrieb machen mit vorbildgerechten Rangierfahrten. Durch die Moog-Kupplung kann man trotzdem GmP oder PmG fahren. Auffällig ist jedoch, dass der bei den Lenz-Loks serienmäßig eingeklippste Zughaken eher zur Zierde da ist, als große Zuglasten an den Haken zu nehmen. Für den typischen 6-8 Wagen Nahgüterzug auf Heimanlagen reichts aber aus. Als nervig und die filigranen Fahrzeuge gefährdend, empfinde ich jedoch die Umrüstung auf Schraubenkupplung. Entweder man entfernt komplett das Fahrgestell, um die Kupplungskinematik ohne diese zu zerstören zu entnehmen oder zerschneidet diese von unten mit einem Seitenschneider, immer mit der Gefahr Auf und Anbauten zu beschädigen. Die Brawa Behältertragwagen und die Kds sind da besonders empfindlich, da nützt auch die beste Fahrzeugliege nix. Mittlerweile bleibt bei mir bei diesen extrem empfindlichen Wagen der Kupplungsschaft stehen und ich klippse nur die Lenz-Kupplung aus, Schraubenkupplung und Bremsschlauch dann dran, leider ein optischer Kompromiss.


    Wer hat auch diese Kupplungsphilosophie und wo bestehen aus Eurer Sicht die Vor- und Nachteile?


    Mit freundlichen Grüßen


    Ralf

    Spur0 Team Ruhr-Lenne e.V. - Die Hagener Spur 0 Leidenschaft in XXXL seit 2007.


    http://www.spurnullteam.de/


    Betriebsabend: aktuell keine Treffen in Hagen.


    Ich hoffe in 2021 wieder schreiben zu können: jeden dritten Freitag im Monat 19.00-23.00 Uhr - Betrieb, Essen,Trinken, Fachsimpeln, Spaß haben in kompetenter und netter Runde. Gäste und Gastfahrzeuge sind herzlich willkommen: Södingstr. 16-18, 58095 Hagen.

    Edited once, last by Br86fan ().

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