Das Schotterwerk von Eisfeld

  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Der Bau der Wilhelm Zahn-Steinwerke hat begonnen.Noch ist alles etwas nebulös,aber die Grunstruktur ist erst einmal festgelegt.
    Eine kleine Feldbahn soll das Gestein zum Schotterwerk bringen.Da deren Gleise über den Streckengleisen der Regelspur laufen,habe ich schon einmal die Höhe vorgegeben,mit welcher die Feldbahn auf das Gebäude trifft.Eine kleine Brücke soll die Verbindung herstellen und gleichzeitig die Ansicht auflockern.
    Herr Zahn hat zwar jede Menge Schotter,aber für die Erneuerung der maroden rostigen Brücke,sieht er keinen Anlass.Also habe ich versucht,das Ding richtig rostig hinzubekommen.
    Eine alte Addie-Brücke wurde etwas umgestrickt.So gibt es nur eine Seite,die mit einem Geländer gesichert ist.Immerhin etwas Schutz für die Preiserlein,wenn´s dem alten Zahn auch mächtig Zahnschmerzen bereitet hat,dafür etwas Schotter locker machen zu müssen.
    Ein paar Niete habe ich noch auf das Brückenbauwerk gepappt - man wird sie später nicht sehen,deshalb nach der billigen und etwas ungenauen Methode mit dem Kleber.
    Übrigens geht auch wasserfester Holzkaltleim.
    Hier jetzt ein paar Bilder,wenn es auch noch nicht so viel Vorzeigbares gibt.Der Wille zählt.


    Das Schotterwerk im Rohbau.



    Rechts die Einbaustelle der Brücke.



    Und hier ein paar Aufnahmen während des Baues und der Bemalung.
    Mal sehen,wann es weitergeht.
    Viele Grü0e,Stephan





  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Ein klein wenig ging es auch beim Bau der Zahn-Steinwerke weiter.Erkältungsmäßig bedingt mehr widerwillig,weil Kartonbausatz und tropfende Nase gleichzeitig,machen mich kirre !
    Nichts prinzipiell gegen den schönen Stangelbausatz aus gelasertem Karton - aber da stellte ich mich schon besonders deppert an.
    Aber der Reihe nach !
    Ich wollte vor den Bahnverladegleisen am Schotterwerk noch einen Verladeschütttrichter für Straßenfahrzeuge einbinden.Die Zeit der Internetrecherche hätte gut und gerne für einen kompletten Eigenbau des Trichters in Messing oder Kunststoff gereicht.Dann erinnerte ich mich an das Schnellenkampjahresmodell von Stangel.Kurz in Polen angerufen - problemlos lieferbar.
    Der Zusammenbau war für mich stellenweise mit größeren Unterbrechungen verbunden.Immer wenn ich mir vor Wut die letzten Haare raufen wollte,verklebten meine Finger nicht nur untereinander sondern auch mit selbigen am Kopf.Sekundenkleber und Pappe - eine eigene Welt für mich.Pappe und Klebegel - eine Katastrophe für mich.Nicht einmal Löten lies sich der Bausatz :D
    Nach einiger Zeit ging ich die Sache so an.Kleinteile werden in Sekundenkleber ersäuft.Irgendwann sind sie dann fest und können auch geklebt werden.Größere Teile werden mit Holzklebegel eingecremet und verbunden.Ist alles miteinander verpicht,tränke ich nochmals mit Sekundenkleber nach.Was dabei entstand,seht ihr auf dem ersten Foto.
    Vom Bausatz brauchte ich nur einen Trichter.Der Laufsteg wurde gekürzt und um 90 Grad gedreht.Die Schutzbügel der Aufstiegsleiter sind krumm und bucklig,was aber nicht am Bausatz liegt,sondern an meinen
    Baukünsten.Im Übrigen gibt´s auch eine schöne Leiter bei anderen Herstellern,wie Fiedler . Aber jetzt hatte ich so meinen Stolz und jetzt sollte das Dingens auch aus einem (Karton-) Guss sein.



    Heute dann die erste Farbgebung.Wasserlösliche Farben - jetzt wollte ich es aber wissen...
    Die Betonsockel hatten aber wirklich so große Spaltmaße,daß ich da einfach Fließenkleber anrührte und mit dem Pinsel auftrug.
    In den nächsten Tagen kommt dann das Finalgepinsel.
    Heute erst mal Stellprobe und einwirken lassen.Also die Farbe in den Karton und das Gebilde in den schnupfenmatschigen Kopf.
    Viele Grüße,Stephan


  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Da wollte ich an den Feiertagen so richtig was schaffen - Pustekuchen !
    Irgendwie war überhaupt keine Zeit für die Modellbahn.Heute aber konnte ich wenigstens ein kleines Detail für das Schotterwerk weiter voranbringen.Aus Plastikresten friemelte ich ein Förderband zusammen.
    Das Band an sich ist aus Stoffstreifen.Nach einer ersten nackten Stellprobe,trug ich noch ein wenig Farbe auf.
    Jetzt lasse ich das erst einmal ein wenig auf mich wirken.Mal sehen,ob es mir in ein paar Tagen noch gefällt.
    Euch allen noch ein gutes und gesundes 2018 !
    Viele Grüße,Stephan




  • Hallo Stephan,


    das Förderband ist Dir an sich sehr schön gelungen.
    Aber auf den Bildern sieht es meiner Meinung nach etwas zu klobig aus im Vergleich zum Trichter und LKW ...


    Ich mag mich ja duch die Bilder vielleicht täuschen, aber ich hätte es in der Höhe etwas kleiner gebaut.


    Wie gesagt, nur meine Meinung beim Betrachten der Bilder.


    Ansonsten weiter so!!!

  • Hallo Stephan,


    ein Stück von einem Schlauch(für Auto-, Motorrad- oder Mopedreifen) hätte evtl. auch ein Förderband mit Motor und Befüllung des Trichters zugelassen. Nur so als Anregung... Sonst super gemacht, weiter so!


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Ein wenig weiter ging es am Schotterwerk.Das Brechergebäude soll ja aus massiven Beton bestehen und eine obere Etage mit Holzverkleidung erhalten.
    Die Anbauten erstellte man mit behauenem Naturstein aus dem nahegelegenen Steinbruch.
    Also wurde der Gebäudekorpus mit Fliesenkleber eingespachtelt.Der eine Teil glattgestrichen,der andere Teil im Wildwuchs belassen.



    Während der Trocknungsphase kümmerte ich mich um ein paar olle Türen.Sie wurden einfach aus dünnen PVC-Platten zusammengeklebt.





    Während wiederum die Türen trockneten,konnte ich das Natursteinmauerwerk ausarbeiten.Dieses Mal half mir ein Proxxonschleifgerät mit biegsamer Welle.Vom Nachbarn (Zahnarzt) bekam ich ein paar abgenutzte Fräser - und los ging´s.



    Für heute schöne Grüße aus Eisfeld,Stephan


  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Langsam,sehr langsam geht es bei den Zahn-Steinwerken weiter.Heute habe ich gerade einmal ein paar Fensterläden und das Einfahrtstor für die Feldbahn fertig bekommen.
    Wieder alles aus dünnen Plastikplatten.Ich hoffe,es geht bald mal etwas flotter voran...
    Viele Grüße,Stephan


  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Heute ein paar informative Fotos über die Verbretterung des oberen Teiles meines Schotterwerkes.
    Zum Einsatz kamen Addie-Kunststoffplatten,die ich teilweise schon im Bestand hatte.
    Alles muß noch ein wenig überarbeitet werden.Ich lasse es jetzt mal über Nacht trocknen und morgen sehen wir weiter.
    Dann wird das Förderbamd nochmals erneuert.Thoralf (tokiner) hatte Recht - das Dingens wirkt viel zu groß.
    Langsam wird auch der Geländeverlauf um das Schotterwerk ausgearbeitet.
    Das erste Feldbahngleis (mein Gott,wie fummelig sind denn 12 mm Spurweite) wird auch verlegt.
    Hier nun aber kommentarlos noch ein paar Fotos der heutigen Bastelei.
    Viele Grüße,Stephan







  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Am Schotterwerk wurden heute die Stützmauern und Gebäudewände farblich in Angriff genommen.
    Dann noch einmal ein Probeaufbau und jetzt können irgendwann die restlichen Dächer zugenagelt werden.
    Erwin und Franz bummelten in ihrer Mittagspause,mal vom Bahnhof Eisfeld zum Brechergebäude.Auf der maroden Brücke der Feldbahn wurden schon Wetten abgeschlossen,wann das Ding zusammenbricht.
    Viele Grüße,Stephan





  • Hallo Stephan,


    dein Schotterwerk ist sehr inspirierend für mich! Das Gebäude sieht sehr gut aus! Da kann ich Anleihen nehmen wenn ich darf? Ich freu´ mich schon über weitere Bilder. Neine nachbauen werde ich das nicht. Ich mach schon was eigens! aber Ideen in der Ausführung sind immer ganz nützlich. Mach weiter so!


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Eine letzte Stellprobe des Schotterwerkes,möchte ich Euch anhand einiger Fotos zeigen.Dann beginnt der Bau der Feldbahntrasse.Dazu muß ich mit meinem Hintern auf die Anlage klettern und bevor ich am Brechergebäude etwas abbreche,räume ich das Ensemble lieber beiseite.
    Die Dächer sind nun endlich aufgesetzt.Wie der alte Zahn nunmal ist,nimmt er was er billig kriegen kann.Abbruchziegel (Addieplatte),Dachpappe (Malerkrepp) und Wellblech (Wellpappe vom Bastelladen).
    Hier nun die Fotos in loser Folge.
    Viele Grüße,Stephan







  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Ich war in den letzten Wochen ja lange mit der Feldbahn des Schotterwerkes beschäftigt.Jetzt kann dort aufgeforstet werden.Meinen Vater wird´s freuen.Hatte er doch schon im letzten Jahr mit dem Bau von Bäumen begonnen.Mittlerweile ist er im Januar 90 geworden und meinte,er wäre jetzt bereit,die Sache mit der Rinde und dem Belauben zu erlernen...
    Also schnell noch zwei Fotos vom Feldbahnteil,mit dem Beginn des Auf"Bäumens" in der rechten Ecke.



    Jetzt folgen wir aber den Blicken des Mannes am Geländer,hinunter zum Schotterwerk.


    Zwei Dinge hatten mich schon lange gestört und auch ein wenig vom Weiterbau abgehalten.Da war zum Einen,das zu wuchtige Förderband für den LKW-Verladebunker.Und das Andere war der Bunker selbst.Er war einfach zu hochbeinig.Also suchte ich nach einem neuen Förderband.Eigenbau erschien mir zu kompliziert.Dann fand ich im H0-Bereich etwas passendes.
    Der Bunker wurde um rund vier Zentimeter gestutzt.Meine Befürchtungen,daß das Stangel-Pappmodell eingeht,konnte ich beiseite schieben.Ich war heilfroh...



    Auf dem folgenden Foto ist mal der Größenvergleich der Förderbänder zu sehen.


    Hier mal eine Stellprobe.


    Und hier in Farbe.


    Die Fläche zwischen den Gleisen wurde betoniert.


    Und aus einem alten Wagengehäuse wurde ein noch älterer Lagerschuppen.


    Demnächst sollen die Gleise aus dem Bahnhof Eisfeld zum Schotterwerk fest verlegt werden.Platzmäßig muß ich da eine Bogenweiche von Lenz verwenden (Chinaproduktion),die ich kürzlich noch erwerben konnte.Aber alles der Reihe nach !
    Jetzt erst einmal viele Grüße aus Eisfeld,Stephan

  • Hallo Stephan!
    Werde Ich etwas giftig, Aber was die Kleine nullmensche sagen dazu, das Fast in Stadtmitte ein Schotterwerk waechst? :-)))
    Sonnst ist das ein schoener Stueck!
    Herzlichen Gruss aus Tschechien
    Vladimir, vulgo Masinka

  • Hallo Spur 0-Freunde !
    Vielen Dank für Euere Antworten und Kommentare.
    @ Oliver: Den Hintergrund habe ich selbst gemalt.
    @ Vladimir: Ja, da hast du Recht !
    Aber der alte geizige Herr Zahn hat sein Schotterwerk dorthin gebaut, wo er es wollte.
    Sollten irgendwann Proteste aufkommen, könnte ich mir vorstellen,daß er in seiner Geschäftstüchtigkeit noch einen kleinen Laden in der Nähe eröffnet. Dort verkauft er dann gelbe Westen...
    Viele Grüße, Stephan

  • Hallo Spur 0-Freunde !
    So langsam komme ich endlich aus der Ecke des Schotterwerkes.Sehr aufgehalten hat mich der Wunsch,ein größeres Landschaftsteil herausnehmbar zu gestalten.Jetzt liegen die Gleise,die Schienen rosten vor sich hin und geschottert ist auch.Die Elektrik funktioniert und Testfahrten fanden ausgiebig statt - was wiederum vom Weiterbau abhielt...
    Dann begann die Gestaltung der Landschaft.Auf den Fotos zeige ich Euch den derzeitigen Stand der Dinge.Einen richtig herben Feldweg wollte ich haben.So einen auf dem mich meine Oma,als ich klein war,mit ihrem Pferdefuhrwerk immer richtig durchschüttelte.Da lachten die Bandscheiben noch !
    Grün ist es auch schon an vielen Stellen geworden,aber erst einmal eine Grundpflanzung.
    Demnächst hoffentlich wieder mehr.Hier ein paar Bilder.
    Viele Grüße,Stephan




  • Hallo Stephan,


    du bist ein begnadeter Modellbauer, der es wunderbar versteht, ein stimmiges Bild von einer Modelleisenbahn darzustellen, wo Gebäude, Gleis und Gelände so gut harmonieren, daß die Wirklichkeit sich fast an dir orientieren könnte und nicht umgekehrt.


    Besonders die letzten vier Bilder sind für mich eine große Inspiration für mein eigenes Projekt, den Bahnhof Rennsteig ins Modell umzusetzen.
    Die harmonisch umgesetzte Darstellung von Gleis und der Landschaft, hier ganz besonders auch die Feldwege, und daß nichts eben verläuft, so wie es in der Wirklichkeit eben auch ist - ganz großen Dank für diese Anregung.


    Ganz liebe Grüße Lutz

    • >> Bahnhof Rennsteig << seit über 40 Jahren mein Hobby
    • "Genuß ist eine Frage der Phantasie" (Markus M. Ronner)

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