Die Scheesseler Mühle bekommt einen Gleisanschluss (Geschichte in vielen Teilen)

  • Moin Walter,


    da hast du einen phantastisch detailierten Bericht geschrieben. Besser geht es nicht, vielen Dank dafür !

    Hallo Martin,


    ich mag es selbst gerne wenn Leute nicht nur beschreiben was sie angefertigt haben, sondern vor allem auch wie. Denn davon kann ich lernen.


    Deshalb mache ich das selbst auch. Nicht nur was, sondern auch wie.


    Gruss,

    Walter

  • Bau mit Papier, Holz und Schaumstoff, es geht weiter mit der Mühle (Teil 95: Landschaftlicher Anschluss des Mühlengebäudes mit Mittelmodul, Löcher schließen!)


    Hallo liebe Forumsmitglieder und -leser,


    wie vorher geschrieben, habe ich mich bemüht um das Loch, oder eigentlich die zwei Löcher links und rechts der Treppe zu schließen, damit nicht nur oben aber auch unten, wo ich den Ufer gestalten möchte, Löcher gefüllt werden. Wichtig dabei ist die Mauerergänzung zwischen Modulende und Mühlengebäude. Erst dann kann es mit dem Flussgestaltung weiter gehen. Statt Ali Babas Ruf “Sesam, öffne dich!“, ist hier eher Sprache von “Szenerie, schließe dich!“.


    Wie sich alles (an)schließt, darüber möchte ich gerne hier berichten.


    Da jetzt zo einiges definitiv wird in ihren Lagen, habe ich zu erst die definitive Position des Mühlengebaudes festgelegt und gesichert. Ich habe dafür kleine Holzstäbchen benutzt. Zwei waren schon da (rechts und rechts vorn). Hinten ist die Position schon festgelegt mittels das Stück Hartschaum, das als Basis des Ufers dient. Zusätzlich habe ich links und links unten noch zwei Holzstäbchen angebracht:


    46974168xz.jpg


    Wenn man das Gebaude wegnehmt, kann mann diese Positionshelfer sehen. Ich habe sie im Bild mit Blau markiert:


    46974169pe.jpg


    Ein Brett Balsaholz diente als Ausgang für die Modulseite. Das Landschaftsprofil habe ich das anschliessende Modul übernommen mit Bleistift:


    46974170gh.jpg


    Danach habe ich das Brett auf richtiger Länge gekürzt und die Rundung mit ein scharfes Messer angebracht:


    46974171dc.jpg


    46974172di.jpg


    Danach bekam diese Seite seine definitive Lage mit hilfe von zwei Holzstäbchen und Holzkleber. Alles fest angedrückt mit Hilfe von eines halbes I-Profil und der Dame aus Bronze:


    46974174ub.jpg


    Mit zwei liegenden, kleine Holzstäbchen und ein Stehendes wurde das “Treppenhaus“ fixiert und verklebt. Zwei weiter stehende Stäbchen sorgen für die spätere Unterstützung des Holzdeckels. Das Gewicht im Bild dient der feste Verklebung der Holzstäbchen:


    46974175kh.jpg


    Danach habe ich eine Lehre aus Pappe angefertigt für das restierende zu Schließen Teil:


    46974176fm.jpg


    46974177wf.jpg


    Der Form der Lehre habe ich auf ein Stückchen Balsabrett übertragen und danach ausgeschnitten. Mit Hilfe des Mühlengebäudes und ein zusätzliches Holzstäbchen konnte ich dies Position des Seitenstücks festlegen und verkleben:


    46974179ve.jpg


    Noch ein Stückchen Balsaholz dient als Deckel. Das war recht einfach. Schwieriger war die Krümmung. Als Basis möchte ich eine schräge Fläche benutzen, die dann mit Spachtelmasse weiter bearbeitet wird. Dafür habe ich ein Stückchen Hartschaum benutzt, weil sich das ganz leicht zurecht schneiden lässt. Diese kleine Platte habe ich unterstützt mit zwei trapezförmige Stückchen, aus derselbe Hartschaumplatte An beiden Seiten. Im Bild ist die Unterstützung an der rechten Seite zu sehen:


    46974180bt.jpg


    Jetzt war es Zeit für eine Stellprobe mit Mauerstück:


    46974181yx.jpg


    Dabei stellte ich fest dass ich beim Mühlengebaude noch ein ganz kleines Teil weisser Mauer tarnen muss:


    46974182jz.jpg


    Um ein gerader, anschliessenden Mauerverlauf/Mauerdurchlauf zu verwirklichen musste ich noch zwei Ausfüllstreifen aus Pappe anbringen:


    46974183cp.jpg


    Damit sieht es dann so aus:


    46974184qb.jpg


    Danach habe ich noch den hintere Geländedeckel aufgeklebt und damit sieht das vorläufige “Endresultat“, das Resultat geeignet für spachteln, so aus:


    46974185jp.jpg


    Jetzt kann Spachtel angebracht werden und der Basis des Ufers gestaltet. Darüber nächstes Mal.


    Gruss,

    Walter

  • Moin Walter,

    Das sieht richtig gut aus. :thumbup:

    Die Idee mit den kleinen Holzleisten zur Positionierung gefällt mir sehr gut.

    Danke fürs Reinstellen deiner Berichte.

    Diese sind immer schön ausführlich.

    Weiter so.


    Bis denn. Und seid nicht zu bastelwütig 8o

  • Bau mit Papier, Holz und Schaumstoff, es geht weiter mit der Mühle (Teil 96: Landschaftlicher Anschluss des Mühlengebäudes mit Mittelmodul, Spachtelarbeit und Grundgestaltung)


    Hallo liebe Forumsmitglieder und -leser,


    Wie schon vorher angekündigt, habe ich die “Lücke“ und den Ufer mit Spachtelmasse nachbearbeitet. Nächstes Bild zeigt die Ausgangssituation:


    47002371zu.jpg


    Nachdem ich bereits ein Teil der Oberkante mit Spachtelmasse versehen hatte, bin ich unten, beim Ufer,fortgefahren. Damit der Mauer nicht schmutzig wird, habe ich ihn beim Spachteln geschützt mit einem Stückchen Blisterverpackungsmaterial:


    47002372rk.jpg


    Der direkte Flussbereich war einfach und schnell fertig. Die Pipette verhindert, dass das Loch für die Trauerweide zugespachtelt wird:


    47002373kw.jpg


    47002374mn.jpg


    Die Maurseite des Ufers war vorsichter zu gestalten, denn sie sollte schnurgerade werden. Ein Streifen Kunststoff, ein Stückchen Balsaholz und ein großes Gewicht dahinter boten auskunft:


    47002375pi.jpg


    Warum ein Streifen Kunststoff? Weil der Spachtelmasse sich damit nicht verklebt. Nach dem Ausharten konnte ich das Resultat von der anderen Seite bewundern:


    47002376ug.jpg


    Nächster Schritt war das Anbringen der Grundlackierung mit brauner Acrylfarbe:


    47002377jb.jpg


    Natürlich konnte ich es nicht widerstehen um eine kleine Stellprobe zu machen:


    47002378hv.jpg


    Na, das sieht schon ganz anders aus! Weiter! Aber... Stellproben sind wichtig, finde ich. Eine Stellpobe ist eine klein Pause, wo mann betrachtet ob einem das Resultat seiner/ihrer Arbeit gefällt. Wenn ja, mach weiter. Wenn nein, kann mann eingreifen und korrigieren. Diese Vorgehensweise ist besser als rücksichtlos (also ohne Rücksicht, ohne zurück zu gucken) weiter zu machen.


    Da hatte ich aber auch noch etwas kleines zu erledigen. Oben, bei der Mauer, ist noch ein winziges weißes Teil des Mühlengebäudes sichtbar (siehe vorherigen Beitrag):


    47002379pk.jpg


    Das muss nachbearbeitet werden und zwa mit einem kleinem Streifen Mauerabdruck. Ich habe aus den grossen Originaldatei des Mühlen gebäudes ein kleines Stückchen heraus kopiert und abgedruckt:


    47002380zg.jpg


    Leider ein schlechtes Bild, zu viel Spiegelung. In Wirklichkeit sieht dieser Abdruck gut aus. Ich habe drie kleine Streifen heraus geschnitten und aufgeklebt. Vorher habe ich die Seiten der Streifen mit einem Bleistift koloriert, damit sie unsichtbar sind, wenn mann darauf schaut:


    47002381nt.jpg


    Und natürlich sofort geprüft ob dieses weißes Teil Geschichte geworden ist:


    47002382cx.jpg


    Ziel erreicht. Nachdem die Farbe trocken war, konnte ich auch die Basis der Begrünung anbringen. Es ist ein Gemisch aus benutzte, getrocknete und zerriebene Tee, Woodland Scenics Fine Turf Earth und sehr feiner, braunlicher Quarzsand von Busch:


    47002383je.jpg


    Obwohl noch nicht ganz ausgetrocknet (und daher noch dunkel), konnte ich auch dieses Mal eine Stellprobe nicht an mich vorbei gehen lassen. Die Versuchung war zu groß und zu einfach:


    47002384tv.jpg


    Ich muss gestehen dass, das, meiner Meinung nach, sehr viel besser aussieht als vorher, wie zum Beispiel während meiner Ausstellung in Giessen, voriges Jahr:


    47002385gm.jpg


    Jetzt bin ich auf dem Punkt gelandet, wobei der ganze Uferbereich meiner Anlage, uferweise gesehen, aussieht wie die Ausgangslage für meinen Modellwasserversuch:


    47002386on.jpg


    Das würde doch bedeuten dass ich mit der Gestaltung des Ufers weitergehen kann? Oder… doch erst lieber mit dem Versuchsdiorama weiter machen und dieses anderes Modellwasser erproben? Das muss ich mir erstmal überlegen.


    Gruß,

    Walter

  • Guten Morgen Walter,

    ich bin immer wieder schwer begeistert von deiner Dokumentation. So detailliert UNS ALLE Schritt für Schritt teilhaben zu lassen:


    🏆🏆🏆 HERZLICHEN DANK 🏆🏆🏆

    Freundliche Grüße aus München


    Zierni

    (Thomas Ziernwald)

  • Bau mit Papier, Holz und Schaumstoff, es geht weiter mit der Mühle (Teil 97: Es wird flüssig)


    Hallo liebe Forumsmitglieder und -leser,


    Weil ich doch gerne sehen möchte wie das Deep Pour Murky Modellwasser von Woodland sich verarbeiten lässt und danach aussieht und weil ich eben auch das Probestück gerne mit Modellwasser gefüllt sehen möchte, habe ich mich entschlossen einer der Bereiche zu bewässern.


    Massbecher, Rührholz, Schutzhandschuhe Tüte zum Erwärmen der beide Komponenten, alles war im Packung drinnen:


    47097467im.jpg


    Beide Komponenten müssen handwarm gemacht werden. Laut Anweisung mindestens eine Viertelstunde in warmes, aber nicht kochendes Wasser „au bain Marie“ erwärmen lassen:


    47097468ki.jpg


    Danach die gewünschte Menge (zwei Teile Wasser auf einen Teil Aushärter) in den Becher giessen und zehn Minuten lang langsam rühren mit dem Holzstäbchen. Ich weiss jetzt wie lange zehn Minuten rühren dauern 😊


    Nach dem Rühren sofort anwenden. Hier der erste Eindruck sofort nach dem Ausgiessen:


    47097469ed.jpg


    Obwohl laut Anweisung die Flüssigkeit sich selbst verteilt, schien es im unterem Bereich aber erstmals anders aus:


    47097470qk.jpg


    Aber mit ein kleines Bisschen Nachhilfe mit dem Hölzlein wurde das schlicht verholfen:


    47097471np.jpg


    Was auffält und womit ich sehr zufrieden bin ist die Übergang von klar nach trüb. Es wird trüber je weiter von dem Ufer entfernt. Dieses Effekt wollte ich erreichen.


    Leider habe ich die Stelle (links, beim Reet) nicht gesehen und daher nicht nachgeholfen:


    47097472wi.jpg


    Aber auch hier ist die Übergang von klar nach trüb gut zu sehen.


    Nach völligem Ausharten (24 Stunden) konnte und wollte ich der Seitenschutz entfernen. Das Probestück hatte ich vorsichtshalber auf einen Stück Zeitung gelegt. Als ich das Stück hoch hebte, kam die Zeitung mit. Etwas hatte sich verklebt. Wieso????


    Es stellte sich heraus, dass Modelwasser aus den Löcher für das Reet getreten war. Ich hatte also nicht genügend Kleber benutzt. Zwa habe ich sicherheitshalbe diese Löcher mit Klebeband verriegelt, aber nicht genug:


    47097473wr.jpg


    Wieder eine Erfahrung reicher und ich bin gewarnt bei der spätere Verwendung in meiner Anlage.


    Jetzt konnte ich dieser Seitenschutz entfernen:


    47097474st.jpg


    Bis auf ein kleines Stückchen konnte ich alles entfernen:


    47097475qe.jpg


    Das macht mich sorgen. Das bedeutet, dass ich bei der Anwendung auf meiner Anlage dünner durchsichtiger Kunststoffstreifen benutzen werde und diese wahrscheinlich dort sitzen lassen werde.


    Was auch auffiel, war das der Wasserpegel sich am Rand, wo das Modellwasser den Seitenschutz berührte, erhoben hat:


    47097476qu.jpg


    Wahrscheinlich durch kapillare Wirkung. Ist das schlimm? Mwah.


    Auch auffallend war die superglatte Oberfläche des Wassers. Es herrschte Windstille. Ein paar Wasserpflanzen, wie z.B. Wasserlilien, werden für ein besseres Aussehen sorgen.


    Dass kann ich dann noch beim anderem Teil ausprobieren. Aber im Ganzen bin ich schon recht zufrieden mit dem Resultat. Auf jedenfall ist es viel besser als beim anderem Versuch (siehe früheres Bericht).


    Gruß,

    Walter

  • Hallo Walter,


    Vielen Dank das du uns wieder so ausführlich an deinen Erfahrungen und Versuchen teilhaben lässt !


    Ich würde versuchen an der Kante ein Stück Plexiglas als Begrenzung einzusetzen, das kann man ggf. nachher noch mit der Feile beiarbeiten, wenn

    das Harz dort wieder "hochsteigt". Wobei ich nicht sicher bin, ob dies wirklich geschehen ist, ich denke das Material hat an Volumen verloren und ist so

    zusammengesackt, sieht man auch im Uferbereich.

    Kann auch sein das dies durch das Durchsickeren nach unten geschah. Habe da mit diversen Sorten Gießharz schon die tollsten Dinge erlebt.

    Die glatte Oberfläche ist eher kein Problem, dort kannst du ja Acryl Paste aufbringen, siehe Beiträg(e) von Nycjay, welcher das in Perfektion umsetzt.


    Beste Grüße MaKo

  • Hallo Walter,


    ich habe eine Stück einer Glasscheibe mit Frischhaltefolie überzogen/galttgezogen und an der Modulkante mit Zwingen befestigt.

    Anachließend habe ich die Kanten der Glesischeibe zum Modul mit Kinderknete gut abgedichtet


    Grüße


    Karl-Heinz

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