Nachbau Nebenbahn Bayreuth - Hollfeld ?

  • Hallo Freunde der Spur 0,


    Wer hat Interesse ?


    Aufgrund des von Rene (localbahner) unter "(Wunschmodelle) Bayerisches Agenturgebäude...mit Varianten"
    im Beitrag # 127 vorgetragenen Vorschlages, Teile der ehemaligen Nebenbahn von Bayreuth nach Hollfeld
    nachzubauen, stelle ich hier die Frage in den Raum, ob es außer Rene und mir noch weitere daran interes-
    sierte Kollegen gibt ? Die dazu erforderlichen Planunterlagen liegen uns vor.
    (im o.g. Beitragsbaum wurden bereits alle Stationsgebäude - die meisten mit Bildern- von mir vorgestellt.
    und Jaffa Modellbau hat uns gestern in Gießen ja die für ein solches Vorhaben unerlässlichen Agenturgebäude
    als Prototypen vorgestellt !))


    Rene und ich haben uns gestern in Gießen getroffen und abgesprochen, diese Abfrage zu starten.
    Wer Interesse hat, möge dies bitte kund tun.


    Bitte auf diese allgemeine Anfrage k e i n e Diskussionen über Modulnormen etc.lostreten.
    (Dies wird im Falle einer Verwirklichung unter den an diesem Projekt ernsthaft Interessierten abgesprochen)


    Wer packt mit an, es gibt viel zu tun ?
    Mit den besten Grüßen
    Arnold

  • Hallo Arnold,
    ich könnte mir das gut vorstellen.
    Über Feinheiten sollte aber, wie Du schon erwähnt hast, in 'geschlossener Runde' diskutiert werden.


    Viele Grüße
    Alexander

  • hallo,


    für alle, die die oben erwähnte Nebenbahn nicht kennen (kannten),
    sich aber evtl. an einem partiellen Nachbau mit beteiligen möchten,
    werde ich in den nächsten Tagen die Strecke etwas näher vorstellen.


    Einen schönen Rest-Sonntag wünscht
    Arnold

  • Hallo Freunde,


    hier ein kurzer Anriß über das Entstehen und die Eröffnung.


    Das Gerangel um den Bau einer Bahnlinie von Bayreuth aus nach Westen begann bereits 1873
    und endete im November 1901 mit der Genehmigung über den Bau einer Localbahn von Bayreuth
    nach Hollfeld durch die K.bay.Sts.B. Die Baukosten waren veranschlagt auf rund 2.274.000 Mark.
    Am 05.März 1904 erfolgt die technische Abnahme und die Betriebsfreigabe. Die Eröffnung wurde
    vom Prinregenten Luitpold zum 12.März 1904 genehmigt und durchgeführt.


    Die Länge der Bahnstrecke beträgt 32,70 km. Bayreuth liegt 344 m, Hollfeld 385 m hoch.


    In beiden Richtungen müssen Steigungen von jeweils bis zu 1,92 % überwunden werden,
    der kleinste Bogenhalbmesser beträgt 250 m.


    14 Haltestellen wurden eingerichtet.
    - als unbesetzte Haltepunkte(ohne Ladegleis): Röhrensee - Frankenhaag - Truppach - Wadendorf - Moggendorf
    - als unbesetzte Haltestellen(mit Ladegleis): Kreuzstein - Pittersdorf - Frankenhaag
    - mit Agenten besetzte Haltestellen(Agenturgebäude und Ladegleis): Mistelbach - Obernsees - Stechendorf/Welkendorf
    - gemauerte Gebäude: - Bayreuth/Altstadt - Mistelgau - Plankenfels - Hollfeld


    Kreuzungsbahnhöfe waren: Bayreuth/Altstadt (fungierte gleichzeitig Abzweigbahnhof nach Thurnau -Kulmbach)
    Mistelgau
    Obernsees
    Plankenfels
    sowie der Endbahnhof Hollfeld


    Für den Betrieb wies die Betriebswerkstätte Weiden dem Lokbahnhof Bayreuth zwei D XI zu,
    (darunter die spätere 98 507; als letzte ihrer Gattung bei der DB ausgemustert, sie wurde
    als einzige 98.5 der Nachwelt erhalten und vor dem Bahnhof Ingolstadt als Denkmal aufgestellt)
    Beide D XI waren in Hollfeld beheimatet und übernachteten im dortigen Lokschuppen.


    Die D XI konnten Züge befördern:
    in Richtung Hollfeld mit max. 135 t (aufgrund der Steigung zwischen Mistelbach und Pittersdorf)
    in Richtung Bayreuth mit max. 150 t (aufgrund der Steigung zwischen Mistelgau und Pittersdorf)


    Ebenso war das gesamte Betriebspersonal der Strecke in Hollfeld beheimatet, dies waren nach
    Eröffnung der Linie insgesamt 10 Bedienstete:
    - 1 Betriebsleiter
    - 1 Vertreter des BL
    - 1 Lokführer
    - 1 "fahrberechtigter" Heizer
    - 2 Gehilfen im Lokschuppen- und Heizerdienst
    - 4 Beamte im Stations- u. Fahrdienst sowie als Ablöser für Bayreuth/Altstadt - Mistelgau und Plankenfels


    Auf der Strecke waren 21 schienengleiche Bahnübergaänge vorhanden; diese durften jeweils nur mit max.
    15 bzw. 10 km/h befahren werden.


    Die Reisezeit war für heutige Verhältnisse sehr lange, so dauerte die Fahrzeit zwischen Bayreuth u. Hollfeld
    bei knapp 33 km ganze zwei Stunden.


    In der Anfangszeit verkehrten täglich gerade mal 3 Zugpaare wie folgt:
    Hollfeld ab 05:15 10:27 17:00
    Bayreuth an 07:14 12:26 18:59
    Bayreuth ab 08:00 14:00 19:20
    Hollfeld an 10:00 16:00 21:20


    Im nächsten Beitrag werden die einzelnen Haltpunkte und Haltestellen(Gleispläne) vorgestellt.


    Bis dahin herzliche Grüße
    Arnold

  • Hallo Freunde,


    leider kann ich den angekündigten Beitrag über die einzelnen Stationen
    noch nicht einstellen. Keine Sorge, er kommt noch.
    Stattdessen vorab eine Darstellung der eingesetzten Triebfahrzeuge.


    Bayreuth war im Jahr 1903 -dem Bau der Lokalbahn nach Hollfeld- eine
    Lokstation der K.bay.Betriebswerkstätte Weiden.
    Es wurden zwei fabrikneue Lokalbahn-Loks für die neue Strecke zugewiesen:


    - am 03.12.1903 D XI 2729 (spätere 98 506)
    - am 10.12.1903 D XI 2730 (spätere 98 507)


    Welche der beiden den Eröffnungszug am 12.03.1904 bespannte, konnte ich
    bis jetzt nicht in Erfahrung bringen.


    Im Folgenden wird nur auf in Bayreuth stationierte Lokalbahn-, später Einheits-,
    Diesellokomotiven sowie Triebwagen eingegangen, die für die von dort aus-
    gehenden Nebenstrecken tauglich waren.


    Stationierungsnachweise in Bayreuth per:


    01.08.1914 (Beginn 1.Weltkrieg)
    D IV Pyrrhus
    D VIII 1908, 1910, 1911, 1924 (spätere BR 98.6)
    D XI 2725, 2726, 2729, 2730 (spätere BR 98.5)


    01.04.1920 (Übergang der K.bay.Sts.B. in die DRG)
    98 501, 502, 506, 507, 544
    98 673, 675, 676, 679


    01.04.1930 (Bayreuth wird selbständiges Betriebswerk)
    98 501, 502, 506, 544
    98 673, 675, 676, 679


    1931 - 1932 gaben ein Gastspiel
    98 896, 897



    Soweit für heute, in Kürze folgt Triebfahrzeuge 2
    Beste Grüße
    Arnold

  • Hallo Freunde,


    im Teil 2 die Stationierungen von 1934 bis Ende 1945


    01.01.1934
    64 019, 020, 021, 104
    98 682
    98 1028, 1029, 1030, 1031


    01.01.1940
    64 020, 021, 101
    91 732
    98 496, 512, 543
    98 1028, 1029, 1030, 1031, 1032, 1037, 1038, 1039


    01.01.1943
    86 129, 130, 159, 162
    98 496, 543
    98 1028, 1029, 1030, 1031, 1032, 1037, 1038, 1039


    01.02.1945
    86 159
    98 496, 512, 543
    98 1028, 1029, 1030, 1031, 1032, 1037, 1038, 1039


    05.04.1945
    Amerikanische Bomberverbände zerstören den Bahnhof Bayreuth und das BW
    Keine von dort ausgehende Bahnstrecke ist mehr befahrbar.


    08.10.1945
    Die Nebenbahn nach Hollfeld ist endlich wieder befahrbar.


    Soweit für heute, in Kürze gibt es Triebfahrzeuge 3
    Grüße
    Arnold

  • Hallo,


    heute die Zeit von 1948 bis 1965


    01.02.1948
    64 092, 242, 298, 385
    98 496, 532, 543
    98 1028, 1029, 1030, 1031, 1032, 1037, 1038, 1039


    01.07.1950 (die 98.10 sind komplett abgegeben und durch 98.11 ersetzt)
    64 039, 092, 102, 242, 245, 298
    98 496
    98 1113, 1116, 1119, 1121, 1123, 1124, 1125, 1126, 1127, 1128


    30.06.1956
    Abstufung des BW Neuenmarkt-Wirsberg zu Außenstelle des BW Bayreuth
    mit Übernahme von:
    98 1104, 1129
    V 20 060
    Köf 4667, 6139
    VT 95 9256 - 9260


    01.07.1956
    64 039, 090, 092, 106, 150, 242, 391, 418, 427
    98 1104, 1113, 1116, 1119, 1121, 1123, 1124, 1125, 1126, 1127, 1128, 1129
    V 20 060
    VT 95 9256 - 9260
    Köf 4667, 6139


    Ende der 50-er Jahre wurden die Schienen durchgehend verschweißt. Es war für mich
    ein Erlebnis der besonderen Art, dem Schienenschleifzug zuzuschauen, der -bespannt
    von zwei Loks der BR 50- seine Arbeit zwischen Plankenfels und Wadendorf verrichtete.


    15.12.1961
    mit der Umbeheimatung der 98 1125 zum BW Schweinfurt ging die
    Aera der bayerischen Lokalbahnlokomotiven
    beim BW Bayreuth nach
    67 Jahren
    unwiderruflich zu Ende (1894 - 1961)

    10.03.1965
    Mit Ausmusterung der 64 427 endeten die Unterhaltung und der Einsatz von nebenbahngeeigneten
    Dampflokomotiven durch das BW Bayreuth


    Fortan übernahmen 64-er der BW´s Kirchenlaibach und Weiden noch Dienste auf den
    von Bayreuth ausgehenden Nebenbahnen.


    Die Strecke nach Hollfeld wurde "verdieselt", sie hatte gerade noch 10 Jahre vor sich.


    Soweit für heute, Teil 4 folgt


    Grüße
    Arnold

    Edited once, last by 98 1125: Fehlerkorrektur ().

  • Hallo,


    obwohl mich nur die Stationierung von nebenbahnfähigen Dampfloks
    interessiert hat, noch ein kurzer Überblick über die Diesel-"Fraktion".


    Ab dem Zugang der ersten V 100 (V 100 1187) am 29.03.1962 und von
    fünf VT 95 (VT 95 9256 - 9260) am 01.07.1965 wurden die Dampfloks
    ständig fortschreitend ihrer Leistungen beraubt.


    Bestand an Diesel-TFZ ab Ausscheiden der Dampflok der BR 64 (64 427):


    15.09.1966
    03 x V 60
    14 x V 100
    12 x VT 95
    03 x Köf II
    01 x Köf III


    01.03.1969
    12 x 211
    01 x 245
    04 x 260
    01 x 791***
    13 x 795
    03 x 323
    02 x 332


    *** Die Firma Waggonfabrik Uerdingen entwickelte Ende der 60-er Jahre ein Nachfolgemodell
    für die Reihen 795 und 798. 1968 wurde die als 791 001 / 991 001 bezeichnete Garnitur dem
    BW Bayreuth zum Probeeinsatz auf den Nebenstrecken nach Hollfeld und Thurnau zugeteilt. Die
    DB übernahm die Garnitur nicht; sie wurde als Ym 7 an eine dänische Bahngesellschaft verkauft.
    Hier ein Bild in Bayreuth/Hbf(Foto Gerd Hutschreuther)



    28.09.1974
    Einstellung des Personenverkehrs Bayreuth - Hollfeld

    064 415-3 des BW Weiden bespannte den Abschiedszug,
    hier bei der "letzten" Ausfahrt aus Plankenfels (Foto: A. Schneider)



    Der Ordnung halber wird noch angemerkt, daß das BW Bayreuth zum 31.10.1981 aufhörte zu existieren.
    Es war nun Außenstelle des BW Hof. Lediglich für anfallende Rangieraufgaben verblieb eine Köf in Bayreuth


    Das Kapitel Triebfahrzeuge ist damit abgeschlossen.
    Weiter wird es gehen mit den Gleisplänen der einzelnen Bahnhöfe; Haltestellen und Haltepunkte.


    Bis bald
    Grüße
    Arnold

  • Hallo Freunde,


    bei der Ortsangabe des Bildes der 791 / 991 - Garnitur ist mir ein Fehler unterlaufen.
    Die Aufnahme von Gerd Hutschreuther ist nicht in Bayreuth/Hbf entstanden; es handelt
    sich meiner Meinung nach um den Bahnhof Kulmbach.(Der Triebzug scheint an diesem
    Tag die Relation Bayreuth - Thurnau - Kulmbach bedient zu haben)


    Beste Grüße
    Arnold

  • Hallo,


    Schande über mein Haupt,..........daß ich -als eingefleischter Dampflok-Fan- in der Hektik ausgerechnet
    "meinen Lieblings-VT" im Teil 4 zu nennen vergessen habe !


    Ab Mitte der 60-er Jahre versuchte die DB, der Nebenstrecke noch einmal mehr Attraktivität zu geben,
    indem sie die neuen VT 24 (später 624) des BW Nürnberg von Bayreuth aus u.a. auch nach Hollfeld einsetzte.
    Aber auch dieses Bestreben vermochte das schleichende Sterben der Strecke nicht mehr aufzuhalten;
    die Straße hatte den Kampf gegen die Schiene zu diesem Zeitpunkt längst für sich entschieden.....leider !


    Da ich kein Bild des VT 24 auf der Nebenbahn auftreiben konnte, als Ersatz mein BEMO VT 24 in HO:



    Genug für heute, bis bald
    Grüße
    Arnold

  • Hoi Spur nul freunden,


    Die VT 624 das is eine Modell was die Firma Lenz von mir muchte ausbringen für die spur nul. Past auf sehr veile anlage sehr gut, Mit zwei oder dreiteilig oder vierteilig. Ich haufe das Lenz diese treinstel wollte ausbringen.


    Mit freundliche grüssen,


    bernhard 67

  • Hallo Bernhard1967,


    danke für Deine Ausführungen zum VT 24.


    Ich selbst zähle mich zu den eifrigen Lesern Deiner Beiträge.
    Ich möchte Dich und alle anderen Spur 0 Freunde aber inständig
    darum bitten, meiner im Eröffnungsbeitrag vorgetragenen Bitte,
    keine Diskussionen hier anzuregen bzw. zu führen, die mit dem
    von mir eröffneten Beitragsthema nichts zu tun haben.


    Deshalb bitte ich alle Spur 0 Freunde, diesen meinen Wunsch zu
    aktzeptieren, damit nicht, wie in letzter Zeit häufiger geschehen,
    ein Ursprungsbeiträge komplett zerrissen wird.


    Ich bitte daher noch einmal höflichst darum, nur Beiträge mit
    direktem Bezug zu dem von mir eröffneten Thema einzustellen.


    Nix für ungut, Bernhard1967
    und herzlichen Dank an alle für die rege Teilnahme an dem Beitrag


    Herzliche Grüße an alle
    Arnold

  • Hallo Freunde der Spur 0,


    nachdem die Gartenarbeit in den letzten Tage ihren Tribut gefordert hat, komme ich heute wieder dazu,
    weiter zu berichten. Wie angekündigt, geht es nun mit den Gleisplanskizzen der vorhanden gewesenen
    Haltestellen und Anst. weiter.


    Km 00,0
    Ausgangsstation Hauptbahnhof Bayreuth; die Nebenbahn(en) nach Hollfeld (und nach Thurnau) benutzte(n)
    vorerst die Hauptstrecke Richtung Schnabelwaid - Nürnberg


    Km 01,6
    die Hauptstrecke nach Nürnberg wird beim Abzweig "Kreuzstein" im Bogen nach rechts verlassen


    Km 02,0
    Haltestelle "Kreuzstein"
    hier befanden sich auch zwei Anst; ein Tanklager und eine Schrottfirma


    Km 02,6
    hier befand sich die Anst. "Städt. Gaswerk Bayreuth"


    Km 04,1
    hier befand sich die Anst. "BayWa"



    Soweit für heute, im nächsten Teil stelle ich den Trennungsbahnhof Bayreuth-Altstadt vor. Hier trennten sich
    die Nebenbahnen nach Hollfeld und nach Thurnau-Kulmbach


    Bis bald
    Arnold

  • Hallo,


    weiter geht es (mit dem für mich interessantesten Bahnhof der ganzen Strecke).


    Km 05,3
    Trennungsbahnhof "Bayreuth-Altstadt"
    Hier trennten sich die Strecken nach Hollfeld und Thurnau/Kulmbach. Ebenso fungierte er als Kreuzungsbahnhof.
    Die Verzweigung der beiden Streckenäste erfolgte mittels eines "Hosenträgers". Die Ladestraße war mit vier Weichen
    angeschlossen. Hier wurden überwiegend ankommende Güter für ansässige Brenstoffhändler umgeschlagen.
    (Kohle; Koks; Briketts;später Heizöl) Das in der Skizze obere Gleis war das Aufstellgleis der Anst. eines größeren
    Lagerhauskomplexes. Die Zufahrt dorthin konnte ausschließlich aus diesem Gleis erfolgen, da hierfür nur eine einfache
    Kreuzung vorhanden war. (Das ergab und ergibt auch im Modell wunderbare Rangiermanöver!)
    Das Streckengleis war gegen die Anst. durch eine lagerhausseitig liegende Schutzweiche abgesichert.
    Der Bahnhof war als einziger der gesamten Strecke mit drei zweibegriffigen (bay.) Einfahrsignalen versehen;
    Ausfahrsignale waren nicht vorhanden. Die Signalstellung des Einfahrsignals aus Richtung Hollfeld wurde aufgrund
    schlechter Einsehbarkeit durch ein zwei-begriffiges Vorsignal angezeigt.


    Mit Ausfahrt aus diesem Bahnhof verließ die Strecke das Stadtgebiet.


    Km 05,8
    Anst.; gemeinsam sowohl für die "Aktion-Ziegelei" als auch für die Ziegelei "Wölfel"



    Die schematische Gleisplanskizze:




    Noch einige Bilder von der Station



    als noch Betrieb nach Hollfeld stattfand (Foto A. Schneider)



    064 415-3 mit dem "Abschiedszug" Richtung Hollfeld fahrend am oben erwähnten Vorsignal
    (Bildautor Helmut Dahlhaus)




    Einstellung des PV-Verkehrs 28.09.1974 (Bildautor "Röhrensee")
    064 415-3 Tender Voraus in Richtung BT/Hbf stehend



    Von BT/Hbf kommend gesehen(Bildautor "Röhrensee")




    aus der gleichen Richtung (Bildautor "Röhrensee")
    Gleis 1 (Thurnauer Gleis) ist bereits entfernt




    aus der gleichen Richtung (Bildautor "Röhrensee)
    Die Strecke nach Thurnau (rechts) ist schon "zurückgebaut"




    aus Richtung Hollfeld gesehen (Bildautor "Röhrensee")
    Nun ist auch die Strecke von Hollfeld bis hier "rückgebaut"




    Soviel zu Bayreuth-Altstadt, das übrigens bei Eröffnung der Bahnstrecke noch offiziell den Namen "Bayreuth-Altenstadt" trug.


    Grüße und bis bald
    Arnold

  • Hallo Freunde,


    Unser Zug hat Bayreuth-Altstadt verlassen und fährt bis zur Endstation ausschließlich durch
    ländlich geprägtes Gebiet.


    Km 06,9
    "Fantasie-Eckersdorf" ( wurde erst 1907 - 4 Jahre nach Eröffnung der Bahn - eingerichtet)
    Haltpunkt ohne jegliche Unterstellmöglichkeit; kurzer Schüttbahnsteig am Streckengleis.
    War die meiste Zeit seiner Existenz ein "Bedarfshaltepunkt".



    Km 09,4
    "Mistelbach (Ofr)"
    Bay. Agenturgebäude mit Güterboden rechts vom Gleis aus gesehen
    mittels dreier Weichen angeschlossene Ladestraße
    ankommende Fracht meist landwirtschaftliche Bedarfsgüter und Brennstoffe
    abgehende Fracht überwiegend land- und forstwirtschaftliche Güter


    Die schematische Gleisplanskizze




    Leider liegt mir zu dieser Haltestelle kein Bild vor, am ehemaligen Bahngelände erinnert jedoch eine Bildstele
    an die Eisenbahnzeit. Von dieser Stele habe ich ein Bild gemacht. Da das Bild sich unter Plexiglas befindet,
    ist die Qualität sehr schlecht. Ich stelle es trotzdem ein, da eine 98.11 mit ihrer wunderschönen bayerischen
    Wagengarnitur zu erkennen ist. Das Bild entstand ca. 1950; der Bildautor ist mir nicht bekannt.




    Soweit für heute.
    Im nächsten Beitrag erreicht unser Zug die höchstgelegene Haltestelle der Strecke.


    Herzliche Grüße
    Arnold

  • Hallo Detlev(dry),


    bei meinen bisherigen (und auch weiteren) Gleisplanskizzen komme ich immer von
    links her aus Richtung Bayreuth Hbf und nach rechts geht es immer Richtung Hollfeld.
    Insofern stimmt der Plan von Bayreuth-Altstadt und ist keinesfalls gespiegelt dargestellt.


    Liebe Grüße nach Bamberg
    Arnold

  • Hallo Arnold,


    vielen Dank für Deine Ausführungen.


    Es scheinen jedoch mehrere Anschlüsse zwischen Kreuzstein und Altstadt zu fehlen. Ungefähr auf Höhe der Ludwig-Thoma-Brücke zweigte ein Anschlussgleis zu einem Holzhandel in Fahrtrichtung Hollfeld nach rechts ab. Spuren hiervon waren bis zum Neubau einer Halle vor wenigen Jahren noch zu erkennen. Nur wenig weiter scheint sich auf der linken Seite ein Anschluss einer Spedition befunden zu haben. Als diese im Herbst abgerissen worden ist, kam dort ein alter Flachwagen zum Vorschein, dessen Verbleib mir nicht bekannt ist. Von welcher Richtung (ob von Kreuzstein oder von Altstadt kommend) der Abzweig erfolgte, ist mir nicht bekannt. Auf GoogleMap (im Satellitenmodus) sieht es so aus, als ob auf der anderen Seite des Holzhandels auch noch ein weiterer Anschluss in einem weiten Bogen von fast 90° in Richtung Leuschner-Straße (tedox?) führte. Ist das eventuell der von Dir als BayWa-Anschluss bezeichnete Anschluss?


    Auf der Karte, auf die Detlev verwies, gibt es einen Haltepunkt "Röhrensee". Kannst Du dazu etwas sagen? Befand er sich vor oder hinter der Brücke über den Röhrensee? Gab es ein Wartehäuschen oder dergleichen?


    Zu den Fotos von Altstadt: Irgendwie scheint die Anordnung und Richtung der auf den Fotos sichtbaren Weichen nicht mit dem Gleisplan übereinzustimmen. Insbesondere müsste der "Hosenträger" weiter nach rechts verschoben werden. Das Besondere des "Hosenträgers" war, dass die streckenseitigen Weichen Bogenweichen waren, wie auf dem Foto mit dem bereits rückgebauten Thurnauer Ast sehr schön sichtbar ist. Außerdem scheint die Weichenanordnung auf dem Bahnhof im Laufe der Jahre geändert worden zu sein. Erst bei / nach Demontage des Thurnauer Gleises?


    Zum Foto von Mistelbach: Im Buch "Bayreuth und die Eisenbahn" ist dieses Foto auch enthalten, leider nur sehr klein und daher qualitativ auch kaum besser. Als Aufnahmedatum ist 1952 angegeben.


    Viele Grüße


    Gert

  • Ich bin zwar thematisch völlig anders orientiert, bewundere aber die stringente Vorausplanung dieses Unternehmens. Eine thematisch absolut "reine" Modulanlage wäre mal etwas ganz Besonderes. Ich wünsche dem Unternehmen einen guten Erfolg!

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!