Bayerisches Agenturgebäude im Harz


  • Das soll ein Bayerisches Agenturgebäude sein? Jawohl, meine Herren. Das 1:45-Modell des Rehbergergrabenhauses, einem beliebten Wanderziel in der Nähe von St. Andreasberg im Harz, wurde von BAE-Clubmitglied Dieter zuhause im Bayerischen Wald gebaut. Jetzt steht es an der BAE-Zweigstrecke von Sonnenberg nach St. Andreasberg. Es handelt sich jedoch um kein bahneigenes Gebäude, sondern eben um eine Waldgaststätte, deren Wirt als Bahnagent unter Vertrag steht. Als solcher muss er Fahrkarten verkaufen, gelegentlich Zugmeldungen abgeben, Weichen (von Hand) stellen und die in Richtung Sonnenberg fahrenden Züge gemäß SbV abläuten.
    Somit sollte klar geworden sein, dass es sich erstens um ein Agenturgebäude handelt und zweitens, dass es bayerisch ist. Dass es ein Agenturgebäude ist, erkennt der kundige Besucher an dem Schild, dass auf den Ort des Fahrkartenverkaufs hinweist:




    Außerdem sehen wir hier einen der wenigen Hingucker auf der Anlage. Es handelt sich um Gustav, dem Grabenhaus-Faktotum, der hier sehr interessiert hinschaut, was es zu essen gibt.


    PS: Falls es noch nicht bekannt sein sollte: Die Braunlage-Andreasberger Eisenbahn (BAE) verkehrt im Harz und ist, wie alle Bahnen dort, meterspurig.

  • Hallo Harznullemmer,


    Gratulation zu dem prachtvollen "Bayerischen Agenturgebäude" im Harz.
    Nur gut, daß der Erbauer dieses Gebäudes nicht für die unter den "Sparzwängen"
    des beginnenden 20. Jahrhunderts leidenden K.Bay.Sts.B. ein solch großzügig
    geplantes Gebäude entworfen hat. Man hätte ihn wahrscheinlich in´s Exil
    -vermutlich in den Harz- geschickt.
    Nichts desto Trotz: ein wunderbar gelungenes Gebäude.


    Mit den besten Grüßen in den Harz aus Franken(in Bayern) von
    Arnold,


    der bisher glaubte, alle ehemaligen bayerischen Agenturgebäude nördlich des
    Weißwurstäquators zu kennen und wieder etwas dazu lernen durfte.

  • Hallo Otto,


    mit dem Rehbergergrabenhaus rennst du bei mir ja alle offenen Türen ein! In diesem Fall jedoch eher die Fenster!!!
    Ich wünschte, Jaffa würde die in diesem Haus so hervorragend gelungenen Harzer Schiebefenster mit Rahmen herausbringen. Habe reichlich dieser herrlichen Fenster bei meinem Herbstbesuch in Clausthal-Zellerfeld bewundern können, die sind absolut nachahmenswert! Was mich jedoch wundert ist, dass es diese auch sogar bei einem bayerischen Agenturgebäude gegeben hat... :D


    Absolut gelungenes, tolles Modell.


    Grüße an die BAE sendet

    Hans
    der Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - sowohl Regelspur als auch auf der Meterspur... ;)

  • Ich wünschte, Jaffa würde die in diesem Haus so hervorragend gelungenen Harzer Schiebefenster mit Rahmen herausbringen.

    Möglicherweise geht dein Wunsch in Erfüllung. Jaffa has sich nämlich von mir das im folgende genannte Buch ausgeborgt. Im Harz- und Harzbahnforum (http://115518.homepagemodules.de/t579f74-Harzer-Fenster.html) schrieb ich:


    Laut Hans-Günther Griep "Das Bürgerhaus der Oberharzer Bergstädte"(Tübingen 1975) - ein sehr wissenschaftlich konzipiertes Werk, gibt es sowohl das Oberharzer Schiebefenster als auch das Unterharzer Schiebefenster,
    wissenschaftlich feststehende Begriffe. Das Oberharzer Schiebefenster
    ist horizontal geteilt (etwa mittig) und die untere Hälfte, der
    Schiebeflügel, wird zum Öffnen nach oben hinter die obere geschoben und
    kann in mehreren Stellungen einrasten.


    Hier noch Bilder aus CLZ:



    Dies sind echte Oberharzer Schiebefenster, wie man leicht erkennen kann, denn die untere Hälfte liegt hinter der oberen und kann hinter
    dieser hochgeschoben werden. Beide Fenster sind am Dietzelhaus in Clausthal-Zellerfeld zu finden (heute Tourist-Information in Zellerfeld) Das linke ist zwar ein modernes Kunststofffenster, aber eine technisch einwandfreie Nachbildung des Schiebefensters.


    Wenn Jaffa dieses Buch heim trägt, was kann das bedeuten?

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