Lötübungen

  • Hallo Bastelkollegen


    Hier will ich euch mal meine ersten Versuche im Löten vorstellen.


    Ziel soll sein, Nafets Kleinloktransportwagen und später eine RL3 einigermassen ansehnlich fertigzustellen.


    Als Übung hatte ich schon mal den Unterstand von Petau zusammengelötet. Herr Petau hat in seiner Beschreibung empfohlen,
    alles nicht so ordentlich aussehen zu lassen. Das ist mir sehr gut gelungen:-)))


    Jetzt hatte ich mir noch einen Bausatz bestellt, wo sauberes arbeiten gefragt war und den Ziege ich euch jetzt:


    Wie ihr eindrücklich sehen könnt, hat das mit dem sauberen Arbeiten noch nicht so gut geklappt.
    Für die Zukunft will ich die Nacharbeiten natürlich wesentlich geringer halten.
    1. Ich hab immer so schwarze Stippen in der Lötnaht, warum?
    2. Benutzte das Lötöl von Ndetail, das geht eigentlich sehr gut.
    3. Hab ich zum Schluss alles grundiert - aus der sprühdose - und es sieht eigentlich gut aus, wie man auf dem letzten Bild sehen kann.


    Also was ich eigentlich fragen wollte: sehen eure Rohbauten auch so aus wie meine. Oder ordentlicher?


    Ich bitte um deutliche Worte, damit ich was lernen kann.


    Danke fürs prüfen


    Ps: hoffentlich sieht das mein Lötlehrer hier aus dem Forum nicht!

    Edited once, last by Bernd Urban ().

  • Hallo Bernd,


    das Lötöl von Ndetail benutze ich auch, es lässt das Lötzinn gut fließen! Zum Löten von Messing- oder Neusilberblechen nehme ich auch das Lötzinn von Ndetail. Die Lötstation stelle ich auf mindestens 400° ! Als Arbeitsplatte habe ich eine Glasscheibe. Mit dem Lötkolben schmelze ich mir einen Zinntropfen ab und lassen ihn auf die Glasscheibe klatschen, von diesem Klecks nehme ich dann immer kleine Zinntröpfchen auf und punkte erst mal die zu verlötenden Teile zusammen, dabei vorher immer schön Lötöl mit dem Pinsel drauf streichen. Wenn zwei Teile zusammen haften, dann wieder Lötöl drauf streichen und jetzt etwas mehr Zinn auflöten. Das Zinn muss gut verlaufen und spiegelblank werden. Zum Schluss mit dem Dremel und den blauen Schleifscheiben die Lötstellen (sofern man dran kommt) glatt verschleifen. Mit Spiritus und Lappen kann das überschüssige Lötöl von der Glasscheibe und dem Arbeitsstück entfernt werden. Übrigens: den Schwamm an der Lötstation in Wasser tränken, in ihm lässt sich zwischendurch die heiße Lötspitze blitzblank reiben! ( früher wusste ich nicht mal wofür der Schwamm war).


    Bei mir gibt es, im Gegensatz zu früher, keine schwarzen Ränder und kein poröses Zinn mehr!


    Deine Lötarbeiten sehen doch auch schon gut aus! Weiterhin viel Erfolg.

    Gruß, Wolli ---> wünsche allen HP1 !

  • Hallo Wolli


    Danke für Deine Tipps. Das mit der Glasscheibe werde ich morgen gleich mal ausprobieren.
    Ich versuche immer vom Zinndraht was abzunehmen, seh dann nichts an der Spitze und nehm noch mehr Zinn.
    Ergebnis - riesen Lötstelle! Mein Schwamm hat schon gekokelt, weil ich ihn trocken benutzt habe. Erzähl das aber keinem! :)
    Mit eurer Hilfe wird das schon. Und vor allen Dingen macht es sehr viel Spass.

  • Hallo Bernd,


    es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Verlöte für Metalle auch nicht unbedingt Lötdrähte, die für Kabel gedacht sind. Die Lötzinnfäden von Ndetail sind besser geeignet (Legierung !). Eine Restglasplatte hat jeder Glaser auf Lager.


    Viel Spaß - das wird schon ! :)

    Gruß, Wolli ---> wünsche allen HP1 !

  • Hallo Bernd,


    kleiner Hinweis.
    Schau mal auf der Verpackung vom Lötzinn nach, ob es mit Flußmittel ist (Elektroniklötzinn) dann sind die schwarzen Ränder normal.
    -> falls JA dann lieber beim näcsten Kauf welches ohne nehmen, den Rest kannst Du aber ruhig verarbeiten.


    Ich würde Dir dringender empfehlen die fertigen Modelle vor dem Grundieren zu Sandstrahlen.
    Falls Du Dir eine kleine Sandstrahlkabine selber machen möchtest ein interessanter Link. Dadurch wird das Modell auch in Ecken sehr gut sauber, in die man schlecht mit dem Lappen oder Dremel kommt und die Grundierung haftet besser!


    Ansonsten kann ich Wolli nur zustimmen, das mit "... kein Meister...! ;)


    Gruss
    Kpt. Blaubär

  • Hallo Bernd,


    um wenig, aber immer noch genug Lötzinn an die Lötstelle zu bringen mache ich folgendes: beide Lötstellen mit Lötwasser einpinseln, anzulötendes Teil positionieren, vom Lötdraht kleine Stücke abzwicken und an die zu verbindende Naht legen. Das anzulötende Teil mittels geeignetem Halter (Zahnstocher o.ä.) in Position halten. Dann mit dem Lötkolben, bei stärkeren Blechen mit der Flamme die Verbindung erhitzen - das Lötzinn läuft fast von selbst in die Verbindung. Spart Lötzinn, weniger Nacharbeit, mehr Freude über das Ergebnis. Bei Flammenlötung halte ich dann mit einem Schraubendreher o.ä.


    Viel Erfolg!


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas O. aus F. am M.


    P.S. Die Lötunterlage aus Keramik, die Du benutzt, nehme ich ebenfalls.


    Th.O.

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