[Schmalspur] Тy2 (deutsche Transkription TU2)

  • Hallo miteinander


    In meinem Profil ist ja schon vermerkt, dass ich in gewisser Weise „Waldbahn-affin“ bin (der Bericht über die OMZ122f geht ja auch in diese Richtung) und hier nicht Nordamerika im Fokus habe, sondern in Europa bleibe und auch noch etwas nach Osten Ausschau halte.
    So sind natürlich auch die vielen russischen Dieselloks (Tu2, Tu4, Tu6, Tu7, Tu8) „auf dem Radar“.
    Immer wieder „kreisen Gedanken und Lösungsansätze“ mit den Loks durch die Software Brain2.0 - mal mehr mal weniger konkret.
    Mit der Tu4 beschäftige ich mich ja schon eine ganze Zeit - und habe diese auch schon „im Rechner“.

    Aber es gibt immer noch was zu ändern/anzupassen an neue Erkenntnisse des 3D-Drucks, so dass es noch nichts Reales gibt - bin aber hoffnungsvoll, dass es demnächst hiermit weitergeht.
    Nun - die Tu4 soll hier aber auch nicht das Thema sein . . .
    Auf der letztjährigen NUSSA in Stadtoldendorf tauchte(n) völlig unvermittelt 8o ein - nein - zwei Modelle der Tu2 auf- gut, dass ich da noch nicht angefangen hatte konkret zu konstruieren.
    Entwickelt wurde das Modell von Thomas Heller und gefräst von Ralf Stass. Vieles über ihre Motivation und die Konstruktionsweise ist im Schmalspurforum nachzulesen.


    Da konnte ich nicht widerstehen (die Konstruktion ist einfach auch Klasse - alleine die Drehgestell-Nachbildung- super!) und musste die beiden um einen Bausatz „erpressen“.
    Etliche mail- und Bilderwechsel zum Zusammenbau später . . . präsentiert sich nun der Lokkasten in diesem Zustand.


    Durch die runde Form der Front und am Dach ist einiges an Schleifarbeit notwendig (Ralf und Thomas realisierten das mit mehreren Lagen Polystyrol und etwas Modellspachtel und Schleifen) - da habe ich beschlossen - ich mach mir die Front als 3D-Teil, und beschränke das Spachteln und Schleifen auf das Anpassen der Front an den „Rumpfkasten“. Auch hier leisteten die Schmirgelhölzer von Fischer wieder gute Dienste - und ich kann bestätigen, das Schleifpapier ist wasserfest und der Leim auch. Und wenn 25 cm mal zu lang sind -> durchgesägt und dann sind’s handlich.
    Der Vergleich der beiden Fronten


    Die Drehgestelle sind mittlerweile auch weitgehend fertig - und präsentieren sich so:



    Für die farbliche Behandlung habe ich mir mal diese Washing-Farben der Militärfraktion besorgt. Es gibt da auch zwei Sets die für Eisenbahnaltern (eines für Loks und Wagen eines für Fahrwerk) zusammengestellt wurden.
    Danach habe ich die Drehgestellblende mit einer Brühe aus Beige und grau noch übernebelt - und zum Schluss die Kanten mit grauer Acrylfarbe gedrybrusht (oder drygebrusht? -> anyway . . . )


    Für die Drehgestelle habe ich dann noch für uns alle die Spiralfedern konstruiert und drucken lassen.


    Viel Stützmaterial für diese kleinen Teile. :whistling:



    to be continued . . .
    gruss dry

    Edited 2 times, last by dry: 1. links korrigiert 2. Präfix erstellt ().

  • Hallo Thomas


    Nachdem Du deine 2. Ty2 in "Angriff" genommen hast, und diese wie von Dir gewohnt in gepflegtester Weise entsteht, habe auch ich meine 2. Ty2 wieder vorgekramt. :D
    Jedoch ist meine gerade mal im Rohbau des Gehäuses fertig geworden und muss nun etliche Schleiforgien über sich ergehen lassen. 8o
    Nachdem ich Deine Neue nun auf verschiedenen Bildern begutachten konnte, habe ich mich auch an das neue Farbkleid gewöhnt. :thumbup:
    Warum es so lange gedauert hat, bis ich mit dem Bau meiner Zweiten begonnen habe?
    Das liegt darin begründet dass ich vor lauter Fahrvergnügen vermischt mit Stolz und Freude überhaupt keine Zeit hatte mich der Zweiten zu widmen! :rolleyes:
    Aber das wird sich ja nun ändern, und weil es zwischendurch immer etwas Trockenzeit braucht, werde ich den Sound derweil auf einen ESU L Decoder packen und mit verschiedenen Lautsprechern experimentieren.
    Auch wenn meine Ty2 farblich so aussehen soll wie die erste, vom Klang her soll sie sich auf jeden Fall von der ersten Ty2 unterscheiden. Ich erhoffe mir durch den L Decoder einen noch besseren (tieferen) Klang aus dem Sondprojekt heraus holen zu können.....


    Bin schon auf weitere Bilder Deiner Lok gespannt!


    Gruß, Ralf

    Alle sagten DAS GEHT NICHT...dann kam einer, DER WUSSTE DAS NICHT UND HAT'S GEMACHT.

  • Hallo,


    es geht auf die Zielgherade!


    Für die Kondensatoren des Pufferbaustein wurde ein kleines Podest gefrickelt, damit diese nicht so freischwebend über den Drehgestellen "liegen".
    OH - eine dann erfolgte Montage des Gehäuses auf das Fahrwerk klappte plötzlich nicht mehr :huh: - und mit Druck wollte ich da nicht weitermachen. Schnell stellte sich heraus, dass nun die Kondensatoren an einer Innenwand anstießen. Also Flex eingespannt und voooorsichtig zwei/drei Millimeter der Wand gekappt.


    Jepp - das war's.


    Nun kam der "Freundeskreis des strukturierten Kabelverhaus" zum Zuge und werkelte (und fluchte) fleißig vor sich hin, galt es doch die Leitungen zu den Lampen "sinnvoll" zu verlegen. Und auch einen kleinen Stecker zum Demontieren vorzusehen – das gelang zur Zufriedenstellung des Werkleiters.


    Und nun ist der Luftpinselschwinger am Werk. Den irritiert gerade, dass der Luftschlauch vom Kompressor zur Airbrush wohl dem Lebensende entgegensieht, da er eingerissen ist. Gut 8) - schneidet man ein Stückchen ab und schiebt das wieder über den Gewindestopfen. Nächster Tag gleiches Malheur - und heute schon wieder. Anscheinend verlassen die letzten Weichmacher das Schläuchlein . . :?
    Aber trotz aller Widrigkeiten steht sie nun so da.



    Fast könnte man rufen: "Jaaa - es ist eine Junge . . . ." ;)


    Gruß dry

  • Hallo,


    so – „der Knabe“ hat sich noch eine Jeans angezogen, die hält er mit einem gelben Gürtel fest – und eine gestreifte Krawatte ziert nun das hellblaue Hemd.


    Ganz so hellblau kam mir die Lok dann doch recht langweilig vor und da es auf der - leider nicht mehr verfügbaren - Web-Seite von Paul Engelbert ja jede Menge Farbvarianten hatte (die ich glücklicherweise vorher abgespeichert hatte) fand ich auch eine, an der ich mich orientieren konnte.


    Obenherum wurde dann noch „eingesaut“ und dann sollte noch eine Schicht Klarlack das ganze etwas versiegeln. Ja – und da war es wieder, das Spinnwebenproblem beim Klarlack. ?( Aber eine kurze Recherche ergab die Lösung, nicht mit Nitro sondern mit Terpentinersatz verdünnen – dann klappts. 8o
    So ist die Lok nun fast fertig, es fehlen noch Griffstangen, Türgriffe und ein Horn.
    Leider fand ich erst nach den Aufnahmen die Glasscheibe und den Rahmen für die obere Lampe – warum dem so ist, wäre eine längere Geschichte; daher halt nur so – zwischenzeitlich sind diese auch schon montiert.


    Ab Mittwoch bekommt sie Auslauf. :thumbup:







    Gruß
    dry

  • Moinsen!


    Lang ist's her ... dass ich das erste Modell der Tu2 im Maßstab 1:45 konstruiert habe. 2016 war es und die Eckdaten waren so gesteckt, dass ein Serien-Fahrwerk aus dem H0-Bereich Verwendung finden sollte und die Teile allesamt auf der CNC-Fräse entstehen sollten. Da waren natürlich Kompromisse nicht zu vermeiden, dennoch ist ein ansehnliches Modell dabei entstanden, wie ich meine.


    Nun hat mich seitdem aber immer die Idee umgetrieben, die Tu2 nochmal neu zu konstruieren, diesmal aber so nah wie möglich ans Original gerückt.


    Hier zwei Fotos der ersten CAD-Zeichnungen:




    Jedes Drehgestell wird über einen eigenen Motor angetrieben werden. Die ersten (Probe-)Drucke sind bereits erfolgt und ich denke, dass ich in etwa einer Woche zumindest ein rollfähiges Funktionsmuster vorzeigen kann. ;)


    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Moinsen!


    Virtuell kann ich schon mal alles zusammensetzen und auch die Wirkung der geplanten Lackierung (angelehnt an die BR120 der DR) prüfen:



    Derzeit sind die Antríebsteile im Zulauf, sowie die Frästeile in Bearbeitung. Das Lokgehäuse wurde auch bereits gedruckt, diesmal bei einem befreundeten Kollegen, da mein Drucker zu klein ist um das Gehäuse im Ganzen darauf drucken zu können.


    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Hallo Thomas,

    sehr schön, was Du uns hier zeigst. Ich finde interessant, dass Du mit TurboCAD arbeitest. Ich mag das Programm sehr und arbeite gelegentlich immer noch mit meinem TurboCAD 16Pro, wenn es um 2D-Geschichten geht. Die V80 habe ich auch mal mit TurboCAD gemacht, aber da hatte ich dann irgendwann Rundungsfehler im Modell, und das war nicht mehr zu retten.


    Arbeitest Du mit der Teilestruktur? Und verwendest Du Parameter? Ich finde, wer sich mit der 3D-CAD-Konstruktion beschäftigen will, sollte durchaus mal TurboCAD in Erwägung ziehen. Mit diesem Programm kann man sehr viel machen, Ätzfilme, aber auch 3D-Modelle wie Dein "hässliches Entlein". Das Preis-/Leistungs-Verhältnis ist, wie ich finde, sehr gut.


    Ich bin gespannt auf Bilder der fertigen Lok, wenn ich sie auch, wie ich Dir schon sagte, grottehässlich finde. Da erlaube ich mir eine andere Meinung. Deine Umsetzung ist ja trotzdem sehr gut gelungen! Kompliment.


    So, Mittagspause vorbei, die Arbeit ruft wieder....


    Allen einen Guten Start in die Woche und Dir weiterhin viel Spaß mit der Tu3!


    Gruß

    Torsten Frieboese

  • Moinsen!


    Heute kamen die beiden (!) gedruckten Gehäuse für die Ty2 bei mir an. Druckzeit pro Gehäuse gute 20 Stunden. Wie zu erwarten gibt es ein paar Stellen die nachgebessert werden müssen, im gros ist die Qualität des Druckes aber in Ordnung. Vor allem wenn man bedenkt, dass das Ganze auf einem Low-Budget Drucker (Elegoo Saturn) gedruckt wurde.


    Hier mal das gedruckte Gehäuse im Vergleich mit einem welches 2016 aus gefrästen Bauteilen entstand:



    Nachdem die Teile für den Antrieb auch eingetroffen sind, konnte ich das erste Drehgestell probehalber montieren. Die Radreifen fanden sich im Fundus, sind aber etwa 0,8mm zu groß im Durchmesser, passende Räder sind aber in Arbeit.




    Morgen werden die Frästeile (Bodenplatte und Motorhalter) kommen, so dass ich dann das Chassis komplett montieren kann.



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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  • Moinsen!


    Die letzten Tage habe ich in erster Linie damit verbracht, das Gehäuse für die Lackierung vorzubereiten. Nach unzähligen Durchgängen Spachteln und Schleifen, war es gestern soweit dass die Grundierung aufgetragen werden konnte. Es folgten noch ein paar kleinere Ausbessurngsarbeiten, sowei ein zweit Schicht Grundierung.


    Heute bekam die Ty2 dann ihren Lack, angelehnt an das Farbschema der "großen Schwester" BR 120 ("Taigatrommel").


    Die erste Lackschicht:



    Dach, Schürze, sowie Zierleiste abgeklebt und lackiert:



    Und dann der spannende Moment des Auspackens, voila: Da steht sie nun:



    Es fehlt noch die obligatorische elfenbeinfarbige Bauchbinde, diese wird wieder als Decal aufgebracht.


    Auf der technischen Seite ist es auch weiter gegangen, so hat der ESU LokSound 4.0 seinen Platz auf zwei eigens angefertigten Konsolen gefunden:




    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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  • Moinsen!


    Ein paar weitere Teile für die Ty2 sind entstanden. Dazu gehören die seitlichen Lüfterlamellen, Dachluken sowie Wartungsklappen und die Führerstandseinrichtung. Das Abdeckgitter des Lüfters ist aus Messingdrahtgeflecht entstanden, stabilisiert durch einen Ring aus 0,6mm Messingdraht, der nach dem Auflöten flach gefeilt wurde.







    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Moinsen!


    Zunächst mal sage ich tüchtig Danke für die vielen Pokale und "Daumen hoch". 8)


    Heute Abend habe ich dann noch die Signalhörner gezeichnet und gedruckt, ebenso sind die Lampeneinsätze fertig gestellt worden. Hier konnte ich auf die Teile der Mk 48 zurückgreifen, allerdings um 2% verkleinert gedruckt.


    Die Signalhörner sind nach einer originalen Zeichnung entstanden, die Materialstärke des Trichters beträgt lediglich 0,25mm, dennoch ist er erstaunlich stabil.




    Dann habe ich die Inneneinrichtung mal probehalber eingesetzt:




    Ich denke, das kann sich so sehen lassen ... ;)



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

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