Zwei Maxonmotore auf ein Decoder schalten

  • Hallo
    Bei meiner v36k sind die Drehgestelle mit einen Maxonmotor verbaut,trotz den Einbau eines Esu Lokpilot 54611 auch wurde ein Lenz 10433-01 eingebaut. Gibt es Probleme beim anfahren das eine Drehgestell kommt ca 1sec später dazu.Auch die Langsamfahrt ist nicht gut ,fährt zu schnell an.Da ich Laie bin mit der Elektrik,wurde ich von Modellbahnkollegen unterstützt die es auch versucht haben.M.Schulz hat es bisher am besten eingestellt,wollen es noch mit einen Großbahndecoder von Lenz
    versuchen,oder gibt es noch eine andere Alternative.
    Danke Dietmar

  • Bei mehrmotorigen Loks hat man die Qual der Wahl.


    Zwei Dekoder so perfekt aufeinander abstimmen, dass ein optimaler Gleichlauf entsteht,
    was bei Dir scheinbar nicht gelingt, bzw. einen Dekoder welcher die Last zweier Motoren verträgt zu nutzen.


    Hängt überwiegend von der Kraftübertragung auf die Räder ab welche die Maxxonmotoren haben.
    Guter Gleichlauf wird ja letztendlich erst an an den Rädern erkennbar. Langfristig auch am Verschleiß?


    Differiert dieser kann man über zwei Dekoder individuell besser anpassen.
    Wobei zwei gleiche Dekoder die Sache evtl. einfacher gestalten könnten.


    Differiert die Kraftübertragung nicht würde ich bei Maxxonmotoren und gutem Getriebe einen Dekoder verwenden.
    Was ist ein gutes Getriebe? Sauberer Lauf ohne Hemmung, Schnecke nur mit Schneckenrad z. B. oder Planetengetriebe.


    Auch wenn hier wieder Entsetzensschreie laut werden, schalt mal die Lastregelung ab.
    Natürlich in beiden Dekodern. Auch bei einem Dekoder mit zwei Motoren würde ich dies empfehlen.


    Wie immer stelle ich hier ja nur persönliche Erfahrungen und Sichtweisen ein
    welche keinen Anspruch darauf erheben die einzig richtigen zu sein.


    Jo




    .

  • Hallo Dietmar!


    Ich vermute, daß die Getriebe Schneckengetriebe sind. Sollte dies der Fall sein so ist da der Wurm begraben.


    Motoren haben immer eine gewisse Toleranz in Punkto Leerlaufdrehzahl, bzw. Anlaufspannung. Wenn beide Motoren richtig ziehen müssen, so gibt es kein Problem, sobald aber die Lok ohne Zugkraft abzugeben fährt oder gar von einem langen, aber leicht laufenden Zug bergab geschoben wird so blockiert zunächst ein Motor bzw. das Schneckengetriebe und danach auch noch der zweite.


    Daher haben die Loks mit Schneckengetriebe meist nur einen Zentralmotor oder eine elektronische Gleichlaufsteuerung.


    Ich weiß, daß ich Dir damit nicht geholfen habe, aber zumindest das Problem erklärt.


    Noch einen schönen Abend


    Hermann E-Mail: gemo2@aon.at

  • Hallo
    Die Lok fährt ohne Decoder Gleichmäßig und auch Langsam,habe jedes Drehgestell auf Leichtlauf getestet es gibt keinen Widerstand.Noch zwei Optionen sind ,ein zusätzlicher Decoder oder ein Großbahndecoder wenn nicht bleibt es eine Gurke wie das Orginal.
    Gruß Dietmar

  • Vermutlich lässt sich mit der Lastregelung bzw. deren Reduzierung eine Menge erreichen. Allerdings würde ich sie nicht vollständig abschalten, sondern den Wert in der CV 56 (ESU) von 255 mal probeweise auf 200 herabsetzen. Damit habe ich bei mehreren 2-motorigen E-Loks, deren Maxon's mit einem Decoder betrieben werden, beste Fahreigenschaften erreicht. Einen hundertprozentigen Gleichlauf beider Drehgestelle wird man übrigens niemals erreichen (ausgenommen mit Drehstrommotoren). Das ist aber auch nicht erforderlich, weil schon die Verminderung der Lastregelung zu einer "Beruhigung" der beiden gegeneinander konkurrierenden Drehgestelle führt. Und wenn Du einen ESU Decoder benutzt, kannst Du die Grundeinstellung der CV's für die Motorcharakteristik automatisch vornehmen lassen. Das ist in der Decoderanleitung auf Seite 52 unter "Automatisches Einmessen des Motors" beschrieben.


  • Hallo Dietmar,


    Ich denke, dass dem Kernpunkt deiner Antrieb bei der Selbsthemmung des Schneckengetriebes liegt. Wie „Moritz“ schon berichtete werden die einzelne Getriebe sich je nach Belastung gegenseitig hemmen bzw. fast zur Stillstand übergehen, mit alle Folgen von dem. Dies kann man verhindern, durch nicht hemmende Kegelradgetriebe, wie sie zum Beispiel von Munz angeboten werden, einzubauen. Dann würde einen Decoder für beide Motoren vollstehen, und wäre die Einreglung/Einmessung beider Motoren schon erheblich leichter.


    Ich besitze eine Gebauer BB II mit zwei unabhängigen Kegelradgetrieben welche, zu voller Zufriedenheit und exzellente Fahreigenschafften, mit einem ESU Decoder geregelt werden. Allerdings muss ich bekennen, dass die Lok sich ohne angelegte Fahrspannung hemmungslos und ohne jegliche Radblockierung sanft per Hand verschieben lässt.


    Gruß, und weiterhin erfolgreiches Eimessen der Lok,


    Jacques Timmermans

  • Zwei Drehgestelle mit je einem Motor, Schneckengetriebe, die Motoren angesteuert von einem ESU Loksound XL, das war das Konzept der V 200 der "Moba Werkstatt", deren Fahreigenschaften ich ganz und gar nicht in schlechter Erinnerung habe. Außerdem hat Dietmar bisher noch gar nicht bestätigt, dass ein selbsthemmendes Schneckengetriebe verbaut ist. Die Lok läuft analog sehr gut, das ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung. Ich bin gespannt, wie es weiter geht :)

  • Bei gutem Getriebe, das ist es ja wenn Lok analog perfekt läuft liegt es an den Dekodern.


    Rückbau auf einen Dekoder wäre ein erster, einfacher und auch kostengünstiger Schritt.


    Warum eine Abschaltung der Lastregelung so ein Problem sein soll verstehe ich nicht.
    Bringt es nicht die erhoffte Wirkung schalte ich sie einfach wieder ein.

    Eine Lastregelung kann konstruktionsbedingt eben nicht zwei Motoren gleichzeitig regeln.
    Die Messung der Generatorspannung welche die Lastregelung steuert orientiert
    sich an Motor 1 oder Motor 2. Die Lastregelung kann nicht beide verschieden regeln was hier nötig wäre.


    Jo

  • Hallo
    Maxonmotoren wollen mit Hochfrequenz angesteuert werden, 40KHz.
    Mit 40KHz herrschen etwa die gleichen Verhältnisse wie mit Gleichstrom und ist erst noch motorschonend und das knattern verschwindet in der Regel auch.


    Die Lastregelung würde ich auch mal ausschalten. Ich habe damit bei Schneckengetriebe gute Erfahrungen gemacht.


    Ich kenne die ESU Decoder nicht und weis deshalb nicht, ob 40KHz eingestellt werden können.


    Gruss
    Heinz

  • Eine Lastregelung kann konstruktionsbedingt eben nicht zwei Motoren gleichzeitig regeln.
    Die Messung der Generatorspannung welche die Lastregelung steuert orientiert
    sich an Motor 1 oder Motor 2. Die Lastregelung kann nicht beide verschieden regeln was hier nötig wäre.


    Wenn die Lastregelung für das Problem verantwortlich ist, dann sollte sie entweder reduziert oder von mir aus auch ganz abgeschaltet werden, ausprobieren und dann entscheiden. Nach meiner Erfahrung funktioniert die Lastregelung genauso, wie der Tempomat im Auto, das gilt für die ganze Lok, egal ob ein- oder zweimotorig. Wenn der Decoder die Fahrspannung z. B. vermindert, dann gibt er dieses Signal bei parallel geschalteten Motoren auch an beide Motoren ab.


    Warum eine Abschaltung der Lastregelung so ein Problem sein soll verstehe ich nicht.


    Weil bei total abgeschalteter Lastregelung im Gefälle die ganze Fuhre ungebremst davon brausen und außer Kontrolle geraten kann. Umgekehrt macht auf der Steigung bei genügender Last am Haken der ganze Zug schlapp oder verlangsamt unrealistisch deutlich. Deswegen reduziere ich die Lastregelung moderat, das Maß der Verminderung lässt sich mit POM zwischen den Werten 0 und 255 sehr gut austarieren.


    @Johann: Diese Lösung ist nicht befriedigend, ich hätte die Lok nur allzu gerne auf meinem Arbeitstisch :D

  • Hallo Baubrigade,


    bitte nicht vergessen, dass die beiden Glockenankermotoren bei Minderlast eines Einzelnen und höherer Last des anderen gegenseitig als Generatoren wirken und sich immer induktiv gegenseitig beeinflussen. Das muss der Decoder regelen können bzw. darin wird das Problem bestehen. Daher ist die Selbsteinmessung des Decoders an einem ESU wohl eine nicht so schlechte Idee, steuerungstechnisch völlig Wurscht was für eine Getriebe danach kommt..
    Ansonsten wird es immer vorkommen, dass ein Motor anders geregelt wird als der andere bei unterschiedlichem Grip auf dem Gleis. Aber auch hier näher am Vorbild - es oblag früher dem Lokführer, dies zu beherrschen und zu regeln. Siehe die Mallet Lokmotiven.


    Damit will ich auf keinen Fall eine neue Debatte über Glockenankermotoren aller Art eröffnen, alle Waffen also gleich wieder einstecken. :thumbsup:


    @ Jo: Gaaanz ruhig bleiben...Ich bin auch nicht ganz neu in der Umbauwelt der Modellbahn; habe selber weit über 500 Faulhaber u.ä. Brüder nebst meist geänderten Getrieben eingebaut. Und ich habe nicht die Absicht hier endlsoe Diskussionen darüber anzufangen.


    Gruss, Dirk

  • Hallo Dirk, sich in einem Forum auf zu regen macht keinen Sinn.


    Ich bemühe mich immer eigenen Erfahrungen als Denkansatz für Dritte
    ein zu bringen. Wenn sie keiner braucht, es viele anders sehen auch kein Problem.


    Nicht alles was über die Lastregelung in der Werbung und von Foristen so verbreitet wird ist auch richtig.
    Wenn andere Foristen dies ungeprüft oder aus Unkenntnis übernehmen so ist das deren Sache.


    Ich werde in den nächsten Tage, wenn ich die Zeit finde, einen Beitrag zur Lastregelung einstellen.
    Ob es interessiert, ob sich jemand mit der Realität beschäftigen will ist wieder eine andere Frage.


    Viel Spaß an der Modellbahn und schöne Weihnachten


    Jo

  • Ahoi Dietmar,


    nachdem die meisten Vorschreiben nur ihre Sicht der Dinge verbreiten, hier mal ein ernsthafter Versuch, dir zu helfen:


    Quote

    trotz den Einbau eines Esu Lokpilot 54611 auch wurde ein Lenz 10433-01 eingebaut.


    Hast du die Decoder einfach nur eingebaut oder hast du am Setup rumgespielt? Wenn ja, was hast du gemacht?


    Beim ESU solltest du mal folgende Einstellung versuchen:


    CV 2 = 2, CV 52 = 16, CV 53 = 140, CV 54 = 48, CV 55 =95 versuchen. Sollte die Lok beim Anfahren ruckeln, gehst du mit der CV 52 runter bis es passt.


    Beim Lenz Gold kannst du CV 50 = 5, CV 113 = 1, CV 114 = 1 einstellen.


    Ich setzte natürlich voraus, das die Getriebe halbwegs gleichmäßig laufen.......


    Vielleicht gibst du mal ein Feedback, ob es geholfen hat bzw. ob wir damit deinem Ziel näher gekommen sind?


    Null-Problemo :thumbup:

  • Hallo Null-Problemo
    Michael Schulz hat den Esu-Decoder mit deinen Angaben eingestellt,und die Lok hat ein perfektes Fahrverhalten .Diese fährt im Schleichgang ,die Beschleunigung ohne Last und mit Last,wurde bei Michael auf seiner Anlage getestet,und ist für eine Schmalspurlok perfekt.Auch die Leistungsregelung
    arbeitet zuverlässig,deshalb nochmals Danke.
    Gruß Dietmar

  • Danke für die Rückmeldung Dietmar. Das bestätigt einmal mehr die These, dass Fahreigenschaften einer analog einwandfrei laufenden Lok auch im Digitalbetrieb keine Wünsche offen lassen :thumbup:

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