Zeitlupenbahn oder Rennbahn?

  • Wir alle nennen uns ja Modellbahnern und wollen mit den "Spielkindern" nichts zu tun haben, die ihre Züge mit zweihundert Sachen in die Kurve jagen.


    ABER


    wenn ich so das eine oder andere Video anschaue oder den einen oder anderen Club besuche, dann habe ich das Gefühl,
    :!: die Güterzüge fahren so langsam, dass Bananen braun und Autos als Vorjahresmodelle bei den Empfängern ankommen
    :!: Personenzüge, in die ich glattrasiert einsteige, spucken mich mit Vollbart an meinem Ziel wieder aus
    :!: selbst bei D-Zügen kann ich während der Fahrt aus dem ersten Waggon aussteigen, Blümchen pflücken und mit dem frischen Strauß den letzten Waggon wieder besteigen
    - kein Wunder, dass das Auto der Bahn den Rang abgelaufen hat: lieber im warmen Auto montags um sieben Uhr auf der A40 stehen als frierend auf dem Bahnsteig auf den 16 Minuten (denn bei der Bahn arbeiten ja alles nur Akademiker, so dass 15 Minuten noch keine Verspätung sind) verspäteten Zug zu warten.


    ANDERERSEITS


    :!: wird der einzelne Waggon so hastig rangiert, als ginge es darum, ein Formel-1-Rennen zu gewinnen, und der Weichensteller könnte locker noch Usain Bolt überholen, während die Bananen nun nicht nur braun, sondern auch als Mus ankämen.
    :!: Bremsproben? Was für Bremsproben?
    :!: Kuppeln? Geht doch automatisch (außer, man ist Masochist und entscheidet sich für die "echte" Schraubenkupplung, dann ist man wieder auf der Zeitlupenschiene).


    Nun ja, werden die einen sagen, ich will eben in Ruhe meinen (teuer gekauften) Zug bewundern (fahr ihn doch in den Bahnhof! Oder lass ihn auf offener Strecke vor einem Blocksignal halten!) und das faszinierende Spiel des Dampflokantriebes (schon mal was von Rollenprüfstand gehört?) bewundern. Okay, aber beim Betriebsspiel oder auf der Clubanlage???
    Und die anderen wollen endlich die lästige Rangierarbeit hinter sich bringen und endlich wieder ZUG FAHREN!


    Tja, vielleicht sollten wir alle lieber wieder Spielkinder werden ...


    Tschüß
    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Hallo Utz!


    Ich meine es hängt doch davon ab, wo die Züge fahren. Die meisten Züge auf Modellbahnen verkehren im Bahnhof oder Bahnhofsvorfeld.


    Nur die wenigsten Anlagen verfügen über solch lange Stecken, das die Züge auch so richtig beschleunigen können. Meistens fahren sie auch gleich wieder in einen Bahnhof.
    Da passt die niedrige Geschwindigkeit ;) ;) Einen ICE auf Bahnhofsdurchfahrt klammere ich hier mal aus . . . ;(


    Viel wichtiger finde ich aber, dass bei Publikumsveranstaltung viel (!!!) gefahren wird. Das wollen m.E Besucher sehen.


    Aber jedem wie er es mag :)
    Viele Grüße, Moritz


    P.s.
    Ich mag sehr gerne Züge rund um das Thema Stahlproduktion. Und da sehen langsame und schwer beladene Züge einfach klasse aus. :thumbup:

    Weniger ist (nicht) mehr ;) - schwer müssen sie sein - Stahlbahn Ep. V und drumherum ;)

  • Hallo Utz


    abgesehen von rein ästhetischen Aspekten ist es deshalb vielleicht immer mal wieder gut, die Modellgeschwindigkeit im Vergleich zur "großen Realität" zu kontrollieren.


    Sehr schön hat das Stephan/asisfelden hier zitiert und vorgerechnet: Höchstgeschwindigkeit Lenz 24 er (Beitrag 4).


    Als Auszug sie hier wiederholt (stark gekürzt):
    "Man misst zunächst eine Strecke ab, die 100 m beim Vorbild entspricht (im Maßstab 1:45 also 2,22 m).
    Anfang und Ende des Messabschnitts werden passend markiert.
    Nun lässt man den Zug mit fliegendem Start über die Messstrecke ´"rasen" und ermittelt die Zeiten des Hundertmeterlaufs mit der Stoppuhr.
    Anschließend wird die Konstante 360 durch die ermittelte Zeit (in Sekunden) geteilt und - tätää! - wir haben die umgerechnete Vorbildgeschwindigkeit in Stundenkilometern."


    In Groß-Reken gibt es auch so eine Strecke, wo ich manchmal Lok/Zug, Fahrtstufe bzg. km/h kontrollieren kann.


    Und ich gebe Dir, Utz recht; je nach Lust und Laune lass ich es schleichen oder rasen (sehr selten) und freue mich, dass ich das hier mal wirklich selbst bestimmen kann, ohne dass mir jemand reinredet :) :).


    Beste Grüße


    Hendrik

  • Lieber Utz,
    ich weiss ja nicht wo Du welche Filme/Videos guckst, aber - ich habe eher den Eindruck das in vielen eher "gerast" als - annähernd - vorbildmäßig gefahren wird... Allerdings empfindet das auch jeder anders.


    Ich habe feststellen müssen, das speziell "junge" Modellbahner einen Hang zur Geschwindigkeit haben. Je jünger desto schneller 8o . Erlebe das bei Veranstaltungen im Verein auch:


    "warum "schleicht" den der Zug so?"
    "das ist ein Güterzug, die sind nie so schnell gefahren"
    "Ach so, der kann nicht so schnell fahren?"
    "Doch, könnte er schon, aber das wäre nicht vorbildgerecht"
    "Wie langweilig"


    Tja, die Jugend kennt halt nur Geschwindigkeit. Die heutigen Züge sind halt schneller als früher - aber das kennen sie ja nicht mehr.


    Ich für meinen Teil habe es lieber etwas gemächlicher - aber ich bin ja auch schon etwas älter... :D


    Trotzdem viel Spaß an und mit der Modellbahn wünscht


    Peter

  • Hallo Hendrik.


    Was Stephan dort ermittelt hat ist schon sehr genau und auch richtig, aber für mich mal wieder zu Kompliziert und Zeitaufwendig. ;)


    Meine Faustformel lautet , und das habe ich vor gut 30 Jahren aus irgendeiner Zeitschrift entnommen. Man soll das Gestänge bei Fahrt einer Dampf/Diesellok noch erkennen können, dann hat man einiger Maßen die richtige Geschwindigkeit einer Lok auf der Modellbahn. Ob das nun stimmt sei dahin gestellt, aber ich halte mich momentan daran.


    Gruß Hein

    Ich baue nach dem Grundsatz " meine Anlage wird nie fertig " :thumbup:

  • Hallo Utz,


    das Thema kennen wir im Club nur zu gut. Dem einen fahren wir zu schnell, dem anderen zu langsam. Aber so ist das nun mal, wenn mehrere Menschen zusammen kommen, um das gleiche zu machen.


    Um hier einen Maßstab zu haben, haben wir einen Pola-G20 mit einem Fahrradtachometer versehen. Ein unauffälliger Schalter auf dem Dach und das Display hinter einer der beiden Schiebetüren. Schon kann die Modellgeschwindigkeit einfach überprüfen. Wenn man dann noch so ein paar Vorbildinfos wie höchstzulässige Rangiergeschwindigkeit oder fahrzeugbezogene Höchstgeschwindigkeiten, dann relativieren sich die Geschwindigkeiten sehr schnell. Und wenn doch einer mal mit seiner BR 80 in ICE-Geschwindigkeit fahren will? Dann lächelt man und schaut weg und alle sind zufrieden... 8):D;)

    Im Namen des Vereins mit freundlichsten Grüßen!
    Rainer B.
    2. Vorsitzender des Spur-0-MEC Niederrhein e.V.


    Achtung: Fahrtag an jedem ersten Freitag im Monat ab 15:00 - Gäste sind herzlich wilkommen, Fahrzeuge auch! Entsprechend der Verfügung des Landes NRW dürfen wir derzeit Corona-bedingt keine Fahrtage durchführen.


    Spur-0-MEC Niederrhein e.V.

  • Hallo,


    ein Zug, der beim Vorbild 100 km/h schnell fährt, schafft eben 100.000 Meter pro Stunde. Im Maßstab 1: 45 wären dies rund 2222 Meter pro Stunde. Oder 37,04 Meter pro Minute. Oder 61,7 cm/s (Zentimeter pro Sekunde). Fährt der Zug nur halb so schnell, also 50km/h, wären dies in Spur 0 rund 31 cm/s. Bei 25 km /h entsprechend 15,4 cm/s. Bei Schrittgeschwindigkeit (5 km/h) wären es in 1:45 rund 3,1 cm/s…


    Was oft und vielfach vergessen wird, ist eben, das Spur 0-Fahrzeuge sich - vom Maßstab her - auch doppelt so schnell wie bei einer vergleichbaren H0-Anlage vor uns bewegen sollten…


    Gruß Armin

  • Hallo Armin


    völlig richtig.


    Michael/Minicooper hat das mal für einen weiten Bereich durchgerechnet.
    Hier ist die Tabelle: Höchstgeschwindigkeit Lenz 24 er (Beitrag 15).


    @ Hein: so schnell bin ich noch nie in Groß-Reken gefahren, dass ich die Pleuelstangen nicht mehr "trennen" könnte; es sei denn, ich habe "Giftstoffe" geschluckt oder Tränen in den Augen ;) :) .


    Viele Grüße


    Hendrik

  • Vorgezogener Weihnachtsprolog:
    In den letzten Jahren wurden so schöne Begriffe kreiert um mehr oder weniger typische Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen von Menschen darzustellen, in der Jugendsprache und auch nicht zuletzt von Loriot, wie z. B. "Sockenbügler, Aktenabstauber, Sitzpinkler, Frauenversteher, Warmduscher, Pizzarandliegenlasser - u. s. w." Daher heute:


    Liebe Trafoaufdreher,
    (Keines Falls despektierlich gemeint und wohl wissend dessen, dass es fast nur noch Handregler gibt)


    das mit der Geschwindigkeitsmesserei ist schon eine tolle Sache, funktioniert auch gut und gibt realistische Fakten her, ausprobiert habe ich das auch. Wenn ich meine Züge dieser Daten gemäss fahren lasse sieht das zum grössten Teil aber nicht so gut und schon gleich garnicht realistisch aus. Ich denke heute, dass "angemessene, realistische und verhältnismässige Geschwindigkeit" im Falle der Moba sich bei jedem ganz individuell auf seine Anlage ausrichten sollte.


    Wenn ich bei meiner Anlage die Strecke Porstendorf nach Schwarzenberg am Wald anschaue, dann sind das in echt round about reine Strecke 350 Meter, wirkt aber auf der Anlage weitaus länger. Es ist ja massstäblich alles verkleinert, auch die Randbebauung/Bepflanzung, die Weide, die Kühe, Fahrzeuge u. s. w. Wenn ich also, wie es in echt der Fall ist, wie die JHMD mit 50 km/h die Schmalspurstrecke befahre, dann wirkt das - obschon es realistisch wäre - als ob ich die Steigung auf der Moba "wie eine Sau hinauf brettere - oder auch hinunter". Ergo richte ich meine Geschwindigkeit z. B. bergauf so auf 20 bis 25 km/h und bergab auf 30 bis 35 km/h ein, das ist aber "gefühlt" langsamer geregelt und anschaulicher, als es nach Umrechnungstabelle wäre. Ähnlich verhält es sich bei der Normalspurstrecke, einer Nebenbahn von Steinheim nach Porstendorf als Endstation. In echt ca. 300 Meter reine Strecke, mit R 1 Kurve, sieht als Modell ganz tragbar aus, wäre aber in echt schon fast ein rechter Winkel. Also fahre ich auch die V 36 mit der einzigen Donnerbüchse und dem Packwagen sowie den VT 98 solo recht moderat.


    Ich will damit ausdrücken, dass ich mich um einen angemessenen, realistischen und verhältnismässigen Eindruck des gesamten Anlagenbetriebs bemühe, auf der Basis meiner Erfahrungen in echt und die entsprechende Umsetzung auf Mobaverhältnisse. Subjektiv und auf meine Anlage bezogen - bei einer anderen Anlage resp. Grossanlage kann das ganz anders aussehen und andere Geschwindigkeiten realistisch Empfundenens erfüllen.


    Die ganze Geschwindigkeitsphilosophie ist m. E. ein sehr subjektives und von individuellen Anlagenverhältnissen abhängiges Thema, welches sich eher am Feingefühl des einzelnen Mobahners und Betrachters als an Berechnungen orientiert.


    Allzeit gute Fahrt wüscht der Mobagefühlsdusler ...

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited once, last by BTB0e+0 ().

  • Klingt total bescheuert.....


    nimmt Euch eine leere (anders wärs doof) Klopapierrolle und betrachtet Eure Modelleisenbahn mit einem Auge durch...


    Bin mal gespannt...

    Gruss
    Stefan



    Wenn man bis zum Hals in der Scheisse steckt, sollte man den Kopf nicht hängen lassen...

  • Hallo,
    jetzt will ich auch mal meinen Senf dazugeben. Ich habe da so meine eigene Anschaung zu dem Thema.


    Es ist ja so, dass ich auf meiner kleinen Modulanlage einer fränkischen Nebenbahn gerade mal ca. 10 m Fahrstrecke habe.
    Das ist die Fahrstrecke zwischen Bahnhof und Fiddleyard. dann gibts dazwischen noch den Haltepunkt an dem der VT anhällt.


    Faktisch muss ein Zug, der im Bahnhof losfährt erst mal auf Streckengeschwindgkeit beschleunigen, Damit sind schon die ersten zwei, drei Streckenmeter weg, bis der Zug Reisegschwindigkeit hat. So bleiben noch 3-5 Meter auf der Strecke, bis ich wieder abbremsen muss, weil der Fddleyard kommt.
    De Facto habe ich nicht wirklich viel Strecke, die ich in Reisegeschwindigkeit befahren kann. Ich kann dem Zuga also gerade mal ein paar Sekunden zuschauen, wie er durch die Landschaft fährt.


    Damit ich ein Verhältnis hinbekomme, bei ich "gefühlt" eine Zugfahrt vom Bahnhof, vorbei am Haltepunkt und an diversen Szenen auf den Modulen (Btücke, Wald, Bahnübergang, Bauernhof) hinbekomme, die realistisch in zur Anlage passt, habe ich eine sehr geringe Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge eingestellt.


    Was ich sagen will, kommt der Aussage von Stefan mit der Klorolle recht nahe:


    Wenn ich den Zug mit den Augen auf meiner Anlage verfolge, dann muss das Verhältnis von Bewegung der Treibstangen und vorbeiziehender Landschaft passen.


    Ich beobachte gerne Züge in der Landschaft, wenn ich Museumsbahnen besuche. Das ist für mich der Vergleichsmasstab.
    Irgendwelche Tabelle oder Formeln interessieren mich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Es muss einfach stimmg sein.


    Unsere Anlagen sind in der Regel viel zu klein, um vorbildgerecht zu fahren. Bei großen Anlagen, wie Kreiensen ist das was ganz anderes ....

  • ich fahre Mai bis Ende September mit meinen Zügen auf der Terrasse und habe dabei ca. 20 Meter Fahrstrecke zwischen den beiden Endbahnhöfen zur Verfügung.
    Ich hatte mal eine kleine Kamera mitfahren lassen.



    Beim Anschauen des Filmchens merkte ich, dass ich gefühlsmäßig viel zu schnell unterwegs war. Ich habe mir danach Fahrstufen für Streckenabschnitte und Bahnhofsbereit rein vom optischen Eindruck her definiert.
    Mir sind rechnerisch maßstäbliche Geschwindigkeiten herzlich egal, ich verlass mich da auf mein Bauchgefühl.
    Grüße aus Berlin
    Mark

  • Ich finde, das fällt unter die Rubrik "De gustibus et coloribus non est disputandum." (Für die Nicht-Lateiner: die deutsche, im allgemeinen Sprachgebrauch verkürzte Version lautet: Über Geschmack lässt sich nicht streiten). Oder, wie er olle Fritz, der Preusse, sagte: jeder, wie er mag.

  • Versucht doch mal mit dem VT98/798 bis auf den letzten Gang zu beschleunigen um das Schalten zu hören. Da wird er schon ganz schön schnell auf einer Heimanlage. :thumbsup:



    Um das auf der Haus und Hof Anlage dazustellen, muss die schon ganz schön lang sein. Also, was macht der Modellbahner (in diesem Fall ich), er passt das ganze seiner Anlage an, d.h. er versucht zuerst mal den Decoder zu manipulieren :D und dann probiert er mit dem Handregler die beste Geschwindigkeit für den Schienenbus auf der bestehenden Anlage zu finden.


    Ich nutze daher keine Tabellen, sondern probiere nach Gefühl, was die beste Einstellung für die Lok (je nach Größe) auf meiner Anlage ist. Hat sich bis jetzt immer bewährt.

  • Unsere Anlagen sind in der Regel viel zu klein, um vorbildgerecht zu fahren.


    Damit ist alles gesagt.
    Zumal nach 5 Metern man den Zug aus den Augen verliert.
    Seine Orientierungsfähigkeit kann man aber wunderbar im MiWuLA testen. Dort begegnet man dem eingestellten Tempo mit Vielfalt der Züge.
    Ansonsten hat Leo L. völlig recht. Einen ICE oder Rheingold auf der Anlage kann sowieso nicht jeder fahren lassen.
    Auf einer Kreisanlage soll man deshalb mal versuchen den eigenen Zug einzuholen. Wenn das nicht sofort klappt einfach genug Wagen anhängen. ;)
    Husbert

  • Tabelle her, Tabelle hin, ich fahre auch deutlich langsamer, als es dem Massstab entspricht. Gewundert hat mich, dass ein Zug mit umgerechnet 60 Km/h ziemlich schnell über die Anlage rast. Gefühlsmäßig findet man schnell das individuelle Optimum zwischen den Extremen: Je langsamer das Gespann fährt, desto länger dauert der Fahrspaß bis zum Erreichen des Ziels, doch richtig fahren sehen will man das Züglein aber auch. :D

  • Hallo Michael,


    manchmal hängt es auch einfach an den individuellen Einstellungen der Lok, bzw. des Decoders. Dann sind nämlich 60 km/h, nicht gleich 60 km/h. Nicht jeder achtet darauf.

  • Hallo,


    es ist natürlich ein großer Unterschied, ob hier beim Thema Fahrgeschwindigkeit von Clubanlagen mit oft langen Fahrstrecken oder von einer kompakteren Heimanlage die Rede ist.


    Ein Vorbildbahnhof von z.B. 900 Meter Länge wird in Spur 0 ja gerne einmal halbiert, also im Modell von 20 Meter Länge auf 10 Meter zurechtgestutzt.
    Oder eben auch nur noch auf fünf oder vier Meter Länge.


    Wenn dann ein Zug durch einen derart „verstümmelten“ Bahnhof fährt, sollte dies alles natürlich mit reduzierter Geschwindigkeit erfolgen. Denn eine „vorbildlich umgesetzte“ Geschwindigkeit würde nur dazu führen, dass die Gleisanlagen gegenüber dem Vorbild schon in der Hälfte bzw. einem Viertel der Zeit passiert wären.
    Wer also einen Bahnhof im Modell in der Länge „halbiert“ oder „geviertelt“ hat (Kompromiss), kommt auch im Fahrbetrieb recht gut mit halber oder noch geringerer Modellgeschwindigkeit (Kompromiss), aus. ;)


    Gruß Armin

  • Hallo Armin,


    da bin ich ganz bei dir. Bei der Bachbahn gehen wir zwar Kompromisse ein, aber im Moment eher bei der Strecke, nicht bei den markanten Punkten, wie z.B. Bahnhöfe (wir haben deren 7 Stück). Mein Bahnhof hatte z.B. ein Holzverladeplatz und eine Verladestelle. Die ursprünglich geplanten 5 Module wurden auf 11 Module aufgestockt und beide nicht nur angedeutet sondern Maßstabgerecht gebaut.


    Trotz der bis jetzt gebauten 70 m, werden die Loks recht langsam gefahren, da es im Moment nur Bahnhofs-Hopping ist, kaum bist du aus einem Bahnhof raus, fährst du schon in den nächsten rein. :D


    Ist erst mal Strecke vorhanden, kann die Geschwindigkeit angepasst werden. Ist noch ein Stückchen hin.

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