Heulende V100/BR211

  • Liebe Mitleser,
    da ich offenbar nicht allein damit stehe, dass meine Lenz BR 211 heulende (mechanische, nicht vom Soundmodul kommende) Geräusche von sich gibt, setze ich das bereits im Vorgängerforum ventilierte Thema hier fort. Einige Kollegen haben das Heulen mit möglichen Temperaturschwankungen erklärt, andere durch Mangel an Schmiermittel, vielleicht führen ja auch unterschiedliche Ursachen dazu. Diejenigen, die ihre Lok an Lenz geschickt haben, waren begeistert, weil der Mangel vollständig behoben wurde und die Lok wieder einwandfrei läuft. :thumbup:
    Nun sind ja sehr viele Modellbahner bekanntlich nicht nur reine Konsumenten, sondern auch sehr aufgeschlossen und interessiert gegenüber der Technik in ihren Fahrzeugen. Deswegen würde es mich brennend interessieren, was denn nun eigentlich die Ursache für die häufig beobachtete Geräuschbildung ist. Obwohl laut Bedienungsanleitung eine Schmierung des Fahrzeugs nicht erforderlich ist, handelt es sich nach meinem akustischen Empfinden um fehlendes Schmiermitel an einem Lager, sei es im Motor-Kardanbereich, sei es im Getriebe. Sollte tatsächlich nur ein wenig Öl oder Schmierfett fehlen, dann wäre es doch sicher auch im Interesse der Firma Lenz, die nach ihrer Meinung anfälligen Schmierstellen zu benennen, um sich des Wartungsaufwandes auf diese Weise ein wenig zu entledigen. Und wegen ein paar Tropfen Öl die Fahrzeuge einschicken zu müssen, ist eigentlich auch nicht verhältnismäßig.
    Sollte dieses der Firma Lenz bestimmt bekannte Geräusch aber nicht durch einen Mangel an Schmiermittel verursacht sein, sind meine Überlegungen natürlich hinfällig, für einen kleinen Hinweis eines Mitlesers der Firma Lenz wären Besitzer dieser Lok aber sehr dankbar. ;)

  • Hi,
    Das steht drin:

    Quote

    ... Das Geräusch kommt von dem Lager der Schneckenwelle, dass der Gelenkwelle gegenüber liegt. Die Lok senkkrecht gehalten und nur diese Stelle geölt ... und die Lok läuft seitdem ruhig. :D Entsprechend dem Hinweis soll man in dieser Lage s das Öl am besten einlaufen lassen. Nur Vorsicht damit man nicht wie ich bei meinem 1. Versuch zur Geräuschbeseitigung die Gelenkwellenteile auf dem Fußboden suchen muss! ...


    Grüße aus Erfurt


    Wolfgang

    Grüße,


    Mathias

  • Danke Jürgen, dieses letzte Posting des Threads war mir entgangen. Die Stelle habe ich nun vorsichtig mit etwas Öl beträufelt, und siehe da, das Geräusch ist (zunächst einmal?) verschwunden. Es handelt sich also um das Lager der Schneckenwelle, welches dem Kardangelenk gegenüber sitzt, also auf der Außen-(Front/Heck)seite des Schneckengehäuses heraustritt. Man kommt mit der Spitze des Ölers sehr gut heran, wenn man - wie beschrieben - die Lok senkrecht hält und das Öl sozusagen mit der Schwerkraft hineinfließen lässt. Wichtig: nur einen kleinen Tropfen verwenden, nicht überölen, "viel hilft viel" ist hier nicht angebracht.
    Demnächst werde ich noch berichten, ob der "Eingriff" auch wirklich nachhaltig war ;)

  • Hallo Michael,


    ich würde mich auch gerne in die Bitte von Jürgen mit einklinken.


    Ein Foto wenn möglich wäre sehr nett.... :)



    Meine kürzlich im Schnelli-Forum erworbene 211 heult mir nämlich ständig die Ohren voll... :(


    Vielen Dank für Deine Mühe im voraus.


    Gruß
    Stefan

  • Hallo jürgen und Stefan und alle Leidensgenossen,
    Leider war der Erfolg der Schmierung nur von kurzer Dauer. Ein paar Runden, und schon ging es wieder los. Daraufhin habe ich dann beide Drehgestelle von unter geöffnet. Dazu muss man zuerst die beiden Drehgestellblenden abschrauben, danach die anderen vier Kreuzschlitzschrauben. jetzt lässt sich der Boden abheben, aber Vorsicht: Die vier Schleifkontakt-Stifte werden mit Sprungfedern gegen die Radinnenseiten gedrückt und können leicht herausspicken.
    Wenn die Kontakte und die Federn geborgen sind, kann man - so habe ich es jedenfalls gemacht- mit einem Zahnstocher etwas Schneckenfett auf die sehr trockenen Zahnräder geben, auch tief unten. Danach alles wieder zusammenbauen, also zuerst auf einer Seite die Federn in die Buchsen, dann die Kontakte nachschieben und den Boden so gegen die Räder drücken, dass nichts wieder herausfallen kann. Dann die andere Seite genauso behandeln und die vier Schrauben einsetzen. Am Schluss kommen dann die Drehgestellblenden wieder rauf.
    Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch die Laufflächen gesäubert, da kam ordentlich etwas runter!
    Seit dieser Wartung läuft die Lok, wie sie noch nie gelaufen ist, kein Geheule mehr, schönes, gleichmässiges Fahrgeräusch.
    Tut mir leid, Euren Wunsch nach Bildern habe ich eben erst gelesen, im Eifer des Gefechts habe ich nicht daran gedacht. Dafür aber jetzt die ausfürliche Beschreibung, eigentlich ist es ganz einfach und selbsterklärend. ;)

  • Hallo Lenz-V100 Nutzer,


    ich habe mich zu diesem Thema bereits im anderen Forum geäußert.
    Hier nochmals meine Erfahrungen:
    Auch ich habe die Drehgestelle von unten geöffnet. Diese waren bei mir noch gut geschmiert, so dass ich nichts gemacht habe. An den genannten Lagern der Schneckenwelle, die der Gelenkwelle gegenüberliegen (also Pufferseite) war begrenzt angetrocknetes Schmierfest zu sehen. Ich habe dann - wie beschrieben - die betreffenden Lager - allerdings sehr reichlich - geölt. Bis heute sind keine Geräusche mehr aufgetreten.


    Grüße aus Erfurt


    Wolfgang


    PS: Den Hinweis zum Ölen dieser Lager habe ich auf meine Frage im alten Forum damals per Mail erhalten.

  • Diskutiert wird immer wieder der Einsatz des richtigen Schmiermittels an der richtigen Stelle. Erwartet wird die deutliche Reduzierung der Reibung, gute Haftung an den Flächen, leicht verwendbar, lange Lebensdauer und ungiftig.


    Beste Erfahrungen gibt es u.a. bei den Fahrzeugen des Spur 0 Team Ruhr-Lenne, Hagen mit Molybdändisulfit ( MoS2).


    Bekannt ist es u.a. als LIQUI MOLY in Form einer Öl-Dispersion. Durch die besonders flache Form der MoS2-Kristalle (ähnl. Grafit) haftet es extrem gut an allen, auch polierten, Flächen. Es genügt fast immer eine einmalige Schmierung als "Lebensdauer- schmierung". Einsetzbar u.a. bei allen Achsen aus Metall oder Kunststoff (POM), Zahnrädern, Schneckenrädern und Schnecken.


    Bei geschlossenen Getrieben kann auch Molykotefett verwendet werden.


    Sparsam verwenden, es genügt ein Tropfen, der am Ende eines 0,5mm Ms-Drahtes hängen bleibt. Achtung! MoS2 lässt sich aus Textilien nicht restlos rauswaschen.


    Erhältlich ist das Schmiermittel im Autozubehörhandel und Tankstellen.


    Angwendet wurde MoS2 ursprünglich für Notlaufeigenschaften von Flugzeugmotoren


    Ausprobieren. H-P.





    Sparsam verwenden, es genügt ein Tropfen, der am

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