Projekt: Karthausen

  • Hallo Michi,


    unter diesem Link findest Du ein Foto - weit, weit runter scrollen bitte - der Bekohlung in Ottbergen - entsprechend Thorstens vorstehendem Tipp mit Gleisen für Kohlehunte: https://www.weberbueren.de Glaube BILD 85 v. O. wenn ich mich nicht verzählt habe... Dort siehst Du auch eine kleine Drehscheibe vor der langen Schlange gefüllter Hunte.


    Bei meinem H0 Beispiel oben fehlte diese noch. Ich habe keine anderen Fotos greifbar davon.

  • Hallo zusammen!


    Gutes Beispiel für eine solche Kombination!


    Der Fuchs-Bagger steht im Bansen und füllt mit seinem Greifer über den Trichter die Hunte. Diese werden über die Drehscheibe längs der Begrenzung geschoben und vom Kran in den Tender gekippt.


    Damit reduziert sich die Handarbeit erheblich gegenüber früheren Arbeitsabläufen.


    Und macht optisch etwas her.


    Grüße


    Zweispurer

  • Hallo Michi,


    blöde Autokorrektur, das sollte "Durchläufe" heißen. Damit meinte ich Umläufe von Dampflokomotiven, die planmäßig Züge befördern. Die müssen regelmäßig ihre Betriebsstoffvorräte ergänzen. Entweder wartet dazu eine neue, frisch versorgte Lok auf den Zug und es wird ein Lokwechsel durchgeführt, oder die Lok wird abgekuppelt, zieht zur Bekohlung vor, ergänzt dort ihre Kohlevorräte und kehrt zu ihrem Zug zurück. Wenn da aber schon eine Lok steht und bekohlt wird, muß die Zweite warten, bis sie an der Reihe ist. Oder, und das war mein Vorschlag, es gibt einen zweiten Bekohlungskran.


    Gearbeitet habe ich als Grenzgänger in Aesch/BL. War eine schöne Zeit. Da wurde gerade das neue Halbtax-Abo eingeführt. Da gab´s kein Halten mehr.



    Gruß

    Klaus

    Der frühe Vogel kriegt den Wurm, aber die zweite Maus erhält den Käse

    Edited once, last by kdkause ().

  • Holsteiner Danke für die tollen Inputs. Das BW Ottbergen könnte da wirklich als Vorlage dienen.

    DirkausDüsseldorf Danke für den Link und das aufschlussreiche Bild

    Zweispurer Die Idee mit dem Trichter ist echt super, Danke

    kdkause Jetzt habe ich es kapiert:-). Das spricht wirklich für einen zweiten Bekohlungskran. Aber ich denke, der Platz wird dazu nicht vorhanden sein. Also wahrscheinlich wird er trotzdem aus Kompromissgründen entfallen. Man könnte ja sonst noch mit dem Fuchsbagger aushelfen.

    Oeldampfer dass habe ich komplett unterschätzt mit dem Gewicht. Danke für die Aufschlüsselung...



    Gruss aus Basel

    Michi

  • Hallo


    Ich habe kurzerhand eine Kohlenhunte konstruiert. Ich hatte zwar von hier im Vorum eine fix fertige Datei herunter geladen, aber mein Günstig-3D-Filamentdrucker kam damit nicht zu recht.

    Ich bin jetzt nicht bis in kleinste Detail gegangen (z.B. Nieten), denn diese schafft mein Drucker nicht.


    So sahen die gedruckten Einzelteile aus:


    Dann mal die Teile mit Sekundenkleber zusammen geklebt. Die Räder sind mit einem 1mm Messingdraht verbunden. Auch die Kippgelenke sind daraus entstanden.


    Und so sieht e im Kohlebansen aus:


    Ich denke, ich werde davon dann Total 10 Stück oder so bauen.


    Gibt es da eine "genormte" Spurbreite für die Kohlenhunten?

    Ich habe mich an die Abmessungen der Modelle von Hansen-Trains orientiert. Das wäre in etwa eine Spurweite von 1000mm.

    Diejenigen Modelle von Wenz sind auf Feldbahnbreite 620mm ausgelegt. Das scheint mir aber optisch gesehen sehr schlank.



    Grüsse

    Michi

  • Blos eine kurze Info:


    Ich habe den Kohlenhunt nochmals überarbeitet. Er hat jetzt eine Spurweite 740 und passt somit genau auf ein Spur H0 Gleis. Er sieht jetzt auch etwas weniger schwerfällig aus als sein voluminöserer Bruder der ersten Generation. Ich habe noch versucht, das separat gedruckte Verstärkungsteil der Seitenwangen mit Nieten auszustatten, allerdings kommt der Drucker mit seiner Druckauflösung da nicht mehr hin. Schade...




    Das ist wahrscheinlich der letzte Eintrag vor Weihnachten von uns.

    Somit allen schöne Festtage!



    Gruss aus Basel

    Michi

  • Über das Weihnachtswochenende lief der 3D Drucker gefühlt ohne Pause.

    So sind die Einzelteile für die Kohlenhunten entstanden. Aber auch eine Sitzbank für den Bahnsteig, inspiriert von werkzeugmacher, habe ich im CAD entworfen und gedruckt.

    Für das Stellwerk ist mal ein Prototyp eines Stelltisches entstanden.




    Hier noch die kurze "Testdruck"-Variante der Bank. Links davon der Stelltisch. Ja, der Bediener hat zu lange auf dem Rücken gelegen :)


    Die Betonmauern und der Grundkörper für den Turm, auf welchem der Kran aufgebaut wird, ist entstanden. Auch der Kran selbst (Peco) wurde aufgebaut und lackiert. Dieser wird jetzt aber noch mit einem Dach oder sogar einem Kranführerhaus aufgepimpt. Am überlegen bin ich noch, ob der Kranausleger gekürzt werden sollte. Das Schienensystem für die Kohlenhunten habe ich mal skizziert. Dort wo das einzelne Wägelchen steht, könnte der Trichter für das Befüllen stehen. Die "lange" Schlange wären die vollen Hunten und dahinter könnten die leeren Hunten aufgereiht werden.



    Dann traf auch noch pünktlich zu Weihnachten der Weihnachtsmann mit Baum und Geschenken in Karthausen ein.




    Ich wünsche euch noch schöne Tage bevor es dann am 1.1.2023 wieder richtig los geht.


    Gruss aus Basel

    Michi

  • Weihnacht vorbei, Sylvester vorbei, Urlaub vorbei...!!


    Die Zeit habe ich schön genutzt, um am Kohlebansen weiter zu werkeln.

    Die Kohlehunten sind gebaut, nun musste noch eine Traghilfe für den Kranhaken her.


    Dieser ist aus Reststücken entstanden und wurde bemalt:



    Für die Schienen, zum Verschieben der Kohlehunten, wollte ich erst Spur H0 Gleise einsetzen. Dass habe ich dann über den Haufen geworfen und mich für eine andere Machart entschieden. Ich habe einfach mit der Stichsäge (Schneidblattbreite ca. 1mm) Schlitze ins Bodenbrett gesägt. Die Schlitze habe ich mit feinen, 1mm dicken, Kartonstreifen aufgefüllt. So ergibt sich eine Spurrillentiefe von 1.5mm, was für die Kränze der Hunten perfekt passt.






    Nach dem Bemalen der ganzen Platte wurden mit "rostbraun" feine Linien gezogen. Diese imitieren das Stahlprofil der Schiene.

    Mit dem 3D Drucker sind die Drehteller entstanden. Auch mit dem "Kohlehaufen" wurde begonnen.





    Das Fahrgestell des Fuchs-Baggers habe ich mit einem 2mm Bohrer durchbohrt. So konnte ein 2mm Messingrohr durchgesteckt werden, welches später als Lagerung für die Messingachse dient. Diese Achse ist am Bagger-Aufbau befestigt und wird mit einem Getriebemotor angetrieben. So wird sich der Bagger drehen können, dies per Drucktaster und im PC-Automationsmodus.




    Die beigelegten "Schnüre" des Fuchs-Baggers habe ich weggeworfen und die Stahlseile durch Federstahldraht dargestellt. So wird Schaufel nicht wild hin und her Schaukeln bei der Drehbewegung des Krans.



    Der Kohlehaufen wurde mit viel Kohle befüllt. Auch die Hunten sind nun zum Teil beladen. Leichte Verschmutzungen sind schon vorhanden, werden aber noch mehr verfeinert. Über die querstehenden Kohlehunte wird noch ein "Trichter" aufgestellt, durch welchen der Fuchs-Bagger die leeren Hunten befüllt.



    Gruss aus Basel

    Michi

  • Hallo Michi,


    ich bewundere Deinen sehr akribischen Modellbau. Wirklich toll was Du so baust :thumbup:

    Nur die Spurrillen für die Kohlehunten hätte ich persönlich so nicht gemacht.

    Die sind doch nach 2x Hunten befüllen und Kohleanlieferung total verstopft.

    So sauber, dass die Rillen immer frei bleiben ist doch in keinem BW gearbeitet worden.

    Hast Du daran mal gedacht ?

    Gerade in diesem Bereich würden mir persönlich erhabene Schienenprofile besser gefallen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass man das bei genauerem Hinsehen deutlich erkennen kann.

    Wenn Du es natürlich bei den imitierten Schienen belassen möchtest, dann ist das so.

  • Hallo Heiko


    Danke für deine wertvolle Anregung. Ich habe es ehrlich gesagt, anhand der mir zur Verfügung stehender Fotos, nicht erkennen können, ob die Schienen versenkt oder "Aufputz" montiert sind. Die "Aufputz" Methode hatte ich als unlogisch befunden, da das ja dann eine Stolperstelle für die Arbeiter gewesen wäre. Aber anscheinen war es doch so. Die Frage ist nur, war es generell so oder gab es auch die versenkte Schienen-Variante.


    Gruss

    Michi

  • und so wird es weiter gehen.... bin gerade dabei, alle CAD-Dateien zu erstellen und die ersten Teile zu drucken. Es nimmt mich wunder, was alles mit einem günstigen 3D Drucker machbar ist in Sachen Details usw. Der Kohlekran-Turm muss ich aus ca. 9 Teilen drucken, da alles am Stück nicht machbar ist.




    Gruss vom Rheinknie

    Michi

  • Hallo Michi!


    Die Bilder mit der "versenkten Gleisanlage" sind ja nicht schlecht, aber schaut Dir auch das Detail an dem Kohlehunt an, die Traverse ist recht massiv ausgeführt.

    Dagegen ist deine Traverse, meiner Meinung nach, zu leicht ausgeführt. Da würde ich als Kohlenschipper keinen Hunt dran hängen.


    Ansonsten gefällt mir die ganze Sache schon recht gut.


    MFG, Andrej.

  • Hallo Johann


    Das sehe ich genau wie du. Bis die Anlage einigermassen Ausgestaltet sein wird, kann noch gut 5-7 Jahre dauern (so schätze ich zumindest). Wenn jetzt auch alles noch bis in letzte Detail zu recherchieren wäre, wird dass locker 20 Jahre dauern.

    Deshalb versuche ich, es mit meinem Halbwissen und der Hilfe von euch, so gut wie möglich umzusetzen. Dies bei bestem Ertrag pro Zeitaufwand und Kosten.



    Gruss

    Michi

  • Hallo Michi,


    für mich sind das auf dem Vorbildfoto keine Rillenschinen. Viel mehr sieht es für mich persönlich so aus, dass der Gleisinnenraum mit der Zeit immer voller mit " Kohlendreck " etc. wurde. Ich finde, dass man es sehr gut sehen kann, dass es keine Rillenschinen sind wenn man das Foto von ganz links nach rechts gesehn Schienenmäßig verfolgt. Ich habe wirklich noch keine Rillenschinen bei Kohlehunten gesehen. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

    Schlußendlich muss es Dir gefallen und was ändern kann man immer.

    Ich gebe Johann vollkommen Recht, was die Größe des Bansens angeht, sehr gute Dimensionen. Das wird ja auf vielen Anlagen meistens zu klein dargestellt.

    Viel Spaß und gutes Gelingen beim Weiterbau. Ich bleibe dran.

  • Die ersten Teile sind gedruckt. Hin und wieder musste ich noch zeichnerische Korrekturen machen, was ein erneutes Drucken der Teile zur Folge hatte.

    Aber schlussendlich lagen sie alle vor mir.


    Hier seht ihr alle Teile für den Kohlekran:


    Dann begann ich die ersten Teile zu montieren:


    In die Buchse wurde ein kleiner Getriebemotor (2 upm bei 3V) montiert:




    Der Kran von Peco wurde auf die Kupplung gesteckt (Symbolisch mal den Motor drangehalten). Der Kran mit Kupplung wird dann in die Buchse gesteckt. Diese kann später wieder aus dem montierten Kran heraus gezogen werden.


    Stellprobe des zusammen gebauter Kran: (eine Treppe fehlt noch)



    Nun war es an der Zeit, die Tischfrontseite für die Aufnahme der Drucktaster vorzubereiten.


    Bohrungen:



    Montierte Drucktasterplatte:


    Auch die Motoraufnahme für den Fuchs-Bagger ist gedruckt und montiert:


    Die Drucktaster geben den Befehl auf ein Relais, welches die Umpolung für die Drehrichtung des Krans macht:


    Und das ist mal der erste Versuch des sich drehenden Fuchs-Baggers: Video Fuchs-Bagger


    Nun bin ich daran, den Kran zu komplettieren. Es fehlen zum Beispiel noch die Handläufe und Geländer. Auch der Motor muss noch angeschlossen werden, damit sich der Kran später dreht.



    Grüsse aus dem kalten Basel

    Michi

  • Und weiter geht es mit dem Bau des Krans. Die gedruckten Teile wurden leicht geschliffen und anschliessend mit einem Füller lackiert. Die Unebenheiten (Rillen) werden mit dem Füller verschlossen. Darauf hin erfolgt nochmals leichtes Nass-Nachschleifen.



    Dann mit Farbe, getupft aufgetragen, bemalt. Das ist jetzt mal der Grundfarbton.


    Mit dem Stahlaufbau verhält es sich genau so.


    Dann wird der Stahlaufbau mit dem Turm verleimt.


    Der Stahlaufbau wird mit Holzdielen versehen. Diese sind aus passend zugeschnittenen Holzleisten entstanden.



    Daraufhin erfolgte das Konstruieren und drucken der Geländer.


    Es folge die Montage an den Turm.


    Nach den Montagearbeiten kam wieder der Maler zum Einsatz.




    Jetzt fehlt noch ein "Regendach" über dem Kran. Das steckt aber schon in der Konstruktionsphase.

    Auch das letzte Verfeinern der Farbgebung steht noch an.

    Mal sehen.



    Gruss aus Basel
    Michi

  • Schlussspurt in Sachen Kohlebansen.


    Mit Hilfe eines gedruckten Gestänges und einem Dach, geschnitten aus einer Kunststoffplatte, entstand der Regenunterstand des Krans.


    Die erste Y-Stütze war noch zu lang. Diese wurde dann nochmal durch einen neuen Druck ersetzt.


    Fertig montiert siehts jetzt so aus:




    Auch der Einfüll-Trichter habe ich gebaut. Entstanden aus Karton (Trichter) und 3D Druck (Stützen).




    Jetzt fehlen natürlich noch die schönen Details wie Kohleschaufeln, Handwerker usw... wird aber noch folgen.


    Mein Fazit zum ersten Einsatz des 3D Druckers:

    Sensationell.... :D ...Der Drucker kostet um die 280.- Euro....ist somit einer der sehr günstigen Modelle. 3D Software ist kostenlos, solange sie für den Privateinsatz genutzt wird. Und mit etwas Geschick beim konstruieren können relativ filigrane Teile gedruckt werden. Aber das geht mit teureren Druckern sicherlich noch wesentlich besser.



    Grüsse vom Rheinknie

    Michi

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