Projekt: Karthausen

  • Hallo Michi, Modellbahn hat eigene Gesetze. Eine Figur kann hier beim Betrachten Gutes oder weniger angenehmes Empfinden auslösen. Deshalb ist es eine Kunst, Figuren richtig zu setzen. Aber auch hier gilt für mich, wie auch bei Deinem verwendeten Bahnfahrer: Alles kann, nix muss. Stelle ihm doch probehalber mal einen Mitreisenden schräg dahinter (darunter) dazu. Das könnte was bringen. Oder lass´ es einfach wie es ist.


    Gruß Hans

  • Unabhänig von der Dacheindeckung fehlt mir ein wesentliches Detail - Dachentwässerung.

    Hier ein Beispiel dazu.

    Vor dem Umbau ohne Überdachung

    https://www.saftbahn.de/bilder/1085326799.jpg

    Nach dem Umbau mit Überdachung

    https://www.saftbahn.de/bilder/1085326879.jpg

    Bei Deinem Kostrukt müssten jeweis die äußeren Kanten des Wellsbelch nach oben zeigen und die Regenrinne wäre an der Stirnseite und einseitig das Fallrohr.


    Gruß

    Lokwilli

  • Hallo Lokwilli


    Guter Hinweis. Da habe ich auch lange darüber nachgedacht. Ja oder nein.....ich habe viele alte Fotos gesehen, wo eine Dachentwässerung fehlt.

    Deshalb mich dagegen entschieden. Habe das aber noch offen um es evtl. zu ergänzen. Deshalb frage ich mich, ob die vielleicht erst später nachgerüstet wurden?

    Aber danke für das Bild, ist ein schönes Vorbild.


    Hier noch ein Bespiel aus heutiger Zeit...ich sehe da keine Dachentwässerung? hier


    Gruss

    Michi

  • Da ich noch eine kleine Bastelei für den Zeitvertrieb benötigte, habe ich mich dazu entschlossen, doch noch eine Dachentwässerung zu bauen. Danke für den zusätzlichen Input Lokwilli. Macht ja auch Spass :) ... ich glaube bei moba-tom habe ich mal gelesen, dass er die Rinnen aus alten Regenschirmgestängen baut. So einen defekten Schirm hatten ich noch rumliegen. Gesagt getan. Gestänge entfernt, auf Länge zugeschnitten und links und rechts mittels Papier und Sekundenkleber verschlossen.


    Dann mit Reststücken die Halterungen der Rinne gebaut:


    Danach ein passendes Fallrohr gebogen (auch aus dem Regenschirmgestänge):


    Ab in den Keller zum Lackieren:


    Und danach ab zur Montage an die Überbauung:




    Ich glaube, für die Überdachung der Dieseltankstelle werde ich auch gleich noch eine Rinne bauen.


    Gruss

    Michi

  • und weil es so schön ist, hier gleich noch die Bastelei an der Tankstelle:




    Und an der Unterführung wurde noch ein Schild "Ausgang" angebracht.


    So wird auch der hohe Durchgang etwas minimiert.

    So, jetzt steht dann der erneute Bau der Bahnsteigbeleuchtung an.


    Ich wünsche allen einen schönen Abend.


    Gruss aus Basel
    Michi

  • Passend zur Adventszeit fangen die ersten Lichter wieder an zu leuchten :) .


    Die Leuchten wurden alle demontiert und die originalen Reflektoren entfernt, die Glühlampenhalterungen wieder demontiert. Ihr könnt hier die unbearbeiteten Reflektoren für 5mm LED's sehen.


    Leider haben diese einen "Schlitz". Für was dieser gut sein soll weiss ich nicht, aber ich kann ihn nicht gebrauchen. Deshalb wurde dieser Schlitz mit einem Profilstab gefüllt. Dieser dient später auch gleich der LED-Befestigung.


    Anschliessend wurden die Reflektoren mittels Sekundenkleber an die Leuchten geklebt.


    Die Lampen wurden lackiert. Kleine Hölzer dienen der Befestigung der Lampen. So können sie später einfacher ausgerichtet werden beim Einbau in den Bahnsteig.


    Hier kann man die LED's Typ 0603 in der Farbe "super sunny white" sehen. Das sind meine absoluten lieblings LED's. Als Zuschauer kann man aus keiner Position der Anlage von unten in die Reflektoren schauen. Deshalb bedarf es hier auch keiner weiteren Kosmetik.


    Die ersten Leuchten werden montiert.


    Und so sieht es jetzt in der Nacht aus. Die Helligkeit wird evtl. noch leicht angepasst, wenn alle Leuchten montiert sind. Vielleicht ist es noch einen Ticken zu hell. Die Lampenschirme sind noch etwas Lichtdurchlässig. Werden also nochmals mit schwarzer Farbe behandelt.


    Jetzt folgt noch der Bau der restlichen Leuchten. Allerdings hat mein Lieferant "LED Baron" diese LED's nicht mehr im Shop. Mal schauen, wo ich diese noch auftreiben kann.



    Gruss aus Basel
    Michi

  • Guten Tag Zusammen


    Im Moment warte ich sehnlichst auf die Lieferung von neuen LED's für die restlichen Bahnsteiglampen. Leider ist der Shop vom LED Baron beängstigend leer. Ich weiss nicht, ob er seine Shop Aktivitäten einstellen möchte oder ob aus China einfach die gewohnte Ware nicht geliefert wird. Die bis jetzt verbauten LED's sind leider so nicht mehr bestellbar und so hoffe ich, dass ich jetzt noch den Richtigen "Farbton" erhalte. Sonst habe ich ein Problem.


    Während der langen Wartezeit haben wir aber weiter gebaut. So wird Stück für Stück der Bahnsteigoberfläche aufgebracht.



    Zwischenzeitlich haben wir die Verkleidung an der Front gebaut. Hier fehlen zwar noch ein paar Arbeitsschritte, dies kommt aber noch und wird dann zum Schluss in schönem Schwarz erstrahlen.


    Da die Arbeiten an den Bahnsteigen nicht weiter gehen können, habe ich mit mit dem Kohlebansen begonnen. So entstand als erstes die Grundplatte. Ich suche wenn möglich immer nach einer Lösung, dass die Arbeiten am Arbeitstisch erfolgen können. So wird auch diese Grundplatte herausnehmbar bleiben.


    Begonnen hat alles mit einer Kartonschablone.


    Dann wurden die Abmessungen auf eine Stück MDF übertragen und das Brettchen ausgesägt. Zuvor musste aber erst die Gummimatte und der Hartschaum entfernt werden.




    Wieder mittels Karton habe ich die Wände aufgestellt. Diese haben umgerechnet eine Höhe von ca. 2.5m. Im Verengten Bereich soll die Kohle aufgetürmt werden. Im Breiteren Bereich kommt der Kran (Peco) auf den Sockel und ein mobiler Kran (Wespe) wird dort auch stehen. Dann noch ein paar Kohlehunten werden auch Platz finden.




    Hierzu noch eine Frage an euch Spezialisten:

    Würdet ihr hier Kohlehunten (4 rädrig) mit einem Schienensystem sehen oder dann eher die Hunten (3 rädrig) ohne Schienensystem?


    Auch über weitere Anregungen würde ich mich freuen. So kann ich das ein oder andere in den Bau einfliessen lassen.



    Grüsse aus dem kalten Basel
    Michi

  • Hallo Michi!


    Zum Thema Kohlehunte: Ich würde ein Schienensystem verlegen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich die dreirädrigen Hunte nicht so gut fahren lassen. Man muss ja bedenken, dass der Boden im Kohlebansen nicht eben und vor allem nicht sauber aufgeräumt war.

    Nun habe ich neulich auf einer Modellbahnanlage schon einmal so ein System im Kohlebansen gesehen, nur war es leider planlos verlegt.

    Damit will ich sagen ,dass die Schienen einfach nur so da lagen, normalerweise führt so ein Schienensystem ja immer zum Kran.

    Die Hunte wurden von Hand befüllt und dann zum Kran gerollt. Dieser hebt die befüllten Hunte dann über die Tender der Lokomotiven, wo sie ausgeleert werden.

    In dem besagten Fall lagen die Gleise leider nicht in der Nähe des Krans und somit war eigentlich gar kein logischer Arbeitsablauf erkennbar.


    Dann Allen einen guten Start in die letzte Woche vor Weihnachten, Andrej.

  • HAllo!


    Wenn Hunte, dann mit Gleis. Die Frage ist, ob bei der Größe des Lagerbereichs nicht nur eine Notbekohlung per Hunte gemacht wurde. Die BW mit größerem Lokbestand waren sehr oft mit effizienteren Bekohlungsanlagen ausgestattet. Man darf nicht vergessen, dass die Hunte i.d.R. händisch beladen wurden.


    Damit der Bedarf zu Stoßzeiten gedeckt werden konnte, waren dann oft 10-15 Hunte vorab beladen worden und standen bereit.


    Im Grunde geht, was gefällt, in den 60ern wurde so manche Lösung nicht mehr aufwändig saniert sondern mit Blick auf die Verdieselung und Elektrifizierung am Laufen gehalten. Dafür würde auch der Fuchs-Bagger sprechen.


    Grüße


    Zweispurer

  • Hallo Zweispurer


    Also das mit der "Notbekohlung" gefällt mir. Würde ja auch mit dem 3-ständigen Lokschuppen (welcher erst noch kommt) übereinstimmen.

    Wäre dass dann einfach ein "gerades" Gleis von der Kohle zum Kran mit einer kurzen Auslaufstrecke, wo die leeren Hunten warten?


    Also in etwa so?


    Oder wurden die Hunten im Bereich der Befüllung vom Gleis genommen um näher am Kohlehaufen zu sein? Wenn da ja sonst mehrere Hunten auf dem geraden Gleis stehen würden, wären die Laufwege für das Personal ja recht weit mit der vollen Schaufel.



    Gruss

    Michi

  • Hallo Michi,


    den Vorschreibern schließe ich mich an - mit Gleis..


    So wie Du es zeigst geht das, der Schwenkbereich des Auslegers sollte die Gleise gut erreichen.


    Bei mir sieht das z.B. (leider nur in H0) so aus:




    Du könntest sogar noch kleine Drehscheiben einbauen, wenn die Wege es erfordern.

    Dies habe ich auf Vorbildfotos gesehen.

  • Hallo

    Also mit einem Gleis wird im original schwierig.

    Die leeren Hunte müssen auch wieder zurück zum befüllen.

    Da stehen sie im Weg.

    Dann lieber ein paar Drehscheiben z.b. von Wenz einbauen.

    Zusatz für michi : so ein Hunt fasst eine halbe Tonne, wer soll die beladen aufs Gleis setzen?

    Grüße

    Rigobert

  • Hallo Michi,


    habe ich das richtig gelesen, daß Dein Ringlokschuppen dreiständig ist? Es sind also eher wenige Loks dort beheimatet? Dann sollte ein Bekohlungskran in etwa reichen. Aber was ist mit den Durchlaufen, die ihre Kohle- und Wasservorräte ergänzen müssen? Da wäre ein zweiter Bekohlungskran sehr hilfreich. Verorten würde ich den am anderen Ende des Kohlenbunkers. Sollte dieser Halt erst im nächsten Bahnhof notwendig und eingeplant sein, dann reicht auch Deine Ausführung.


    Im übrigen verfolge ich Deinen Anlagenbau von Anfang an. Auch weil Du an einer meiner ehemaligen Wirkungsstätten bist. Lebst Du auf der deutschen oder der schweizerischen Seite. Wobei, die französische (Elsaß) ginge ja auch noch.


    Gruß

    Klaus

    Der frühe Vogel kriegt den Wurm, aber die zweite Maus erhält den Käse

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!