Projekt: Karthausen

  • Hallo Michi,

    ich bewundere deinen Einsatz bei dieser Hitze unter dem Dach! Zu der Hintergrundkulisse hätte ich 2 Vorschläge: Du kannst so eine MDF-Platte relativ eng biegen, wenn du auf der Rückseite mit der Kreissäge Schlitze einsägst, die einen gleichmässigen Abstand zueinander haben. Diese Schlitze müssen senkrecht zum Biegeradius ausgeführt sein. Natürlich muss die Biegung sehr vorsichtig erfolgen, damit nichts bricht. Eine Lehrte mit dem gewünschten Radius kann da sehr nützlich sein. Diese Lehre hat mindestens 2 Schablonen (oben und unten an der Platte), über die die vorbereitete Platte abgerollt wird.

    Eine zweite Möglichkeit besteht, wenn du eine Papprolle mit dem gewünschten Ausrundungsradius aufschneidest und dann in die Kulissenecke klebst. Danach ist aber eine ziemliche Schleifarbeit angesagt, weil die entstandenen Kanten verspachtelt und egalisiert werden müssen.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Spass mit der Modellbahnanlage und möglichst wenig Schweissausbrüche,

    Viele Grüsse aus dem Dürre-Schwarzwald,

    Dieter

  • Hallo Michi,

    das ist auch eine gute Idee, Ich weiss nicht, mit welchen Radien die Leisten im Handel sind. Eine möglichst große Ausrundung verbessert da natürlich die Optik. Bei einem zu engen Bogen kann es auch passieren, dass sich die aufgeklebte Hintergrundkulisse aus der Rundung löst und sich spannt. Dieser Effekt kommt beim Tapizieren vor, wenn man aus Faulheit eine Bahn um eine Innenecke zieht und nicht neu ansetzen will.

    Weiterhin viel Erfolg beim Bau der Anlage,

    Viele Grüsse aus dem leicht abgekühlten Schwarzwald

    Dieter

  • Moin Zusammen,


    Bezüglich des Hintergrunds - geht da nicht so was dünnes - wie diese Schrankrückwände - die biegen sich dich fast schon von alleine ... ?

    ( Ich glaube das Material hast Du an anderer Stelle schon als Absturzsicherung verarbeitet )


    Evtl - Nass machen ... - nur so als Überlegung ohne es selbst ausprobiert zu haben.


    Viele Grüße,
    Stefan

  • Hallo...

    ich habe meine Ausrundung der Ecke / meinen Hintergrund mittels Finnpappe gebaut.


    Hier das Prinzip anhand einer Skizze:


    (Anmerkung: Der Untergrund ist bei mir Sperrholz, keine MDF Platte, aber ich denke, das macht keinen Unterschied).

    So sieht es bei mir aus:

    Übersicht:


    Detail Ausrundung von oben:


    Detail:


    Ich habe über die Finnpappe, den gesamten Hintergrund 160gr Papier tapeziert, also als ein ganz langes Stück.

    Alles bemalt habe ich mit Acrylfarbe, nass in nass (mit Retarder).

    Im Nachgang denke ich, das Tapezieren ist für den Spalt zwischen den Finnpappen gar nicht nötig.

    Ich habe noch eine weitere Wand (mit Ecken).

    Dann würde ich es so machen:

    Einmal mit Acryl grundieren, dann eventuell Acrylfeinspachtel für feine Fugen, anschleifen, fertig sollte ein glatter, nahtfreier Untergrund sein.


    Grüße, Stefan

  • Guten Morgen Allerseits


    Danke für eure Anregungen. Ich habe den jetzige Hintergrund aus 3mm Faserplatte gebaut. Ist etwas günstiger wie MDF. Diese hat auf einer Seite keine glatte Seite. Ich nehme an, der leichte Preisunterschied ist von dem abzuleiten. Ansonsten ist die Platte gleich wie MDF. Biegen lässt sich diese schon relativ gut.

    Hat dann aber eine relativ hohe Spannung. Da wäre dann vielleicht die 2mm dicke Platte noch besser. Ich werde mal schauen, was ich da noch für eine Lösungen finden werde. Wir wissen auch noch nicht, ob wir den Hintergrund malen oder ein "Foto" aufkleben werden. Das kommt noch ein bisschen auf die Ausgestaltung an. Da haben wir aber so langsam unsere Ideen dazu.


    Grüsse vom Rhein

    Michi

  • Guten Morgen


    Und weiter geht es mit bauen...da jetzt langsam gewisse Geländezüge ersichtlich werden, steigt die Motivation am Weiterbau spürbar an.

    Aktuell werden die Mauern gebaut. Wenn auch erst die Trägerplatten, woran dann später die Beton- und Gesteinsmauern befestigt werden.

    Auch das "Fliegengitter" für die spätere Landschaftsgestaltung wird daran befestigt. Dazu nehme ich aber in der Regel nicht ein Drahtgitter, sondern ein Aussenputzgewebe. Dieses lässt sich viel besser verarbeiten und kann super mit Heisskleber befestigt werden. Aber so weit ist es ja noch nicht.

    Wie wir die Mauerbretter am Trasse befestigen, zeige ich euch im nächsten Beitrag. Habe leider kein Foto davon gemacht.


    m6rv-dt-8656.jpg


    m6rv-du-8761.jpg


    m6rv-ds-dc2b.jpg


    Gruss vom Arbeitsplatz:/

    Michi

  • Hallo Michi,


    vielleicht solltest Du auch mal über Styrodur aus dem Baustoffhandel und ein Schneidegerät (z.B. Proxxon) nachdenken. Dazu noch eine Niedrigtemperatur-Klebepistole, mit der du das Zeug zügig verkleben kannst. Wenn Du mal in meinen Thread über unser Clubanlage in Hagen reinschaust, findest Du in den letzten Beiträgen Bilder vom Beginn des Landschaftsbaus mit Styrodur.


    Gruß


    Christoph

  • @Christoph...danke für den Hinweis...da hasst du recht, Styrodur scheint eine tolle Möglichkeit zu sein. Vor allem kann man da Bäume wunderbar reinstecken und sie halten ohne zu wackeln. Jedoch brauche ich an gewissen stellen die Zugänglichkeit unter dem Berg um an verdeckte Gleise zu gelangen. Und wenn ich da mit vollen Platten arbeite, welche auf einander geklebt sind, dann habe ich unter dem Berg keinen "Hohlraum" mehr. Diesen benötige ich aber, um den Kopf hineinzustrecken. Was ich noch nicht versucht habe ist, ob man das Styrodur auf der unteren Seite quasi "Aushöhlen" kann. So dass mann einen "holen" Berg bekommt. Hast du da mehr Erfahrung?

  • Genau, und die Oberfläche kannst Du mit einer Surform-Raspel (googeln) und einem Staubsauger formen. Unser aller Vorbild, Josef Brandl mach es genau so. Dann Wandfarbe aus dem Baumarkt, Gemisch aus braun und grau drüber und schon sieht es wie eine Landschaft aus. Siehe Eisenbahn-Journal " Bauen wie Brandl".


    Gruß


    Christoph

  • Moin Michi,


    also ich denke im Rahmen der Kosten des Gesamtprojekts geht auch ein Bastelmesser mit Styrodur-Klinge und ein Heißdrahtschneidegerät sicher unter ... Zumal man letzteres auch prima verwenden kann um aus Styrodurplatten kleine Steine für Tunnelportale etc... machen zu können.


    Letztendlich könntest Du Dir mit einer Stromquelle und dem Heizdraht Dir das für Dich passende sogar nach belieben selber bauen.
    Das ist keine Raketenwissenschaft. Google liefert massig Antworten zu "heißdrahtschneider selber bauen".


    Kurven kannst du auch aus kleinen geraden Schnitten zusammensetzen ... und am Schluss wirst Du es vermutlich sowieso irgendwie verrunden.


    Grüße,

    Stefan

  • Hallo Stefan


    Da hast du recht...ich habe mich mit dieser Materie nur noch nie auseinander gesetzt geschweige denn, schon mal damit was gemacht.

    Ich denke auch, dass für eine ganze Anlage, welche da mit Styrodur ausgekleidet werden muss, solche Geräte Preislich absolut bezahlbar sind. Da habe ich wesentlich teurere Gerät angeschafft, um die MoBa zu bauen. Und das mit den Mauersteinen ist natürlich ein geile Sache.

    Wurde erst gerade eben in einem anderen Thread aufgegriffen.


    Gruss

    Michi

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