Projekt: Karthausen

  • Hi Michi,
    die Kriterien für die Aufstellung von Signalauslegern werden nicht nach Strecke und Bahnhof unterschieden. Entscheidend ist der Platz neben den Gleisen, bzw. der Gleisabstand.


    Die ungewöhnlichste Aufstellung die ich kenne ist ein Lichtsignal, das rechts über den Gleisen hängt, aber eine Schachbrett-Tafel, da es für den Gleiswechselbetrieb links stehen müsste, also auf der falschen Seite aufgestellt ist...


    Grüße. Jay, the K.

  • Kurzes Update:


    Ich habe gestern mal ein Schachbrettschild gebaut. Muss noch lackiert werden. Um es auf die endgültige Höhe zu bekommen, muss noch die Gummimatte ausgeschnitten werden. So kommt dass Schild dann auf Oberkante Schiene zu stehen.
    Muss am Signal noch irgend ein Hinweis dran, des es für das Gleis rechts von ihm gilt? Ansonsten könnte der Lokführer auf dem linken Gleis des Signals irrtümlicherweise meinen ,es gilt für ihn.
    Die Lösung mit der Signalbrücke ist aber noch nicht aus dem Rennen, aber dann vielleicht an einem anderen Ort auf der Anlage. Weil fürs Auge gibt das schon was her :thumbup:


    m6rv-dc-c386.jpg


    m6rv-dd-80cf.jpg


    Gruss
    Michi

  • Hallo Heizer,
    bist du so nett und sagts etwas zur Farbe des SH 1 Signalbegriffs.
    In den Viessmann Abbildungen habe ich einen sehr gelblichen Farbton erkannt, und kaltweiss sollte es auch nicht sein.
    Ist die Farbe ok, also etwa warmweiss oder weiss?


    Gruß Fritz

  • Hallo,


    Vielen Dank für die schicken Bilder und Bericht über den Baufortschritt! Leider können viele Nutzer den Thread nicht lesen, weil die Bilder viel, viel zu groß sind.


    Bitte skaliert eure Bilder auf eine Größe, die alle problemlos laden können. Das bedeutet: Abmessungen etwa 1000 (bis 1500) Pixel breit und vor allem Dateigröße 150 - 200 kB. Die Pixelgröße wird automatisch skaliert und ist weniger kritisch, die Dateigröße führt dazu, dass die Bilder endlos lange laden.


    Bei der genannten Größe gehen keine Informationen verloren und auch Nutzer mit langsameren Verbindungen und Mobilnutzer (das werden immer mehr) können dem Thread folgen. Danke! :thumbup:


    Details dazu hier: Bildgröße einstellen

  • Hallo und guten Morgen


    Müsste das mittlere Siganl, welches ja zum Gleis zwei Gehört, aber links davon steht, noch eine Zuordnungstafel (Pfeilspitze nach rechts) erhalten? Ansonsten könnte ja der Lokführer auf Gleis drei meinen, das Signal ist für ihn bestimmt?

    Wo würde ein solches hinkommen? An den Masten von Signal? Unter- oder oberhalb des Signalbalken? Oder evtl. vor dem Signal am Boden?


    m6rv-dc-c386.jpg



    Grüsse

    Michi

  • Hallo Michi,


    ich habe mal in das Regelwerk der Bundesbahn geguckt (DS 818 - Signalanlagen planen und vorhalten - Sammlung signaltechnischer Verfügungen) und folgendes für Dich bzw. Deine Situation gefunden:


    Quote

    Für die Anordnung des Signals Ne 4 (Anm. EsPe: Schachbretttafel) gelten folgende Grundsätze:

    (1) Das Signal Ne 4 ist an den durchgehenden Hauptgleisen immer, an sonstigen Hauptgleisen nur, wenn Durchfahrten mit 80 km/h und mehr zugelassen sind, anzuordnen, wenn das Hauptsignal links neben dem Fahrgleis steht.

    (weitere Fälle, die nicht zutreffend sind, nicht zitiert)


    Das bedeutet für Deinen Fall, dass das fragliche Gleis entweder ein durchgehendes Gleis ist und ist die Schachbretttafel unbedingt aufgestellt werden muss oder dass das fragliche Gleis kein durchgehendes Hauptgleis ist (vermutlich müsste das das rechte Gleis daneben sein), dort langsamer als 80 km/h gefahren wird und die Schachbretttafel nicht aufgestellt werden muss - die Lokführer erhalten die Info durch die Streckenkundeausbildung. Das durchgehende Hauptgleis ist die Fortsetzung der Streckengleise durch einen Bahnhof und in der Regel sind das die Gleise, in denen eine Durchfahrt durch den Bahnhof ohne Hp 2 möglich ist.


    Vielleicht löst das Dein Problem. Ich selber finde die im Bild gezeigte Anordnung nicht glücklich, da sie wirklich fehlinterpretiert werden kann und sicher auch wird. Deswegen würde ich an Deiner Stelle auf die Schachbretttafel verzichten und bei Nachfragen auf die Streckenkunde des Lokführers verweisen, der die Besonderheit Deines Bahnhofs kennt.


    Freundlicher Gruß

    EsPe

  • Hallo Michi,

    Gleis 1 und 2 sind durchgehende Hauptgleise bei welchen.


    Hm, dann sind diese beiden Gleise die Fortsetzung zweier Strecken in Deinen Bahnhof? Jede eingleisige Strecke kann nur ein durchgehendes Gleis im Bahnhof haben, jede zweigleisige eines je Fahrtrichtung. Alle anderen Gleise im Bahnhof sind nur Hauptgleise, wenn auch teilweise mit Durchfahrmöglichkeit - das bedeutet, dass es in diesen Gleisen möglich ist, gleichzeitig eine Einfahrt und eine Ausfahrt zu stellen und so einem Zug eine Durchfahrt durch dieses Gleis ohne Anhalten zu ermöglichen. Im durchgehenden Hauptgleis geht das immer.


    Was bedeutet das für Dich? Du könntest das rechte Gleis mit der Regelaufstellung des Signals (Gleis 1?) als durchgehendes Hauptgleis ansehen und das linke Gleis (Gleis 2?) als Hauptgleis mit Durchfahrmöglichkeit, aber eben nicht als durchgehendes Hauptgleis. Dann wäre, sofern die 80 km/h bei der Ausfahrt nicht überschritten würden, der Verzicht auf die Schachbretttafel möglich. Und bei der Weichenanordnung sollte sowieso nicht schneller als 60 km/h gefahren werden, 40 km/h wären noch vorbildgerechter.


    So ist das leider mit den Definitionen bei der großen Eisenbahn...



    Freundlicher Gruß

    EsPe

  • Wir haben die Anlage als eingleisige Strecke gebaut. Jedoch sind die Gleise so gelegt, dass man den Eindruck einer Doppelgleisstrecke erhält. Mindestens an ein paar Stellen der Anlage. So z.B. die Paradestrecke und auch die Ein- und Ausfahrt des Bahnhofs ist zweigleisig gestaltet. Somit kann man die Anlage so gestalten, wie wenn die Strecke zweigleisig ist. Es soll der Charakter einer Hauptstrecke dargestellt werden.



    Gruss und Danke für deine Erläuterungen.

    Michi

  • Guten Morgen


    Endlich konnte begonnen werden den Arbeitstag der Lokführer sicherer zumachen.

    Die erste Absturzsicherung hat Ihren Platz gefunden. Weitere werden natürlich noch folgen.

    Entstanden ist sie aus 3mm MDF und wurde seitlich mit dem Trassebrett verschraubt. Ich denke, auf den Weissleim kann hier verzichtet werden.


    m6rv-dj-79a6.jpg


    m6rv-di-a2fc.jpg

    Grüsse

    Michi

  • Hallo Allerseits


    Nach unserer "kurzen" Urlaubspause ging es gestern Abend wieder tatkräftig mit dem Bau der Anlage weiter.

    Aktuell möchten wir im Bereich der Paradestrecken mit den Stützmauern, Arkaden und Tunnelportalen beginnen.

    Dazu stellen wir aus Karton Resten die Mauern usw. her, damit man mal einen Eindruck erhält, wie es später wirken wird.


    Dazu mal eine Frage: Ist die Oberkante einer Mauer immer horizontal oder kann diese auch parallel zur Steigung des Gleises ausgeführt sein? Oder kommt es da noch auf das Material an: Gemauert, Betoniert usw.


    Auf dem Foto seht ihr die Mauer, welche zwischen den beiden Tunnelportalen steht, Diese ist oben horizontal ausgeführt. Die niedrige Mauer, welche zwischen der Brücke und dem Tunnel liegt, ist parallel zur Steigung ausgeführt.


    Danke für euer Feedback.


    m6rv-dn-e345.jpg



    Gruss aus Basel

    Michi

  • Hallo Michi,


    zur Neigung der Maueroberkante: Das kommt darauf an :)

    Bei Stützmauern aus Beton kann man der Geländeform oder Strecke folgen, dann ist die Krone oft gleich geneigt wie die Strecke.

    Bei Mauerwerk wird man die Fugen immer waagerecht ausführen, da es sonst einen zusätzlichen Schub in der Fuge gibt, der die Standfestigkeit verringert.

    Die Krone kann beim Mauerwerk aus Beton ausgeführt sein, wird oft gemacht wenn das Mauerwerk nur ein Verblender ist. Da wird meist eine Neigung eingebaut.

    Oder es gibt eine Reihe von Decksteinen oder Platten, bei geringer Neigung folgt die der Strecke.

    Bei Ziegelmauerwerk führt man die oberste Reihe als Rollschicht aus, das wird eher selten geneigt eingebaut, da gibt es dann Stufen. Das liegt auch daran, dass einfacher Ziegel leicht rutschig wird, das möchte man vermeiden, wenn die Krone begangen weird


    Es hängt also von dem Material ab. In deinem Fall auf dem Foto sieht das schon passend aus, aber bitte mit waagerechte Fugen. Die niedrige Mauer würde ich aus Bruchstein mit einer Betonkrone ausführen, denn da gehört ein Geländer drauf, damit die Bahnwärter nicht abstürzen. Und denk an eine kleine Treppe zwischen den Gleisebenen.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo Michi,


    die erste Frage, die Du Dir stellen mußt, ist die Epoche zu der die Mauern erstellt worden sind. Hiernach richtet sich die Materialauswahl der Mauern.

    So wie es aussieht hast Du eine Mittelgebirgslandschaft auf Deiner Anlage. Bei frühen Epochen wurden auch gerne Mauern aus Natursteinen erstellt. Sind es unbehauene Steine, so brachst Du auf den Verlauf der Fugen keine Rücksicht nehmen. Bei behauenen Steinen gilt das vorhergeschriebene mit den horizontalen Fugen.

    Die Natursteine wurden möglichst entfernungsnah besogt. Decksteine wurden häufig aus einem massiveren Material wie Basalt oder Granit erstellt.


    Zwischen Deinen beiden Tunneln würde ich eine Betonwand errichten, da sich wenig Platz zwischen den Tunnelportalen und der Wand befindet.

    Die Wände solten in einem leichten Winkel zur Bergseite geneigt sein.

    Du kannst die Wände natürlich auch ganz chaotisch gestalten, mit vielen verschieden angesetzten Betonelementen. Je nach Verwitterung des Bergmassivs oder Bergdrucks werden die instabilen Bereiche separat mit Ankern und Beton gesichert. Auf der Geislinger Steige und weiteren Bahnlinien in Süddeutschland sind diese Mauerkonglomerate zu finden. Im Norden wird der Berg häufiger mit Spritzbeton und Ankern stabilisiert.

    Versuche den Bereich mit den langen Mauern aufzulockern, indem Du eventuell dazwischen Felsen darstellst. Oder oberhalb einer Mauer wird das Gelände im 45 Grad Winkel abgeschrägt. Dort kann man Bäume und höhere Sträucher pflanzen , damit die Strecken optisch etwas getrennt werden.

    Beste Grüße

    Rolf-Peter

  • Hallo H3X und Rolf-Peter


    Danke für eure wertvollen Tipps. Wir befinden uns in diesem Bereich der Anlage in nahen Gleisvorfeld des Bahnhofs. Allerdings soll hier der Übergang von Bahnhof zur etwas ländlicheren Gegend abgebildet / Angedeutet werden. Grosse Berge usw. wird es sicherlich keine Geben. Es wird gestalterisch (leider nicht auch die Grösse) ähnlich wie die Kreiensen Anlage daher kommen. Also werden an ein paar Stellen vielleicht kleine Felsen hervor schauen, aber Felswände gibt es keine.

    Ich denke auch, dass eine Mischung aus Gesteins- und Betonmauern am spannendsten wirkt.



    Gruss

    Michi

  • Hallo Michi,


    machbar ist vieles, einiges sieht aber auch schlimm aus...


    Meine Empfehlung:

    1. Schau Dir Vorbildfotos an, die gibt es zu hunderten im Internetz.

    2. Entscheide Dich dann, welches Material Du nachbauen möchtest (Beton, Naturstein, Ziegel)

    3. Such Dir dann zu den Mauertypen ein paar grobe Infos zur Entwässerung (Rohre durch die Mauer, Graben vor der Mauer usw.), Neigung der Mauern, Stützpfeiler, mögliche Höhen, Steingrößen, Abdeckungen usw.


    Schöne Beispiele findest Du z.B. auf Stephan`s Anlage "Eisfeld"... auf meiner letzten Anlage habe ich das so gebaut:






    Nur als Anregung...


    Gruß

    Thomas

  • Moin Michi, der alte Fuchs Klaus Spörle, einer meiner Lehrmeister, sagte immer, dass auf der Modellbahn erlaubt sein soll, was gefällt. Es muss nur glaubhaft sein, wenn man damit an die Öffentlichkeit geht. Und Freude soll es oberdrein machen. Mache ruhig Romantik, aber vermeide Kitsch. In diesem Sinne hau´ rein!


    Gruß

    Werk 2

  • Guten Morgen


    Danke für eure Anregungen und Tipps. Es muss zwar bei uns nicht alles bis in kleinste Detail dem Vorbild entsprechen, aber gewisse Details sind uns dann schon wichtig.


    Bei uns ist es zwar aktuell eher unangenehm im Dachstock (>28°C) wegen den hohen sommerlichen Temperaturen, aber es geht trotzdem immer wieder vorwärts mit dem bauen. Aktuell werden jetzt die Stützmauern und die Hintergrundkulisse umgesetzt. Mir ist klar, das die Kulisse besser gebogen sein sollte. Die 3mm Faserplatten kann ich aber nicht so eng biegen wie benötigt. Daher erst mal mit Ecken. Vielleicht lässt sich dann noch was machen.

    Wir haben uns auch entschieden den Stützbalken in die Kulisse zu integrieren. Wir hoffen dass er so weniger auffällt, wie wenn er einfach so in der Gegend her um steht.

    An dieser Stelle wird die Anlage thematisch getrennt. Rechts von der Kulisse wird die Stadt / Bahnhof Szenerie beginnen, während links davon die ländlich gestaltete Landschaft endet. Die Gestaltung der Anlage wird so ausgeführt, wie wenn es eine lange Strecke wäre, welche aus Platz gründen einfach in einen Kreis gebogen wurde. Ich hoffe, ihr versteht wie ich das meine. So wird auch der Kreisverkehr noch besser getarnt.


    So nun die Bilder. Die sind ja immer am tollsten, jedenfalls für mich in den anderen Blogs.


    Grüsse aus Basel

    Michi


    m6rv-dq-1490.jpg


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    m6rv-do-f36b.jpg

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