Soll ich oder soll ich nicht - Inneneinrichtung Bahnhof "Krakow"?

  • Liebe Spur Null Gemeinde,


    ich bin gerade am Zusammenbauen des Lenz/Auhagen-Bausatzes. Je länger ich daran arbeite je größer ist/wird der Wunsch den Bahnhof "richtig" zu gestaltet, denn Auhagen hat bei der Konstuktion ja einiges geändert (zwei Fenster und eine Stür statt andersrum - ok-sieht auch besser so aus!) was zum Teil weitere Änderungen nach sich zieht, da der Spur 0 Bausatz nur ein "aufgeblasener" Spur H0/TT/N-Bausatz ist. In den Größen sind ja Inneneirichtungen eher selten und auch die eine oder andere falsch gesetzte Tür oder Fenster fällt in den kleinen Baugrößen nicht so auf.


    Jetzt zurück zu meinem "Problem":
    ich habe bereits einen WANDDURCHBRAUCH und eine komplette Wand ABGETRAGEN, sprich entfernt. Eine Tür ist statt einem Fenster am "Stellwerk" eingebaut worden, damit der Abfertiger das Gebäude verlassen kann und den Bahnsteig betreten kann.



    Jetzt möchte ich die Inneneinrichtung planen! Anbei meine Gedanken zu einer sinnvollen? Inneneinrichtungsaufteilung:




    Wäre das so vertretbar? Würdet ihr das auch so planen und umsetzen?


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Andreas


    sieht doch ganz vernünftig aus.
    Ist natürlich die Frage, wieviel vom Innenraum der Betrachter überhaupt sehen kann. Und was Dein "Gewissen" am meisten beruhigt.


    Deine Planung sieht aber doch ganz vernünftig aus.
    Nur zur Info: vielleicht hilft Dir auch Husberts früherer Beitrag noch etwas weiter: Innenaufteilung Krakow und ähnliche Gebäude (hier: Kröpelin)


    Und hier - weil es so schön ist ;) - noch ein Bild aus Groß-Reken



    Viele Grüße


    Hendrik

  • Hallo Andreas,


    In wie weit man das Innere einrichtet, liegt wie so oft am eigenen Geschmack. Sinnvoll finde ich, das man so viel darstellt wie man von außen sehen kann, wenn die Dächer geschlossen bleiben.
    Da ich auch gerade einen etwas kleineren Banhof selbst gebaut habe, stellte sich für mich die gleiche Frage.
    Dein Grundriss scheint mir sinnvoll, bei der Treppe würde ich mal googelt ob zu der oberen Etage nicht auch ein Zugang von außen da sein musste( was mir sinnvoll erscheint)
    Da Stellwerk mit dem Dienstraum dahinter kann man sehr schön darstellen. Wichtig ist, das die gestalteten Bereiche beleuchtet sind, da sie sonst dunkel sind und man nichts von der schönen Einrichtung sieht.
    Von Zapf Modellbau gibt es sehr schöne Bänke für Innen und die technischen Dinge gibt's von Wenz etc. hier hat jeder so seine Favoriten.
    Wenn Du möchtest schicke ich dir Bilder über WhatsApp , das ist mir hier zu umständlich.


    Gruß und viel Spaß


    Johannes

  • Hallo Johannes,


    ich könnte mir vorstellen, dass die Bilder von der Inneneinrichtung Deines Bahnhofes auch noch mehr Interessenten findet.
    Auch wenn es aus Deiner Sicht umständlich erscheint, hier die Bilder ein zu stellen.
    Ich würde mich (und sicherlich auch andere Spur 0 Freunde) freuen, wenn wir diese Bilder zu sehen bekämen. :thumbsup:
    Denn ich glaube solche Anregungen suchen hier sehr viele, deshalb sind sie ja uch im Forum unterwegs.
    Aber es ist natürlich Deine Entscheidung.


    Mit den besten Grüßen aus dem Bergischen


    Harry

    Rund um Wupperburg


    Eisenbahnfreunde Solingen
    Nächste Veranstaltung


    Alle geplanten Veranstaltungen sind bis auf weiteres abgesagt.
    Das gilt auch für die Fahrtage:!:


    jeden 4. Freitag im Monat Fahrtag von 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Gast Fahrzeuge sind gerne Willkommen.
    Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wo: Aufderhöher Straße 106, in 42699 Solingen

  • Hallo ihr Lieben,


    vielen herzlichen Dank für eure Antworten.


    Johannes: über http://www.picr.de kannst du ganz einfach die gewünschten Bilder hochladen und nd den kompletten Link so wie er ist hier einfach reinkopieren ohne hier über die "Bild eingefügen"-Funktion nutzen zu müssen.


    Ich möchte an sich so viel wie möglich darstellen aber 'die Kirche im Dorf lassen". Licht ist klar, werde warmweiße LEDs benutzen.


    Was ist in so einem Bahnhofsgebäude eigentlich im 1. Stock und auf dem Dachboden untergebracht?



    Gruß Andreas


  • Hallo Andreas,
    üblicherweise waren im 1. Stock die Wohnung/en der Bahnbediensteten. Bahnhofsvorsteher und Vertreter. Im 2. Stock (so vorhanden) wohnten die Bahnbediensteten der 2. Klasse. Eine Restauration innerhalb des Bahnhofs war in der Gründerzeit nicht üblich da diese meist von ortsansässigen Wirten in eigenen Gebäuden gestellt wurden.
    Ich stimme den anderen Vorschlägen zu. Nur das darstellen was man auch gut sieht. Hie und da ein geöffnetes Fenster und man kann der Frau vom Vorsteher beim Anziehen zusehen oder so.
    Gruß
    Husbert

  • Hallo ihr Lieben,


    ich vergass zu schreiben, dass meine Segmente die zeit so um 1975-1982 darstellen soll. So genau habe ich mich noch nicht entschieden, aber auf alle Fälle EP IV.


    Danke nochmals ganz lieb an Alle, die geantwortet haben und dies evtl. noch tun werden! :thumbsup:


    Husbert: keine Bange, ein McDoof kommt da schon nicht rein aber das was hier Rainer gezaubert hat... wäre doch schade wenn dass nicht zur Schau gestellt wird. :thumbsup:



    Genau wie seine Waschmaschi und den Grill. Die Sachen werde ich noch in einem anderen Bericht zeigen!!! :)


    Gruß
    Andreas

    Edited once, last by Andreas1968 ().

  • Gedanken zu einer sinnvollen? Inneneinrichtungsaufteilung:


    Hallo Andreas,


    ein wenig "googeln" hilft immer!
    Ausführliche Hinweise zur zweckmäßigen Grundrissgestaltung kannst Du hier finden:
    http://de.academic.ru/dic.nsf/…/940/Empfangsgeb%C3%A4ude
    oder hier:
    http://www.zeno.org/Zeno/0/Suc…geb%C3%A4ude&k=Bibliothek
    Ein Grundrissbeispiel für einen "KPEV-Normalbahnhof" ähnlicher Größe ist hier abgebildet:
    http://eisenbahn-gumbinnen-gol…ormalbahnhof-Architek.jpg


    Das web gibt bei gezielter Suche sicher noch mehr Informationen her.


    Wie bereits weiter oben angeregt, solltest Du die Treppe zum 1.OG - in dem sich bei solchen Gebäudetypen immer eine Dienstwohnung befand - in einem gesonderten, von aussen zugänglichen Treppenhaus anordnen. Ein zweiter Zugang von den Diensträumen aus ist denkbar, aber nicht zwingend.
    Beim Stellwerksraum solltest Du darauf achten, dass zwischen der Hebelbank und der Trennwand zum Dienstraum genügend Platz bleibt. Scheint mir etwas knapp geplant zu sein.
    Die Toiletten für Fahrgäste, die zu solchen Gebäuden gehörten, befanden sich im allgemeinen nicht im EG selbst, sondern in einem eigenen, in gebührendem Abstand angeordneten Abortgebäude.


    Karl Heinz
    (von 1951 bis 1956 Mitbewohner einer EdS-Dienstwohnung)

  • Hallo Andreas,


    hier mal ein Beispielgrundriß eines kleineren Empfangsgebäudes für dich zur Orientierung.



    Quelle: Die Eisenbahn in Wort und Bild, Czygan, herausgegeben um 1927


    Das Erdgeschoß war im Prinzip so aufgebaut, dass man davon ausging, die Menschenströme laufen im Rechtsverkehr. Dazu wurden sogar Untersuchungen angestellt.
    Wenn man also von der Straße ins EG kam, waren rechts erst einmal die Fahrkartenschalter, danach kam rechts die Gepäckannahme. Die Gepäckannahme hatte einen Ausgang zum Bahnsteig.
    Das wird sicher auch der Grund gewesen sein, warum die EG mehrere Ausgänge zum Bahnsteig hatten, einer fürs Publikum, die anderen für das Bahnpersonal.


    Bahnhofsgaststätten waren zumindest in den 20er Jahren in kleineren Bahnhöfen nicht vorgesehen. Ich kann mich aber erinnern, dass es in den 60er und 70er Jahren in fast jedem kleinen Bahnhof eine Kneipe gab. Vermutlich wurden dazu die Warteräume umfunktioniert.


    Toiletten waren wie schon erwähnt, in einem seperaten Gebäude untergebracht.
    Da die meisten Bahnhöfe ursprünglich am Rand oder zwischen zwei Gemeinden angelegt wurden, gab es dort natürlich keine Kanalisation. Also hatten die Toilettenhäuschen eine Fäkaliengrube. Diese verschwanden erst, als die Gemeinden baulich bis zum Bahnhof vorgedrungen waren. Solche Fäkaliengruben kenne ich auch noch, gab es also in den 60er Jahren noch.
    Entleert wurden diese Gruben durch die Bahn selbst, die dafür Spezialwagen hatte. (ich vermute, dass dieses "Gut" dann noch gut verkauft wurde)


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo zusammen,


    also ich finde die Idee, neben der Kneipe auch die Toiletten in das Bahnhofgebäude zu verlegen,
    schlüssig. Nicht nur die Bahnfahrzeuge haben sich weiterentwickelt, sondern auch das drum herum.
    Wieso also nicht mehr benötigte Diensträume anders nutzen, zum Bsp. als als Gaststätte oder als Toiletten?


    Natürlich zeigen die Grundrisse von damals etwas Anderes, ist aber ja auch schon viele Jahre her.


    Schöne Grüße
    Rainer

  • Das Erdgeschoß war im Prinzip so aufgebaut, dass man davon ausging, die Menschenströme laufen im Rechtsverkehr. Dazu wurden sogar Untersuchungen angestellt.
    Wenn man also von der Straße ins EG kam, waren rechts erst einmal die Fahrkartenschalter, danach kam rechts die Gepäckannahme.


    Hallo Roland,


    ob bewußt oder unbewußt ... ich habe den Fahrkartenschalter ja auch rechts eingeplant, wahrscheinlich weil sich dort ja auch die Diensträume und das "Stellwerk" befinden.
    Links geht es zur Bahnhofsgaststätte mit 3 Gänge-Menü: Bockwurst, Brot und Senf oder Ketchup :D


    Habe ich also richtig gemacht, dass mit rechts. :sleeping:


    Ob jetzt die Angestellten der Gaststätte eine eigene Toilette benötigen lassen wir mal außen vor, ich möchte nicht noch die Vorgaben für Gaststätten in der Fassung von 1970 durchlesen ;)
    Notfalls können sie in die erste Etage die Toilette der Bahnbediensteten nutzen.


    Übrigens habe ich ja noch aus der ausgeschneittenen front eine Tür und ein Fenster übrig, vielleicht baue ich seitlich links in der Kneipe noch ein Fenster ein... :huh:



    @ Rainer: ich habe leider keinen Grünen heute mehr zur Verfügung aber für deine coolen Arbeiten und dein Posting hast du dir mehr als einen verdient! :thumbsup:



    Gruß
    Andreas

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