Bischofsheim II

  • Guten Morgen Zusammen,
    muss ganz kurz mal wieder meinen Senf dazu abgeben...


    Ich glaube jeder von uns hat schon ein mehr oder weniger ähnliches Erlebniss gehabt.


    Wie schon geschrieben wurde, wird das von den Meisten nicht gross erwähnt. Man ärgert sich einfach im Stillen.


    Oftmals ist ja der Grund für den Freiflug schnell gefunden und ebenso schnell beseitigt.


    Da Tom uns aber auf nette, fast schon unterhaltsame, Weise an seinem Schadensfall teilhaben lies, habe ich ihm auch einen "Grünen" spendiert.


    Nicht weil ich den Abflug genial fand,nein, ein Stück weit habe ich mitgelitten, handelt es sich bei dem Zug doch um eine meiner Lieblingsformationen.


    Der "Grüne" sollte ein kleines Trostpflaster sein.


    Ich glaube aber das Tom das Ganze innert kürzester Zeit wieder ins Lot bring.


    Ich wünsch Dir, Tom, dafür alles Gute!


    Freue mich auf weitere Berichte von Dir und Deinem Wirken!


    Grüssle


    Klaus

  • Hallo,


    vielleicht ist ja noch jemand an Anlagenbau interessiert!? Bei den aktuellen, hochinteressanten und ausgiebig diskutierten Threads über neue Spur 0-Hersteller kommt das meiner Meinung nach zurzeit etwas kurz...


    Es gab lange nichts zu berichten aus Bischofsheim... zumindest nichts Gutes! Nach dem Absturz meines Zuges (die Schäden sind noch nicht ganz behoben, läuft aber...) hatte ich „von jetzt auf gleich“ eine Störung bei der Zentrale (Roco z21 start weiß). Irgendwelche blaue und rote Blink- und Dauerlichter, es lief jedenfalls NICHTS mehr!


    Meine Lieblingsbeschäftigung im Hobbykeller: Fehlersuche! Ich hatte keine Ahnung, woran es liegen könnte... wahrscheinlich eine Überlastung der Zentrale oder des Netzteils. Also an einem separatem Gleis getestet, da lief alles wunderbar.


    Vielleicht war es aber auch etwas, was ich beim Bauen an der Anlage verändert oder zerstört habe... aber wo habe ich arbeitet? Ich konnte den Fehler einfach nicht ermittelt! Dann doch eine Überlastung der Zentrale an der großen Anlage! Zu viele Fahrzeuge! Alle Fahrzeuge runter genommen, keine Besserung... Ein Booster musste also her... aber welcher? Internetrecherchen waren nötig.... all das dauert Tage, wenn man nur abends ein Stündchen Zeit hat. Dann war die Entscheidung getroffen: ein Digikeiys-Booster wurde bestellt... wieder Tage warten...


    Die Zeit hab ich genutzt, um die Anlage in Boosterabschnitte zu unterteilen... das hatte ich bisher nicht gemacht. Der Wendelraum soll ein Abschnitt werden, der Schattenbahnhof mit dem kleinen Bahnhof Allzunah ein zweiter. Die eine Trennstelle war schon vorhanden (am Rollwagen vor der Tür), die 2. sollte auf der anderen Raumseite kurz vor der Wendel entstehen. Also einfach beherzt das Gleis an beiden Schienen durchgetrennt.


    Die schmalen Schlitze habe ich mit dünnen Plastikstreifen verschlossen und geglättet. Sieht super aus! Trennt aber nicht! Ich hab dann die „Trennstelle“ mit dem Multimeter nachgemessen und man soll`s nicht glauben, sie trennt nicht! Vielleicht gibt es doch irgendwo eine Kabelverbindung, schließlich habe ich alle 1 – 2 m eine Einspeisung aus der Ringleitung.



    Am nächsten Abend (es ist inzwischen die 2. Woche, in der nichts läuft), habe mich entschlossen, die Trennstellen nochmal zu trennen... es konnte keine andere Verbindung geben! Und siehe da, die Trennung funktionierte! Ich hatte tatsächlich die eine Schiene nicht komplett durchgesägt... wie blöd kann man eigentlich sein? (Outtakes...)


    So, Boosterabschnitte waren angelegt, der Booster kam auch kurze Zeit später per Post. Der Anschluss sah auch ganz einfach aus und war es auch... hab ihn sicherheitshalber erst an einem separatem Gleis getestet, alles prima! Dann an der Anlage... und: nichts läuft... und ich hab mal immer noch keine Ahnung warum!


    Also weiter Fehlersuche: nochmal alle Verbindungen getestet und gemessen.... es gab keine Verbindung. Der Booster-Abschnitt „Schattenbahnhof“ funktionierte (sowohl mit der Zentrale als auch mit dem neuen Booster)! Der Abschnitt „Wendelraum“ hatte aber ein Problem... ich konnte den Fehler zumindest schon mal räumlich eingrenzen. Dann alle Kabel nach und nach unterbrochen, getestet und wieder angeschlossen... irgend etwas musste doch anders sein als vorher!


    Keine Ahnung mehr... dann fiel mir das Lenz-Kehrschleifenmodul ins Auge. Das konnte ja eigentlich nichts mit dem Fehler zu tun haben, das wurde auf keinen Fall verändert. Aus lauter Verzweiflung habe ich dann mal die Kabel abgeschraubt... und was soll ich sagen? Es funktionierte alles! Seltsam, ich habe keine Erklärung dafür. Ich habe die Kabel dann mal vertauscht (J und K), da gibt es ja wohl manchmal Probleme mit bei Boostern... aber es funktioniert nun in allen Kombinationen. Es hat also gereicht, das KS-Modul einfach mal stromlos zu machen!? Kann das denn sein?


    Ende gut, alles gut! Ich habe nun einen Booster, sauber verlegte Kabel und Fahrbetrieb geht auch wieder. Ich kenne jetzt zwar die Lösung des Problems, aber die Ursache bleibt mir verborgen. Aber endlich kann ich mich wieder dem Bauen und Fahren widmen. Der nächste Abschnitt wird die Fertigstellung des Schattenbahnhofs, da fehlen noch Unterbau, Gleise, Weichen und.... natürlich: ELEKTRIK! :S


    Bis die Tage, Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    mangels virtueller Begrünung, meinen Dank für Deinen Bau- bzw. Jagdbericht auf "Murphy"...der ist ja zur Zeit an diversen Orten aktiv beim Moba-Hobby...vor ein paar Wochen auch bei mir. Aber dazu dann mal in meinem Thread. Endlich wieder was für mich Interessantes zum lesen. Die "Breaking News" an anderer Stelle tangieren mich nur wenig.


    Freut mich das Du das Mysterium überlisten konntest, wenn auch ohne es zu enträtseln.


    Wünsche Dir nun wieder viel Freude beim Bau und Betrieb!

  • Hallo,


    keine Angst, es gibt mich noch! Der letzte Beitrag von mir in diesem Thread ist lange her… es ist auch viel passiert und ich habe auch ein paar andere Baustellen begonnen, trotzdem hier mal ein weitestgehend virenfreies Update!


    Nach langer Zeit habe ich mich endlich mal wieder um den Anlagenbau gekümmert: die linke Einfahrt zum Schattenbahnhof „Schattenheim“. Ich hatte dazu mal Beitrag 360 von den Vorbereitungen berichtet… meine schlechten Fotos bitte ich zu entschuldigen! Immerhin kann man sie werbefrei mit Anklicken vergrößern!


    Befahrbar waren nur die beiden Gleise ganz rechts, da war nicht viel Betrieb möglich. Es fehlten noch die Fortführung der Gleise 1 bis 3 sowie die dazugehörigen Weichen, einige davon sind mal provisorisch ausgelegt.


    Unschwer zu erkennen, dass der Unterbau hier noch fehlte… so ist das halt, wenn man „Resteverwertung“ macht und die ersten Teilstücke nicht breiter waren. Auf der freien Fläche ganz links sollen Stumpfgleise entstehen, auf denen Züge zusammengestellt werden sollen… hier mal im Bild:


    Soweit die Theorie…die Plattenzuschnitte habe ich mit Pappschablonen ermittelt:



    Dann "flott" ein paar Plattenreste auf die Säge geschmissen (ja, ja, ja… ich achte diesmal auf meine Daumen) und erste Passproben gemacht. Endlich mal wieder „richtig“ Modellbahn bauen

  • Hallo,


    besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen! Für viele Menschen ändert sich momentan sehr viel in ihrem Leben, dies betrifft wahrscheinlich auch Leute aus diesem Forum... ich wünsche Euch, dass die wichtigste Änderung für Euch mehr Zeit zuhause sein wird. Für mich persönlich ist das (noch) nicht so weit... meine Arbeit geht zurzeit noch normal weiter... trotzdem möchte ich versuchen, Euch etwas mehr als sonst am Bau meiner Anlage teilhaben zu lassen... wen`s nervt, der klickt es weg... wen`s freut, der freut sich!


    Meine aktuelle Baustelle "Einfahrt Schattenbahnhof" muss ruhen... großes Thema im Moment ist für mich beim Anlagenbau: mein Rollwagen vor der Tür! Er ist mir schon lange ein Dorn im Auge... und das tut weh! Jetzt ist der richtige Zeitpunkt diesen Dorn zu entfernen.


    Über den Bau des Wagens habe ich hier ab Beitrag Nr. 240 berichtet.


    Es gibt mehrere Probleme, die ich angehen möchte:
    1. Die Schienenübergänge fluchten nicht sauber in der Höhe.
    2. Es gibt keine einfache Stromzuleitung zum Rollwagen... ich muss immer noch 2 Krokodilklemmen zusammen klipsen...
    3. Die Verriegelung über die beiden Riegel (vorne an der Blende) haben zu viel Spiel (ca. 1 mm)


    Durch die Trapezform des Wagens funktioniert die Längsausrichtung gut bis sehr gut. Nichts klemmt und die Spalten werden nicht zu groß. Aber die Höhenausrichtung ist anfällig gegen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsunterschiede, ob ich das immer recht genau regele... z.B. läuft ein Luftentfeuchter. Eine Justierung der Höhe ist nicht möglich (Stellschraube o.ä.), alles hängt von der Höhe der Füße sowie der Rollen ab... nicht sehr zuverlässig musste ich feststellen.


    Die Lösung soll eine gleitenden Auflage des Unterbaus sein. Dazu habe ich POM-Streifen angebracht, auf denen die seitlichen Bretter rutschen sollen. Davon verspreche ich mit eine dauerhaft bleibende Höhe der SOK.


    Die Streifen sind schnell angebracht...
    37909150vd.jpg


    Und schon das nächste Problem: der hintere, rechte Fuß stößt nun an den POM-Streifen (das Foto ist von außen aufgenommen, das Bein ist auf der linken Seite erkennbar):
    38109261ue.jpg


    Also muss das Bein umgebaut werden... das war schon ein längerer Akt, hat aber funktioniert... hier ein paar Eindrücke aus der Umbauphase...
    Der Ursprungszustand:
    38109289tr.jpg


    Das Bein ausgebaut und ein Strebe provisorische eingebaut:
    38109288rp.jpg


    Jetzt ruht die mobile Konstruktion auf den POM-Gleitern... die hinteren Beine schweben ca. 1 mm in der Luft:
    38114611bd.jpg


    38114612jf.jpg


    38114610su.jpg


    Für heute ist erst mal genug, ich werde vielleicht demnächst etwas mehr Zeit haben und weiterbauen und berichten.


    Gruß
    Thomas

  • Hallo,


    als 2. Punkt wollte ich die Verriegelung bzw. Justierung des Rollwagens vereinfachen, da die verbauten Riegel zu viel Spiel haben und das manuelle Verriegeln unkomfortabel ist.


    Die Idee ist eine Fixierung mit Neodym-Magneten. Rechts und links angebracht sollen sie den Rollwagen in der Endposition halten...die Praxis wird zeigen, ob das klappt... hier ein paar Fotos vom Bauen...
    DIe Magnete 10 x 10 mm eingeklebt:


    2 Halterungen zusammen geheftet:


    Eingebaut an der Anlage:


    Von unten:


    Der 1. Eindruck ist positiv, ich warte aber mal ab, ob es sich bewährt...
    Demnächst geht`s weiter... bleibt gesund!


    Gruß
    Thomas

  • Hallo,


    nächster Part bei der Überarbeitung bzw. Ergänzung meines rollenden Anlagenstücks war die Stromversorgung. Wie gesagt musste ich bisher 2 Krokodilklemmen für den Fahrstrom an- und wieder abklemmen, wenn ich das mobile Teil bewegen wollte. Ganz schön umständlich, das sollte sich ändern!


    Die Idee war die Verwendung von Federkontaktstifte … Rollo hatte mal darüber ausführlich berichtet.


    Ganz so schön wie Rollo hab ich`s nicht hingekriegt, das Prinzip ist aber ähnlich! Ich habe die Kontakte in der hinteren, rechten Ecke des Wagens montiert. Bilder sagen hier mehr als die berühmten 1.000 Worte:





    Der eingeschobene Wagen:


    Die Federkontaktstifte hab ich vor einiger Zeit mal bei Ebay gekauft:


    Momentan habe ich nur die beiden Fahrstromleitungen (bei mir Rot und Schwarz) angeschlossen. Mal sehen, ob ich noch andere „Medien“ brauche… nachrüsten geht immer!


    Bitte hier keine Diskussionen über „geht / geht nicht“ oder „korrodiert / korrodiert nicht“ führen… das gab es schon zu Genüge im Fred von Rollo… wenn`s nicht funktioniert, lass ich es Euch wissen und baue was Neues!


    Momentan hält der Wagen seine Postion auch ohne Verriegelung sehr gut. Ich habe ja die Neodyms und außerdem geben die POM-Schienen ein bisschen Halt... ich werde das beobachten.


    Der letzte Schritt ist nun die Anpassung (Neuverlegung) der Gleise. Das muss wegen der leicht veränderten Höhenlage sein... Bis dahin verbleibe ich voller grundlosem Optimismus, dass es funktioniert…
    Gruß Thomas

  • Selbst wenn irgendwann Korrosion auftritt, dauert es bestimmt ja nicht lange es zu erneuern.


    Sehr schöne Idee die du übernommen hast, hatte ich bei Rollo noch garnicht gesehen.

  • Hallo,


    es geht weiter beim „wohl langsamsten Anlagenbau der Welt“… so kommt`s mir jedenfalls vor… egal, kleine Schritte bringen einen auch voran! Hauptsache, es funktioniert nachher alles!


    Da die meisten von uns zurzeit etwas mehr Zeit für´s Hobby und das Forum haben, führe ich meinen Bericht zum Rollwagen mal ausführlich weiter. Meine bisherigen Überarbeitungen des mobilen Segmentes vor der Tür („Rollwagen“) waren ja folgende:
    I: Gleitlager aus POM
    II: Magnete zur Fixierung des Wagens
    III: Federkontaktstifte für den Stromanschluss


    Heute folgt Teil IV: Anpassen der Trassenhöhe


    Das ist der spannendste Teil meiner Rollwagen-Überarbeitung! Da ich ja mit den neuen POM-Gleitschienen eine leicht veränderte Höhe der Trasse und der Gleise hatte, musste das jetzt angepasst werden. Ich habe mir laange Gedanken gemacht wie man eine Justierung der Höhe erreichen kann, weil Versuche gezeigt haben, dass ein Höhenversprung von mehr als einem halben Millimeter zu sehr holperigem Fahrverhalten führt… vor allem bei ungefederten Fahrzeugen ohne 3-Punkt-Auflage… also bei fast allen Fahrzeugen!


    Es sollte doch möglich sein durch eine Art Stellschraube eine nachträgliche Anpassung an Verschiebung (durch unterschiedliche Luftfeuchtigkeit und Temperatur) oder an ungenaues Bauen zu ermöglichen! Nun bin ich aber kein Feinmechaniker oder so was, sondern nur ein Bastler… es muss also mit meinen Bordmitteln baubar sein. Meine Lösung sieht nun so aus:


    Das Trassenbrett auf dem Rollwagen (ca. 20 x 90 cm) war bisher starr mit dem Unterbau des Rollwagens verbunden. Das hab ich erstmal ausgebaut. Nun wird es an den 4 Eckpunkten mittels kurzer M4-Gewindestangen befestigt, die eine Höhenjustierung möglich machen (sollen). Hier ein paar Bilder zur Erklärung:


    An jedem Übergang zur festen Anlage sind 2 Winkel am Unterbau befestigt, die als untere Aufnahme der M4-Schrauben dienen.



    Die Gewindestangen haben eine Länge von etwa 5 cm und werden später im Trassenbrett eingeklebt, dadurch sind sie natürlich nicht mehr drehbar:


    Etwas Kopfzerbrechen hatte mir die Reihenfolge der Montage gemacht, gelöst habe ich es so:
    1. Winkel anschrauben
    2. Trassenbrett auflegen und anzeichnen… dann runternehmen und 6 mm Löcher bohren
    3. Gewindestangen durch Winkel schieben und mit Muttern sichern
    4. Eine weitere Mutter mit Unterlegscheibe von oben aufschrauben und mit Sekundenkleber fixieren. Sie dient nur als „Stütze“ für das Trassenbrett bis zur Aushärtung des Klebers und als Tropfschutz für den Kleber… sonst dreht sich nämlich nichts mehr

  • Halllo,


    ich habe das lange Wochenende mal für ein kleines Projekt nutzen wollen, das ich auch mal auf der Terrasse bauen kann... das Wetter passte ja! Ausgesucht habe ich mir ein Standard-Schalthaus der DB aus Beton, das ich – später – am BÜ aufstellen möchte... ein „8-achtiges Osterei“quasi... 8)


    Das Endergebnis nehm ich hier mal vorweg, der Weg dahin war manchmal ein bisschen steinig... macht nichts!


    Im Netz gibt es eine Reihe von Fotos, die mir als Anregung gedient haben. Einen Plan dazu hat Mathiacus mal hier eingestellt... herzlichen Dank dafür!

    Wände:
    Wichtig war, dass nur Material verbaut werden konnte, was im Bastelkeller zu finden war. Basic also... der Korpus entstand aus 1,5 mm starken Polystyrolplatten, die ich auf der kleinen Proxxon-Tischkreissäge geschnitten habe. Damit waren die Gehrungen ganz gut hinzukriegen:


    Für die Montage habe ich die einzelnen Wandelemente nebeneinander liegend mit Klebeband verbunden, dann geknickt, mit der Bodenplatte den Winkel geprüft, mit Klebeband fixiert und dann von innen geklebt... klingt kompliziert, die Bilder sprechen eine andere Sprache:






    Dach:
    Ich habe dabei mal wieder festgestellt, dass genaues Planen und genaues Bauen nicht dasselbe sind... irgendwie passten Boden und Deckel nicht zu den zusammengebauten Wänden... fällt aber nicht weiter auf...


    Das Dach hat eine 8-eckige Grundplatte aus Polystyrol mit aufgeklebten Keilen aus Pappe. Darauf habe ich Papierstückchen geklebt... eine echte fummelige Angelegenheit.. zwischendurch hab ich dann mal gegoogelt wie man Sekundenkleber von den Fingern bekommt (mit Backpulver!)...



    Das Papier habe ich dann mit Sekundenkleber getränkt, in der Hoffnung, dass es besser hält und ich es schleifen könnte. Hatte ich bis dahin noch nicht getestet! Das hat dann auch in Grenzen funktioniert, eine einheitliche Fläche habe ich aber nicht ganz hinbekommen...


    Tür:
    Die Tür sollte von außen aufgesetzt werden... es gibt auch Schalthäuser, bei denen die Tür in einer kleinen Nische liegt, das war mit aber zu kompliziert. Sie entstand aus 2 x 0,5 mm PS-Platten... der Türdrücker stammt von Addie, die beiden Verschlusshebel entstanden aus 0,5 mm Messingdraht.


    Oberhalb der Tür hab ich noch einen kleinen Winkel als Regenschutz montiert. Er enstand aus Papier, dass ich mit Sekundenkleber getränkt und dann angestrichen habe.


    Für die relativ plumpe Nachbildung der Lüftungsschlitze unten im Türblatt mussten Evergreen-Streifen 0,5 x 1 mm herhalten. Das ist für mich OK... das Auge soll sich woanders festkrallen :thumbup:


    Fernsprecher:
    Ich wollte unbedingt außen eine Kiste für ein Streckentelefon haben (oder ist es ein Signaltelefon?)... es entstand aus einem Stück Holz mit einer 0,5 mm PS-Abdeckung:


    Das F-Schild habe ich im Netz gesucht und auf meinem Drucker (entsprechend skaliert) ausgedruckt. Das Kabel ins Erdreich ist ein Stückchen Messingdraht...


    Manchmal frage ich mich, wie eine soo kleine Baumaßnahme ein soo großes Chaos anrichten kann! Das Schalthaus ist unten rechts auf dem Bild:


    Anstrich das Wort „Lackierung“ sollte ich wohl besser vermeiden ;( :
    Nach der Montage hab ich ein bisschen die großen Lücken verspachelt, aber nur grob... es fehlt einfach die Geduld... macht nichts! Dann schleifen, danach grundieren mit der Spraydose... der „Beton“ bekam eine graue Lackierung aus der Sprühdose... so weit, so gut!


    Dann sollte ein Sockelanstrich her... schwierig! Der 1. Versuch mit einer Abklebung aus Kreppband war untauglich... die Farbe lief unter das „Abdeckband“. Macht nichts!


    Nächster Versuch, allerdings musste der Sockel nun etwas höher als geplant ausfallen. Abklebung mit Tesa-Film!


    Wirklich trennscharf geworden, allerdings kam der Grundanstrich teilweise wieder mit runter... macht nichts!


    Letztendlich habe ich die Trennung per Hand nachgezogen... die Maler haben es offenbar beim Vorbild nicht besser hingekriegt... nächste Mal kann ich es etwas besser!


    Das Dach hab ich mit grauer Acrylfarbe gestrichen... das war kein Problem!


    Nach der endgültigen Montage der einzelnen Teile habe ich versucht, dem Gebäude den Glanz eines Neubaus zu nehmen... dazu fand ich Panpastel-Farben ganz passend... danach sieht es jetzt so aus:





    Resümee:
    Ja, was hab ich nun gelernt?
    1. Eine Menge Erfahrungen beim Umgang mit den Grundmaterialien Polystyrol, Pappe, Papier, Draht und vor allem Kleber und Farben... hat nicht alles beim ersten Versuch geklappt, aber ich hatte ja Zeit!
    2. Außerdem hab ich mal wieder gemerkt, wie schwierig das „genaue Bauen“ ist. Hut ab vor all den Experten hier im Forum!
    3. Man wird nur besser, wenn man übt! Das mit den Farben muss ich noch mehr üben...
    4. Vor allem hab ich mal wieder gemerkt, dass es nicht viel braucht, um eine Menge Bastelspaß zu haben! :thumbup:


    Der Einbau in die Anlage soll wohl noch lange auf sich warten lassen! Macht nichts! :rolleyes:


    Gruß
    Thomas

  • Hallo,


    vielen Dank für den netten Zuspruch!


    EsPe hat angemerkt, dass die Lüftungsschlitze oben in den Wänden fehlen würden. Da habe ich tatsächlich länger drüber nachgedacht... mir gefielen diese auch gut als Auflockerung, allerdings wusste ich nicht, wie ich sie glaubhaft hätte darstellen sollen. Also mit den Sachen, die im Haus waren und meinen Werkzeugen und Fähigkeiten...


    Vielleicht hat jemand von Euch dazu eine Idee!?


    Geholfen haben mir nachher Bilder von Schalthäusern, bei denen tatsächlich keine Schlitze in den Wänden zu sehen waren, z.B. hier... Kann jemand erklären, warum es welche mit und welche ohne Schlitze gab/gibt?


    Danke, Gruß
    Thomas


  • Moin Michael,


    ein sehr schöner Bau! Genauso müssen die Lüfter aussehen! Selbst gebaut?


    Danke für Deinen Tipp: ja, so einfach ist das! :D 3-Kant-Profile herstellen und ankleben! Das ist aber leider mit meinen Händen und Werkzeugen nicht machbar, behaupte ich mal... die Profile müssten eine Kantenlänge von ca. 1 - 1,5 mm haben 8|


    Mal im Ernst: aus was kann mal die "herstellen"? Feilen, schleifen oder sägen? Für nachvollziehbare Tipps bin ich nach wie vor dankbar!


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Schöner kleiner Bau.


    Für die Abdeckungen der Lüftungsschlitze brauchst Du kein Dreieckprofil.


    Die Bleche sind ja von unten offen, also kleb mal zwei Stück Alufolie mit Pattex oder Uhu-Hart aufeinander.
    damut wirds stabiler.


    Dann ein Rechteck von 3mm Breite und der notwendigen Länge des Bleches + 2*3mm Ausschneiden.
    Danach alle vier Ecken im 45°Winkel abschneiden, so das an den Schmalseiten Spitzen entstehen.
    damit hast Du dann ein Sechseck mit zwei 90°Winkeln gegenüber liegend.


    Jetzt diese "Spitzen" an der gedachten Linie zwischen den beiden daneben liegenden Ecken um 90° nach oben falten. Fertig - mit Bildern wäre das deutlich einfacher.....


    Jetzt noch altern und ankleben.


    Gruß
    Matthias

  • Hi Jay,


    ich meine gelesen zu haben, dass die Blinklichter an den Bahnübergängen ab den frühen Sechzigern bei der DB zum EInsatz kamen... wenn ich das richtig im Kopf habe. Und mit ihnen die 8-Ecke...


    Bei Wikipedia habe ich einen Hinweis auf Mitte Fünfziger gefunden (der Absatz Lo 55, Lo 57).


    Mein Schalthaus stammt sicher schon aus der ersten Baureihe... es ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen :huh:


    Gruß
    Thomas

  • Hallo,


    vor etwa 2 Jahre habe ich den Grundstock für meine Wendel inkl. Kehrschleife gelegt. Seitdem habe ich es nicht geschafft, alle Trassen mit Absturzsicherungen zu versehen... die Folgen sind bekannt: ich hatte neulich einen Absturz zu verzeichnen. X(


    Das sollte sich natürlich nicht wiederholen, daher stand seit einiger Zeit die Ergänzung der fehlenden Brettchen auf der To Do-Liste. Das habe ich nun abgeschlossen.. hier ein paar Eindrücke aus dem Wendelraum:
    Das Kreuzungsgleis kurz vor der oberen Ausfahrt


    Die Einfahrt in die Kehrschleife


    Die Bogenweiche zur Auffahrt in die Wendel




    Mit von der Partie ist immer mein "Referenzwagen": das gute Stück soll zwar nicht zum Einsatz kommen, markiert aber das notwendige Lichtraumprofil (auf meiner Anlage!). Größere Fahrzeuge können halt nicht verkehren... und für den wird es schon manchmal eng:


    Oder auch mal zu eng:


    Die Kehrschleife ist auch etwas "abenteuerlich" und brauchte dringend eine seitliche Sicherung:






    Nichts großartiges Neues, aber es geht immer ein Stückchen weiter...


    Bleibt gesund, Gruß
    Thomas

  • Hallo,


    seit langer Zeit „bastel“ ich schon an der Steuerung meiner Anlage, das bedeutet in erster Linie: Schalten der Weichen. Das Fahren der Loks und Züge mache ich mit der Roco-Multimaus.


    Ich bin ein Freund von „richtigen Schaltern“, also sollte es ein herkömmliches Stellpult werden. So hatte ich das bei meiner 1. Spur 0-Anlage auch, das war sehr übersichtlich und gut zu bedienen... auch für mitspielende Gäste.


    Ich habe begonnen, ein solches Stellpult für meinen Schattenbahnhof zu bauen, so weit bin ich gekommen:




    Ein paar Taster sind auch schon drin, aber irgendwie ging es nicht so richtig weiter und ich habe die Lust daran verloren.


    Da ich meine Anlage mit der weißen z21 start von Roco steuere, hatte ich früher schon einmal mit der z21 - App einige Tests durchgeführt... sogar sehr erfolgreich. Durch das vorletzte Roco-Update war aber auch das nicht die richtige Lösung für mich. Das Erstellen der Gleispläne war mir zu kompliziert und sie gefielen mir auch nicht.
    Nach Erscheinen des letzten Updates der App mit der Nachbildung des Siemens - Stellpultes hatte ich neue Hoffnung und wollte das unbedingt ausprobieren. Die ersten Versuche scheiterten aber schon daran, dass sich die App auf meinen Android - Tablet nicht installieren ließ, weil das Betriebssystem veraltet war.


    Ich habe daraufhin ein neues Tablet angeschafft, die App installiert und bin sehr positiv überrascht. Da ich das Tablet nur zur Steuerung der Weichen und Fahrstraßen benutzen möchte, war der Gleisplan als Grundlage auch recht schnell eingegeben. Schon nach einer Stunde waren alle Weichen und Gleise gezeichnet und die Adressen vergeben. Voraussetzung ist natürlich, dass alle Weichen über einen Digital Decoder geschaltet werden. Der eingegebene Gleisplan der unteren Ebene sieht im Augenblick so aus:


    Nach dem Anlegen des Gleisplans ist (erstmal die untere Ebene mit dem Schattenbahnhof) habe ich das Tablet dann über den Router mit der z21 - Zentrale verbunden. Dies war sehr einfach, obwohl ich nicht gerade ein Technikfreak bin...


    Das Schalten der Weichen war sofort möglich, da die Digitaladressen ja bereits eingegeben waren. Ich musste nur die ein oder andere Weiche noch einmal anpassen, da Gerade und Abzweig vertauscht waren. Auch das Anlegen der 3-Wege-Weichen war ohne Probleme möglich, mit den DKWs hadere ich aber noch ein bisschen.,,


    Nach etwa einer Stunde war ich dann soweit, dass ich die ersten erfolgreichen Probefahrten machen konnte. Bis hierher kann ich nur sagen: eine super Entwicklung, diese App... es ist schon eine große Erleichterung bei der Steuerung. Die nächsten Schritte werden jetzt das Einrichten von Fahrstraßen sein, damit muss ich allerdings noch etwas üben... Hier mal der Blick auf meine derzeitige „Steuerzentrale“:


    Ich werde weiter berichten...


    Gruß
    Thomas

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