Weichmacher in Modellautoreifen

  • Moin miteinander.


    Nach urlaubsbedingtem Stillstand auf meiner Modellbahn musste ich bei meiner Rückkehr feststellen, dass Teile meiner Modelle mit anderen ein innigeres Verhältnis als gewünscht eingegangen sind.
    Nicht schön.


    Schon vor einiger Zeit entdeckte ich ein solches Problem bei einem alten Schuco-H0-Model, das ich in Ermangelung der Originalverpackung in einer Süßigkeiten-Kiste gelagert hatte.



    Nach einem Zeitraum von ca. fünf bis sechs Jahren sind die uralten Weichmacher aus den Gummireifen des Modells offensichtlich in den Kunststoff der Kiste gewandert und haben dort frische Arbeit geleistet.



    Glücklicherweise ließ sich das Modell äußerlich unversehrt von der Kiste trennen. Ich gehe aber davon aus, dass die Reifen versprödet sind, was man diesen jedoch nicht ansieht.
    Über das Material des Kastens kann ich keine sichere Aussage machen, Polystyrol liegt im Bereich des Möglichen.


    Nach meiner dagegen relativ kurzen Urlaubszeit von 5 Wochen habe ich einen ebensolchen Effekt an der Ladestraße feststellen müssen.


    Der Lieferwagen hat deutlich sicht- und fühlbare, gefärbte Eindrücke auf der nur einfach mit Acrylfarbe behandelten Styrodurfläche hinterlassen. Diese Marken sind nicht durch verstärkten Druck von oben entstanden, lediglich das Eigengewicht des Fahrzeugs hat gewirkt.
    Bei dem daneben stehenden LKW war Gleiches festzustellen.



    Styrodur ist fein aufgeschäumtes Polystyrol, wenig Material mit großer Oberfläche sorgt wahrscheinlich für die schnelle Reaktion.
    Durch die (fast) fehlende Oberflächenbehandlung war ein (fast) unmittelbarer Kontakt der Reifen mit dem Styrodur gegeben.

    Mein Tipp also: Vorsicht mit Modellautoreifen auf Kunststoffoberflächen!


    Die meisten Modelle sind in ihren kleinen Vitrinenkästen "schwebend" befestigt, wahrscheinlich nicht grundlos...


    Gruß, Matthias

  • Beim Schaufensterbummel bei einem Händler,
    mußte ich bei einer Ausgestellten BR 24 milchig angelaufene
    Seitenfenster durch Sonneneinwirkung feststellen. Also
    achtgeben bei der UV Beständigkeit der Kunststoffe und Farben.
    Hat ja nicht jeder einen kühlen geschützten Keller
    zur verfügung.


    Gruß Detlev

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